Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi beli,

    Nr. 27 sollte L. vellereus oder L. bertillonii sein. Das testest Du einfach, in dem Du Dir einen Tropfen Milch in den Mund tropfen lässt. Mild L. vellereus, Scharf L. bertillonii.

    Die vom Fleisch isolierte Milch macht im Felden Unterschied

    Nr. 28 würd ich als Waldfreundrübling s.l. bezeichnen. Kein G. peronatus.

    Nr. 29 Globose Kohlenbeeren nicht an Buche sind mit H. howeanum zu vergleichen. Wenn Du Glück hast findest Du die Nff Isaria umbrina iwo. Sonst ist mikroskopieren angesagt.

    Nr 30 Interessanter Dachpilz. Evtl P. dietrichii? Für den wär dieses Aufreißen jedenfalls typisch.

    Nr 31 im Moor evtl. R. betularum

    Nr 32 bei braunen "Samtigen Schichtpilzen" an Buche muss man immer auch S. insignitum im Kopf haben. Ich denke aber, dass diese wärmeliebende Art bei uns im Alpenvorland noch nicht vorkommt.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    ich seh das wie Oehrling. Ich denke das ist/wird einer der mehr oder weniger schwarzbraunen nach Maggi riechenden weißsporigen Phellodonarten. Ph. niger oder Ph. melaleucus oder Ph. confluens.

    Ph. niger und melaleucus kenn ich, deshalb gefällt mir makroskopisch am besten Ph. confluens, die ich nicht aus eigener Anschauung kenne.

    Im Forum gibts ein schönes Porträt von Pablo. Schau doch mal.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Raphael,

    zu den beiden Hypholomas fehlt nur noch H. polytrichi, die in unserem Raum am häufigsten ist.

    Der C. suberi ist eine neu beschriebene Art aus dem C. malachius Komplex. Beim recherchieren meiner C.malachius s.l. Funde kam ich zur Erkenntnis, dass in dem Artenaggregat eine makroskopische Bestimmung leider nicht möglich ist.

    Aber warum sag ich das?

    C. malachius s.l. schaut einfach ganz anders aus. Mir viel.mehr Blautönen und typischerweise keuligem Stiel.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Adrian,

    das sind schon ganz typische Knopfstielige.

    Wichtig für die Bestimmung sind die sehr engstehenden Lamellen und die gänzlich stark bereiften Stiele. Der Reif fällt halt bei so durchnässten Fk ned so auf. Wenn Du den aber mal eine zeitlang daheim liegen lässt, siehst Du das wieder ganz gut. Das Merkmal des "Knopfes auf dem Stiel" nach dem nach oben hin Abreißen des Hutes ist nicht wirklich artbestimmend. Letztens probierten wir das bei Marasmius wynnei und es funktionierte genauso.


    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus,

    Am Stiel sind Reste eines vergänglichen Velums zu erkennen in dem braunes Sporenpulver verfangen ist. Die Gattungen Pholiota oder Cortinarius sind naheliegend.

    Aber C. largus kann ich mir gar ned vorstellen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Bernd,

    leider hab ich L. duriusculum noch nie selbst finden können. Ich glaub fast, dass es den bei uns nicht gibt. Da der aber auch als "Braune Rotkappe" bezeichnet wird, ist die überstehende Huthaut, wie Norbert schon geschrieben hat, ein wichtiges Merkmal. Für L. carpini passt doch die Huthaut auch gar nicht. Dass L. carpini zu Hasel wechseln kann stimmt, haben wir zusammen selbst bei Tegernsee schon gesehen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Ein wichtiges Merkmal vom Frauentäubling sind die sehr biegsamen Lamellen. Mit viel Druck kann man sie sogar verschmieren. Bei allen anderen Täublingen geht das nicht und die Lamellen brechen.

    Genau, und in dem Entwicklungsstadium müsste das noch sehr gut nachzuvollziehen sein.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    der kann dann wohl nur einer der Erlenkremplinge sein.

    Die M. wynnei am Boden würd ich auch so bezeichnen, die davor an Holz schaun nach Mycena galericulata aus.

    Der Milchling Nr.20 könnt was besseres sein. Vergleich mal mit L. illyricus. Der Hias hat da eine schöne Dokumentation auf seiner Seite.

    Nr. 21 ist ein typischer L. blennius.

    Bei 23 würd ich beim 1. Fk mit Simocybe sp. mitgehen. Ohne Mikro ist da aber keine Artbestimmung möglich, denk ich.

    Der 2. Fk sollte aber ein Weißsporer sein. Evtl Gymnopus peronatus.

    26 ist bestimmt G. peronatus.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Wenn Experten diskutieren, dann sollten sich die Laien raushalten, deshalb von mir nur eine kurze Schilderung meiner persönlichen Erfahrungen mit den Edelreizkern. In guten Jahren sind die bei uns noch nicht selten. Zwei Beobachtungen haben sich bei mit eingeprägt. Zu nächst gibt es gar nicht so selten FK, die in ihrer Huthaut, in der Zonierung auch gern mal leichte Grüntöne zeigen, immer wenig, immer lokal. Und ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass bei einem makroskopisch einwandfreien Edel-Reizker, die Stielschnittstelle grün wurde, sondern - und da wäre ich ganz bei Herren Gerhardt und Gminder - auch nach 4 bis 5 Stunden (also zu Hause, beim Putzen) noch orangerot, wenn auch deutlich blasser als frisch angeschnitten.

    Aber wie gesagt, nur die Beobachtung eines alten Speisepilzsammlers.

    LG Mischa

    GriasDi Mischa,

    genau die Beobachtung hab ich auch gemacht, wenn ich gezielt nach L. semisanguineus getestet hab.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    ich denke, dass man das Grünen allein nicht als Unterscheidungsmerkmal zwischen L. deliciosus und L. semisanguineus heranziehen kann. Im Münchner Norden gibt es zur rechten Zeit Massen an L. deliciosus, übrigens zusammen mit L. sanguifluus, bei solitären Kiefern auf einer von Schafen freigehaltenen Heide auf Kalkschotter. Wenn im Oktober die ersten Nachtfröste kommen, sind alle Teile der Reizker, die was abbekommen, grün. Ich hab schon oft Kollektionen auf eine Rotverfärbung der Milch untersucht, vergeblich. Auch nach Stunden kein rot.

    Ich denke, dass L. semusanguineus im Münchner Raum wohl nicht vorkommt.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Bernd,

    Ich sitz grad im Zug, ds ist Dein Post eine schöne Ablenkung.

    Zu ein paar Funden fällt mir was ein:

    1. An Malus kommt Tyromyces fissilis, der erst weiß ist, dann über rosa schließlich gänzlich schwarz verfärbt.

    2. So schaut Oxyporus populinus aus. Ich hab den auch schon ein paar mal an vitalem Spitzahorn ghabt. Natürlich sieht man zu wenig. Die Fruchtkörper wären mehrjährig und im Durchnitt müsste man entsprechend geschichtete Poren sehen.

    7. Einer der Erdritterlinge

    12. Mycena pura, Rettichhelmling

    13. Lepiota cristata, Stinkschirmling

    14. Bolbitius vitellinus, Goldmistpilz

    21. Oligoporus caesius, Blauer Saftporling

    29. als Kiefernbegleiter könnt ich mir Tricholoma imbricatum vorstellen.

    33. L. vellereus glaub ich nicht, da lieferst Du aber zu wenig Infos

    42. nochmal Rettichhelmling. Eine Verwechslung mit Laccaria wär unschön!!

    54. alter vertrockneter Falscher Pfifferling, Hygrophoropsis aurantiaca

    55. Mit dem dunklen Hut eher S. collinitus, Ringloser Butterpilz

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Wow Nosozia,

    schon geil was in den Bergen los ist.

    Jetzt am WE soll's aber bis 1000m runterschneien...

    Die Nr. 4 der Schnecklinge könnte mit dem orangen Scheitel auch H. speciosus sein.

    Der H. camarophyllus Nr.7 ist ein toller Fund. Den hatte ich erst ein mal im Zillertal.

    Die Nr.1 der Milchlinge schaut nach L. trivialis aus. Das Habitat sollte natürlich moorig gewesen sein.

    Der Kokosmilchling ist sehr hell, also passt L. glyciosmus schon, wenn auch eine passende Birke da war. Auf den dunklen Kokosmilchling, L. mammosus, muss man da in den Bergen Ber auch immer aufpassen.

    Der Semmelporling schaut typisch aus, ja.

    Der mittlere "Porphyrwulstling" ist keiner.

    Die letzte Nr.2 schaut super interessant aus. Ich hab aber grad keine Idee.

    Stropharia hornemannii kann gut sein, möcht ich aber anhand dieses Fotos nicht bestätigen. Die kenn ich aus unserem Voralpenland und auch dem Zillertal. Die is wohl in den Bergen ned wirklich selten.

    Danke für den schönen Ausflug. Hoffentlich krieg ich keinen Muskelkater.

    An liabn Gruaß,

    Wernèr

    GriasDi beli,

    für mich ist das eine ganz typische A. citrina. Die Knolle ist doch ganz typisch, auch die Hut- und Velumfarbe ist o.k. Ich hab da noch nie darauf geachtet, ob der Ring gerieft ist, oder einen KOH-Test gemacht, weil ich das zur Artbestimmung nicht brauchte.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo Tarik,

    sicher kann man nur sagen, dass Du da einen Täubling vor Dir hast, Ohne weitere Angaben (z.B. Geschmack) wird es dabei bleiben. Man kann natürlich auch raten und ich würde dann auf Russula mairei oder R. puellaris setzen.

    LG Mischa

    GriasDi Mischa,

    ich weiß zwar auch nicht welcher Täubling das ist, obwohl R. atropurpurea zumindest makroskopisch ganz gut passen könnte, aber R. mairei und R. puellaris sind ganz andere Baustellen und haben gar keine Ähnlichkeit mit dem Fund.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Karl,

    so ganz stimmt das nicht. Ein wichtiges Merkmal für C. uliginosus ist, das er eben kein gelbes, sondern rotes Velum hat, das dann schön zu den gelben Lamellen kontrastiert.

    Ich finde die Art immer bei Weide, meist in Fichtenschonungen oder Sukzessionsflächen unter einzelnen Salweiden. Ich wüsste bei dem Fund von Raphael auch keine Alternative dazu.

    An liabn Gruaß,

    Werner