Stimmt allerdings, es sind nicht nur Biker, die oft zu mehreren fahren. Bei uns Ruhrgebiet ist es natürlch sehr krass, die Naherholungsgebiete sind Wochenenden überfüllt. Letztes Wochenende war furchtbar, ein Getümmel am Rotbach wie auf dem Jahrmarkt und Biker sind rauf und runter die Böschung vom Rotbach gefahren.
Vor einiger Zeit hatte ich gelesen das die Umgebung vom Bach für alle gesperrt werden soll. Das ist schade für alle die gerne am Bach spazieren gehen.
Schaut mal hier wie es aussieht wenn Heerscharen von Besuchern das Ufer plattfahren, laufen: Rotbach, etwas runter gehen auf "Bachlauf im Naturschutzgebiet".
Vor fast 60 Jahren bin ich mit der Schulklasse den Bach entlang gelaufen, damals standen überall Farne und Gräser. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Alles weg.
Die Mountainbiker sind eine üble Landplage geworden: Die haben uns letztes Jahr den halben Alpen-Urlaub versaut. Findet man am Wegesrand etwas Interessantes und möchte davon ein Foto machen, dauert es keine Minute bis solche Biker solo oder in Gruppen angebrettert kommen und gerade unter den jetzigen Bedingungen auch noch jede Menge Dreck aufwirbeln. Mann muss immer sehr aufmerksam sein, muss die Ohren spitzen und das Wandern auf Wegen ist echt permanent lebensgefährlich. Genauso schlimm war es im Chiemsee-Gebiet. Im Grunde genommen ist Motiv dieses Gebarens unter anderem das Abziehen von Modenschauen und eine Offene Wohlstands-Präsentation nach dem Motto "Schaut her - ich besitze ein tolles teures Fahrrad" In den Alpen findet man ja etliche Wanderwege, welche legal von Einsiedlern, Land- und Forstwirten sowie Jägern mit Autos befahren werden; daran kann man nicht rummeckern. Dadurch entwickeln sich 2 feste Spuren, auf denen sich gut laufen lässt, der Rest sind schotterige Mittel- und Randstreifen. Die Biker rasen natürlich auf den befestigten Spuren und die Fußgänger müssen sich mit den Schotter-/Splitt-Flächen begnügen. Unseren Vermietern hatten wir unser Mißfallen mitgeteilt, wofür sehr großes Verständnis aufgebracht wurde. Die hatten Ähnliches schon von anderen Gästen gehört und deshalb das Problem in Versammlungen des Gemeinderats und beim Tourismusverband vorgetragen. Dort wurde jeweils abgewiegelt, weil die Biker mittlerweile eine große Gruppe zahlender Gäste und damit eine Lobby darstellen.
