Und der Gelbe Raufuß hat dieses Jahr in Stückzahlen fruktifiziert! Ich habe diese Jahr mehr Exemplare gefunden als in den vergangenen 30 Jahren zusammen.
Gruß,
Frank
Und der Gelbe Raufuß hat dieses Jahr in Stückzahlen fruktifiziert! Ich habe diese Jahr mehr Exemplare gefunden als in den vergangenen 30 Jahren zusammen.
Gruß,
Frank
Hallo!
Diese beiden Exemplare habe ich gestern im Eichen-Buchen-Mischwald gefunden. Der erste ist ein Stielporling, aber welcher? Kastanienbrauner Stielporling oder Schwarzfußstielporling? Angenehm würziger Geruch, Hutduchmesser knapp 10 cm, in der Nähe der Stammbasis einer jungen abgestorbenen Buche gefunden.
Kopfzerbrechen bereitet mir der Riesenrötlings-Doppelgänger. Zuerst dachte ich an einen Riesen-Rötling, den ich im gleichen Habitat (Eichen-Buchen-Mischwald) vor ein paar Wochen in Stückzahlen gefunden hatte. Dieses Exemplar ist aber kein Riesen-Rötling, denn es fehlen die gelben Lamellen und der Geruch ist komplett anders, richtig muffig, nicht mehlartig-süßlich. Auch das deutliche Gilben ist auffällig, welches sich über Nacht bei der Lagerung im Freien auf meiner Terrasse gebildet hat.
Freundliche Grüße,
Frank
Einzelverkostung Wald-Schneckling Hygrophorus nemoreus
Diese Art steht (noch) nicht in der gemeinsamen küchenmykologischen Liste, daher habe ich heute die Gelegenheit genutzt. Entnommen war das Einzelexemplar sowieso und weil es auch madenfrei war, durfte es in der Bratpfanne in Sonnenblumenöl schwitzen. Lediglich eine Brise Salz als Gewürz, sonst nichts.
Unverletzt ist der Pilz praktisch geruchlos, gewürfelt für die Pfanne ist aber ein schwacher mehlartig-süßlicher angenehmer Duft feststellbar. Dieser hat sich auch - ganz dezent - nach dem Durchbraten gehalten. Angenehm im Biss, keineswegs schleimig-schnecklingsartig.
Wenn der Pilz nicht selten wäre, dürfte er bei mir regelmäßig in der Bratpfanne Mischpilzgerichte bereichern. Besser als der Durchschnitt, aber nicht erste Liga. Ich schwanke zwischen 7 und 8 von 10 möglichen Punkten.
Beste Grüße,
Frank
Hat irgendjemand mitbekommen, was die Endergebnisse waren?
Leider nein.
Der Threadstarter ist nicht mehr bei der Vergiftungs-Infozentrale tätig. Ich habe die VIZ vor einigen Wochen angeschrieben und um Mitteilung gebeten, ob Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit besteht. Hintergrund war das Massenvorkommen an recht seltenen Riesen-Rötlingen im Hochsommer, die Toxine sollen noch nicht abschließend erforscht sein.
Leider habe ich keinerlei Antwort bekommen ![]()
Beste Grüße,
Frank
Hallo Jan!
Danke für die Info. Es bleibt aber trotzdem ein grober Fehler, den die Autoren (nicht PubMed) da gemacht haben. Beim Eingangspost von Clavaria hat der dort gezeigte Pilze immerhin noch eine entfernte Ähnlichkeit mit A. phalloides.
Wie man allerdings einen Korallenpilz mit dem in der Publikation veröffentlichten Exemplar verwechseln kann, erschließt sich mir nicht so ganz ...
Beste Grüße,
Frank
Hallo Clavaria!
Von der "yellow press" ist man sowas schon fast gewohnt. Bedenklich finde ich, wenn sich solche Fehler in wissenschaftliche Artikel einschleichen und auf offiziellen Webseiten publiziert werden. Schau dir mal die "Ramaria rufescens" vom "National Library of Medicine" an, das ist eine Webseite der U.S. Regierung:
Beste Grüße,
Frank
Hallo Tilo!
Der Geschmack ist so eine Sache, genauso wie der Geruch. So wie es farbenblinde Menschen gibt, können manche Menschen den bitteren Geschmack nicht wahrnehmen. Hinzu kommt, dass es auch vereinzelt mild schmeckende Gallenröhrlinge gibt:
Aber mit dem gut sichtbaren braunen Stielnetz und den schmutzig rosa Röhren, die auf Druck etwas dunkler werden, ist die Sache auch ohne Geschmacksprobe klar. Bei ganz jungen Fruchtkörpern kann das schon schwieriger sein.
Beste Grüße,
Frank
Keinen blassen, warum um das schweinsohr so ein kulinarischer hype tobt.
Hallo Oehrling!
Da kann ich mich noch gut erinnern, dass die Pilzbücher zu meiner Jugendzeit (so Anfang der 1980er Jahre) das Schweinsohr als erstklassigen Speisepilz gelobt hatten, welches viel mehr Beachtung finden sollte.
Ich meine, das in "Pilzsammlers Kochbuch" von Rose Marie Dähncke gelesen zu haben, das war ein quadratisches Buch mit rotem Einband. Auch in anderen Büchern hatte ich das sinngemäß gelesen.
In neueren Pilzbüchern sieht das freilich ganz anders aus. Hat man doch mittlerweile erkannt, dass es sich um eine stark rückläufige und schützenswerte Art handelt.
Unabhängig davon kann man natürlich über Geschmack trefflich streiten. Dähncke lobt auch den Reifpilz als "erstklassigen Aromapilz". Vor einigen Jahren hatte ich mal ein paar Exemplare pur zubereitet, das hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Andy! Vielen Dank für die Info, Volltreffer! Ich wollte noch nachtragen, dass die Nr. 3 einen schwach säuerlichen Geruch hat und der Geschmack zunächst schwach säuerlich-unangenehm ist , aber sehr bald deutlich scharf. Aber du hast ihn ja auch ohne diese Information erkannt.
Beste Grüße,
Frank
Hallo zusammen,
hier meine heutige Kollektion an interessanten Arten im Eichen- Buchen-Wald auf Lösslehm:
Diese Exemplare würde ich gerne Wald-Schnecklinge nennen, passt das?
2.) Diese markanten Holzbewohner mit schokoladebraunem Hut sollten Filzige Zählinge sein. Ist jedenfalls ein Erstfund für mich und allzu häufig soll die Art nicht sein. Gibt es Verwechslungsmöglichkeiten ?
3.) Hier stehe ich völlig auf dem Schlauch. Markant sind die schon bei jungen Fruchtkörpern auffallend ockergelben Lamellen , die nur bei vollreifen Fruchtkörpern etwas mehr graubräunlich werden:
Beste Grüße,
Frank
Habe gerade nach A. vittadinii gegoogelt, die soll sich mit PHENOL erst violett und dann schokoladenbraun verfärben. Das sollte sich also recht schnell und einfach klären lassen, ob es eine solche Rarität ist.
Gruß,
Frank
Zum Beispiel der Gold-Täubling soll ja ganz unverwechselbar sein. Wenn ich mir dann aber Bilder von Heringstäublingen in all ihren Variationen ansehe, finde ich die optische Unterscheidung nicht mehr einfach. Gibt's denn Tipps von eurer Seite wie ich mit dem Thema am besten starte? Was macht Gold Täubling oder auch den Orangeroten Graustiel Täubling so einzigartig
Hallo sigisagi!
"Ganz unverwechselbar" halte ich für ein Gerücht. Der Gold-Täubing hat als Alleinstellungsmerkmal chromgelbe bis goldgelbe LamellenSCHNEIDEN. Und genau da liegt der Hund begraben, denn es gibt orangerote Täublinge mit gelblichen Lamellen, nicht nur Lamellenschneiden. Da muss man schon sehr genau hinschauen, zumal das bei jungen Exemplaren nicht so ausgeprägt sein muss.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass der Gold-Täubling recht selten und schützenswert ist. Für die Bratpfanne gibt es genug anderes Material.
Beste Grüße,
Frank
dass man den ersten Fehler oft schon bei der Entnahme der Fruchtkörper macht. Bei der Bestimmung ist oft z.B. die Farbe des Velums sehr wichtig und wenn man nicht aufpasst, macht man sich einige Bestimmungsmerkmale schon durch Begrabschen kaputt.
Das muss ich leider bestätigen! Am besten macht man die Ausnahmen vor Ort, weil alleine beim vorsichtigen Transport nach Hause schon die feinen Details verloren gehen können. Wenn der Fruchtkörper wenige Stunden herum liegt, sieht er schon anders aus - und sei es nur durch geringen Trocknungsschwund.
Dumm halt nur, wenn - wie gestern - der Fund am Abend erfolgt und sich dann noch Gewitterwolken vor die bereits tief stehende Abendsonne schieben. Entweder hat man dann lange Belichtungszeiten oder man arbeitet mit Blitzlicht - beides nicht optimal.
Gruß,
Frank
Nee, leider nicht. Ich habe gerade ein Hütchen zwischen den Fingern zermatscht, aber da war nix markantes festzustellen. Die Farbzeichnung an der Stielbasis wird wohl nicht ausreichen, um das große Feld der Kandidaten etwas einzuengen.
Wie schon gesagt, muss ich bei Cortinarien halt "kleine Brötchen backen".
Wenn ich mal Rentner bin, werde ich mir ein Mikroskop kaufen. Derzeit muss ich mich mit makroskopischen und chemischen Bestimmungshilfen zufrieden geben. Gerade bei den chemischen Bestimmungshilfen sehe ich Entwicklungspotenzial. Ich könnte mir vorstellen, dass da längst noch nicht alles bekannt ist.
Beste Grüße,
Frank
Hallo zusammen,
gestern war ich im Eichen-Hainbuchenwald auf basischem Boden unterwegs und bin über diese drei Exemplare gestolpert. Entdeckt habe ich sie zufällig, als ich mir eine Entoloma näher anschauen wollte. Mit den dunklen Farben und der geringen Größe (Hutdurchmesser wie eine zwei-Euro-Münze) wäre sie mir sonst sicherlich entgangen.
Eigentlich dachte ich, dass eine so kleine und dunkel gefärbte Cortinarie auch ohne Mikroskop bestimmbar sein sollte. Wikipedia schreibt allerdings, dass es sich bei den Telamonien um eine sehr artenreiche Untergattung mit oft schwer unterscheidbaren und zumeist düster bräunlichen Hüten handelt.
Also bin ich schon zufrieden, wenn es sich bei den drei Exemplaren tatsächlich um Gürtelfüße handelt und ich wenigstens die Untergattung richtig erkannt habe.
Beste Grüße,
Frank
Täter dingfest gemacht!
Das Merkblatt mit dem Tipp "Drahthaken" war ein Volltreffer. Im ersten Anlauf konnte ich das mutmaßliche Blausieb heraus ziehen, weil ich mit der Schwerkraft nur senkrecht nach unten ziehen musste.
Der Gang war übrigens an die 20 Zentimeter lang!
Zwischenzeitlich habe ich auch Kontakt mit einer Expertin für zoologische Diagnostik beim Regierungspräsidium Gießen aufgenommen und werde das Bildmaterial und ggfs. auch die mutmaßliche Blausieb-Larve zur Untersuchung dort vorlegen.
Soll ich euch mal was sagen?
IHR SEID SPITZE HIER IM FORUM ![]()
DANKE !
Beste Grüße,
Frank
Hallo und ganz vielen Dank für die zahlreichen Hinweise! Ich werde jetzt nochmal hinfahren und versuchen, mit einem Drahthaken nach evtl. noch vorhandenen Krabbeltierchen zu "angeln".
Gruß,
Frank
Hallo!
Hier im Forum gibt es nicht nur viele Pilzexperten, sondern auch einige "Krabbeltierexperten" (nicht böse gemeint, mir fällt keine bessere Umschreibung ein).
Letzte Woche habe ich bei einer Inspektion meiner Nuss- und Streuobstplantagen ca. 20 - 30 cm oberhalb von der Stammbasis meines schönen Quittenbaum ein großes hineingefrästes Loch entdeckt. Irgendein Schadorganismus (" Krabbeltier", Raupe, Käfer oder was auch immer) hat sich augenscheinlich nicht nur unter die Rinde, sondern bis ins Stamminnere hingefressen und meinen Baum zerstört.
Anfragen bei verschiedenen Baumschulen blieben ergebnislos, sogar die Spezialisten vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen konnten den Verursacher nicht identifizieren.
Jetzt bin ich nicht nur ratlos, sondern auch noch ziemlich beunruhigt. Alleine die Option, dass es sich um einen invasiven gebietsfremden Schadorganismus mit hoher Reproduktionsrate und ohne natürliche Fressfeinde handeln könnte (Stichwort Buchsbaumzünsler und Konsorten ...
), lässt mir keine Ruhe.
Ich habe in meine Nuss- und Streuobstplantagen Hunderte von Arbeitsstunden und Tausende von Euro investiert, da kann ich sowas absolut nicht gebrauchen.
und wer sich mit derlei Tierchen noch auskennt, sachdienliche Hinweise sind dingend erbeten!
Freundliche Grüße,
Frank
Hallo Jörg!
Das erste Mal wurde der als "komischer Semmelstoppel" von meiner Schwiegermutter angesprochen. Fundort jeweils mehrjährig abgelagertes Buchenholz, in aufgeräumten Wäldern oder Parks wird das schwierig.
Gruß,
Frank
Über weitere Fotos, wenn die in wenigen Tagen geschlüpft sind, würde ich mich freuen.
LG Michael
Hallo Michael!
Im sonnenverwöhnten Mainfranken waren die Tintenfische etwas schneller und schon vorgestern geschlüpft.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Visconti!
Den Eichhasen kann ich dir bestätigen. Bevor du dir über leckere Rezepte Gedanken machst, solltest du erstmal einige Hütchen abschneiden und nach unerwünschter Fleischbeilage schauen. Dieses Jahr hatte ich rund ein Dutzend Eichhasen und die meisten waren nicht mehr brauchbar.
Die Würmer kriechen von der Stielbasis hoch. Wenn die schon an den oberen Hütchen angekommen sind, wird es eine seeehr aufwändige Putzarbeit.
Gruß
Frank
Hallo!
Heute war ich auf dem "Esskastanien-Lehrpfad" in 63911 Klingenberg am Main unterwegs und konnte erstmals das Europäische Goldblatt Phylloporus pelletieri dingfest machen. Bislang hatten sich unsere Wege noch nicht gekreuzt oder, was angesichts der oberflächlichen Verwechslungsgefahr nahe liegt, ich habe diese Art nicht erkannt. Arrogant wie ich bin, bücke ich mich längst nicht mehr für jeden vermeintlichen Filzröhrling ...
924 Datensätze sind hierzu in der DGfM Datenbank gespeichert, sooo selten ist dieser Pilz also nicht. Zukünftig werde ich dann doch mehr Kniebeugen bei meinen Spaziergängen machen.
Beste Grüße,
Frank
