Beiträge von Matsutake

    Hallo Pablo,

    Danke für Deine Mühe! Alles glasklar jetzt.

    Ich hatte bei meinem 'Rätselpilz' auf einem meiner Fotos inzwischen auch ein deutliches Steinpilzstielnetz gesehen, und kann Eure Einschätzung nun auch voll nachvollziehen.


    Und bei den Rotfüßen/Filzröhrlingen/Ziegenlippen werde ich in den nächsten Monaten mal genauer hinschauen. Da gibt es ja noch viel zu entdecken.


    Lg

    Lars

    Wir sprechen jetzt nicht von den beiden kleinen Rotfüßen,oder? (Von denen wäre ein Schnitt sinnvoll gewesen, habe ich aber nicht gemacht). Und auch nicht vom Steini im ersten Bild.

    Damit bleibt nur ein Pilz übrig. Der hat im Schnitt komplett weißes Fleisch.Also keine Ziegenlippe. Damit könnte es aber sowohl ein Sommersteinpilz als auch ein Brauner Filzröhrling sein. Ohne Stielnetz und mit sehr weichem filzigem Hut hätte ich eher an letzteren gedacht. Bekanntschaft habe ich mit der Art aber bisher nicht. Steini kann's natürlich auch sein, was Pablo und Schupfnudel ja auch nahelegen.


    Lg

    Lars

    Ups, da habe ich wohl nicht gut genug erklärt, was auf den Bildern abgebildet ist:


    Der Sommer-Steini auf dem ersten Bild kommt danach nicht mehr. Der war klar.


    Die Schnittbilder sind beide vom Rätselpilz, dem mutmaßlichen Filzröhrling, der auf den beiden Bildern zuvor gezeigt ist. Er blaut nicht und hat weißes Fleisch, weswegen ich eine Ziegenlippe ausgeschlossen hatte.


    Blauen tun nur die beiden kleinen Rotfüße, die auf zwei der Bildern neben dem Filzröhrling liegen. Die sind auch klar.


    Kommt jemand jetzt bei dem Filzröhrling weiter?


    Lg

    Lars

    Sehr schön, dann ist ja alles klar.


    Habe heute in der Umgebung zwischen den Häusern und am Straßenrand noch einige weitere Sommer-Steinis gefunden. Der schönste hier (wuchs unter Hainbuchen und Buche, keine Eiche in der Nähe):



    Es gab auch noch zwei kleine Rotfußröhrlinge (X. chrysenteron?) und direkt daneben einen interessanten Röhrling, den ich nicht zuordnen kann:



    Wuchsort unter Eiche, Stiel und Hut filzig, recht weich, leichter aprikosenfarbiger Ton.

    Kein Stielnetz.

    Röhren gelb mit Orangeton am Ende, nicht blauend.

    Fleisch rein weiß, nicht gelb.

    Hatte erst an eine Ziegenlippe gedacht, aber die müsste ja gelbes Fleisch haben.

    Hier die übrigen Bilder zu diesem Fund:






    Vielleicht hat jemand einen Bestimmungstipp?


    Lg

    Lars

    Hab mir die Pilze gestern nochmal genauer angesehen und gerochen. Und einen frischen noch am Straßenrand wachsend gefunden, unter Eichen. Karbolig rochen sie nicht, und zumindest der frische hat ein ganz deutliches Stielnetz. Von dem Blasshütigen Röhrling hatte ich zuvor noch nie gehört, Danke für den Hinweis auf jeden Fall.


    PS: Zum Essen war natürlich nichts dabei, außerdem extrem hundegassigefährdeter Standort.




    Hallo in die Runde,


    gestern Abend habe ich auf einem Haufen Gartenabfälle am Straßenrand eine größere Zahl Sommersteinpilze gefunden. Da wusste wohl jemand beim Rasenmähen nicht, was er mit denen anfangen sollte. Fundort: ganz im Nordwesten von Berlin. Ob sie wohl auch im Wald stehen, wo man ran kommt, bevor sie zu Abfall geworden sind?


    Lg

    Lars




    Danke Euch beiden!

    Die Nelken-Schwindlinge hatte ich tatsächlich als Option verdrängt. Die passen ja auch gut ins Habitat. Da war wohl der Wunsch zu sehr Vater des Gedanken - bei der Saftlings-Idee.

    Nur alt und vergehend sind sie nicht alle: Außer auf den ersten beiden Bildern sind auch ein paar ganz junge Fruchtkörper drauf. Deren Kegelform hatte mich auf die Saftlingsidee gebracht.

    Müssten meine Trocken-Pilze als Schwindlinge dann in Wasser auch wieder aufquellen? Ich habe das noch nie ausprobiert. Geht das auch bei Nelken-Schwindlingen?


    LG

    Lars

    Hallo,


    noch ein für mich rätselhafter Pilz:


    Gefunden neben zahlreichen Seidigen Rötlingen (cf) auf einem Halbtrockenrasen (verm. sandiger Untergrund) südöstlich von Berlin.

    Hutdurchmesser 1-4 cm

    Die Huthaut fühlte sich glatt und wachsig an.

    Und die jungen Exemplare hatten eine charakteristische Kegelform - ähnlich wie beim Kegeligen Saftling, die älteren Exemplare hatten dafür zumindest meist einen Buckel.

    Lamellen entfernt stehend.

    Das Sporenpulver (siehe letztes Bild) ist weiß.


    Für mich wäre das also ein typischer Saftling.

    Nur auf eine passende Art bin ich bisher nicht gestoßen.


    Hat jemand eine Idee, welcher Saftling es sein könnte, oder ob ich mit der Saftlings-Hypothese daneben liege?


    Erstes Bild im Sonnenlicht:


    Die anderen Bilder im Schatten aufgenommen:






    Viele Grüße,

    Lars

    Hallo Experten,


    gestern war ich wie schon mal erwähnt auf dieser schönen Binnendüne im Märkischen Sand (angeblich die höchste Binnendüne Deutschlands):



    Unter einer der Kiefern ganz oben auf der Düne (nicht die im Bild, aber so eine ähnliche), fand ich im Moos neben Rötlichen Lacktrichterlingen und Butterpilzen auch diesen rätselhaften Pilz:




    Hutdurchmesser nur etwa 15-20 mm, Stiellänge wenig mehr.

    Der Habitus erinnerte an Trompetenschnitzlinge, die sonst in der Umgebung sehr zahlreich waren - allerdings nicht im unmittelbaren Umkreis. Allerdings waren diese Pilze deutlich dunkler.

    Ja, und m.E. passt auch das ziemlich dunkle (ich würde sagen: violettschwarze) Sporenpulver nicht zu Trompetenschnitzlingen. Unten ein Bild davon mit den inzwischen getrockneten Exemplaren.



    Mir fehlt selbst für eine halbwegs sichere Gattungsbestimmung die Erfahrung, interessieren würde es mich aber sehr, in welche Ecke dieser Fund zu stecken wäre.

    Von bestimmten Flammulaster-Arten habe ich Bilder gesehen, die sehr ähnlich aussehen, aber auch da passt die Sporenfarbe wohl eher nicht?


    Ideen?


    LG

    Lars

    Pilze 2 und 3 waren auf jeden Fall nicht angetrocknet, da jeweils nach ausgiebigen Regenfällen und noch bei feuchtem Boden gefunden (und wann ist es in Irland schon jemals wirklich trocken...).

    Pilz 2 hatte ich übrigens auf einer Parkwiese neben 5 Saftlingsarten, gleichzeitig aber auch noch im Umkreis von einigen großen Buchen mit entsprechenden Täublingen, Milchlingen und Grünem Knolli gefunden.

    Pilz 3 war in einem Park-Wald in einem Bereich mit Rindenmulch.

    Nur falls das noch irgendwie relevant wäre.


    Die Artbestimmung ist bei diesen Funden wohl eher nicht möglich. Mir ging's gerade nur darum, ob Pilz 2 ein Behangener Düngerling ist (als solchen hatte ich ihn seinerzeit für mich abgelegt, jetzt aber Zweifel bekommen), und ob es sich bei den beiden Pilzen eher um Düngerlinge oder Faserlinge handelt. Das unterscheiden der beiden Gattungen finde ich schwierig.


    LG

    Lars

    Hallo Stefan und Nobi,


    Danke, Ihr seid Spitze. Das ging ja schnell und problemlos. Mich hatte wohl tatsächlich der Standort im Wald in die Irre geführt, aber wie Nobi schreibt: Dort könnte tatsächlich Pferdedung gelegen haben. Denn der Fundort war eine Art Nebenweg ein paar Meter neben einem geschotterten Waldweg, und ich habe nicht allzuweit von dort auch ein paar Reiter im Wald gesehen.


    Danke für den Hinweis mit den gescheckten Lamellen als Unterscheidungsmerkmal zw. Düngerlingen und Faserlingen. Das ist sehr hilfreich.


    Der Vollständigkeit halber, habe ich hier auch noch ein Bild vom Sporenabwurf - tief schwarz:



    Was ich mich dabei frage ist allerdings, wie so ein Düngerling so schnell mitten im Wald einen Pferdeapfel findet? Sind die Sporen oder sogar Hyphen schon im Pferdekot enthalten, oder sind wirklich so viele Sporen in der Luft unterwegs, dass sie auch mitten im Wald den Pferdekot finden? Die Dungpilzexperten unter Euch haben darauf sicher eine Antwort, oder?


    Und noch eine Nachfrage habe ich: Die Pilze in dieser Anfrage oben sind viel dunkler (schiefergräulich) als das, was ich bisher als Behangene Düngerlinge bestimmt habe. Die waren hellbraun, so wie dieser hier (aus Irland):


    Pilz 2:


    Werden die vielleicht mit zunehmendem Alter heller? Oder liege ich mit meiner Bestimmung daneben?


    Und wenn ich schon dabei bin: Ich hatte kürzlich (auch in Irland) einen anderen Fund, bei dem ich mich nicht zwischen Psathyrella und Panaeolus entscheiden konnte und damit schon auf Gattungsebene mit der Bestimmung gescheitert bin. Was meint Ihr?


    Pilz 3:





    Vielleicht sind das auch einfach Behangene Düngerlinge?


    Beste Grüße,

    Lars

    Guten Abend in die Runde,

    den sonnigen Tag heute konnte ich noch einmal für eine schöne Pilzwanderung südöstlich von Berlin (westlich vom Scharmützelsee bei Storkow) nutzen. Die Vielfalt ist definitiv noch da (habe bisher 79 Pilzarten auf meiner Liste, selbstverständlich nicht alle bis zum Ende bestimmt), wenn auch nicht mehr die großen Mengen wie im Oktober.

    Eines der größten Fragezeichen des Tages ist dieser Fund hier:








    Eine Gruppe von ca. 10 Fruchtkörpern mitten in einem reinen Kiefernforst auf Sand mit viel Moos.

    Die Pilze wuchsen direkt aus dem Boden, nicht auf Holz oder Dung etc.

    Das Bild mit meinem Zeigefinger zeigt in etwa die Größe an.

    Die Hüte sind auffällig halbkugelig.

    Die Pilze sporen gerade aus, aber ziemlich sicher kommt dabei als Spp-Farbe schwarz oder etwas in die Richtung heraus.

    Auffällig war, dass zumindest die jüngeren Fruchtkörper mit weißen Velumflocken behangen waren.

    Außerdem auffällig sind kleine schwarze Punkte am oberen Teil des recht dunklen Stiels.

    Die Lamellenschneiden sind deutlich heller als die Lamellen selber.

    Einen auffälligen Geruch haben die Pilze nicht.


    Außer Psathyrella könnte ich mir als Gattung nur noch Panaeolus, die Düngerlinge vorstellen, auch wenn ich die im Kiefernwald eher nicht erwarten würde.


    Mein Überblick über die möglichen Arten reicht leider nicht, um eine Art zu finden, die gut passen könnte.


    Hat jemand eine Idee?


    Beste Grüße,

    Lars

    Danke für die Hinweise: Mycena polygramma, der Rillstielige Helmling, scheint den Nagel ziemlich auf den Kopf zu treffen. Dazu passt auf jeden Fall auch, dass der Stiel - wie ich mich jetzt erinnere - sehr brüchig war, und es deswegen etwas schwierig war, den ganzen Pilz aus der Streu zu ziehen (klappte erst beim zweiten Versuch); außerdem die weißfilzige Basis, und auch sonst passt's gut. Für ein M. polygramma cf. sollte es reichen.

    LG
    Lars

    Hallo Werner,

    auf den Gedanken war ich wirklich bisher gar nicht gekommen, kann's aber von den Bildern her nachvollziehen. Eigentlich erkenne ich einen Täubling schon, wenn ich ihn sehe, aber jetzt hast Du mich wirklich verunsichert. R. pectinatoides kenne ich eigentlich gut und finde ihn oft.

    Ich will also nicht ganz ausschließen, dass es vielleicht doch ein Täubling ist - auch wenn die Konsistenz darauf eher nicht hindeutete (hatte den Pilz fast 2 Tage bei mir liegen und er war in keiner Weise brüchig). Wenn aber nicht, gibt es dann noch Ideen oder muss ich den Fall ad acta legen?

    LG

    Lars

    Vielen herzlichen Dank! E. sericeum passt zumindest makroskopisch gut. An einen Geruch kann ich mich leider nicht erinnern und hatte auch keinen notiert - und die Pilze habe ich inzwischen leider nicht mehr. Aber für meine Zwecke reicht ein E. sericeum sl. cf. erstmal völlig aus. Das ist ja schon mal ein Anhaltspunkt für zukünftige Rötlinge.

    LG

    Lars

    Liebe Ritterlingsexperten,

    wow, das ist ja wirklich alles viel komplizierter als erwartet und damit kein Wunder, dass ich nicht leicht zu einer vernünftigen Bestimmung kommen konnte (was leider aber auch manchmal passiert, wenn es nicht so schwierige wäre). Vielen Dank für den interessanten Link, Ingo. Fast würde ich gerne mitmachen, habe die gewünschten Kollektionen hier ja quasi vor der Haustür. Aber ich denke, ich muss erst noch mal ein paar Jahre die makroskopischen Grundlagen lernen, bevor ich mich ans Mikroskopieren mache.

    Besonders lustig: Schon mein Profilbild und Name ist wohl eine frühe Fehlbestimmung von mir. Da wo ich damals "T. matsutake" gefunden und bestimmt habe, finde ich heute nur noch T. focale. Und das war's damals wohl auch...:gomg:


    Ich war heute noch mal draußen, in einem anderen sandigen Kiefernwaldgebiet (ehem. Schießplatz bei Lehnitz, nicht weit vom Konzentrationslager Sachsenhausen - Ingo wird's kennen). Da wuchsen noch einige Pilze von der Sorte dieser Anfrage, also T. albobrunneum s.l., und auch noch einige Halsbandritterlinge, T. focale, sogar z.T. noch mit jungen Exemplaren. Geschmack und Geruch werde ich in Zukunft dann auch mal registrieren, mit Mikromerkmalen geht bei mir aber nix.


    LG
    Lars


    P.S.: Falls jemand die beiden Tintlings-Artikel von Ingo in elektronischer Form hat, würden die mich tatsächlich interessieren (über PN?)