Beiträge von Kauz

    aquatische Pilze hat es derzeit massig

    Habe heute an einem Erzgebirgsbach mein drittes Vibrissea-Vorkommen wiedergefunden, und dort gleich an mehreren Stellen. Fotos hierzu zeige ich später.

    In den kommenden 3 Tagen hat für uns erstmal wieder die Flora Priorität.

    Pfingstgrüße von Thomas

    invasive Orientalische Zackenschötchen

    Im Zeitraum 2013/14-2018 haben Mitglieder der Arbeitskreises Heimische Orchideen u.a. das NSG "Schießplatz Rothenstein" bei Jena durch Ausstechen Zackenschoten-frei gemacht. Im letzten Jahr ging es aber schon wieder los; es ist nicht zu schaffen. In einigen Jahren werden die Halbtrockenrasen wie Rapsfelder in Erscheinung treten; und der Thüringer Umweltminister viel Not haben, der EU-Kommission die angeforderten Erklärungen zu liefern.

    Auf tschechischen Halbtrockenrasen und Magerwiesen habe ich dieses Kraut vor einem Monat das erste Mal entdeckt (siehe Foto - dort werden einige Büschel der Ochsenzunge, einem Ackerwildkraut, in die Zange genommen.


    Die schönste Laubbaumgruppe im Erzgebirgskreis.

    Von der Mitte links mit größter Höhe: mehrstämmige Bergulme,

    Vor der Ulme: Vogelkirsche,

    links außen: Winterlinde,

    rechts von der Ulme: Berghorn-Esche-Bergahorn.

    Unter der Ulme hat man Netze zum Samensammeln ausgelegt. Ich hoffe, dass aufgrund vitalen Saatguts viele Nachkommen herangezogen werden können.


    Hatte heute wieder 2 Stunden Wartezeit zu überbrücken und bin deshalb in einem kleinen Waldstück auf Motivsuche gegangen.

    Ich stieß dort auf eine alte Bruchweide, die rundum und in verschiedenen Höhen voller Schwefelporlings-FK war. In der Nähe sausten Rötelmäuse zwischen den Bau-Eingängen umher.


    Hinter einer von außen teilweise zugänglichen Fassadenverkleidung meines Schuppens (7 cm lichte Weite) zieht ein Rotkehlchen-Paar derzeit 4 Junge auf. Habe heute eine Fütterungspause genutzt, um Fotos zu schießen. Das 4. Junge hat sich rechts hinten so geduckt, dass es nur zu erahnen ist.


    Da ich diese Woche meine liebe Ehefrau täglich zur Therapie nach Chemnitz fahre überbrücke ich die jeweiligen 2 Stunden Wartezeit, indem ich verschiedene "Sehenswürdigkeit" dieser durchaus interessanten Stadt aufsuche. Wegen Verkehrseinschränkungen geriet ich gestern auf Abwege und landete auf einem Feldweg mit Gehölzbestand, wo mir Maipilze begegneten.

    Deshalb suchten wir auf der Rückfahrt eine Stelle in der Haldenlandschaft unseres Dorfes mit einem bekannten Vorkommen auf. Dort wurden wir fündig. Allerdings vermieste uns nach einigen Minuten der Eigentümer dieses frei zugänglichen Grundstücks die Laune, da er der Meinung war, ich dürfe dort nicht ohne Erlaubnis fotografieren.

    Das Vorkommen lag zwischen dem Bauten-Areal eines Waldmäuse-Clans (siehe Foto) eines solchen der Rötelmaus.


    Da sich an dem besagten Vorkommen anscheinend die halbe Republik "austobt", bleibt es hoffentlich an den anderen mir bekannten Fundorten ruhig. Mittlerweile habe ich den Frauenschuh auch in der Tschechischen Republik sehen dürfen. Die Dresdner nehmen 250 km Anfahrt in Kauf, da sie anscheinend nicht wissen, dass es zu tschechischen Standorten nur ein Drittel der Strecke ist. Allerdings wird man in CZ bestimmt 10 T€ und mehr an Strafe zahlen müssen, falls man dort eine einzige Pflanze zerstört oder beschädigt. Das Risiko ist hoch.

    ich fand die noch nie in freier Wildbahn.

    Hallo, Marcel,

    da die Hasenglöckchen in den Gärten wie Unkraut wachsen, werden sie bei uns häufig mit den Gartenabfällen in die Natur entsorgt. In den von atlantisch geprägtem Klima beeinflussten Bereichen Westdeutschlands, Belgiens oder in Großbritannien gibt es große Laubwälder, wo die HG Teppiche bilden wie bei uns die Buschwindröschen oder Märzenbecher. In solchen Wäldern wachsen manchmal auch Stechpalmen. Das wäre einer meiner Wünsche, eine solche Waldgesellschaft anschauen zu können.

    Geld dafür die Fläche Saftlingskonform


    Saftlinge wachsen im Thüringer Wald wie auch im Erzgebirge auf typischen "Berg-Mähwiesen", also nach dem Naturschutzrecht (auch nach FFH_RL) besonders geschützten Biotopen. Bei der Ansprache dieser Biotope werden vorrangig floristische Aspekte herangezogen; wenn man Saftlinge mit hinzuzieht (und dabei auch deren Status nach der Roten Liste würdigt!) ist dies zweifelsfrei von Nutzen und wird die Qualität einer solchen gutachterlichen Aktion deutlich erhärten!

    Für Bergwiesenbiotope gibt es schon lange Förderung der Bewirtschaftung/Pflege, aber nur "nach Maßgabe zur Verfügung stehender HH-Mittel". Innerhalb der in den Landschaftspflegeverbänden organisierten aktiven Mitglieder steigt damit der Konkurrenzdruck.

    In den früheren "guten Zeiten" wäre es z.B. auch für einen Privatnutzer wahrscheinlich kein Problem gewesen, einen Förderantrag zu stellen und diesen bewilligt zu bekommen.

    Ich bin gerade ein bisschen ratlos.

    In einem solchen Fall könnte ggf. den im jeweiligen Bundesland von der dortigen Regierung anerkannten Naturschutzverbänden ein Klagerecht zustehen. Die N-Verbände sind in solchen Fragen sehr qualifiziert und kennen ihre Rechte und Befugnisse genau.

    Wenn es um die Gefährdung von Schutzgütern der Natur geht haben Privatperson überhaupt kein Klagerecht. Lediglich Eigentümer oder Pächter und sonstige Nutznießer nach BGB können bei Naturschutzmaßnahmen klagen, aber nur wenn durch behördliche Maßnahmen ihre Grundstücksnutzungen untersagt oder eingeschränkt werden (also sozusagen das Gegenteil von dem, was von der Pilzfreunde-Seite erwünscht ist).

    Unberührt von allem bleibt ggf. ein Petitionsrecht, aber das mündet meist nicht in ein förmliches Verwaltungsverfahren.

    Diese Geschehnisse laufen mal wieder nach dem mir bestens bekannten Muster ab.

    Ich würde nochmals an die Bürgermeisterin schreiben und diese auf die sich für die Gemeinde aus § 2 Abs. 2 und 4 BNatSchG ergebenden Pflichten hinweisen. Eigentlich hätte dies auch schon längst das bereits als untere Naturschutzbehörde informierte Landratsamt (LRA) tun sollen/müssen.

    Da es danach aussieht, dass die Sachbearbeiter des LRA nichts tun wollen/dürfen, sollte schnellstens das zuständige Landesverwaltungsamt als nächsthöhere und zugleich Fachaufsichtsbehörde angeschrieben werden. Dieses Amt bitte auffordern, den Landrat anzuweisen, die Bürgermeisterin zu dem gebotenen Handeln zu zwingen.

    Petition beim Thüringer Landtag einreichen. Ich wurde dort in Sachsen "Schuderbachswiese" auch schon mal persönlich aktiv, habe auch der Stadt Oberhof konkret vorgehalten, warum der Bebauungsplan "Golfplatz" rechtswidrig werden würde (Zerstörung eines Orchideen-Habitats+FND) und bekam nach paar Monaten durch den Landtag mitgeteilt, dass die Stadt die Planung aufgegeben hat. Bis dahin war allerdings noch keine konkrete Nutzungsänderung erfolgt und alles heil geblieben.

    Wenn das LRA wirklich etwas tun und zu einem Erfolg kommen will, muss es hierzu vorrangig verwaltungsrechtlich ausgebildete Mitarbeiter haben, die in der Lage sind, rechtssichere Bescheide zu erstellen. Da reicht "schön schwätzen können" keinesfalls. Es sollte umgehend ein Verwaltungsverfahren eröffnet werden, das sich gegen den Pächter richtet und ihn zwingt, Naturschutzrechtsverstöße zu unterlassen, und, falls solche schon zu einer geänderten Grundstücksnutzung geführt haben, diese rückgängig machen. Derartige Vw-Maßnahmen des LRA würden das durch die Gemeinde vertraglich Zugesicherte, das auf Privatrecht gründet, brechen.


    Folgendes muss gesagt werden:

    Die Polit-Grünen haben zur Zeit ihrer Regierung die deutsche Bevölkerung derart geärgert/schikaniert, das viele Leute, bei denen man vor Jahren noch das eine oder andere Naturschutz-Thema ansprechen konnte "dicht gemacht" haben. Man dringt nicht mehr durch und gewinnt kaum Verbündete. Dazu kommen gravierende Alltagssorgen. Vor einem halben Jahr habe ich mal mit der sächsischen Landesverbandsvorsitzenden des NaBu telefoniert, um ihr ein Problem anzutragen. Dabei erfuhr ich, dass sie bei der Presse kaum noch ein offenes Ohr findet; Naturschutz würde kaum auf Interesse stoßen.

    Vor einiger Zeit auf einer renaturierten WISMUT-Bergbaufläche etabliertes Vorkommen des Kleinen Knabenkrautes (Orchis morio). Im fortgeschrittenen Sommer weiden dort Wasserbüffel.


    Fast 70 dichtgedrängte Manns-Knabenkräuter (orchis mascula) von vorgestern auf einer mittelerzgebirgischen Berg-Mähwiese über Gneis-Gestein


    In einer tschechischen Heckenlandschaft - das erste Mal gesehen; dann schaukelte auch noch eine Wiesen-Weihe gemütlich vorbei, aber der Akku meiner Kamera war leider leer.


    Hallo, hätte passieren können, dass man sich dort über den Weg läuft. Wir wollen dieses Jahr Nordböhmen noch mehrmals besuchen. Den Tafelberg Uhost haben wir jedenfalls erstmals "geschafft" und die Eger bei Klösterle/Klasterec n.O. fiel durch schöne Uferfelsen auf.

    Gestern hatte ich das Glück, in einer der Erosionsschluchten nahe meines Heimtortes mal wieder einen "befahrenen" (Jäger-Deutsch) Fuchsbau mit mehreren Zugängen zu entdecken. In der Folge eines Sturmes sind dort alte Spitzahorne kreuz und quer übereinander gestürzt; Wurzelteller tun das ihrige zur "Abriegelung" des Areals. Das Chaos wird durch die Stadtverwaltung belassen, dies freut die Füchse und auch mich. Die verrottenden Bäume sind zwischenzeitlich stark bemoost. Nach Sichtung die Situation wählte ich heute morgen eine Stelle aust, über die ich Fuchsjunge schon laufen sah. Da ich weiß, dass die Jungen morgens gerne ein Sonnenbad nehmen, setzte ich mich 6-7 Meter gegenüber auf einen liegenden Baumstamm und verharrte mit der Kamera im Anschlag. Meine Geduld wurde schließlich belohnt.


    nur die Sukzession, Eutrophierung und falsche Pflege

    ...und falls der Mykorrhizapilz verschwindet, keimen die Samen nicht. Im Folgefrühjahr oberseitig der überwinterten Knollen sich an der Sprossbasis neu bildende Wurzeln könnten dann auch keine neue Mykorrhiza ausbilden mit der Folge der Schwächung der Pflanze.