Beiträge von Werner Edelmann

    Ein wichtiges Merkmal vom Frauentäubling sind die sehr biegsamen Lamellen. Mit viel Druck kann man sie sogar verschmieren. Bei allen anderen Täublingen geht das nicht und die Lamellen brechen.

    Genau, und in dem Entwicklungsstadium müsste das noch sehr gut nachzuvollziehen sein.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    der kann dann wohl nur einer der Erlenkremplinge sein.

    Die M. wynnei am Boden würd ich auch so bezeichnen, die davor an Holz schaun nach Mycena galericulata aus.

    Der Milchling Nr.20 könnt was besseres sein. Vergleich mal mit L. illyricus. Der Hias hat da eine schöne Dokumentation auf seiner Seite.

    Nr. 21 ist ein typischer L. blennius.

    Bei 23 würd ich beim 1. Fk mit Simocybe sp. mitgehen. Ohne Mikro ist da aber keine Artbestimmung möglich, denk ich.

    Der 2. Fk sollte aber ein Weißsporer sein. Evtl Gymnopus peronatus.

    26 ist bestimmt G. peronatus.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Wenn Experten diskutieren, dann sollten sich die Laien raushalten, deshalb von mir nur eine kurze Schilderung meiner persönlichen Erfahrungen mit den Edelreizkern. In guten Jahren sind die bei uns noch nicht selten. Zwei Beobachtungen haben sich bei mit eingeprägt. Zu nächst gibt es gar nicht so selten FK, die in ihrer Huthaut, in der Zonierung auch gern mal leichte Grüntöne zeigen, immer wenig, immer lokal. Und ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass bei einem makroskopisch einwandfreien Edel-Reizker, die Stielschnittstelle grün wurde, sondern - und da wäre ich ganz bei Herren Gerhardt und Gminder - auch nach 4 bis 5 Stunden (also zu Hause, beim Putzen) noch orangerot, wenn auch deutlich blasser als frisch angeschnitten.

    Aber wie gesagt, nur die Beobachtung eines alten Speisepilzsammlers.

    LG Mischa

    GriasDi Mischa,

    genau die Beobachtung hab ich auch gemacht, wenn ich gezielt nach L. semisanguineus getestet hab.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich denke, dass man das Grünen allein nicht als Unterscheidungsmerkmal zwischen L. deliciosus und L. semisanguineus heranziehen kann. Im Münchner Norden gibt es zur rechten Zeit Massen an L. deliciosus, übrigens zusammen mit L. sanguifluus, bei solitären Kiefern auf einer von Schafen freigehaltenen Heide auf Kalkschotter. Wenn im Oktober die ersten Nachtfröste kommen, sind alle Teile der Reizker, die was abbekommen, grün. Ich hab schon oft Kollektionen auf eine Rotverfärbung der Milch untersucht, vergeblich. Auch nach Stunden kein rot.

    Ich denke, dass L. semusanguineus im Münchner Raum wohl nicht vorkommt.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Bernd,

    Ich sitz grad im Zug, ds ist Dein Post eine schöne Ablenkung.

    Zu ein paar Funden fällt mir was ein:

    1. An Malus kommt Tyromyces fissilis, der erst weiß ist, dann über rosa schließlich gänzlich schwarz verfärbt.

    2. So schaut Oxyporus populinus aus. Ich hab den auch schon ein paar mal an vitalem Spitzahorn ghabt. Natürlich sieht man zu wenig. Die Fruchtkörper wären mehrjährig und im Durchnitt müsste man entsprechend geschichtete Poren sehen.

    7. Einer der Erdritterlinge

    12. Mycena pura, Rettichhelmling

    13. Lepiota cristata, Stinkschirmling

    14. Bolbitius vitellinus, Goldmistpilz

    21. Oligoporus caesius, Blauer Saftporling

    29. als Kiefernbegleiter könnt ich mir Tricholoma imbricatum vorstellen.

    33. L. vellereus glaub ich nicht, da lieferst Du aber zu wenig Infos

    42. nochmal Rettichhelmling. Eine Verwechslung mit Laccaria wär unschön!!

    54. alter vertrockneter Falscher Pfifferling, Hygrophoropsis aurantiaca

    55. Mit dem dunklen Hut eher S. collinitus, Ringloser Butterpilz

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Wow Nosozia,

    schon geil was in den Bergen los ist.

    Jetzt am WE soll's aber bis 1000m runterschneien...

    Die Nr. 4 der Schnecklinge könnte mit dem orangen Scheitel auch H. speciosus sein.

    Der H. camarophyllus Nr.7 ist ein toller Fund. Den hatte ich erst ein mal im Zillertal.

    Die Nr.1 der Milchlinge schaut nach L. trivialis aus. Das Habitat sollte natürlich moorig gewesen sein.

    Der Kokosmilchling ist sehr hell, also passt L. glyciosmus schon, wenn auch eine passende Birke da war. Auf den dunklen Kokosmilchling, L. mammosus, muss man da in den Bergen Ber auch immer aufpassen.

    Der Semmelporling schaut typisch aus, ja.

    Der mittlere "Porphyrwulstling" ist keiner.

    Die letzte Nr.2 schaut super interessant aus. Ich hab aber grad keine Idee.

    Stropharia hornemannii kann gut sein, möcht ich aber anhand dieses Fotos nicht bestätigen. Die kenn ich aus unserem Voralpenland und auch dem Zillertal. Die is wohl in den Bergen ned wirklich selten.

    Danke für den schönen Ausflug. Hoffentlich krieg ich keinen Muskelkater.

    An liabn Gruaß,

    Wernèr

    GriasDi beli,

    für mich ist das eine ganz typische A. citrina. Die Knolle ist doch ganz typisch, auch die Hut- und Velumfarbe ist o.k. Ich hab da noch nie darauf geachtet, ob der Ring gerieft ist, oder einen KOH-Test gemacht, weil ich das zur Artbestimmung nicht brauchte.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo Tarik,

    sicher kann man nur sagen, dass Du da einen Täubling vor Dir hast, Ohne weitere Angaben (z.B. Geschmack) wird es dabei bleiben. Man kann natürlich auch raten und ich würde dann auf Russula mairei oder R. puellaris setzen.

    LG Mischa

    GriasDi Mischa,

    ich weiß zwar auch nicht welcher Täubling das ist, obwohl R. atropurpurea zumindest makroskopisch ganz gut passen könnte, aber R. mairei und R. puellaris sind ganz andere Baustellen und haben gar keine Ähnlichkeit mit dem Fund.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Karl,

    so ganz stimmt das nicht. Ein wichtiges Merkmal für C. uliginosus ist, das er eben kein gelbes, sondern rotes Velum hat, das dann schön zu den gelben Lamellen kontrastiert.

    Ich finde die Art immer bei Weide, meist in Fichtenschonungen oder Sukzessionsflächen unter einzelnen Salweiden. Ich wüsste bei dem Fund von Raphael auch keine Alternative dazu.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    natürlich kann ich nicht ausschließen, dass das P. phlebophorus ist. Ein typischer P. phlebophorus schaut aber makroskopisch schon anders aus. Die Art ist auf finalmorschem Buchentotholz in den buchendominierenden Wäldern auf unseren Jungmoränen regelmäßig anzutreffen.

    Die aufreißende Huthaut ist total untypisch und hier wohl kein Trockenartefakt. Auch der relativ kurze stämmige Stiel passt ned wirklich, auch wenn er weiß ist. Und der Hut sollte doch ganz regelmäßig feinaderig sein, nicht nur so auf die Mitte begrenzt. Aber wenn die Mikros nichts anderes zulassen....dann ist er zumindest total untypisch.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Christoph,

    das ist echt interessant. Am rechten Fk sieht man tatsächlich olivfarbene Flecken. Ist das eigentlich eine rein montane Art oder kommt die auch in unseren Gefilden vor?

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    der letzte wird wohl einer der kleinen Fälblinge sein.

    Ich würd den Krempling schon P. involutus nennen.

    Ich weiß nicht wie variabel die Hutfarbe von A. submembranacea sein darf. Die schaun schon arg braun aus. Da sag ich makroskopisch, wie bei so vielen Scheidenstreiflingen, nix.

    Die Bankera ist klar und auch toll.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    den sollte man auch mal mit der orangebraunen Form von Lepiota cortinarius (var audreae) vergleichen. Die Lamellen sollten dann in einem Kollar zusammenlaufen und die Schwammerl angenehm süßlich riechen. Ich hatte letzte Woche einen Fund, den ich makroskopisch so vorbestimmt hab und eh ins Forum stellen wollte. Mach ich heut Abend.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich hab mir nun die Sporen angesehen.

    Die sind nicht projektilförmig mit Sporn, sondern wie die aus der Kollektion vom Karl, elliptisch, ca 7x5 µm.

    Also handelt es sich bei meinem Fund auch um Lepiota ochraceofulva.

    Die Schwammerl auf den Bildern Deines Erstfundes, Karl, sehen auch bis ins Detail genau so aus wie bei meinem Fund.



    Auch meine Fruchtkörper waren recht kräftig. Der größte Hut 8cm im Durchmesser

    Die anfangs weißen Lamellen und auch der Stiel verfärbten nach zwei Tagen orangebräunlich.

    Auffällig ist das deutliche Kollar um den Stiel herum und der für mich sehr angenehme leicht süßliche Geruch, der etwas an Weihnachten erinnert.




    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    Nr. 4 schaut aus wie ein typischer C. gentilis.

    Weiter Lamellenabstand und jung schon brau e Lamellen. Der war früher bei den Rauköpfen, obwohl er eher nach Telamonia aussieht.

    Und Nr. 3 ist ein Schleimkopf aus der Multiformisgruppe. Da wurden aber einige neue Arten beschrieben. Wenn er etwas nach Honig riecht, hätte ich früher C. allutus gsagt zu so einem Ding aus dem montanen Nadelwald. Makroskopisch kann man den aber wohl heutzutage nicht mehr bestimmen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    mit dem weißen Fleisch und der KOH Reaktion in Verbindung mit montanem Nadelwald sollte das C. aureofulvus sein. Den kenn ich auch aus dem Zillertal.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    wirklich toll Deine schön mit den Panoramafotos augelockerten Berichte.

    Ergänzend zu den anderen Antworten...die Mycena is bestimmt ein Rötling.

    An liabn Gruaß,

    Werner