Diese Geschehnisse laufen mal wieder nach dem mir bestens bekannten Muster ab.
Ich würde nochmals an die Bürgermeisterin schreiben und diese auf die sich für die Gemeinde aus § 2 Abs. 2 und 4 BNatSchG ergebenden Pflichten hinweisen. Eigentlich hätte dies auch schon längst das bereits als untere Naturschutzbehörde informierte Landratsamt (LRA) tun sollen/müssen.
Da es danach aussieht, dass die Sachbearbeiter des LRA nichts tun wollen/dürfen, sollte schnellstens das zuständige Landesverwaltungsamt als nächsthöhere und zugleich Fachaufsichtsbehörde angeschrieben werden. Dieses Amt bitte auffordern, den Landrat anzuweisen, die Bürgermeisterin zu dem gebotenen Handeln zu zwingen.
Petition beim Thüringer Landtag einreichen. Ich wurde dort in Sachsen "Schuderbachswiese" auch schon mal persönlich aktiv, habe auch der Stadt Oberhof konkret vorgehalten, warum der Bebauungsplan "Golfplatz" rechtswidrig werden würde (Zerstörung eines Orchideen-Habitats+FND) und bekam nach paar Monaten durch den Landtag mitgeteilt, dass die Stadt die Planung aufgegeben hat. Bis dahin war allerdings noch keine konkrete Nutzungsänderung erfolgt und alles heil geblieben.
Wenn das LRA wirklich etwas tun und zu einem Erfolg kommen will, muss es hierzu vorrangig verwaltungsrechtlich ausgebildete Mitarbeiter haben, die in der Lage sind, rechtssichere Bescheide zu erstellen. Da reicht "schön schwätzen können" keinesfalls. Es sollte umgehend ein Verwaltungsverfahren eröffnet werden, das sich gegen den Pächter richtet und ihn zwingt, Naturschutzrechtsverstöße zu unterlassen, und, falls solche schon zu einer geänderten Grundstücksnutzung geführt haben, diese rückgängig machen. Derartige Vw-Maßnahmen des LRA würden das durch die Gemeinde vertraglich Zugesicherte, das auf Privatrecht gründet, brechen.
Folgendes muss gesagt werden:
Die Polit-Grünen haben zur Zeit ihrer Regierung die deutsche Bevölkerung derart geärgert/schikaniert, das viele Leute, bei denen man vor Jahren noch das eine oder andere Naturschutz-Thema ansprechen konnte "dicht gemacht" haben. Man dringt nicht mehr durch und gewinnt kaum Verbündete. Dazu kommen gravierende Alltagssorgen. Vor einem halben Jahr habe ich mal mit der sächsischen Landesverbandsvorsitzenden des NaBu telefoniert, um ihr ein Problem anzutragen. Dabei erfuhr ich, dass sie bei der Presse kaum noch ein offenes Ohr findet; Naturschutz würde kaum auf Interesse stoßen.