Beiträge von Käpt'n Chaos

    Warum glauben so viele, es gäbe nur das, was uns möglich ist zu erkennen?

    Das ist - leider - die typische "Argumentation" von Homöopathieanhängern. Ebenso wie von Esoterikern, Astrologiegläubigen usw. usf.


    Es hat über viele Jahre hinweg etliche seriöse und wissenschaftliche Studien gegeben, aus denen klipp und klar hervorgeht, dass Homöopathie keinerlei über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirkung hat. Ein für den Beweis des Gegenteils ausgelobter Preis ist seit vielen Jahren nicht "abgeholt" worden, weil niemandem dieser Nachweis gelang.


    Placebo-Effekt ist ja grundsätzlich gar nichts Negatives.


    Bloß reagiere ich als naturwissenschaftlich ausgebildeter Mensch (promovierter Chemiker) ausgesprochen allergisch, wenn mich jemand mit irgendwelchen Pseudobegründungen oder "Antworten" wie Deinen, die eben keine sind, abspeisen will.

    Statt "warum glauben so viele..." und Flüchten auf belanglose Allgemeinplätze wie "begrenzte Vorstellungskraft" wäre eine nachvollziehbare Erklärung des postulierten Wirkkonzeptes jenseits des Placebo-Effekts akzeptabel. Und nur das. Wenn das nicht kommt, muss ich davon ausgehen, dass Du keine über den Placebo-Effekt hinausgehende Erklärung hast.


    Wie gesagt - Placebo-Effekt ist ja grundsätzlich nix Negatives. Aber man sollte sich darüber bewusst sein, dass mehr nicht dahintersteckt. Richtig gefährlich wirds, wenn bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen das Vertrauen auf "Homöopathie" dazu führt, dass an sich mögliche und erfolgversprechende Behandlungen unterlassen werden und damit die Genesung oder sogar das Überleben der betroffenen Person gefährdet wird.


    Für einen ersten Einblick reicht schon Wikipedia; Homöopathie – Wikipedia

    Einen tieferen Überblick findest Du hier: EASAC_Homepathy_statement_web_final.pdf


    In beiden Fällen sind hinreichend Primärquellen verlinkt. Ich empfehle bei WP die zu wissenschaftlichen Publikationen führenden Links anstelle des Geschwurbels von Herrn Hahnemann.

    Naja, das hatte/habe ich ja. Zwischenzeitlich war mir beim Korrektureditierversuch wohl was daneben gegangen, das ist korrigiert.


    Wenn man jetzt draufklickt, landet man auch bei dem entsprechenden Youtube-Beitrag.

    Aber nix Vorschau hier. Naja, die hiesige Forensoftware verhält sich in so manchem "irgendwie anders" als die von ca. 10 anderen Foren, in denen ich mitschreibe. Das ist mir schon mehrfach aufgefallen *kopfkratzundachselzuck*.

    Wie Norbert benutze ich bei Firefox mit AdblockPlus eine Werbeblocker.

    Der lässt solchen "Mist" nicht durch und man kann entspannt im Forum surfen.

    Schon... aber auch ich fände es besser, zumindest solchen offensichtlichen Rechtsaußen-Mist schon im ersten Anlauf gar nicht erst reinzulassen als ihn dann im zweiten Anlauf per Add-on wegblocken zu müssen.

    und wie kann man es dann korrekt ableiten?

    Wenig bis gar nicht, selbst vermeintlich kleine Struktur- oder Substituentenänderungen können das chemische Verhalten inkl. Geruch drastisch ändern. Wenns dann um so einen alles andere als banalen Unterschied wie eine (im Vergleich zum Phenol) zusätzliche Aldehydgruppe geht... wird nix.


    Das klappt schon bei einfachen Carbonsäuren nicht.


    CH3-COOH (Essigsäure) riecht - ach was? - wie Essig.

    Mach die Kohlenstoffkette um 2 C-Atome länger =>

    CH3-CH2-CH2-COOH, und Du hast Buttersäure. Die riecht aber nicht wie Essig und auch nicht wie Butter, sondern wie frisch in die Ecke gekotzt. Und das ist noch eher zurückhaltend formuliert.


    Oder gleiches Kohlenstoffgerüst, nur ein bisschen an der Seitenkette oxidiert:


    C6H5-CH3 - Toluol. Lackverdünner.

    C6H5-CH2OH - Benzylalkohol. Schwacher Geruch, nicht unangenehm.

    C6H5-CHO - Benzaldehyd. Sehr intensiv wie Marzipan

    C6H5-COOH - Benzoesäure. Hat einen ganz charakteristischen Geruch, ich weiß bloß nicht, wie ich den beschreiben soll. Ist außerdem bei Standardbedingungen ein Feststoff, während die drei vorgenannten Verbindungen flüssig sind.


    Einen noch:

    CH3-CO-CH3 - Aceton. Ob das noch drin ist, weiß ich gar nicht (bin halt nicht die Zielgruppe dafür), aber früher im Nagellackentferner

    CH3-CO-CH2Br - Bromaceton. Tränengas.


    Und ganz allgemein: Selbst Isomere (gleiche Atome, andere Anordnung) können völlig anders riechen und auch sonst völlig andere Eigenschaften haben.

    => Dimethylether und Ethanol z.B.

    Und es gibt massenhaft Paradebeispiele bei den Terpenen, von denen viele als pflanzliche Duftstoffe bekannt sind.


    Selbst bei gleicher Konstitution (bei 2D-Darstellung gleich) kanns da bei anderer Konfiguration (andere räumliche Anordnung, z.B. spiegelbildlich aufgebaute Moleküle, das wird oft mit rechter und linker Hand verglichen) drastische Unterschiede geben, auch in der physiologischen und sonstigen Wirkung (Beispiele, außer Terpenen, z.B. Aminosäuren oder auch der als Contergan zu furchtbarer Prominenz gelangte Wirkstoff Thalidomid).


    Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) sind Konstitutionsisomere, haben als C6-Monosaccharide beide die Summenformel C6H12O6. Schmecken aber anders und verhalten sich auch chemisch unterschiedlich.


    Edit - ich habe gerade gesehen, dass ich an einer Stelle Quatsch geschrieben hatte. Aceton und Ethanol sind natürlich keine Isomere. Das hätte statt Aceton eigentlich 'Dimethylether' heißen sollen und müssen. Habs entsprechend geändert.

    Endlich habe ich mal einen Vergleich für den Karbol-Geruch. Laut Wikipedia leitet sich das Salizylaldehyd von Phenol ab, Phenol=Karbol.

    Sorry, aber das ist eine unzulässige "Herleitung". Ebenso könntest Du Salicylaldehyd beispielsweise vom Benzaldehyd ableiten, der riecht wie Marzipan. Und nu?


    Sei mir nicht böse, aber als Chemiker sträuben sich mir bei solchen "Herleitungen" die Haare ;).

    Ach so - damit nix falsch ankommt: Ich mache mich nicht über Dich lustig, sondern finde es nur witzig, dass wir quasi im Wortlaut in exakt die gleiche Falle getappt sind!

    ("Bearbeiten" funzt in diesem Forum hier am Bürorechner nicht, deshalb als separate Antwort.)

    Natürlich konnte es eigentlich nur die Frühjahrs-Lorchel sein, der Bonus "Wir werden alle sterben" wies ja auch eindeutig darauf hin dass es sich nur um einen tödlich giftigen Pilz handeln konnte ... :gkopfwand::gkopfwand::gomg::gomg::gzensiert::gzensiert:


    Muahahahaha :giggle: ... genau das war auch mein Gedanke beim Außer-Konkurrenz-Miträtseln *nichtgefundenerhandreichsmiley*!

    Ha, gewonnen Bodo;)!

    :daumen:


    Ich war mir tatsächlich nicht sicher, vor allem, wenn man nicht beide von nah und/oder direkt nebeneinander sieht.

    Der Australian Shepherd einer Freundin von mir war bis letzten Sommer mein (nach den 3 Hunden im Elternhaus) mein vierter Lieblingsmöpp* (TM). Er wurde 15 1/2. Ein stolzes Alter.


    * Wichtig: "Möpp" ist in diesem Zusammenhang bei mir nicht negativ konnotiert; "Lieblingsmöpp" ist etwas rundum Positives!

    sie ganz einzufrieren, das kannte ich auch nicht... Roh (so sehen sie aus) und vollständig hätte ich mich nie getraut.

    Diese vorsichtig abgespült und kurz in siedendem Wasser blanchiert. Nach dem erkalten eingetütet und ab in den Frost.

    Zur Zubereitung. Die Pilze kommen im gefrosteten Zustand in die Pfanne. Durch vorheriges auftauen würden sie vermutlich matschig werden.

    Vorab - mit dem Einfrieren von Schopftintlingen hab ich (noch) keine Erfahrung, aber mit größenmäßig entsprechend zurechtgeschnittenen Steinpilz(stück)en schon.

    Ich friere die sauber geputzt, aber ohne vorheriges Blanchieren ein - und genau wie bei nobi_† kommen die Stücke dann noch gefroren in die Pfanne mit heißem Öl, Butter oder was halt zum Braten verwendet wird.


    Vom Blanchieren und Vor-dem-braten-auftauen bin ich abgekommen, nachdem mir das mal mit Gemüse (Möhren und Feuerbohnen, iirc) gründlich danebengegangen - Geschmack war OK, aber die waren im Mundgefühl richtig fies gummiartig-unangenehm, so dass ich mich tatsächlich zwingen musste, sie trotzdem zu essen und nicht wegzuschmeißen.

    Hab im Nachgang aber mitbekommen, dass ich da wohl bei weitem nicht der erste bin, dems so ergangen war. Seitdem spar ich mir das mit dem Blanchieren und erst recht mit dem vorherigen Auftauen.

    @ bekennende Biertrinker hier,


    es ist alte und gute Tradition, sich über Biersorten und -geschmack freundlich zu necken.


    Da könnten Legionellen drin sein, in dem Leitungswasser, mit etwas Pech.

    Naja... darüber mache ich mir nur sehr begrenzt Sorgen. Ich trink seit Jahrzehnten Leitungswasser... und hab auch Erfahrung bzw. Trinkwasseraufbereitung und -kontrolle.

    @ bekennende Biertrinker hier,


    es ist alte und gute Tradition, sich über Biersorten und -geschmack freundlich zu necken.

    Zeit für den hier:


    Sitzen ein Kölsch-Braumeister, ein Alt-Braumeister und ein Pils-Braumeister zusammen in der Kneipe. Kommt der Kellner und nimmt die Bestellung auf.


    Der Kölsche: "Ich hätte gern ein Kölsch!".

    Der Alt-Brauer: "Ein Alt, bitte!"

    Der Pils-Brauer: "Ich nehm ein Mineralwasser!"


    Kucken ihn die beiden anderen verwundert an. "Wieso willste denn jetzt Wasser trinken?!"

    "Na, wenn ihr kein Bier trinkt, trink ich auch keins!"