Beiträge von Kauz

    interessante Funde

    Hallo, Andy, Dein reichhaltiger Bericht lässt darauf hoffen, dass wir Anfang Oktober einiges an interessanten Fotomotiven bei unserem Schweiz-Besuch finden werden. Regionen oberhalb 1500m werden wir allerdings nicht aufsuchen.

    Grüße von Kauz

    Die fotografierten Funde aus unseren letzten Exkursionen in Chemnitz, im Erzgebirge und im Vogtland waren die Grundlage für die Entwicklung umfangreichen prächtigen Bildmaterials, das ich, wie auch die Fotos aus früheren Zeiten, künftig immer wieder mal von meinem Computer aufrufen und genießen werde. Aus diesem Grunde verzichte ich schon seit langem auf die Anschaffung von Bildbänden, u.a. auch, weil Derartiges von Nachkommen nur als Last empfunden wird.

    Noch eine Anmerkung:

    Da mich seit meiner Jugendzeit Natur-Bücher aus unseren Nachbarländern faszinieren und ich im Internet nach wie vor nach Fotopräsentationen von Naturfreunden aus CZ und SK stöbere, habe ich mich schon oft auf Google Maps umgesehen; auch zum Zweck der Vorbereitung von Touren. Dort sind Sehenswürdigkeiten überwiegend wertig, aussagekräftig und auch intensiver präsentiert. Reiseziele in der BRD sind demgegenüber häufig mit fotografischem Schrott dokumentiert, den man nicht gebrauchen kann, um sich einen Überblick von "vor Ort" zu verschaffen.

    Für mich ist es immer wieder ein Rätsel, dass zahlreiche unserer Zeitgenossen einerseits sehr große Begeisterung für das Aufspüren seltener und/oder attraktiver Pilzarten aufbringen, für deren Funde auch weite Fahrten und viel Zeit in Kauf genommen werden, um sich an deren Anblick zu erfreuen, einem die dauerhafte Konservierung dieser glücklichen Eindrücke durch scharfe und wertige Fotos aber anscheinend keine Investition wert ist.

    Am heutigen Morgen in Thüringen unweit der Landesgrenze zu Sachsen. Dieses mehrtriebige Exemplar der Violetten Stendelwurz (Epipactis purpurata) suche ich seit mehr als 10 Jahren stets Ende Juli auf. Ich konnte zufrieden feststellen, dass der Thüringenforst den früher mehrfach beeinträchtigten Standort an einem Wegesrand endlich in Ruhe lässt.

    bloß keine empfindsamen Gemüter in emotionale Aufwallungen

    ...und da gibt es auch schon wieder welche, die sich der durch die "Politik" in den Raum gestellten Verschärfung des Jungend-Strafrechts in den Weg stellen wollen...Als ehemaliger Jungendschöffe erlaube ich mir hierzu eine harte Meinung zu vertreten. Änderungen müssen damit beginnen, Erwachsenenstrafrecht fast ausnahmslos ab einem Alter von 18 Jahren anzuwenden!

    Braunroten Stendelwurz

    Hallo, ich bin mir ziemlich sicher, dass das gezeigte Exemplar ein Hybrid, ggf. Kreuzung mit E. helleborine, ist (wegen der hellen Blüten).

    Epipactis atrorubens stand dieses Jahr bei uns im unteren Erzgebirge in der letzten Juni-Woche in Vollblüte (Höhe NN: 380m). Auf der Schwäbischen Alb dürfte es auf bis zu 800-900m aber schon 2-3 Wochen später sein.

    In meiner näheren Umgebung (Sachsen, Thüringen, Tschechische Republik) habe ich bei einigen Stendelwurz-Arten deutliche Einbrüche feststellen müssen. Alle Wald-Arten leiden unter der exorbitanten Verkrautung und Verbuschung, also in der unteren und mittleren Vegetations-Schicht, wegen der Auslichtung der Baumkronen. Teils ausgerüstet mit genauen Fundort-Daten unseres Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie habe ich letztes und dieses Jahr nach Epipactis albensis gesucht und nicht ein einziges Exemplar wiedergefunden. Um eine Referenz zu haben fuhren wir letzten Freitag nach CZ in Auwälder an der Eger bei Libochovice und fanden trotz intensiver Suche nichts. Zirka 40 km von diesem Gebiet liegt in einem Elbe-Auwald sogar der Locus classicus dieser Art. Ich befürchte, dass auch dort sämtliche Orchideen-Exemplare von Brennnesseln, Zaungiersch, Echter Nelkenwurz und/oder Kleinem Springkraut verdrängt wurden (siehe Foto).


    Wanderfalke späht schon

    Sieht mir mehr nach einem Baumfalke aus. Vor einem Wanderfalke müssen sich vor allem fliegende Vögel fürchten. Am Boden gekröpft wird die Beute, nachdem der Falke sie in der Luft durch den Krallengriff betäubt und dann zu Boden fallen gelassen hat.

    hat 9 Jahre bekommen

    Mit einer solchen Haftzeit werden wohl die russischen Christen rechnen müssen, die am 14.07. in der Istanbuler Hagia Sophia spontan aus der Bibel vorgelesen haben und daraufhin verhaftet wurden wegen "Anstiftung zu Hass und Feindseligkeit".

    Ich dachte, dass der Wiederaufbau dieser Kirche schon in vollem Gange ist. Mit jedem Tag, der ohne entsprechende Aktivitäten vergeht, wird die Realisierung unwahrscheinlicher, denn ohne großzügige Zuschüsse aus der Staatskasse wird da nichts laufen. Bekanntlich wird diese aber täglich leerer.

    Schwarzpappet-Stumpf --- Nur kurzes Leben gehabt.

    Als Fan von Schwarzpappeln habe ich von 2002 bis 2020 aller 1 bis 2 Jahre die Elbaue zwischen Tangermünde und Sandau besucht. Foto 1 zeigt den Zustand im Spätsommer 2014, Foto 2 im Herbst 2019.

    Mittlerweile dürfte vom Tod aller Exemplare auszugehen sein.


    O.K., den meisten Kindern reicht es, wenn sie innerhalb von Räumlichkeiten an Smnartphones oder PC´s herumzappen oder zu irgendwelchen irren Events gehen können; ansonsten vermissen die weiter nichts.


    Encephalocarpus strobiliformis

    Eine in jeder Hinsicht hochattraktive Art.

    Bei dieser Gelegenheit die Frage wie Du Deine Kakteen über die Tage mit Temperaturen nahe 40 Grd. C bringen wirst. Ich habe den größten Teil meines Bestandes ins Wohnzimmer geräumt (derzeit 26 Grd C). Man sollte bei solchen Werten auch das Gießen unterlassen.

    Jetzt ärgere ich mich, dass ich nicht schon vor Jahren ein Erdgewächshaus mit Ziegelwänden gebaut habe, die genügend Feuchtigkeit ziehen, zugleich aber auch frostresistent sind.

    wir bestimmt mal gemeinsam auf Tour gehen werden. Und dann zeigst Du mir bitte, wie Du knipst – man lernt nie aus.

    Hallo, Steffen,

    ja, das wird sich bestimmt einrichten lassen. Wie ich Deinen Ausführungen entnehme, hast Du Dich auf ein festgefügtes Fotografier-Regime eingerichtet. Dem gehen bestimmt Versuchsvarianten voraus, welche Dich zu einem für Dich akzeptablen Optimum Hingeleitet haben. Insoweit wirst Du von mir nichts lernen können, da ich unter dem bleibe, was möglich und vielleicht sogar sinnvoller ist.

    Ich nutze nur das Naturlicht, was der jeweilige Standort bietet und nehme im ORF-Format (Rohdaten) auf, um die Möglichkeiten des Lichterdämpfens und Schattenhochziehens nutzen zu können; mehr ist nicht drin. Und natürlich sind oft Weißabgleich-Korrekturen erforderlich. Soweit es geht verzichte ich darauf, ein Stativ mitzuschleppen; ich habe oft noch ruhige Hände, um Freihand zu fotografieren. Vor wenigen Wochen habe ich einen speziellen Pilz aufgenommen, da blieb mir nichts anderes übrig als mich auf die asphaltierte Waldstraße zu legen; die Mountainbiker wurden durch meine Frau um mich herum geleitet.

    MfG

    Thomas

    Die OM1 wirkt billig und mehr oder weniger klapprig. Da hat die Lumix eine andere Qualität

    Also ich schätze die Om-1 sehr, weil sie - und dies ist mir speziell für die Macro-Fotografie sehr wichtig - einen 5,76 Mio. Bildpunkte-Sucher und ein 1,62 Mio. BP Display hat. Ist natürlich alles schön hell einstellbar. Des Weiteren ist deren interner Sensor-Stabilisator sehr effektiv und als Dual-Stabi mit dem einen oder anderen Zuiko-pro-Objektiv unschlagbar. Eine weitere wichtige technische Voraussetzung für die Macrofotografie! Wenn heute andere Hersteller etwas über ihre angeblich guten Bildstabis erzählen, so sind dies alles Märchen ! Dann verfügt diese Kamera wie schon vorherige Modell über einen genialen Sensorreinigungsmechanismus. Ich nutze Olympus-/OMDS-Kameras seit über 9 Jahren und musste bisher niemals einen ihrer Sensoren reinigen. Sony-Vollformatsensoren, insbesondere die von etwas älteren Modellen, ziehen den Dreck wie Magnete an. Jedes mechanische Reinigen ist mit einem Beschädigungs-/Zerstörungsrisiko behaftet.

    An der Om-1 klappert rein gar nichts !!! Sie ist mit ihrem Magnesium-Gehäuse, inklusive dem Bajonett, so stabil gebaut, dass daran ein Zuiko 300mm, f4, pro, genau so gehändelt werden kann wie ein 25mm, f 1,8.

    Die OM-1 gibt es im Fachhandel eigentlich gar nicht mehr neu zu kaufen, sie ist bereits vor längerer Zeit durch die OM-1 Mk.II abgelöst worden. Diese kostet gegenwärtig unter Nutzung einer erneuten Cashback-Aktion 1699,-€ und damit ca. 200,-€ mehr als eine Lumix G9 MkII. Dafür verfügt diese neueste Version über eine verbesserte Tier-(Augen-)erkennung und ermöglich rasante Serien, die bei Nutzung in einem normalen Entfernungsbereich fast nur Scharfes abliefern (Gartenrotschwanz und Blütenstand Alpen-Weißzunge - siehe unten).

    Also: "Nichts glauben - selber testen" (nach Stefan Wiesner).




    Der brütende Vogel scheint kein Spatz, sondern eine Mönchsgrasmücke zu sein. Ich kenne beide unserer Sperlingsarten nur als oft gesellige (Halb-) Höhlenbrüter (Dachkästen mit Schlitzen, unter Fensterbrettern, die 4-5 cm "Luft" haben)

    Auf der Rückreise wollte ich meiner Frau zur Hebung der Stimmung das Flächennaturdenkmal "Burglehne" am Nordrand von Gräfenroda zeigen, das mir vom inzwischen verstorbenen Sachgebietsleiter Naturschutz des Ilm-Kreises vor 10 Jahren voller Stolz präsentiert worden war. Hunderte Orchideenexemplare mehrerer Arten waren aufgrund der Verbuschung auf ca. 10-20 Ex. zusammengeschrumpft. Die haben es nicht mehr im Griff, und zudem fehlt es für die Landschaftspflege an Geld und Personal.

    Die Rhön war vor Jahrzehnten ein Pflanzen-, insbesondere Orchideen-Paradies.

    Deshalb waren wir voller Hoffnung, im Gebiet um Herpf-Melkers über Pfingsten einiges an schönen Funden zu machen. Aber weit gefehlt. Ungeachtet der überwiegenden Intensiv-Wirtschaftsgrünländer und -äcker waren dutzendweise nur verfilzte Halbtrockenrasen zu finden gewesen, die von Schlehe, Wolligem Schneeball, Weißdorn und, und, und .....in Besitz genommen werden. Und dann überall die sinnentleerten Propagandalehrtafeln der Biosphärenreservatsverwaltung. Jedenfalls fanden wir dort in 3 Tagen kein einziges Exemplar einer Offenland-Orchideenart. Nur in einem Waldstück und an einigen Waldrändern wurden wir fündig - überwiegend Bleiches Waldvögelein und Großes Zweiblatt. Von unserem Fund des Langblättrigen Waldvögeleins zeige ich hier allerdings kein Foto.

    Im Übrigen war auch pilzmäßig nichts los.

    Augenfällig war das Kneipen-Sterben. In einem Gasthof der früher zur Sorte "gut bürgerlich" gehört haben dürfte, gab es zwar keine regionalen Gerichte wie z.B. Rhönschaft-Braten, dafür aber u.a. Pizza in Hülle und Fülle.

    aquatische Pilze hat es derzeit massig

    Habe heute an einem Erzgebirgsbach mein drittes Vibrissea-Vorkommen wiedergefunden, und dort gleich an mehreren Stellen. Fotos hierzu zeige ich später.

    In den kommenden 3 Tagen hat für uns erstmal wieder die Flora Priorität.

    Pfingstgrüße von Thomas