Beiträge von Werner Edelmann

    Servus beinand',


    ich stell Euch einen Rost an Hainbuche vor, den ich heut im Rahmen einer MAMU-Exkursion des VfP München entdeckte.

    Die Recherche im Klenke/Scholler ergab, dass der wohl recht selten ist. Auch in der DGfM-Datenbank ist neben einer handvoll Funde, die schon Hundert Jahre her sind, nur ein rezenter Fund von 2017 verzeichnet.

    Der Rost ist recht auffällig und der Befall fast systemisch.




    An der Blattoberseite sind recht kleine gelbe Flecken, die fast das ganze Blatt gelblich färben.



    An der Unterseite dann sehr kleine stäubende Sori.



    Lt. Klenke / Scholler soll der Rost einen Wechselwirt haben, der aber nicht sicher bekannt ist.


    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    die Flecken könnten in dem Wachstumsstadium a bissl stärker ausgeprägt sein. Du sagst es sei niemals R. maculata. Ich wüsste aber keine Alternative dazu. R. distorta / prolixa würd ich ausschließen wollen.

    Ich hätt mit der Bestimmung als R. maculata kein Problem.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    :)

    GriasDi,

    das ist sehr interessant. Ich hab nicht gewusst, dass es da eine Schwesterart gibt.

    Das Schuppige ist aber auch deutlich.

    Riecht der auch so stark nach Mehl?

    An liabn Gruaß,

    Werner

    2) Leucopaxillus gentianeus

    Anderswo ist der angeblich selten.

    GriasDi,

    ja, das kann man so sagen.

    Hier im Münchner Umland z.B.

    L. gentianeus ist mir noch nicht untergekommen, wir hatten ihn auch noch nicht auf unserer Ausstellung.

    Ich hab schon viele Pilzarten gesehen, den aber noch nicht.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo Karolin,


    hier kommt von mir ein klares Nein, auch wenn der früher einmal als Birkenreizker bezeichnet wurde. Dein Fund höhrt auf den Namen Birkenmilchling. Reizker haben alle roten Milchsaft mit Ausnahme des Indigo-Reizkers (Lactarius indigo), dessen Milch blau ist.


    VG Jörg

    Servus beinand',

    ich bin auch dafür, dass man den deutschen Begriff "Reizker" nur für die orangemilchenden essbaren Arten verwenden sollte. Dadurch wird dieses Merkmal hervorgehoben und Verwechslungen mit irgendwie orangerötlichen Milchlingen mit weißer Milch vermieden. L. torminosus sollte deshalb Birkenmilchling und nicht -reizker genannt werden und auch andere wie der " Bruchreizker - L. helvus" oder der "Blaureizker - L. trivialis" sollten mit anderen deutschen Namen versehen werden.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    der M. "cohaerens" ist bestimmt ein "torquescens". Das durchscheinend Geriefte, der weite Lamellenabstand, die ungefärbten Lamellenschneiden und auch der Stiel ist nicht wirklich glatt...

    Der Chroogomphus ist C. helveticus. Der hat einen filzigen Hut und verfärbt rel schnell auf Berührung rosaviolettlich.

    C. helveticus ist auch ein Fichtenbegleiter (obligat?) und C. rutilus wohl ein strikter Kiefernbegleiter.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Karl,

    wieder tolle Bilder von tollen Schwammerln.

    Erlaube mir bitte zwei Anmerkungen zu den Bestimmungen.

    Die weißen Stinker im Eichen-Hainbuchenwald ohne Grautöne in der Mitte würd ich für T. album halten. T. lascivum hat's bei uns in den Buchenwäldern auf den Jungmoränen und die bekommen immer so einen Grautouch hutmittig.

    Und den Trockenen Schneckling solltest Du wenn bei Eiche gewachsen auch mit H. penarioides vergleichen. Den hab ich in meinem Hotspot gehabt mit Hüten bis 15cm und deutlichem Geruch nach Maracuja.

    H. penarius fehlt der Geruch und ist viel schmächtiger.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Horst,

    trotzdem hängen die an der "Minikiefer" dran. Für die kiefernbegleitenden Schmierröhrlinge ist bekannt, dass schon mit den Sämlingen Mykorrhizen gebildet werden.

    Dein Fund sollte der "Ringlose Butterpilz", "Suillus fluryi" sein, auch wenn auf den Bildern kein rosa Basismyzel erkennbar ist.

    Die dunklen eingewachsen faserigen Hüte und das fehlende Teilvelum lassen keine andere Bestimmung zu.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    das Spp und auch die tiefsitzende oberseits geriefte Ringzone deutet in der Tat auf die Gattungen Stropharia, Leratiomyces, Psilocybe.

    Obwohl ich da eine Psilocybe ausschöießen würde.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo


    Phalloides var alba wegen Genatternten Stiel kommt in frage nicht .Normale A. phalloides ganz weiß ( auch mein Bildschirm ist ganz weiß ) ist bis heute noch nicht aufgetauchten . A. virosa gibt mit so Genatterte Stiel überall . Das ist mein Argument .


    LG beli !

    GriasDi beli,

    Amanita virosa heißt aber nicht ohne Grund "Kegelhütiger Knollenblätterpilz". So regelmäßig geformte Hüte hat der nicht. Außerdem ist bei A. virosa eigentlich immer der obere Scheidenrand nah am Stiel anliegend.

    Ich denke auch, dass das eine helle Form von A. phalloides ist.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Jo,

    die Citrinella ist doch, so wie ich das im Kopf hab, eine kleine resupinate Art, die auf alten Fomitopsis pinicola Fruchtkörpern, und meist im morschen Holz auf dem Mycel parasitiert. Eine Art, die in naturnahen Wäldern mit entsprechend dickem Fichtentotholz vorkommt. Ich weiß noch, wie sich der Christoph (Tricholomopis) gefreut hat, als er im Nationalpark Bayr Wald gefunden wurde.

    Aber, ich bin mir nicht sicher mit A. hoehnelii. Ich kenn halt keinen anderen hutbildenden Porling mit so gelben Zuwachskanten. Deshalb war das meine erste Idee.

    Schau ma moi was der Pablo oder der Frsnk sagt.

    An liabn Gruaß,

    Werner