Beiträge von Matsutake

    Hallo,


    ich kann Franks Bericht bestätigen: Ich war gestern (Mo.) im Kiefernwald bei Schmachtenhagen (westl. von Wandlitz) und fand dort (stellenweise) viele Maronen, alle ganz jung und weitgehend madenfrei, allerdings manche schon recht jung mit Schimmel. Sieht also auf jeden Fall noch einem neuen Maronen-Schub aus. Die nächsten Tage könnten sich lohnen.


    Ansonsten gibt es dort auch noch einiges anderes zu entdecken, insbesondere große Mengen von Blutblättrigen und Gelbblättrigen Hautköpfen (natürlich nur zum Anschauen oder ggf. Wolle färben), s. Bild.


    Leider ist der Wald dort derzeit absolut zeckeninfestiert: 8 Stück habe ich an mir abgesammelt, vor zwei Wochen an mir, Hunden und Frau fast 40.


    Lg

    Lars

    Hallo,


    typisch wären solche Standorte ja für den Stadt-Champignon/Egerling, den ich aber auf den Bildern hier nicht sehe.

    2. Bild dürfte ein Sommer-Steinpilz sein, 3. Bild Netzstieliger Hexenröhrling und der Champignon auf den übrigen Bildern erinnert mich auf den ersten Blick an Rebhuhn-Egerlinge (Agaricus phaeolepidotus), die ich letztes Jahr an genau so einem Standort auch hatte.


    Gruß,

    Lars

    Hallo Chrisu,


    heute Abend habe ich auch meine ersten Hasenröhrlinge gefunden, und zwar ganz in der Nähe von Deinem Fund: drei junge Exemplare auf einem Friedhof am nordöstlichen Rand des Tegeler Forstes in Berlin:





    Leider war es vor Ort schon fast dunkel, daher das zweite Bild mit Blitz.


    Lg

    Lars

    Alles klar.

    Habe eben noch die Bilder von meinem Fund der gleichen Art vom Oktober 2020 von einem Standort nur wenige km vom aktuellen Fund entfernt herausgekramt. Damals bei besserem Licht. Hier sind sie:




    Die Art ist in der Gegend auch bereits kartiert, wie ich bei Pilze-Deutschland festgestellt habe.


    Lg

    Lars

    Guten Abend,


    vor zwei Tagen habe ich im Preiselbeeren-Kiefernwald (sauer, sandig) nördlich von Berlin auf einem Kiefernstumpf die abgebildeten Pilze gefunden.

    Es war schon gerade am dunkel Werden, so dass die Bilder nicht ideal sind, die Farben aber trotzdem recht korrekt.






    Sporenpulver ist rotbraun wie auf den oberen Bildern vorne rechts am Stumpf schon zu erkennen und zusätzlich zu Hause überprüft.


    Für mich müsste das ein Dunkelstieliger bzw. Rotbrauner Flämmling (Gymnopilus picreus) sein. Die Art soll recht selten sein. Allerdings passt das Habitat sehr gut. Letztes Jahr hatte ich die gleiche Art wohl schon an anderer Stelle in der Nähe.


    Bevor ich solche Pilze in der Zukunft vorschnell für diese Art halte, wäre mir aber wohler, wenn auch Ihr Experten diese Bestimmung für plausibel haltet.


    Lg

    Lars

    Hallo Großstadtpilz,

    erstmal Glückwunsch zur tollen und ausführlichen Fundbeschreibung. Auf diese Weise kann sicher auch mal eine etwas ungewöhnlichere Art als die Marone gut identifiziert werden.

    X. ferrigineus blaut überhaupt nicht und hat immer, auch bei Feuchtigkeit eine filzige/samtige Huthaut, außerdem meist ein Stielnetz am oberen Stiel. Zum Vergleich ein paar Bilder von dieser Woche von X. ferrugineus:





    Leicht zu unterscheiden, aber zugegebenermaßen nur, wenn man beide mal in der Hand gehabt hat.


    Lg

    Lars

    Wenn wir schon bei unangenehmen Kostproben sind, werfe ich mal den Galligen Schleimfuß in den Ring, der bei uns gerade in den Buchenwäldern steht. Einmal Antippen mit der Zunge bleibt sofort in Erinnerung, dagegen sind wiederum die bitteren Saftporlinge harmlos. Sicher gibt es noch weitere Kandidaten (Zedernholz-Täubling etc.), wo man gerne auf den Geschmackstest verzichten würde.

    Hallo,


    den Geruch muss ich noch nachliefern: auf jeden Fall auffällig. Ich würde eigentlich sagen etwas süßlich und an Lepista nuda erinnernd. Aromatisch-würzig würde ich das aber nicht nennen, wenn man darunter ein herzhaftes Aroma verstehen sollte. Wie Veilchenwurz (L. irina) riecht, weiß ich leider nicht.

    Zur Unterscheidung der beiden genannten Optionen trägt diese Geruchsbeschreibung daher wohl eher nicht bei.


    Lamellen lassen sich nicht einfach beiseite schieben, nur in einem kleinen Teilbereich mit Gewalt erfolgreich.


    Farbveränderungen je nach Feuchtigkeit gibt es (bisher) nicht.


    Lg

    Lars

    Hallo,


    heute habe ich am Wegesrand (Magerrasen, Gebüsch) am Mauerweg im Berliner Nordwesten diese Kollektion gefunden.

    Für mich wäre das ein Würziger Tellerling und damit ein Perser. Sporenpulverfarbenprüfung läuft noch (erwarte fleischrosa).

    Kann mir jemand in der Zwischenzeit sagen, ob ich richtig vermute, oder ob es da noch irgendwelche wenig bekannte Verwandte gibt, die auch in Frage kämen?


    Vielen Dank Euch schon mal für die Mühe.


    Hier die Bilder:





    Lg

    Lars

    Liebe Ascofreunde,


    am 30.8. hatte ich in einem Laubwald auf einem dünnen (ca. 1 cm dicken) Laubholzästchen am Boden interessant aussehende gelbe Pilzchen gefunden - ich nehme an Ascomyceten.

    Zunächst dachte ich an kleine gelbe Becherlinge, aber eigentlich waren es bei genauerem Hinsehen keine Becher sondern gewölbte gelbe Deckel (Durchmesser bis ca. 3 mm) auf fast ebenso dicken bräunlichen Zylindern, also so eine Art Becher mit Deckel. Eine Überraschung gab es beim Aufschneiden: In den Bechern waren kleine weißliche linsenförmige Sporenbehältnisse zu finden, ca. 5 in dem von mir geöffneten Fruchtkörper. Die sahen aus wie bei einem Teuerling.


    Ich hätte nun keinerlei Ahnung, wo ungefähr ich diese Pilze zu suchen hätte. Oder vielleicht ist es ganz einfach einer der Teuerlinge, von denen man sonst nur Bilder von reiferen FK sieht? Hat jemand vielleicht einen Tipp zu einer möglichen Gattung oder eventuell sogar zu in Frage kommenden Arten?


    Hier die Bilder:








    LG

    Lars

    Hallo Karl und Andreas,

    Danke für Euren Einspruch. Das hilft auf jeden Fall, um mit der Gattung etwas vertrauter zu werden.

    Beeindruckend, dass die 150 S. zur Gattung in der Funga Nordica nicht einmal als Monographie gelten und es da weit Detailliertes gibt. Jetzt weiß ich's besser, Danke.

    Die Art wäre bei mir ohnehin nur als Hebeloma sp. abgelegt worden, weil eben ohne Mikro nix Sicheres geht. Aber ich hab dazu gerne einen Hinweis, in welche Richtung es artmäßig gehen könnte, um ein bisschen eine Vorsortierung unter meinen Hebeloma spec. zu haben.

    Leider lag ich mit meiner Richtungsvermutung wohl auch makroskopisch schon daneben, wie Andreas schreibt.

    Velumreste v.a. in Form von Stielbefaserung haben diese FK natürlich. Im Schlüssel war jedoch nach Cortina gefragt worden, die ich nicht sehe. Da gäbe es für mich noch viel zu lernen.

    Ich steck die Kollektion gleich mal in den Trockner, für alle Fälle...

    So long,

    Lg

    Lars

    So, nach Schlüsseln mit der Gattungsmonographie der Funga Nordica (ohne Mikromerkmale) erscheint mir Hebeloma cylindrosporum, der Walzensporige Fälbling, als gut passend.


    Dafür spricht u.a.:

    Habitus (recht schlank)

    Habitat (bei Kiefern auf Sand)

    Fehlender auffälliger Geruch

    Fehlende Cortina

    Hut und seine Hygrophanität (beim Trocknen verschwindet der Kontrast zw. Hutmitte und Rand, der Hut wird einfarbig gelbbraun)

    Flockig an Stielspitze, filzfaserig darunter


    Die Art scheint in der Gegend um Berlin laut Pilze-Deutschland-Kartierung auch ein Verbreitungszentrum zu haben.


    Als solchen (cf) lege ich den für mich nun ab, solange hier kein Protest kommt.


    Lg

    Lars

    Hallo Stefan und Claudia,

    Danke für Eure Einschätzungen.

    Das Sporenpulver ist tabakbraun. Einen besonderen Geruch habe ich aber trotz vieler Versuche nicht wahrnehmen können. Ihr habt aber sicherlich recht mit der Einordnung in Hebeloma.

    Bei der Gattung hänge ich leider ziemlich in der Luft, aber werde mal in der Funga Nordica nach möglichen Kandidaten stöbern. Ohne Mikro wird's aber wohl keine genaue Bestimmung geben.


    Lg

    Lars

    Ich wäre auch eher beim Ockertäubling.

    Der Gelbe Graustieltäubling wäre nach meiner Erfahrung deutlich gelber und würde bei Birken auf saurem moorigem Boden wachsen. Und natürlich müsste der an verletzten Stellen spätestens nach wenigen Stunden grau werden.

    Hier Funde der Art von mir aus den letzten Tagen (auf dem letzten Bild ist das "Grauen" deutlich zu sehen) :






    Lg

    Lars

    Liebe Pilzexpert*innen,


    ich stehe auf dem Schlauch und brauche Hilfe:


    An einem Waldweg neben Kiefern, Birken und Weiden habe ich an einer Stelle größere Mengen eines Pilzes gefunden, siehe Bilder unten.

    Auffällig ist die starke faserige Bereifung des Stiels (mit Ausnahme des obersten Teils), die sich auf dem Hut fortsetzt. Eine Cortina oder einen Ring findet man aber nicht.


    Vom Standort und dem ersten Eindruck her kam ich erstmal auf den Tränenden Saumpilz. Aber da passt einiges nicht:

    Die Lamellen werden bei alten Pilzen nicht schwärzlich, sondern nur graubraun (genaue Sporenpulverfarbe habe ich dann morgen).

    Eine Ringzone gibt es nicht, genauso wenig irgendwelche Tränen oder Behänge am Hutrand.


    Ich habe schön mit dem Gattungsschlüssel in Guthmann/Hahn geschlüsselt, wo ich aber bei Alnicola rauskomme. Da bin ich wohl irgendwo falsch abgebogen.


    Ich bin recht zuversichtlich, dass hier jemand auf Anhieb zumindest die Gattung erkennt.


    Lg

    Lars





    Selbst wenn sie giftig wären, könnte man sie trotzdem stehen lassen, solange sie niemand isst.

    Für einen Bestimmungsversuch müsste man aber vom Pilz deutlich mehr sehen (Unterseite, Stiel, ggf. noch mehr). Allein dafür müsste aber wohl mind. 1 Exemplar entnommen werden.

    Zusätzliche Schwierigkeit: Beim Indoor-Pflanzen kommen theoretisch auch exotische Arten in Frage.


    Lg

    Lars