Beiträge von Matsutake

    Hallo Karolin,


    und zu Deiner anderen Frage: Neben den von Dir schon genannten lohnt sich im Dezember auch die Suche nach Samtfußrüblingen (Flammulina velutipes).


    Lg

    Lars

    Ich lasse die Huthaut und auch das Hymenium (die Poren) dran. Habe auch sonst noch nicht gehört, dass es ratsam wäre, die beim Birkenporling zu entfernen.

    Zum Trocknen (auch vom Birkenporling) habe ich mir kürzlich einen Dörrapparat zugelegt (WMF, c. 80 eur Normalpreis, hatte aber Sonderangebot) und bin begeistert. Wenn man öfter Pilze trocknen will (oder anderes) ist das gut investiertes Geld.


    Lg

    Lars


    P.S.:50 Grad sind genau richtig zum Dörren von Pilzen.

    Vielleicht hatten die Finder Frostschäden festgestellt. Soweit ich das verstehe, führt Frost zu besonders schneller Eiweißdegradation und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit von Lebensmittelvergiftungen.

    Frostschäden erkennt man mMn z.B. an irgendwie glasigen Stielen und entsprechendem Fleisch.

    Jedenfalls wäre das gerade in den letzten Tagen eine mögliche Erklärung.

    Ah, alles klar, vielen Dank, Andreas!

    Das ist dann also erstmal nichts für mich ohne Mikro, aber immerhin hat meine Vermutung mit der Blaufärbung bei positiv gestimmt, und es ist klar, warum ich sonst nix gesehen habe.


    Ich werd's mir aber merken und bei Bedarf jemanden mit Mikro für die Untersuchung einspannen.

    Hallo Christoph,


    ich versuche gerade die KK-Reaktion zu verstehen, damit ich sie in Zukunft (vielleicht nächstes Jahr, wenn ich frische Exemplare des möglichen A. betulae finden sollte) richtig anwenden kann. Ich habe auch schon den zugehörigen Originalartikel gelesen, aber ich fürchte, mir fehlt da noch etwas Grundwissen und hoffe, Du kannst mir da schnell weiterhelfen:


    Wie sollte denn eine positive K-K-Reaktion genau aussehen?

    Stimmt es, dass eine positive Reaktion zu einer Blauverfärbung führen sollte? Und wenn ja, dann schnell und langsam, dauerhaft oder vorübergehend?


    Ich hatte die K-K-Reaktion durch Aufbringen von Melzers am Übergang Hut/Stiel meines fraglichen Scheidenstreiflings getestet, und heute auch noch an zwei frischen Exemplaren von A. gemmata (der ja stark KK-positiv sein soll) und einem aus dem Garten gegriffenen mutmaßlichen Rauchporling.


    In allen Fällen bekam ich immer nur eine orange-braune Verfärbung, die genau die gleiche Farbe wie die Tinktur an sich hat. Mit der Zeit wird daraus ein dumpfes Braun. Ich nehme an, das wäre dann eine negative Reaktion, oder?


    Falls das also eine negative Reaktion ist, wie erklärt sich das bei A. gemmata? Was könnte ich falsch gemacht haben (außer Fehlbestimmung der Art, was ich hier mal ausschließen würde)? Meine Melzer-Reagenz habe ich vor mind. 1,5 Jahren gekauft - ist also nicht ganz frisch. Könnte das eine Rolle spielen? Oder ist nicht unbedingt jedes einzelne Exemplar einer KK-positiven Art wirklich positiv? Oder habe ich zuviel oder zuwenig Melzers aufgebracht?


    Wäre toll, wenn Du die Zeit fändest, meine Fragen zu beantworten - eilt aber nicht.


    Beste Grüße,

    Lars

    Hallo Christoph,


    Wow, das scheint ja ein spannender Fall zu werden. Die Stelle habe ich jedenfalls genau registriert ( in der MeinePilze-App ;-)), und werde im nächsten Jahr unbedingt wieder nachsehen, wie Du vorschlägst. Zu A. betulae finde ich nur im Gröger eine kurze Notiz, da muss man wohl schon an Originalliteratur ran.


    Der Wuchsort war in der Tat näher an Birken als an Erlen. Letztere standen ein paar Meter weiter und auch noch etwas tiefer, also nasser.


    Von den Bildern her würde ich meinen Fund aber als deutlich grauer einordnen, mehr grau als braun. Sonst könnte es in die Richtung gehen.


    Gerne würde ich zumindest noch die KK-Reaktion testen. Aber was ist das, habe ich noch nie gehört?


    Werde auch versuchen, den Pilz schonend zu trocknen. Vielleicht bringt er ja noch mal was.


    Lg

    Lars

    Liebe Pilz-Gemeinde,


    ohne dem in der bisherigen Diskussion Erwähnten widersprechen zu wollen (was die verschiedenen Arten und Zielsetzungen der Herangehensweise beim Bestimmen oder empfehlenswerte Bücher angeht) wollte ich an dieser Stelle doch noch einen kleinen Einwurf gegen die grundsätzliche Verdammnis von Pilz-Apps einbringen:


    Es gibt keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen der Bestimmung von Pilzen mit Büchern oder mit Apps. Bei beidem kann großer Mist rauskommen und bei beidem kommt es sehr darauf an, wer die Bücher oder Apps wie benutzt.


    Im Prinzip ist eine Pilzapp das gleiche wie ein Pilzbuch, ausgewählte Pilze werden beschrieben, andere nicht. Die meisten Apps bieten zusätzlich eine Merkmalssuche, die versch. Merkmale abfragt und dann die in Frage kommenden Arten eingrenzt (jeweils nur auf Basis der jeweils enthaltenen Arten). Das hilft dann in der Tat beim Lernen wichtiger Merkmale und auch beim Merken von Arten - besser als im Buch, wo häufig Pilze aber auch nach entsprechenden Gruppen angeordnet sind.


    Besonders kritisch beäugen die Experten natürlich die automatische Foto-Erkennungsfunktion vieler Apps (die man übrigens gar nicht braucht, weil Google Photos mit der Funktion Google Lens genau das Gleiche erledigt). Dabei ist die für blutige Anfänger gar nicht so schlecht, weil sie Arten vorschlägt, die man sich mal genauer in der Beschreibung anschauen sollte, um dann rückwärts zu prüfen, ob diese Art passen könnte und dann zu prüfen, ob es nicht doch eine andere ähnliche Art sein könnte (genau solche Vorschläge würde auch ein halbwegs pilzkundiger Begleiter oder auch viele Antwortschreiber hier im Forum machen). Und dabei ist es ein Qualitätsmerkmal, wenn eine App nicht nur mit einer Art als Ergebnis aufwartet, sondern mit mehreren (so wie im Eingangsbeispiel dieses Threads). So werden Anfänger nicht verleitet, die Bestimmung als gesichert anzusehen. Fatal und wirklich schlecht wären Pilzapps nur dann, wenn sie den Nutzern glauben machen wollten, dass ein Vorschlag aufgrund einer Fotoerkennung eine fertige Bestimmung ist - und da kommt es natürlich auch auf den Kopf der Nutzer an.


    Und dann gibt es natürlich noch die "MeinePilze"-App (Testsieger beim DGfM-Test von Pilz-Apps), die in der empfehlenswerten EXPERT-Version eigentlich vor allem eine wandelnde Bibliothek ist. Diese App enthält keine Fotoerkennung (macht ja eh Google Lens, wenn man das möchte), aber eine Merkmalssuche. Besonders hilfreich ist aber, dass man alle seine Pilzbücher (also alle hier im Thread schon genannten, dazu die meisten großen Standardwerke) in der App als gescannte Versionen mitführen kann. Sie sind dann auch schon gleich indiziert, so dass man sofort in jedem Buch auf der richtigen Seite landet. Das ist dann zwar nominell eine App, in der Praxis hat man damit aber 1-2 Regalmeter Bücher in der Hosentasche dabei. Wer möchte könnte also tatsächlich bereits "im Wald" seine Funde bestimmen (nur mikroskopieren geht dann noch nicht). Schneller als zu Hause am Schreibtisch geht es aber natürlich auch kaum, so dass man sich ein trockenes gemütliches Plätzchen suchen sollte. Damit verschwimmen die Unterschiede zwischen App und Büchern.


    Beste Grüße,

    Lars


    P.S.: Ich habe mit der "MeinePilze"-App keinerlei Verbindung außer, dass ich sie selber sehr gerne und viel nutze, und dabei keineswegs das Gefühl habe, mit einer App zu arbeiten, sondern eher mit (fast) allen meinen Pilzbüchern gleichzeitig.

    Liebe Pilzexpert*innen,


    heute habe ich am Rande eines Niedermoores (Bogenluch) nördlich von Berlin einen einzelnen Scheidenstreifling gefunden. Er stand zwischen Birken, Weiden und Erlen.

    Erstmal die Bilder (Pilz hatte ich schon dem Boden entnommen (komplett)):




    Hutdurchmesser 6 cm

    Stiellänge 12 cm

    kein Ring (beim ersten Antippen ist allerdings gleich der obere Teil des Stiels gebrochen, daher der kleine Zacken auf den ersten beiden Bildern)

    Auffällig: die ausgedehnten Volvareste auf dem Hut, die noch über 3/4 des Huts bedecken

    Hut bis ca. 1/4 des Radius gerieft

    gesamter Stiel frisch weiß, inzwischen 1/2 Tag später hellbraun beflockt, wirkt fast wie ganz feine Natterung, oberster Teil fast glatt

    Lamellenschneiden flockig

    Stiel von oben nach unten leicht zunehmend, am Grund bei der Volva am dicksten.

    Volva/Scheide sehr wenig ausgeprägt, aber vorhanden


    Wegen der sehr großflächigen Volvareste auf dem Hut hatte ich zunächst A. submembranacea vermutet, bin dann bei der weiteren Recherche aber auf A. friabilis, den Erlen-Scheidenstreifling gestoßen, von dessen Existenz ich bis dahin nicht einmal wusste.


    Der passt, wie ich meine, ganz gut zu meinem Fund. Insbesondere die Ausprägung der Volva passt viel besser zu dieser Art als zu A. submembranacea, und der Standort sowieso. Ob die extensiven Volvareste auf dem Hut passen, kann ich weniger beurteilen. In der Nähe (wenige km entfernt) sind beide Arten bereits kartiert worden (nach Pilze-Deutschland.de)


    Ich habe den Pilz noch bei mir und könnte weitere Tests machen oder ein Exsikkat herstellen, falls notwendig.


    Könnte ich mit meiner Vermutung richtig liegen oder gibt es noch passendere Optionen, die ich übersehen habe?


    LG

    Lars

    Hallo Pablo,


    danke Dir! Zumindest kenne ich damit die ungefähre Richtung - eine mikroskopische Bestimmung gibt's bei mir leider nicht.

    Heute hatte ich an anderer Stelle wieder was Ähnliches. Was meinst Du, Pablo, möglicherweise gleiche Art oder doch eher was anderes?





    LG

    Lars

    Hallo Baumpilzfreunde,


    letzten Sonntag habe ich diesen Pilz auf einem am Boden liegenden eher schwachen Ast, verm. Laubholz, entdeckt.

    Resupinat, mit Stacheln.

    Könnte das der Reibeisen-Rindenpilz, Hyphoderma radula sein? Oder ein Verwandter davon?

    Ich habe so ein Teil zuvor jedenfalls noch nie gesehen.

    Hier die Bilder:




    Für Eure Einschätzungen wäre ich dankbar.


    Lg

    Lars

    Hallo Ditte,


    Danke, dass Du die Bilder angeschaut hast. Gut möglich, dass Du Recht hast. Der Fund war zwar vor den meisten Regenfällen im Oktober, aber ein paar Regenfälle, vielleicht auch starke gab es schon davor.

    Ich schau mal, ob ich von dem Ort noch andere potentielle Inocyben-Fotos von anderen Tagen habe, ansonsten halte ich nächstes Jahr wieder die Augen offen.


    Lg

    Lars

    Liebe Pilzexper*innen,


    hier ein für Rätselfreunde oder echte Experten interessanter Fund. Er stammt schon vom 4.10.2020 (damals war es noch deutlich trockener als jetzt, aber es hatte in den Tagen zuvor geregnet). Ich habe ihn gerade beim Sichten meiner Fotos entdeckt, hatte ihn damals nur im Vorbeigehen geknipst, weil mit Bekannten unterwegs. Jetzt bereue ich, dass ich die Exemplare nicht für weitere Untersuchungen zur Hand habe. Aber vielleicht hat jemand ja eine Idee, in welche Richtung es gehen könnte - eine sichere Artbestimmung wäre höchst unwahrscheinlich.


    Fundort: saurer magerer sandiger Standort (ehem. Schießplatz) nördl. Berlin, mit Aufwuchs von Kiefern. In der Nähe könnten auch noch Birken, Eichen und Späte Traubenkirsche gestanden haben. Andere Arten dort z.B. Tricholoma focale, und T. albobrunneum und Cortinarius croceus.


    Ich hätte den Fund spontan für einen Risspilz gehalten (Inocybe sp) und habe einfach mal im Ludwig geblättert, ob es da welche gäbe, deren Hut diesem auffällig gemusterten Hut entsprechen würde. Ja, gibt es, sogar mehrere. Auf Sand wächst von denen allerdings höchstens I. brunneotomentosa. Die Art wäre allerdings extrem selten und auch die Baumarten passen eher nicht - außer es war vielleicht doch eine Eiche in direkter Nähe.


    Vielleicht liege ich mit Inocybe aber auch völlig falsch?


    Hier die Bilder:





    Any ideas welcome.


    LG

    Lars

    Hallo Rumpel,


    nein, von Mykorrhiza war bei Zuehli und im NABU-Text nicht die Rede, sondern vom Parasitieren an Bäumen und vom Destruieren (also dem Abbau toter organischer Substanz). Mykorrhiza wäre der dritte Ernährungsweg von Pilzen, nämlich die Symbiose mit Bäumen und ihren Wurzeln zum gegenseitigen Nutzen.


    Lg

    Lars

    Hallo Erwin,


    ich denke, dass ich die Art auch letzten Samstag in einem Auwald hatte, auf stehender Eschenrinde. Hab das aber nur aufgrund makroskopischer Evidenz vermutet. Mein Exemplar war deutlich größer als Deins. Könnte das passen?




    LG

    Lars

    Hallo Berlin-Brandenburger*innen,


    ich war am Wochenende zweimal am Hellsee im Norden von Berlin, am Sa. eine kleine intensive Runde nur am Ostufer mit Plötzensee, heute einmal ganz um den See mit Pilz-Beachtung nur am Rande. Die Maronenschwemme kann auch ich bestätigen, jedenfalls aus den entsprechenden Nadelwaldparzellen.

    Beeindruckend war aber vor allem die Vielfalt. Am Samstag hatte ich 81 Arten, heute noch mal 8 zusätzliche.


    Besonders freue ich mich über den letzten Fund des Tages heute: Schuppenstielige Erd-Ritterlinge, Tricholoma squarrulosum. Laut Pilze-Deutschland.de ist diese Art überhaupt nur an 3 Stellen in Deutschland kartiert. Eine davon ist genau der Hellsee (aus dem Jahr 2018). Hier die Bilder:


    1a)


    1b)


    Manche Funde laufen aber sicherlich auch unter Tricholoma atrosquamosus, dem Schwarzschuppigen Ritterling, der vor Ort auch kartiert ist.


    Es gab noch einige andere schöne Funde und für mich haufenweise Erstfunde, hier eine kleine Auswahl (den mutmaßlichen Graubraunen Schleimstiel-Schneckling, Hygrophorus mesotephrus, hatte ich schon hier eingestellt: Schneckling unter Buchen und Eichen) :


    2) Gruben-Lorchel, Helvella lacunosa:


    3) Ästiger Stachelbart, Hericium coralloides


    4) Semmel-Stoppelpilz, Hydnum repandum



    5) Ohrlöffel-Stacheling, Auriscalpum vulgare


    6) Unverschämter Ritterling, Tricholoma lascivum



    7) Zimtfarbener Weichporling, Hapalopilus rutilans (erinnert irgendwie an Leberwurst...)


    8) Grünspan-Träuschling, Stropharia aeruginosa


    9) Puppen-Kernkeule, Cordyceps militaris (hier könnte ich noch eine Bestätigung gut brauchen, denn mich irritiert, dass die Keulen scheinbar aus Holz und nicht aus dem Boden wachsen, Schmetterlingspuppen hatte ich auch nicht bemerkt, allerdings beim Entnehmen von Proben auch nicht drauf geachtet)





    10) Orangeschneidiger Helmling, Mycena aurantiomarginata



    Und den Rest erspare ich Euch, insbesondere die, bei deren Bestimmung ich noch zu keinem Ergebnis gekommen bin.


    Es macht gerade richtig Spaß draußen.


    LG

    Lars

    Hallo Oehrling,


    ah, noch eine bisher unbekannte Option!

    Ich habe die beiden Arten in der Literatur nachgeschaut und mit meinen Exemplaren verglichen:


    Erstmal, meine sind sogar jetzt noch extrem schleimig, auch noch auf dem Stiel. Von der Optik her passt mesotephrus noch besser als persoonii, wegen der Größe der Fruchtkörper und der Hut- und Stielfärbung. Von der unterschiedlichen Schleimigkeit habe ich nirgends was gelesen, aber wenn das entscheidend ist, dann spricht das auch für mesotephrus. Da lief der Schleim in Tropfen vom Stiel runter...


    Das mit der blaugrünen Verfärbung mit Salmiakgeist trifft laut Gröger allerdings auf beide Arten zu, wäre damit also kein Unterscheidungsmerkmal. Wo kriege ich eigentlich Salmiakgeist her? Muss ich dazu mal unsere Reinigungsvorräte durchsuchen? In welchen Produkten würde man da fündig? Oder besorgt man das lieber extra im Myko-Shop?


    Ich hatte heute morgen übrigens auf gut Glück Guajak ausprobiert. Erstmal gab's da keine Reaktion. Aber eben sehe ich, dass an zwei Stellen im Stiel- und Hutfleisch (im Schnitt), wo ich Guajak aufgebracht hatte, eine blaugrüne Reaktion aufgetreten ist. Aber das ist was ganz anderes als die Reaktion mit Salmiakgeist, oder?


    Trotzdem würde ich dank Deinem Hinweis nun eher zu mesotephrus, dem Graubraunen Schleimstiel-Schneckling tendieren.


    LG
    Lars

    Liebe Pilzexpert*innen,


    heute habe ich einen sehr schleimigen Schneckling im Angebot. Die Pilze wuchsen unter Eichen und Buchen nördlich von Berlin (Plötzensee beim Hellsee für die lokalen Auskenner).






    Hutdurchmesser bis ca 5 cm

    extrem schleimig auf Hut und am Stiel, trocken nur an Lamellen und Stielspitze

    Fleisch im Schnitt rein weiß

    Geruch unauffällig

    Stielspitze leicht weißflockig

    KOH 20%-Reaktion leuchtend orange am Stiel und am Hut, keine Verfärbung im Stielfleisch


    Ich habe bisher noch nicht viele Schnecklinge in der Hand gehabt (außer Frost- und Wohlriechendem), so dass mir bei denen die Erfahrung abgeht.


    Richtig geschlüsselt habe ich diesen Fund noch nicht.


    Hat jemand Tipps?


    LG

    Lars

    Gar nicht so einfach einen Pilz unter diesem Namen in der Literatur zu finden, aber schließlich bin ich doch noch fündig geworden:

    Es muss C. bergeronii sein, auch bekannt als C. elegantissimus var. bergeronii (2004) anderer dt. Name scheint Zedern-Klumpfuß zu sein. Erst 1992 beschrieben, später dann aber wohl als Varietät des elegantissimus beschrieben. Als C. bergeronii steht er auch in der Datenbank von Pilze-Deutschland: Verbreitung Cortinarius bergeronii Melot 1992

    Dort sieht man auch, dass es kartierte Nachweise mit wenigen Ausnahmen nur aus dem NO Deutschlands gibt. Mehrere Nachweise stammen dabei aus der unmittelbaren Nähe Deines Fundes: Hellmühle, Regenbogensee, Liepnitzsee.

    Allerdings ist an all diesen Standorten auch C. elegantissimus in den gleichen Jahren kartiert worden (jeweils Ende Okt, Anf. Nov.)

    In den meisten Büchern müsste man dieses Taxon dann wohl unter C. elegantissimus finden, dem Prächtigen Klumpfuß - und wohl auch in der Kartierung von Pilze Deutschland - neben den separaten Einträgen.


    Da juckt es mich doch, in den nächsten Tagen selber mal dort vorbeizuschauen.


    Lg

    Lars

    Gar nicht so einfach einen Pilz unter diesem Namen in der Literatur zu finden, aber schließlich bin ich doch noch fündig geworden:

    Es muss C. bergeronii sein, auch bekannt als C. elegantissimus var. bergeronii (2004) anderer dt. Name scheint Zedern-Klumpfuß zu sein. Erst 1992 beschrieben, später dann aber wohl als Varietät des elegantissimus beschrieben. Als C. bergeronii steht er auch in der Datenbank von Pilze-Deutschland: Verbreitung Cortinarius bergeronii Melot 1992

    Dort sieht man auch, dass es kartierte Nachweise mit wenigen Ausnahmen nur aus dem NO Deutschlands gibt. Mehrere Nachweise stammen dabei aus der unmittelbaren Nähe Deines Fundes: Hellmühle, Regenbogensee, Liepnitzsee.

    Allerdings ist an all diesen Standorten auch C. elegantissimus in den gleichen Jahren kartiert worden (jeweils Ende Okt, Anf. Nov.)

    In den meisten Büchern müsste man dieses Taxon dann wohl unter C. elegantissimus finden, dem Prächtigen Klumpfuß - und wohl auch in der Kartierung von Pilze Deutschland - neben den separaten Einträgen.


    Da juckt es mich doch, in den nächsten Tagen selber mal dort vorbeizuschauen.


    Lg

    Lars

    Hallo Elbeangler,

    habe gerade noch Deine Beschreibung der älteren Pilze gelesen. Wenn deren Lamellen wirklich richtig gelb sind, dann gehört die Art zur Sektion Xanthophylli, z.B. Prächtiger Klumpfuß (C.elegantissimus) oder Fuchsiger Klumpfuß (C. fulmineus).

    Auch schöne Arten.