Lieber Stefan,
... bei starken, langfristigen Anwendungen von Birkenporling haben sich ungünstige Änderungen der Nierenwerte gezeigt. Dies wird zur Zeit wissenschaftlich aufgearbeitet und die Ergebnisse werden dann gegebenenfalls auch veröffentlicht.
auf diese Veröffentlichung bin wirklich sehr gespannt und ich erhoffe mir davon noch den einen und anderen Erkenntnisgewinn. Leider gibt es in diesem Bereich zu wenige seriöse Untersuchungen, was bekanntlich verschiedene Gründe hat. Klinische Studien in der Pharmazeutik kosten ein Vermögen und werden heutzutage nur noch dann durchgeführt, wenn es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, ein neuartiges wirksames und vor allem gewinnbringendes Arzneimittel auf den Markt zu bringen. Da bleibt dann nur noch der universitäre Bereich, wo der Forschungsschwerpunkt aber ein anderer ist, nämlich weniger die Auswirkung bzw. Wirkungsweise im Fokus liegt als mehr die Inhalts-/Wirkstoffe betrachtet bzw. analysiert werden. Solche Studien sind dann für die Medizin wie auch Naturheilkunde nicht wirklich verwertbar.
Bei jeglicher Diskussion sollte man auch nicht vergessen, dass z. B. in der asiatischen Heilkunde (TCM) und der Ayurvedischen Medizin die Heilpilze üblicherweise für einen jeden Patienten individuell zubereitet und kombiniert sowie dosiert werden. Diese Art und Weise der Verabreichung und die pharmazeutische Qualität ist eine völlig andere als wie hierzulande. Die allermeisten konsumieren Heilpilze in Form von Nahrungsergänzungsmitteln und wenn der eine und andere hier aus dem Forum Pilzfruchtkörper aus der Natur entnimmt und verwendet, so wird diese Anwendung wohl auch in anderer Form und Qualität geschehen, als wie es in der bewährten klassischen asiatischen Heilkunde umgesetzt wird.
Ich will meinen, dass dies einen Unterschied macht. Selbsttherapien mit diesen Mittelchen (NEM) sehe ich daher als kritisch, aber dies muss ein jeder für sich selber wissen, wie er da bei sich verfährt. Man sollte da aber meiner Meinung nach schon einen ärztlichen Rat einholen oder wenigstens eine/n Apotheker/in und/oder Heilpraktiker/in fragen, weil manche Extrakte ungewünschte Reaktionen auslösen können sowie ja auch Arzneimittel Nebenwirkungen haben, nur dort klärt ja der Arzt/die Ärztin usw. und der jeweilige Beipackzettel den Patienten darüber auf.
Beste Grüße
Marcel
