Beiträge von frank2507

    Hallo Joana,


    danke für deine Ausführungen. Meine Flächen sind sehr klein, teilweise unter 2000 qm, und können schon aus diesem Grund kein Wald sein.


    Angefangen hatte alles mit Paulownia, ich war von der (behaupteten) Wachstumsgeschwindigkeit dieser Art begeistert und wollte auf meinen seit Jahren brach liegenden landwirtschaftlichen Flächen möglichst schnell viel Ertrag haben.


    Aber Anspruch und Wirklichkeit stimmen leider nicht immer überein. Ertragssteigerung und Gewinnmaximierung alleine sollten nicht die Kriterien sein, das habe ich bald eingesehen, zumal das längst nicht auf allen Bodentypen funktioniert. Auf meinen Flächen hat das nicht funktioniert, die Paulownia sind nach und nach fast alle abgestorben.


    Also habe ich nach und nach weitere Baumarten gepflanzt, wobei ich mich auf die Arten konzentriert habe, die mit Trockenheit und Hitze besser zurecht kommen als z.B. Weide oder Pappel, die typischen Kurzumtriebs-Arten.


    Meine Bäume wachsen dementsprechend langsamer und werfen weniger Gewinn ab, aber das ist mir egal. Jedenfalls sind sie besser an den Standort angepasst und insgesamt betrachtet nachhaltiger. Als Grundstückseigentümer möchte ich schon selber aussuchen, welche Bäume ich auf meinem Grundstück für meine Kurzumtriebsplantage anpflanze, zumal ich keinerlei staatliche Förderung dafür bekomme, es in Hessen keine Genehmigungspflicht für Kurzumtriebsplantagen gibt und dementsprechend keine Rechtsgrundlage für die Beseitigung, solange die zulässige Umtriebszeit von 20 Jahren nicht überschritten wird.


    Aber wir sind von der Pilzzucht auf Fichtenstümpfen mittlerweile ziemlich weit off-topic ...


    Beste Grüße,

    Frank

    Interessantes Thema! Ja, es gibt allerlei Fallstricke zu beachten. Wo kämen wir denn hin, wenn nicht alles bis ins letzte Detail in Rechtsnormen geregelt wäre?


    Landwirtschaftliche Fläche einfach so mit Bäumen bepflanzen und aufforsten? Nö, genehmigungspflichtig! Umgekehrt übrigens auch, wobei ich das noch nachvollziehen kann (Stichwort Kahlschlag im Amazonas-Gebiet).


    Eigentlich sollte man gerade vor diesem Hintergrund über jeden neu gepflanzten Baum froh sein, anstatt private Kurzumtriebs-Versuchsplantagen, die gemäß § 2 Absatz 2 Nr. 1 BWaldG ausdrücklich vom Waldbegriff ausgenommen sind, mit einer Beseitigungsanordnung zu bekämpfen:



    Der Vorgang könnte für Joana_ von Interesse sein, zumal sich für diesen Rechtsstreit mittlerweile nicht nur die Medien, sondern auch ein Dozent der HAWK Göttingen und Mitarbeiter von Hessen-Forst interessieren.


    Beste Grüße,


    Frank

    Guten Abend allerseits,


    der Titel beschreibt schon meine Ahnungslosigkeit, wo ich diesen Fund einsortieren muss. Extrem zähe und kleine Fruchtkörper mit Hutoberfläche in Trametenoptik, aber Lamellen auf der Unterseite. Ob die Zähigkeit der mehrwöchigen Trockenheit geschuldet ist, vermag ich nicht zu sagen. Allerdings habe ich einige Pilzmumien gefunden, die ihre Größe, Farbe und Haptik ganz erheblich verändert haben.


    Möglicherweise sind die drei auf einem etwa armdicken Buchenast wachsenden Exemplare dadurch auch stark verändert worden. Die ebenfalls auf diesem Buchenast wachsenden Lungenseitlinge waren zäh, aber immerhin noch gut kenntlich, wenn auch stark geschrumpft .


    Vielleicht kann jemand einen Namensvorschlag geben oder wenigstens die Gattung nennen, wo sowas einzusortieren ist.


    Beste Grüße,


    Frank


    Da drängt sich die Frage auf, ob der Gallenröhrling insgesamt rückläufig ist. In den späten 1980er Jahren hatte ich regelmäßig Gallenröhrlinge in großer Stückzahl in von Kiefern dominierten Wäldern in Mittelhessen gefunden.


    Irgendwie habe ich die Gallenröhrlinge dann aus dem Blick verloren, zumal ich damals als reiner Speisepilzsammler unterwegs war.


    In den vergangenen 10 - 15 Jahren ist mir die Art sehr unregelmäßig begegnet, zumal ich seit längerer Zeit weit überwiegend in Laubwäldern unterwegs bin. Ich habe den Eindruck, dass die nicht nur rückläufig ist, sondern auch sehr unregelmäßig fruktifiziert. Vor ein paar Jahren fehlte die Art sogar bei der Münchner Pilzausstellung, obwohl dort regelmäßig mehrere hundert Arten ausgestellt werden und eine Vielzahl von Pilzen von Vereinsmitgliedern und Besuchern zusammen getragen werden.


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen,

    für viele von euch wahrscheinlich nichts Besonderes, aber für mich ein Erstfund, über den ich mich unwahrscheinlich gefreut habe: das Europäische Goldblatt.

    Und ob das was besonderes ist! Vor zwei Jahren habe ich diese Art das erste Mal gefunden, das ist kein alltäglicher Fund, aber das haben ja auch schon andere Mitglieder geschrieben.



    Möglicherweise ist der mir aber auch schon früher begegnet und ich habe ihn nicht erkannt, weil ich vermeintliche Rotfußröhrlinge in aller Regel stehen lasse. Da muss ich Hannes2 zustimmen, die sehen sich von oben sehr ähnlich.


    Gruß,


    Frank

    Danke für die Beiträge und Hinweise. Zum Glück habe ich die Exemplare herbarisiert, deshalb stehen sie für evtl. weitere Untersuchungen zur Verfügung. Vielleicht mag ja Harald zuehli einen Blick drauf werfen, zumal ich morgen sowieso vorbei komme, um das Eichhasen-Sklerotium und den Scheidenstreifling zu bringen.


    Immer noch kein nennenswerter Regen in Sicht, zumindest hier in Hessen. Im südlichen B-W und Bayern sieht es anders aus, die haben sicher nächsten Monat die Wälder voll mit Pilzen und können in drei Wochen bei der Pilzausstellung in München eine breite Artenpalette präsentieren.


    Gruß,


    Frank

    Nanana , stell´ mal bitte nicht dein Licht unter den Scheffel! Ich bewundere schon seit Jahren deine Fotos und deine Fähigkeiten. Deshalb hatte ich auch schonmal nach deiner Ausrüstung gefragt, aber damit alleine ist es ja nicht getan. Mit einer Stradivari kann ich auch nix anfangen.


    Ich habe noch acht Jahre bis zur Rente, dann habe ich vielleicht Zeit, um mich damit zu beschäftigen. Mikroskopie braucht nicht nur gute Gerätschaften, sondern auch Erfahrung und Zeit/Geduld, bei den letzten beiden Punkten hapert es besonders :(


    Gruß,


    Frank

    Guten Morgen Grüni/Kagi,


    an diese Art hatte ich auch schon gedacht. Was da nicht so passt, ist das Habitat (keine Fichte / Tanne vorhanden) und die Farbe der Gruben am Stiel (bei meinem Exemplar reinweiß, beim Grubigen Milchling eher wie der Hut gefärbt).


    Ja, die fehlenden Querverbindungen stören mich auch. Vielleicht gibt es auch noch andere in Betracht kommende Arten, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm habe, weil sie im Parey nicht genannt sind?


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend allerseits,


    fast drei Wochen ohne Regen bei 30 + Grad und die Sonne brüllt weiter. Da haben sich sogar die letzten Wurzelnden Bitterröhrlinge in Mumien verwandelt, die man ohne weitere Bearbeitung ins Herbar geben kann.


    Also habe ich die Aufnahmen von Anfang August durchgesehen, denn da war noch so ein Milchling, den ich aber wegen reichlich anderen interessanteren Sachen nicht weiter gewürdigt habe.


    Fundort Wiesbaden, Parkanlage mit alten Eichen, thermophiles und augenscheinlich basisches/kalkhaltiges Habitat. Milch nach wenigen Augenblicken ordentlich scharf.


    Wenn ich mal im Parey durchblättere, würde ich den bei Sektion Zonarii ansiedeln und von der dort vorhandenen Auswahl gefällt mir (v.a. wegen Habitat und Lamellenfarbe) der Queraderiger Milchling am besten. Leider nur die vier Fotos, kann man damit zu einer halbwegs zuverlässigen Bestimmung kommen bzw. gibt es Korrekturvorschläge für den vorläufigen Arbeitstitel?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Jürgen!


    Danke für deine Ausführungen. Ja 200 Meter hangabwärts Richtung Wörth auf der linken Seite, wo wir uns das letzte Mal gesehen haben. Überalterte Fruchtkörper können einen ganz schön an der Nase herumführen ...


    Gruß,


    Frank

    Hallo Oehrling,


    dass alte WuBi´s nicht mehr bitter schmecken, war mir unbekannt. Wenn dann noch die Blauverfärbung vom Schnittbild so ist wie bei Gminder/Karasch (unter der Huthaut nicht blauend, aber oberhalb vom Röhrenboden sowie im oberen Stielrandbereich) beschrieben, lag halt die Hoffnung nahe, einen Silberröhrling gefunden zu haben. Gminder/Karasch schreiben auch, dass die WuBi´s gleichmäßig blauen - und genau das macht mein Exemplar gerade nicht.


    Ob auch das dem fortgeschrittenen Alter geschuldet ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Die zuverlässige Bestimmung von so alten Schlappen ist sicherlich schwierig, zumal ich Silberröhrlinge noch nie in Natura gesehen habe.


    Fundort war wie gesagt die Kante an einem geschotterten Waldweg (etwas rechts von der Bildmitte) in der Nähe von einer alten Eiche sowie jungen Buchen in 63939 Wörth am Main, Weinbauklima bayrischer Untermain. Da war auch nur dieses Einzelexemplar.


    Wenn sowohl du als auch Matthias bezweifelt, dass es sich um einen Silberröhrling handelt, wird das wohl so sein. Wenn man nicht durch Sporenmessung oder anderweitig (chemische Tests) das überprüfen kann, sehe ich keine Überprüfungsmöglichkeit.

    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!


    Seit dem rosahütigen WuBi



    schaue ich mir die Exemplare genauer an. Heute auf dem Rückweg von der Sammeltour hat meine Frau aus dem Augenwinkel einen großen hellhütigen Boleten an der Böschungskante von einem Feldweg entdeckt, den ich zunächst als WuBi eingeschätzt hatte.


    Nach der Entnahme ist mir die für einen WuBi in diesem Reifegrad etwas helle und nicht rissige Hutoberfläche aufgefallen. Die nächste Unregelmäßigkeit war das Verfärbungsmuster des Hutes, nur direkt oberhalb vom Röhrenboden blauend, aber nicht im restlichen Hutfleisch.


    Schließlich ist die Geschmacksprobe, die mich angesichts des Zustandes vom Fruchtkörper etwas Überwindung gekostet hat, völlig mild ausgefallen. Jetzt keimt die Hoffnung, dass ich endlich B. fechtneri gefunden habe. Bislang hatte ich noch kein völlig mild schmeckendes Exemplar von C. radicans, sowas soll es aber auch geben.


    Also, top oder flop?


    Beste Grüße,


    Frank


    Danke für das Feedback! Gerne mache ich ein Exsikkat, möchte dich aber nicht überstrapazieren. Schließlich muss ich dir die nächsten Tage noch ein Stückchen vom Eichhasen Sklerotium vorbei bringen ...


    Beste Grüße,


    Frank

    Die Eichhasen sind in den vergangenen Tagen ordentlich gewachsen, von Tennisballgröße zur Handballgröße, und jetzt ist Erntezeit. Bestimmt würden die noch weiter wachsen, aber die Würmer sind schon im Strunk und fressen sich nach oben. Es ist auch schon Sporenabwurf sichtbar, siehe Foto rechts unten.


    Schade, dass man diese Art bis heute nicht vernünftig züchten kann.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo zusammen!


    Trotz Hitzewelle und Trockenheit seit fast zwei Wochen konnte ich heute erneut Pilze in erstaunlich gutem Zustand sichten. Die drei Scheidenstreiflinge wurden von meiner Schwiegermutter entdeckt und wegen der blassgrauen Hutfarbe und den Velumresten zunächst für Fransige Wulstlinge gehalten.


    Da es im Moment ja nicht so viel Auswahl gibt, nimmt man halt mit, was die Natur gerade im Angebot hat.


    Fundort direkt neben einem geschotterten Waldweg, Eiche, Buche und Kiefer kommen als Mykorrhiza-Partner in Betracht. Wenn ich Gminder/Karasch durchblättere, gefällt mir der graue bzw. ockergraue Scheidenstreifling noch am besten. Allerdings wird dort auch betont, dass es sich teilweise um Aggregate handelt und die genaue Artbestimmung schwierig ist.


    Kann man das mit dem nachstehenden Bildmaterial irgendwie eingrenzen oder bleibt es ohne Mikroskop beim s.l. ?


    Beste Grüße,


    Frank


    Ja ich bin auch noch nicht überzeugt davon, dass das C. kluzakii ist. In einem dänischen Pilzforum/Datenbank habe ich einen bestätigten Fundnachweis dieser Art gesehen, der wurde von Prof. Balint Dima in Budapest sequenziert. Den habe ich heute angeschrieben und um seine Meinung gebeten.


    Es gibt ja Mykoparasiten, hatte ich Anfang August sogar einen Fund hier eingestellt. Aber in Rosa? Vielleicht nur eine Laune der Natur, ein einzelnes Gen mutiert?


    Schupfnudel hatte ja schon darauf hingewiesen, dass das wohl sehr selten vorkommen kann. Wenn man aber umgekehrt auch einen C. kluzakii ohne Rosatöne haben kann, dann frage ich mich, wie man das überhaupt zuverlässig abgrenzen will.


    Gruß,


    Frank

    Ja aber Hannes2 hatte so ein Exemplar mit deutlichem Rosaton, was sich bei der Sequenzierung als normaler WuBi herausgestellt hat. Auch Werner Edelmann hatte vor langer Zeit sowas im Urlaub gefunden, vor der Artabtrennung von C. kluzakii, und deshalb wohl nicht weiter verfolgt.


    Jedenfalls habe ich das Exemplar in den Trockner gelegt, das wird wohl auch nach Spanien reisen. Wird teuer dieses Jahr, die Hauptsaison hat noch nicht begonnen und das ist schon Nummer vier ....


    Beste Grüße,


    Frank


    P.S. Hast du den "T. umbonatum" schon angeschaut?

    Hat die App auch davor gewarnt den Pilz zu verzehren, weil er augenscheinlich nicht mehr in einem brauchbaren Zustand ist?


    Siehe Übergang Stiel/Hut und die Dellen und Farbveränderungen auf der Oberseite.


    Beste Grüße,


    Frank