Waren vor 2 Wochen im südlichen Sachsen-Anhalt unterwegs. Auf den Steppen-/Kalkmagerrasen keinerlei Anzeichen von speziellen Pilzen, dafür aber wunderbare Insekten wie z.B. Blauschwarze Holzbienen, Berghexenfalter und jede menge Bläulinge.
Beiträge von Kauz
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Da ist mit großer Wahrscheinlichkeit sogar die gleiche Art von Fliegen dran (könnten auch 2 Spezies sein)
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Intensiver Fliegen-Besuch hat von dieser Stinkmorchel schon fast die gesamte Sporenmasse weggetragen
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Uns hat es wieder mal in die oberen Lagen des Erzgebirges gezogen, weshalb wir uns für eine Tour in Richtung Fichtelberg entschieden. In einem totholzreichen Buchelwald-NSG war noch nicht viel los, aber große Freude empfanden wir beim Fund dieses attraktiven Schleimpilzes. Die besonderen Strukturen kamen erst nach Laden der Fotos so richtig zur Geltung.
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Es ist mir neu dass der Fahle Röhrling auch unter Linden vorkommen kann. Bei mir wächst der nur unter Eichen. Gratulation zum schönen Fund.
Ich wünsche euch allen eine schöne neue Woche.
VG Jörg
Hallo, Jörg, entschuldige, ich habe hier gepennt und die falsche Baumbezeichnung angeführt. Tatsächlich muss es Eiche heißen!
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Immer wenn ich in die Nachbarstadt fahre passiere ich eine Linde. Automatisch geht der Blick auf den Rasen des Banketts, denn um diese Zeit sehe ich dort ab und zu Fahle Röhrlinge. Dieses Jahr ist es nun wieder soweit. Nach 50 Metern war eine Parktasche frei und da ich immer eine Kamera im PkW mitführe, konnte ich gleich Fotos machen.
Ich hoffe, das ist der Auftakt zur hiesigen Pilzsaison. Gestern sah es vollkommen trostlos aus, aber ab Mittag gab es paar Stunden Regen.
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Gestern Nachmittag überquerte uns ein starkes Gewitter und brachte endlich mal richtig viel Regen und Abkühlung. Dies animierte uns zu einem zeitigen Ausflug ins Erzgebirgsbecken bei Erlbach-Kirchberg., wo wir einen sehr schönen Rundweg kennen, der überwiegend mit alten Eichen, Vogelkirschen und Birken bewachsen ist. Der Rückweg führte über eine schöne Birnen-Allee. Wider Erwarten fand wir einen Doppelfruchtkörper des Schwefelporlings.
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Wenn ich nicht schon das 30er Pana hätte
Nach meiner Meinung ist das 30er Pana optisch und mechanisch erstklassig und dürfte durch das von Olympus nicht überflügelt werden.
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Da können die Harzbewohner froh sein, dass noch einige Urlauber wie Du dort ihre Freizeit verbringen. Auf youtube findet man seit geraumer Zeit etliche Beiträge über das katastrophale Waldsterben im Harz. Der Tourismusverband dieser Region muss sich schon beschwert haben. Ich erinnere mich immer noch sehr gerne an unseren Brockenaufstieg vor 19 Jahren und die Rücktour durch die Blockhalden mit ihren Fichten-Kampfzonen. Da war der Wald noch weitgehend in Ordnung und die Moore klatschnass. Im Westharz hatten mich aber einige der stark verwaisten kleinen Dörfer schockiert.
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Das Foto kann sich durchaus sehen lassen. Schön, dass es noch Leute gibt, die sich über den Fund eines (seltenen) Pilzes freuen können.
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Servus beinand,
ich sehe den Thread erst jetzt, da ich in dessen Anfangszeit hier inaktiv war. Die Pilzvorkommen alleine sollten ausreichen, den Bebauungsplan zu kippen.
Wir haben doch einen deutschlandweit aktiven Pilzverein, der sich offiziell auch für Naturschutz einsetzt. Weiß jemand, ob sich dieser Verein aktiv einbringt und die Petition unterstützt? Präsidiumsmitglieder dieses Vereins wissen ja von den Plänen... da könnte der Verein was sinnvolles tun, zusammen mit der ThAM?!
Liebe Grüße,
Christoph
Hallo, Thomas und Christoph,
Mit der Erörterung der Petition ist der wesentlichste Schritt in diesem Verfahren erledigt. Als letztes wird es wohl ein Votum an die Trägerin der Bauleitplanung, die Stadt Oberhof, geben (Darüber werde ich informiert). Sicherlich könnte der Landtag, wenn er von einer Unüberwindbarkeit der Naturschutzbelange rechtlich überzeugt wäre, z.B dem Innenministerium als oberster Baubehörde die dringende Empfehlung geben, für eine Einstellung des Bauleitplanverfahrens zu sorgen und keine weiteren kommunalen Gelder hierfür zu verschwenden. Soweit wird es nach meinem Empfinden aber nicht kommen, z.B. da der Ministerpräsident Ramelow ein Befürworter des Golfplatzes ist. Deshalb werden die anerkannten Naturschutzvereine sicherlich von ihrem Verbandsklagerecht Gebrauch machen. Die naturschutzfachlichen und -rechtlichen Fakten müssen dann sauber aufbereitet dem Thüringer Oberverwaltungsgericht vorgetragen werden. Dabei spielen nachgewiesene besonders geschützte Pilze, die zugleich auch den Wert der gesetzlich besonders geschützten Biotope und des Flächennaturdenkmals erheblich steigern, ebenfalls eine sehr wichtige Rolle.
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Die Petitionen verschiedener Naturschutz-Vereinigungen und Privatpersonen aus 2018-2020 zum Golfplatzvorhaben hat der Thüringer Landtag zur (Gesamt-)Petition E-806/18 zusammengefasst. Anfang Juli 2020 wurde dazu im LT mit einem Teil der Petenten, der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, der Stadt Oberhof, Fachleuten und Abgeordneten verschiedener Parteien eine Erörterung durchgeführt. Trotz einer anders lautendern schriftlichen Ankündigung hatte man mich nicht eingeladen und dies mit der Corona-Gefahr begründet. Corona wird wahrscheinlich auch noch die kommenden Jahre bequem herhalten, um unbequeme Zeitgenossen aus normalen demokratischen Diskursen herauszuhalten.
Von der Erörterung erhielt ich wenigstens einen Teil des Protokolls. Ich zolle den vertretenen Naturschützern und Fachleuten ein großes Lob für die tiefgründig und fachlich fundiert vorgetragenen Beiträge, die den besonderen rechtlichen Status der Naturschutzgüter untermauern. U.a. war zuvor kartiert worden und man hat wieder zahlreiche wertvolle Pflanzen (u.a. ca. 1100 Grüne Hohlzungen) nachweisen können. Die Argumente der Gegenseite sehen demgegenüber lau aus. Wie nicht anders zu erwarten, trieb die Diskussion auch Stilblüten. Eine Abgeordnete (Partei mir gegenwärtig nicht bekannt) schien zwar begriffen zu haben, welche bedeutenden Naturwerte in Gefahr sind. Die Schönheit der vorgestellten Landschaft animierte sie aber zu der Frage, ob man diese unter touristischen Gesichtspunkten nicht anderweitig erlebbar machen könnte (wohl am besten ein verzeigtes Wegenetz in der Wiese bauen oder...???). Leute, ich bin einfach nur sprachlos! Wie mir zugetragen wurde, habe sich die CDU nicht für den Golfplatz eingesetzt.
Seit letzter Woche bin ich wieder ein wenig aufgebaut, da der Naturschutzverband Sachsen e.V. vor einem Monat nach Klage vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht Bautzen einen in meiner Nähe liegenden Eigenheim-Bebauungsplan vernichtet hat. Die Planer der Stadt Hartenstein hatten bei der Anwendung des FFH-Rechts gepfuscht.
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Ich steuere hier mal einen Fund von vor 5 Wochen bei, den ich für einen Schönfußröhrling halte.
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Ich stelle hier mal die Verbindung zu einem wasserwirtschaftlichen Beitrag ein, der die Situation beschreibt: Graefe_LTVFachveranstaltung_2016-11-18_2.pdf . Daraus kann man die Grundlinie der Wasserwirtschaft ableiten. Man muss natürlich berücksichtigen, welchen Zwängen die WW unterliegt, denn kein Bürger würde Trinkwasser akzeptieren, das auch nur geringste Braunfärbung aufweist. Waschmittel sind teuer und die Wäsche muss schließlich blütenweiß gewaschen werden können. Da interessiert dann auch niemand, dass Huminstoffe nicht gesundheitsschädlich sind.
Anbei noch Fotos von der neuesten technischen Teilanlage an der bezeichneten Talsperre und von einem Heidelbeer-reichen Waldareal des NSG/FFH_Gebietes. Die Schönheit des (noch) naturnahen Waldes, das weitläufige Wald-/Radweg/Skiloipen-Netz und eben der Beer-Reichtum ziehen ganzjährig täglich hunderte bis tausende Touristen an. Im Übrigen gibt es Traumtänzer, die, unter Ausblendung der massentouristischen Entwicklung, meinen, man könne auf dem Kamm noch etwas zur Stärkung der Birk- und Auerhunbestände tun.
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Habe leider nur das hier gezeigte Foto; werde die Stelle nach dem nächsten Regen nochmal aufsuchen in der Hoffnung, dass was nachwächst.
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Hallo, manschettenartige Velumreste waren zu sehen, sonst hätte ich den Goldröhrling gleich außen vor gelassen. Nach 3 Tagen Trockenheit dürfte auch die Schmiere verflogen sein, zumal der am Wegrand stehende FK keine schützenden Grashalme oder Laubreste über sich hatte. Die sich abspleißenden Stielteile deuten auf die Trockenheit hin.
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Wir waren vorgestern überrascht, einen Pilz zu finden, der dem Goldröhrling gleicht, aber rötlich gefärbt ist. Lärchen waren vereinzelt in der Nähe. Im Internet fanden wir eine solche UA beschrieben. Da es unser erster Fund ist gehen wir davon aus, dass er wohl ziemlich selten ist?
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Wir waren paar Tage in den bayerischen Alpen. Dort hatten wir das Glück, auf einen fast natürlichen Tannen-Fichten-Wald zu stoßen, der uns inmitten einer vielfältigen Bodenvegetation einige Gruppen und Einzelexemplare des Kronenbecherlings preisgab. Hätte nicht geglaubt, dass ich diese Art in meinem Leben noch zu Gesicht bekomme.
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Ich habe diese Woche übrigens freudig aufgenommen, dass die Tschechen wieder ihre Grenze geöffnet haben. Das böhmische Erzgebirge und das hinter dem Egergraben liegende Böhmische Mittelgebirge sind Gegenden, die wir sehr gerne begehen. Dort gibt es auch im Hinblick auf Pilze immer mal wieder eine besondere Überraschung.
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Oh, du armer Kauz!
🦉Traurig, was die Menschheit in manchen Gegenden so mit der Natur gemacht hat...und wenn die Menschen dann auch noch "genauso dröge wie die Landschaft" sind...uijuijui!

Müßtest du zu interessanteren Gebieten denn sehr weit fahren? Habe in einigen deiner Beiträge Schönes aus dem Erzgebirge gesehen; und die Bergbauhalden scheinen ja auch nicht ganz uninteressant zu sein...vielleicht findet sich ja hier im Forum jemand aus deiner Nähe, mit dem du dich mal austauschen kannst. Und die Fories sind alle interessante Leute!


Mit Marias Altmühltal können sich sowieso nur wenige Standorte in Deutschland messen...
Welche einfach strukturierten Gemüter man in manchen der hiesigen Orten antrifft zeigt das Beispiel der Gemeinde Jahnsdorf. Dort brütet seit ca. 2012/13 jährlich das einzige Weißstorchpaar des Erzgebirgskreises auf einem privaten Schornstein. Seitdem hatte es seinen festen Platz auf der website der Gemeinde. 2017 hat man mit viel Halligalli die 675 Jahresfeierlichkeit ausgerichtet und wollte auf einem 200 Meter vom Brutplatz entfernten Sportareal ein großes Feuerwerk veranstalten. Das wurde im allerletzten Moment unterbunden (örtlich verlegt). Kurz danach verschwand die Storcheninfo von der website; anscheinend weil die Störche nun als Stimmungskiller verschrien sind. Die auf dem Storchengrundstück wohnende ältere Frau wurde von Gemeindeeinwohnern aufgesucht und mit Sprüchen belegt, dass deren Störche zum Kotzen seien!
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Das Altmühltal hat eine sagenhafte Artenvielfalt. Ich dagegen wohne leider im alten Landkreis Stollberg (jetzt Teil des Erzgebirgskreise). Von diesem wurde schon vor längerer Zeit berichtet, dass er der artenärmste in ganz Sachsen sei. Das will ich auch sofort glauben, denn außer paar inselartigen Highlights gibt es hier nur Agrarwüste, Fichtenwälder (die jetzt zusammenbrechen) und in jeder Hinsicht langweilige Dörfer. So tröge wie die Landschaft sind auch deren Einwohner. Man kann sich hier mit keinem vernünftig austauschen.
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In diesem Jahr bevorzugen wir mal wieder die Erkundung der näheren Umgebung. Dazu gehören das Erzgebirgsbecken und das mittlere Erzgebirge. Manche der älteren, sich seit Jahrzehnten selber überlassenen Bergbauhalden erweisen sich immer wieder gut für Überraschungen.
So fand ich letzten Sonntag diese Hochgerippten Becherlorcheln. Auf ca. 40qm der nährstoffarmen, mineralisch geprägten Stelle standen an die 50 Stück sehr schön entwickelter Exemplare.
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Ich kenne bei uns im Park einen als Eidechsenhabitat angelegten Stapel aus dünnen Birkenstämmchen, der seit Jahren vor sich hinrottet. Trotz starken Windes wollte ich mal sehen, ob sich in der Vormittagsonne wieder mal Waldeidechsen blicken lassen. Stattdessen leuchteten auf der Stapeloberseite überall Gruppen vom Blutmilchpilzen. Eine Eidechse bekam ich auch noch zu Gesicht, aber für ein Foto war sie zu schnell.
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Hallo, sehr interessante Beobachtungen. Dabei beschleicht mich das Gefühl, dass der Großagrarbetrieb, welcher in unserer Gegend nun schon 6000 ha bewirtschaft, fast alles an Insekten gekillt hat. War heute den ganzen Vormittag in der Feldflur unterwegs und habe lediglich 2 Schmetterlinge gesehen. Bei dieser Gelegenheit ist mir auch klar geworden, dass die Blumenwiesen, von denen die subventionierten Landwirte gezwungenermaßen immer einen bestimmten Anteil anlegen müssen, keinen nenneswerten Effekt haben; auch auf einer 4 ha großen Fläche nur "tote Hose".
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Bei uns findet man seit mehr als einem Jahr unter Spitzahornen einen erschreckend hohen Anteil schwarzstammkranker Exemplare. Gestern fand ich mal wieder so ein Exemplar mit sich ablösender Rinde. Was ich nicht erwartet hätte, war das Zutagetreten eines auffälligen Rhizomorphengeflechtes. Für die Schwarzstammkrankheit wäre dies für mich ein neues, also bisher noch nicht wahrgenommenes Merkmal. So richtig kräftige, unverborgen erkennbare Rhizimorphen kenne ich bisher eigentlich nur vom Hallimasch und vom Hausschwamm.
