Beiträge von Werner Edelmann

    Servus beinand',

    den sollte man auch mal mit der orangebraunen Form von Lepiota cortinarius (var audreae) vergleichen. Die Lamellen sollten dann in einem Kollar zusammenlaufen und die Schwammerl angenehm süßlich riechen. Ich hatte letzte Woche einen Fund, den ich makroskopisch so vorbestimmt hab und eh ins Forum stellen wollte. Mach ich heut Abend.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Zebastian,

    die wenigen Antworten haben damit zu tun, dass man Pilzarten anhand so junger Fruchtkörper halt oft nicht bestimmen kann, weil bestimmungsrelevante Merkmale noch nicht ausgebildet sind.

    Sagen kann man, dass es sich um einen sehr jungen Blätterpilz handelt, der wohl entwickelt einen Trichterlingshabitus haben wird.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    10) Stinktäubling (Russula foetens); der Morsetäubling ist violetter im Farbton; "die "Morsezeichen" auf den Lamellenschneiden sind kein Alleinstellungsmerkmal des Morsetäublings, das können andere Stinktäublinge auch haben.

    Hallo Oehrling,

    welche von den Stinktäublingen haben denn noch einen Geruch von einer Mischung aus Marzipan und Stinktäubling?. Der Mandeltäubling hat man m. E. den reinen Bittermandelgeruch und R. fragantissima sehe ich auf dem Bild ebenfalls nicht.

    LG Karl

    Ganz genau.

    zusammen mit dem Habitat Nadelwald gibt's mE keinen Grund mehr R. illota samt typischer "Morsezeichen" anzuzweifeln.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Alexander,

    ich bin da ganz bei Schupfnudel.

    Die Boletus pinophilus kenn ich genau so ausm Zillertal. Da sind die Kiefern kilometerweit entfernt. Und den schmächtigen Tricholomopsis würd ich auch zu allererst mit T. flammula vergleichen.

    Wie schon im anderen Thread erwähnt ist "Tricholomopsis" interessiert an solchen Funden.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Raphael,

    ich glaub auch nicht, dass das T. decora ist. Die hat schwarzolive Schüppchen, due bei Deinem Fund nicht zu sehen sind. T. rutilans und auch die seltenen mehr oder weniger fein rötlich schuppigen Arten mit schmächtigem T. decora-Habitus, wie T. flammula fallen mE auch aus.

    Ich hab von dieser T. sulphureoides noch nichts gehört. Dein Fund entspricht aber wohl dem, das ich bei der Recherche im Netz auch rausbrachte. Eine wohl kontinental osteuropäische Art.

    Christoph Hahn (Tricholomopsis) beschäftigt sich näher mit den seltenen Arten der Gattung. Der wär sicher sehr interessiert an Deinem Fund.

    Vllt kontaktierst ihn mal.

    Momentan is er ned so präsent im Forum.

    An liabn Gruaß, Werner

    Hallo Werner,


    das ist ein schöner Fund! Der fehlt mir leider noch. In der Z. Mykol 84 (1) wird der Pilz auch vorgestellt. Neben zahlreichen schweizer Funden wird dort ein Fund aus Weilheim-Schongau in Bayern und einer aus Alsfeld in Hessen erwähnt.


    Björn

    Besten Dank Björn,

    hab ich natürlich gleich nachgelesen.

    Interesssant ist, dass der Wechselwirt die Lärche ist. Die beiden haben in freier Natur natürlich echte Probleme sich zu finden. Da die Lärchen oberhalb der Fichtenregion angesiedelt sind und die Hainbuche normalerweise nicht über 1000m aufsteigt, tun sie sich etwas schwer. Auf der anderen Seite hat sich der Rost scheinbar, obwohl die Lärche seit Jahrzehnten im Flachland angepflanzt wird, immer noch nicht nennenswert ausbreiten können.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',


    ich stell Euch einen Rost an Hainbuche vor, den ich heut im Rahmen einer MAMU-Exkursion des VfP München entdeckte.

    Die Recherche im Klenke/Scholler ergab, dass der wohl recht selten ist. Auch in der DGfM-Datenbank ist neben einer handvoll Funde, die schon Hundert Jahre her sind, nur ein rezenter Fund von 2017 verzeichnet.

    Der Rost ist recht auffällig und der Befall fast systemisch.




    An der Blattoberseite sind recht kleine gelbe Flecken, die fast das ganze Blatt gelblich färben.



    An der Unterseite dann sehr kleine stäubende Sori.



    Lt. Klenke / Scholler soll der Rost einen Wechselwirt haben, der aber nicht sicher bekannt ist.


    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi beli,

    die Flecken könnten in dem Wachstumsstadium a bissl stärker ausgeprägt sein. Du sagst es sei niemals R. maculata. Ich wüsste aber keine Alternative dazu. R. distorta / prolixa würd ich ausschließen wollen.

    Ich hätt mit der Bestimmung als R. maculata kein Problem.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    :)

    GriasDi,

    das ist sehr interessant. Ich hab nicht gewusst, dass es da eine Schwesterart gibt.

    Das Schuppige ist aber auch deutlich.

    Riecht der auch so stark nach Mehl?

    An liabn Gruaß,

    Werner

    2) Leucopaxillus gentianeus

    Anderswo ist der angeblich selten.

    GriasDi,

    ja, das kann man so sagen.

    Hier im Münchner Umland z.B.

    L. gentianeus ist mir noch nicht untergekommen, wir hatten ihn auch noch nicht auf unserer Ausstellung.

    Ich hab schon viele Pilzarten gesehen, den aber noch nicht.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Hallo Karolin,


    hier kommt von mir ein klares Nein, auch wenn der früher einmal als Birkenreizker bezeichnet wurde. Dein Fund höhrt auf den Namen Birkenmilchling. Reizker haben alle roten Milchsaft mit Ausnahme des Indigo-Reizkers (Lactarius indigo), dessen Milch blau ist.


    VG Jörg

    Servus beinand',

    ich bin auch dafür, dass man den deutschen Begriff "Reizker" nur für die orangemilchenden essbaren Arten verwenden sollte. Dadurch wird dieses Merkmal hervorgehoben und Verwechslungen mit irgendwie orangerötlichen Milchlingen mit weißer Milch vermieden. L. torminosus sollte deshalb Birkenmilchling und nicht -reizker genannt werden und auch andere wie der " Bruchreizker - L. helvus" oder der "Blaureizker - L. trivialis" sollten mit anderen deutschen Namen versehen werden.

    An liabn Gruaß,

    Werner