Hallo Lockpicker!
Ein Wulstlingsexperte bin ich zwar nicht, hatte jedoch in den vergangenen Tagen etliche Exemplare von A. franchetii in meinen Händen.
Eine intensive Rötung habe ich zwar nicht festgestellt, aber sehr wohl bei älteren Exemplaren bräunliche Verfärbungen. Auch ist die Bandbreite der Hut- und Flockenfarbe enorm. Von fast weiß bis schokoladenbraun, die Flocken von zitronengelb über diverse Grautöne bis weiß habe ich gesehen und gestaunt.
Leider sind die Merkmale auch noch sehr vergänglich, ein strammer Regenguss genügt.
Die geriefte Manschette des Perlpilzes hat leider auch der Raue Wulstling. An der Unterkante ist diese zwar (meistens) gelb, aber auch das ist ein fragiles Merkmal.
Insgesamt ist die sichere Abgrenzung nicht trivial.
zum sogenannten "Falschen Perlpilz" steht im "Pilze der Schweiz" Band 4:
"Der vor allem in älterer Lit. herumgeisternde «Falsche Perlpilz» (A. pseudorubescens) bezieht sich mit grösster Wahrscheinlichkeit auf dunkelviolettbraune, hartfleischige und mit spitzwarzigen Velumresten bedeckte Trockenformen der hier beschriebenen Art. Nach KRIEGLSTElNER (1984a) ist dieses Binomen lediglich als Synonym zu betrachten."
Spannenderweise ist das ja nahe an deinem Fundexemplar.
Eine mikroskopische…
Nach dem persönlichen Erstfund vor zwei Jahren konnte ich gestern in Wiesbaden mehrere Fruchtkörper sichten. Dabei konnte ich feststellen, dass das markanteste Merkmal, nämlich die schönen gelben Velumflocken, nicht nur sehr vergänglich sind, sondern offensichtlich auch leicht ausbleichen.
Das war mir nicht bekannt.
Gut sichtbar ist es an diesem Doppel, bei dem die linke Hälfte von feuchten Eichenblättern abgedeckt war, während die rechte Bildhälfte Sonnenlicht abbekommen hat:
Wenn man die…
Beste Grüße,
Frank
