Beiträge von Matsutake

    Danke für den Hinweis mit den Anastomosen! Die haben tatsächlich beide Kollektionen. Außerdem haben beide einen leichten rosa Schimmer in den Lamellen entwickelt, nicht so deutlich wie auf manchen Bilder, aber zumindest ein bisschen.

    Ich speichere die beide für mich dann mal als M. galericulata ab und halt die Augen offen nach weiterem Vergleichsmaterial. Die Art sollte man als Vergleichsart wohl gut kennen.

    Vielen Dank,

    Lars

    Ich hatte in der Nähe der Fundstelle auch noch diese Pilze, die ich auch als mögliche Rosablättrige Helmlinge, also Mycena galericulata ansehe, allerdings waren die deutlich größer und nicht voll aufgeschirmt, aber auch weißsporig und jetzt im Alter auf meinem Tisch mit leicht rosa Schimmer in den Lamellen:





    Reicht die Variationsbreite von M. galericulata so weit, dass beides die gleiche Art sein könnte? Oder sind die ersten Pilze andere Helmlinge?

    Hallo Beli,


    Danke für den Hinweis. Vermutlich hast Du Recht - ich habe mich wohl von der "Wurzel" zu sehr verleiten lassen. Meine Pilze sind aber deutlich kleiner und zarter als die Wurzelrüblinge wohl wären.

    Ich weiß, Helmlinge sind nur nach Bild schwer zu bestimmen, aber käme z.B. der Rosablättrige Helmling M. galericulata in Frage? Der soll auch manchmal wurzeln, außerdem würde passen, dass die Fruchtkörper, die ich noch hier liegen habe, anfangen einen ganz leichten Rosaschimmer in den Lamellen zu bekommen. Allerdings soll der eigentlich nie ganz aufschirmen, was die Pilze auf meinen Bildern aber tun.


    VG

    Lars

    Liebe Pilzfreunde,

    bei uns in und um Berlin stehen die Wälder voller Pilze und man kommt mit dem Bestimmen gar nicht nach. Könnt Ihr mir vielleicht mit einer Bestimm-Abkürzung behilflich sein?

    Ich vermute ich habe hier meine ersten bewusst selbst entdeckten Wurzelnden Schleimrüblinge gefunden, habe aber keine Erfahrung mit der Art bisher. Könnt Ihr bestätigen, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege, ohne dass ich in diesem Fall groß die Literatur wälzen muss?


    Hier erstmal die Bilder:








    Das Sporenpulver ist weiß. Die Pilze wuchsen im Mischwald auf einem stark vermodertem Baumstumpfrest, es gab natürlich in der Umgebung noch viel mehr von denen. Beim Herausziehen kam eine längere "Wurzel" zum Vorschein. Reicht das schon, um die Art sicher zu bestimmen, oder gibt es andere ähnliche Pilze mit ähnlichen "Wurzeln"?


    Viele Grüße,

    Lars


    P.S.: Hat jemand einen Tipp ob und wie ich hier eingefügte Bilder drehen kann, falls nicht automatisch die korrekte Ausrichtung gezeigt wird (wie im letzten Bild hier)?

    Vielen Dank, Pablo und Matthias. Damit bin ich für den Moment sehr zufrieden. Mit dem Mikroskopieren fange ich erst an, wenn ich makroskopisch nichts Neues mehr finde. Das ist bei mir aber sicher noch ein langer Weg.

    Und diese winzigen Pilzchen, die der Makroeinstellung meiner Kamera die Grenzen aufgezeigt haben, waren schon so ein echtes Erlebnis, wie Miniaturen von 'echten' Pilzen.

    Besten Gruß,

    Lars

    Und noch ein dritter möglicher Rindenhelmling von der gleichen Tour (Leuchtendgelber Klumfuß (Cortinarius splendens) und Weißer Rinden-Helmling (Mycena alba)?). Im Thread dort hatte ich schon Bilder gezeigt von möglichen winzigen Weißen-Rinden-Helmlingen. Zwischen all diesen Winzlingen wuchsen auch zwei vergleichsweise riesige Helmlinge. Der größere von beiden kam im Hutdurchmesser sicher auf 5 mm oder mehr:



    Man sieht am Rand der Bilder zum Vergleich noch die winzigen weißen Helmlinge.

    Ich tippe bei diesem "Riesen" auf einen Winter-Rinden-Helmling, auch Moos-Helmling genannt (Phloeomana hiemalis), womit das mutmaßlich der dritte Rindenhelmling der Tour vom Samstag wäre. Näher ran an den Pilz kam ich beim gegebenen Abbildungsmaßstab meiner Kamera leider nicht.

    Any takers?


    Schönen Gruß,

    Lars

    Eine Korrektur: Dieser Pilz wuchs gar nicht im Ulmen-Auwald auf Totholz. Stattdessen hatte ich ihn schon vorher an einer eher grasigen Stelle am Weg- und Waldrand in der nähe von Tränenden Saumpilzen, auf Kalkboden.

    Wenn man also nicht nur nach auf Holz wachsenden möglichen Arten sucht, stößt man u.a. auf den Rosaschneidigen Faserling (Psathyrella gracilis) alias Rotschneidiger Mürbling (Psathyrella corrugis). Dazu würden die hellen Lamellenschneiden passen.


    Klar, sicher bestimmen geht so nicht, aber könnte es in die Richtung gehen?

    Hallo,

    und hier noch ein Rätsel von der hier (Leuchtendgelber Klumfuß (Cortinarius splendens) und Mycena alba?) beschriebenen Tour:




    Dieser Pilz wuchs einzeln auf liegendem Totholz in einem Auwald mit vielen Ulmen, Durchmesser ca. 1-1,5 cm.

    Habe schon Samthäubchen (Conocybe) oder den Zwerg-Faserling (Psathyrella pygmaea) in Betracht gezogen oder einen Tintling, bin aber auf keine halbwegs zufriedenstellende Lösung gekommen.


    Tipps?


    Gruß,

    Lars

    Hallo,


    hier der nächste Rätselpilz von der gleichen Tour wie Leuchtendgelber Klumfuß (Cortinarius splendens) und Mycena alba?





    Diese Pilzchen wuchsen auf einer liegenden, wohl toten dicken Weide, die möglicherweise auch eine Rosskastanie war.

    Ich komme bei meinem Bestimmungsversuch auf Phloeomana minutula, den Ranzigen Rinden-Helmling, früher Mycena olida.

    Die Pilze waren deutlich größer als die Winzlinge aus Leuchtendgelber Klumfuß (Cortinarius splendens) und Mycena alba?, aber immer noch recht klein, außerdem würde auch die gelbliche Färbung des Hutzentrums auf älteren Exemplaren, z.B. rechts unten im letzten Bild dazu passen. Was meint Ihr?


    Gruß,

    Lars

    Guten Abend,

    ich ziehe mal zwei Bestimmungsfragen aus meinem gestrigen Post in der Berlin-Brandenburg-Gruppe dieses Forums (siehe 2019 - Pilze in Berlin/Brandenburg) hierher ins Bestimmungsforum in der Hoffnung auf etwas Hilfe und/oder Bestätigung der vorläufigen Bestimmungen.


    Ich war am Samstag unterwegs auf meiner eigenen "pilzkundlichen Wanderung" von Woltersdorf bis Straußberg, vorbei am Kalkbergwerk Rüdersdorf, östl. von Berlin. Meist ging es an Seeufern entlang und durch Auwaldlebensräume, alles tendenziell eher basenreich, was ja in der Gegend sehr ungewöhnlich ist. Vor lauter Pilzen ging es nicht wirklich voran und ich habe fast die gesamten Hellstunden des Tages dafür gebraucht. Dafür standen am Ende 76 mehr oder weniger sicher bestimmte Pilzarten auf der Liste, dazu 227 Pilzfotos. Bei einigen Arten muss ich natürlich noch nachrecherchieren. Und Vieles wird sich sicherlich auch nicht bestimmen lassen. Mal sehen, wieviel sich mit Eurer Hilfe noch identifizieren lässt.


    Hier also schon mal das erste kleine Rätsel (von mir peinlicherweise zunächst als Erlenkrempling gepostet, die sonst auch reichlich anzutreffen waren):

    Pilz 1:


    Mit etwas Nachhilfe aus der BE-BB-Gruppe bin ich draufgekommen, dass das wohl der Leuchtendgelbe Klumpfuß, Cortinarius splendens sein muss (mit gelben Lamellen, gelbem Stiel, im Kalkbuchenwald (auch wenn ich mir vor Ort Ahorn, Eiche, Erle und Kiefer notiert hatte - die nächste Buche stand sicher nicht weit weg, dafür aber sicherlich keine Fichte und keine Tanne). Kann man das so mit einiger Sicherheit sagen - auch ganz ohne KOH-Test etc.?


    Pilz 2:

    Wer kennt diese wirklich winzigen weißen Pilzchen?




    Die wuchsen hier auf der Rinde einer Ulme, später habe ich sie auch auf Ahorn gesehen, meist auf bemoosten Stämmen, aber nicht nur auf dem Moos.

    Bisher wurde Mycena alba vorgeschlagen.

    Der würde vom Habitat und Substrat her perfekt passen. Hutdurchmesser von 3-13 mm hätte ich schon fast für zu groß gehalten, aber wenn ich nochmal das Bild samt Daumen ansehen, sollten es wohl mind. 3 mm sein bei ausgewachsenen Explaren. Gäbe es denn noch was anderes Ähnliches (meine Literatur stößt bei der Art an ihre Grenzen) oder ist das schon die Lösung?


    Nachher poste ich vielleicht noch ein paar andere Rätselpilze von meiner Tour.


    Vielen Dank für jegliche Hinweise.

    Gruß,

    Lars




    Der Cortinarius müsste dann wohl aus der Gruppe Xanthophylli sein, mit seinen gelben Lamellen, dazu mit gelbem Stiel. Nur für den Schöngelben Klumpfuß C. splendens erscheint er mir etwas zu groß. Ideen? Oder soll ich den lieber im Bestimmungsforum noch mal posten?

    Mycena alba würde vom Habitat und Substrat her perfekt passen. Hutdurchmesser von 3-13 mm hätte ich schon fast für zu groß gehalten, aber wenn ich nochmal das Bild samt Daumen ansehen, sollten es wohl mind. 3 mm sein bei ausgewachsenen Explaren. Gäbe es denn noch was anderes Ähnliches oder ist das schon die Lösung?

    Hallo Tom!

    Ja, da hast Du sicher Recht. Da habe ich für den Erlenkrempling bestimmt das falsche Beispielbild ausgesucht - jetzt, wo Du es sagst. Was das dann wohl für ein Cortinarius sein mag? Irgendwas mit gelb und dickem Fuß...muss ich mal genauer nachsehen.

    Diese Pilze standen jedenfalls direkt am Ufer des Kalksees, und alle anderen "Erlenkremplinge" standen woanders.


    Hier noch mal ein anderes Bild von diesem Cortinarius, mit "Babies":


    Und hier jetzt echte Erlenkremplinge (vom Erlenbruch am Nordufer des Großen Stienitzsees bei Hennickendorf):




    Einen schönen Tag noch,

    Lars

    Guten Abend und gute Nacht in die Runde,

    ich war am Samstag unterwegs auf meiner eigenen "pilzkundlichen Wanderung" von Woltersdorf bis Straußberg, vorbei am Kalkbergwerk Rüdersdorf, östl. von Berlin. Vor lauter Pilzen ging es nicht wirklich voran und ich habe fast die gesamten Hellstunden des Tages dafür gebraucht. Dafür standen am Ende 76 mehr oder weniger sicher bestimmte Pilzarten auf der Liste, dazu 227 Pilzfotos. Bei einigen Arten muss ich natürlich noch nachrecherchieren - und dafür bleibt nur nachts Zeit. Und Vieles wird sich sicherlich auch nicht bestimmen lassen. Hier schon mal ein paar Highlights:


    Anlaufende Egerlingsschirmlinge (Leucocoprinus badhamii)

    Ziemlich beeindruckend, wie die blitzartig knallrot anlaufen, sobald man sie irgendwo anfasst.


    An manchen Stellen massenhaft Erlen-Kremplinge (Paxillus rubicundulus):


    Tränende Saumpilze (Lacrymaria lacrymabunda):


    Blut-Helmling (Mycena haematopus):

    Dass dieser Pilz blutroten Saft abgibt, wenn er verletzt wird, habe ich erst zu Hause gemerkt. So vorsichtig hatte ich ihn in die Bestimmungsbox gepackt...


    Beim Inspizieren einer riesigen Bergulme im Auwald schauten diese Pilze aus zwei Astlöcher in unerreichbarer Höhe:

    An den Pilz kam ich also nicht ran, nur mit dem Tele. Aber ich denke, mit Ulmen-Rasling (Hypsizygus ulmarius) dürfte ich richtig liegen?


    Laubholz-Harzporlinge (Ischnoderma resinosum):


    Die hatte ich schon letztes Jahr in ähnlichen Wäldern recht häufig - sind also offensichtlich nicht mehr so selten wie früher angegeben?


    Und ganz zum Schluss gab's noch was Interessantes: Meine ersten Hexeneier der Stinkmorchel (Phallus impudicus) - sehr beeindruckend:




    Den ganzen Tag über habe ich übrigens nicht einen Steinpilz und keine Marone gesehen. Das kommt davon, wenn man sich meist in Auwäldern rumtreibt.


    Ich hoffe, ich liege mit meinen Bestimmungen richtig. Wenn nicht, sagt bitte Bescheid. Ich lerne noch...


    Die meisten meiner Rätselpilze poste ich dann demnächst mal nach und nach im Bestimmungsforum. Hier aber schon mal ein Vorgeschmack: Wer kennt diese wirklich winzigen weißen Pilzchen?


    Die wuchsen hier auf der Rinde einer Ulme, später habe ich sie auch auf Ahorn gesehen, meist auf bemoosten Stämmen, aber nicht nur auf dem Moos.


    Beste Grüße,

    Lars

    Wurde der Pilz unter Erlen gefunden? Im letzten Bild rechts über dem Pilz ist offensichtlich ein Blatt dieses Baumes zu sehen. Dann läge der Erlen-Milchling, Lactarius obscuratus, nahe - oder einer der anderen Erlen-Milchlinge.