Beiträge von Thorwulf

    Hallo Steffen,


    müsste C. phyllophila nicht aber dichter stehendere Lamellen haben als wie bei diesem Fundexemplar hier?


    Eine leicht süßlich unangenehme Note hatte das Kerlchen, aber man beachte auch, dass es da feucht war und dies hat auch schon mal Auswirkungen bei sofortigen Geruchsproben.


    LG Marcel

    N'abend.

    Wie immer freue ich mich, wenn der eine oder die andere mit mir mitgestromert ist.

    Ein sehr schöner spannender Streifzug, sicherlich auch für Martin KaMaMa interessant.


    Ich treffe jetzt auch irgendwie und überall auf irgendwas Flechtiges u. Interessantes und kann nicht anders als manchen Fund da auch mal etwas genauer anzuschauen. Heute fand ich auch eine Trompetenbecherige Flechtenart, die aber aufgrund der Eile und meines wichtigen Gastes, der seine Heimreise antreten musste, noch am Baumstubben verblieb und von mir dann demnächst aufgesammelt wird. Ich hoffe nur bei der Bestimmung geht dann nicht wieder ein halber Tag drauf wie bei der Lippenstift-Cladonie gestern.... :gplemplem:


    LG Marcel

    Hallo Martin,

    Das ältere Vorgängerbuch "Flechten einfach bestimmen" kann ich jedenfalls für den Einsteiger vorbehaltlos empfehlen.

    vielen vielen Dank für Dein ganzes Feedback hier und all die Hilfestellungen usw.!


    Ich denke, ich werde mich den Flechten zunächst mit der bewährten u. anfängerfreundlichen Bestimmungsliteratur nähern und sehr wahrscheinlich hier noch oft mit Fragen daher kommen. ^^


    Schönen Abend noch u. LG Marcel

    Ha, Martin, ich merke gerade, dass ich mir hier wohl mit die schwierigste Flechtengattung vorgenommen habe....


    Fand bei weiterem Recherchieren u.a. diesen Blog: Cladoniarium - A blog about Cladonia


    Der Betreiber sagt dort unter "About me and the blog" folgendes: "This lichen genus is usually very difficult, and, even with my scientific background, I am not much more than a greenhorn (or a greenpodetium, in this case) and an amateur rather than a proper “Cladoniologist”: I am still building up my knowledge, ..."


    Na prima u. vielen Dank auch. 8o ;)


    Aber ich gebe hier noch nicht auf, meine Aufsammlung wird gut verwahrt und ich werde dies nochmals aufgreifen.


    LG Marcel

    Hallo Martin,


    der Dryades-Schlüssel ist nicht einfach für einen Flechtenanfänger wie mich. :P


    Ich bin da jetzt einige Male in die unterschiedlichsten Richtungen unterwegs gewesen, letztlich halte ich meinen Fund auch für C. polydactyla, u.a. aufgrund der Größe der Podetien (zum Teil 50 mm) und der stellenweisen Verästelung (branched). Ansonsten war ich auch mal bei macilenta, aber die sollen nicht mit so großen Podetien daherkommen.


    Ich bin da also im Ergebnis unschlüssig, was ich für eine Art vor mir habe.


    Ohne Chemie komme ich hier ja leider sowieso nicht zu einem passenden Ergebnis, wobei man mit KOH u. p-Phenylendiamin bei diesen zwei möglichen Arten wohl die gleichen Reaktionen bekommen soll oder liege ich da falsch? Unter dem UV meiner Lupe war ein leichtes Fluoreszieren auszumachen. Hat dies möglicherweise noch was zu bedeuten?


    Nun, defintiv werde ich mir jetzt auch mal bei nächster Gelegenheit den Wirth/Kirschbaum holen.


    Auf welche mögliche Art kamst Du mit dem Excel-Schlüssel?


    LG Marcel

    ... hab's mal mit deinem Fund in Excel probiert

    Ich scheitere da gerade an dieser Datei bzw. daran, dass ich kein Office von Microsoft verwende u. ich es über mein LibreOffice (Calc) u. auch nicht über Google Tabellen ans Laufen bekomme. Ich hab da schon an einigen Options- u. Sicherheitseinstellungen gepfriemelt und bin jetzt doch etwas frustiert....


    Werde mich dann doch wohl durch den Dryades-Schlüssel "wurschteln". Mich an einem Sonntag noch mit Softwareanwendungsherausforderungen zu beschäftigen ist mir echt zu viel.... :gmotz:

    Hallo Martin,


    oh ja, diese Cladonien mit Lippenstift sind total verzückend. Ich fand sie auch nur, weil sie sich an der Hangböschung auf meiner Augenhöhe entlang des Weges platziert hatten. Ich glaube gerne, dass man diese sonst übersieht.


    Ich hab schon befürchtet, dass das Dingfest-Machen der genauen Art kein Waldspaziergang wird. Aber so macht es auch noch weiterhin Spaß. Wenn so ein Fund ganz einfach zu bestimmen wäre, wär's doch irgendwie reizlos, oder? g:D


    Tausend Dank für den Hinweis auf Dryades Project! Deren Schlüssel werde ich hierbei mal ausprobieren. Mal schauen, wie weit ich damit komme....


    KOH hab ich ja noch zur Hand, nur p-Phenylendiamin natürlich nicht.


    Ich werd's aber einfach mal versuchen, auch auf das Risiko hin, dass ich da nicht wirklich weit kommen werde....


    Danke nochmals soweit u. LG Marcel

    KaMaMa

    N'abend Martin,


    ich fand heute auch eine rotfrüchtige Säulenflechte (für mich erstmalig) bei einer Pilzexkursion in Thüringen: 260 m u. NHN, auf Totholz im Nadelgehölzabschnitt inmitten vom Moos.


    Es war da auch noch ein Flechten-Spezi mit dabei, der diese Art makroskopisch zunächst auch mal arbeitshypothetisch als "rotfrüchtige Säulenflechte" vorläufig einsortiert hat.


    Da ich leider noch keine Flechten-Bestimmungsliteratur zur Hand habe (muss sich baldmöglichst unbedingt ändern), hättest Du möglicherweise einen halbwegs brauchbaren seriösen Schlüssel für die Cladiona aus dem Internet?


    Ich will diesen Fund für mich nämlich auch gerne klären.


    Danke u. LG Marcel






    N'abend miteinander,


    unter den Nichtdungtintlingen erscheint mit der sog. Gemeine od. auch (Graue) Falten-Tintling (Coprinopsis atramentaria) ein schöner Tintling zum Einstieg in diese Gattung und heute hab ich mir diese Art mal etwas genauer angeschaut.


    Ich fand die Kerlchen gleich nach einer Wiesen an einem wilden Parkplatz am Waldweggelände. Die größeren Exemplare waren gute 14 cm hoch, der Stiel rd. 1 cm dick.


    Die Hüte waren gräulich-weiß, am Scheitel mit bräunlichen Schüppchen (siehe Foto Nr. 5).


    Die Lamellen waren angewachsen und sehr sehr dicht gedrängt/zusammenstehend.


    Interessant ist auch, dass man an der Stielbasis immer irgendwie so etwas wie eine Volva vorfindet (siehe Foto Nr. 6).


    Höchstspannend war für mich jetzt aber die Mikroskopierung. Pleuro- und Cheilozystiden konnte ich unzählige vorfinden, wie es auch sein sollte. Sah auch braunrote ellipsoide Sporen, recht dickwandig mit gut erkennbarem Keimporus. Basidien kommen breitkeulig daher, 4-sporig ohne Basalschnalle.Als nächstes will ich mal noch die Sporenmaße aufnehmen und die Pleurozystiden genauer checken.


    Es gibt hier wohl einen Verwechslungspartner, nämlich Coprinopsis acuminata, der Spitzhütiger Falten-Tintling, der makroskopisch u. selbst auch mit einigen mikroskopischen Merkmalen sehr ähnlich daher kommt, die Pleurozystiden dieser Verwechslungsart sind aber m.W. nicht so lang wie bei C. atramentaria.


    Sowie es jetzt ausschaut, wär ich aber bei C. atramentaria od. hätten die Spezialisten da Einwände bzw. Verbesserungsvorschläge/anderweitige Ideen?


    Viele Grüße Marcel


    Nr. 1


    Nr. 2


    Nr. 3


    Nr. 4


    Nr. 5


    Nr. 6

    ... was in aller Welt ist eine "Zwickauer Brühlette"? :gkopfkratz:

    In Schmalz gebratenes Schweine- und Kalbsfleisch - nix für Veggies. ;) Jedenfalls aber sehr lecker und hin und wieder mir sehr nahe bei einer Imbiss-Zeit.


    Jedenfalls taugen Deine Studioaufnahmen hier m.E. sehr gut zur Veranschaulichung dieser Varietät. Man erkennt dort sehr gut die hellere Stielbasis und den sonst doch sehr dunkelbraunen genatterten Farbton vom Stiel. :daumen:


    Du bist schon der weitaus bessere Knipser. :gnicken:


    LG Marcel


    P.S.: Mein Sohnemann fand die Kerlchen übrigens auch sehr sehr interessant, hatte hier aber aufgrund des Farbtons (dunkles Braun) eine etwas andere Assoziation.... :D

    N'abend miteinander,


    nachdem das Thüringer Vogtland u. damit auch der Greizer Wald nun endlich auch mal etwas Niederschlag abbekommen haben, tut sich dort nun pilzlich auch endlich was.


    So hab ich mich heute mit Steffen Navajoa in einem besonderen Terrain des Greizer Waldes verabredet, welches wir beide schon mal im Sommer aufsuchen und begehen wollten, aber vermutlich war heute mit einer der besseren Zeitpunkte für eine mykologische Exkursion dort. Denn wir hatten schon gleich an der Böschung vom Straßenrand gegenüber unsres Parkplatzes unsren ersten Knüller-Fund: der Rußbraune Riesenschirmpilz (Macrolepiota procera f. fuliginosa). In Thüringen bislang kaum kartiert. In Natur ist der Farbton noch deutlich intensiver als auf diesen Fotos hier, er ist schon fast so intensiv wie beim Kaffeebraunen Gabeltrichterling.




    Für uns beide ein Perser u. Steffen wird davon sicherlich noch bessere Studiofotos hier nachreichen. Ich bin leider kein guter Knipser - mein Schwerpunkt ist mehr die Aufsammlung u. Dokumentation usw.


    Auf die Nebelkappe Clitocybe nebularis



    trifft man aktuell natürlich vielerorts.


    Und zu meinem persönlichen Glück fanden sich auch einige Nichtdungtintlinge, allerdings beginnt damit erst die Detektivarbeit bzw. das Knacken harter Nüsse. :D Evtl. hat Climbingfreak ein paar Brotkrummel (Hinweise) später mal für mich....





    Diese Tintlinge waren im Feld schon was besser ansprechbar. :)




    Dürfte mutmaßlich auch schon der dritte Schub von denen dort gewesen sein. Soll ein guter Suppenpilz sein....


    Und die Herkuleskeule Clavariadelphus pistillaris war unser nächster Knüller-Fund u. auch Perser, leider sind meine Aufnahmen nicht die besten, aber ich gehe hier nochmals Nachkontrollieren.



    Die erste Begegnung mit dieser Riesenkeule hat schon was. Obwohl dies eine typische Art der Kalk-Buchenwälder ist und sie vor allem in Orchideen-Buchenwälder sowie auch in Waldmeister-Buchenwäldern anzutreffen ist, war ich auf dieses Zusammentreffen nicht vorbereitet.


    Ein Laubholzhörnling? :/



    Hier war's klarer: Spinellus fusiger, auch als Helmlingsschimmel bekannt, und Steffen wusste sofort, dass es nur diese Art sein konnte, auch was Selteneres im Thüringischen. :)




    Sahen für mich wie ein paar feine letzte Härchen auf der Platte aus. ^^ ;)


    Kohlenbeeren fanden wir auch....



    und in der Zielgeraden noch Prächtige Flämmlinge in grooooßen Ausführungen, also prächtige Purschen.... :D






    Zwischen diesen Purschen auch wieder Tintlinge....




    Sorry für die nicht allzu gute Qualität der Aufnahmen, aber mein Schwerpunkt liegt halt mehr in der Aufsammlung u. Bestimmungsarbeit.


    Ein paar Funde haben Steffen und ich noch als Bestimmungsarbeit auf den Tisch, aber es war heute eine sehr schöne und artenreiche Feldarbeit. :daumen:


    KaMaMa Eichemoos (Evernia prunastri) fand sich dort übrigens auch noch an einem Fleckchen....



    Viele Grüße Marcel