Doch, der hat einen Geruch! Etwas süßlich, aber auch chemisch - eine etwas unangenehme Komponente ist dabei. Nicht so angenehm-fruchtig wie z.B. Graue Leistlinge.
Gruß,
Frank
Doch, der hat einen Geruch! Etwas süßlich, aber auch chemisch - eine etwas unangenehme Komponente ist dabei. Nicht so angenehm-fruchtig wie z.B. Graue Leistlinge.
Gruß,
Frank
Guten Abend allerseits,
auch wenn der Sammelkorb längst nicht mehr so gut gefüllt ist wie vor einem Monat, kann man trotzdem noch ein paar schöne Sachen finden.
Diese beiden Exemplare habe ich direkt nebeneinander wachsend unter einer sehr alten Buche im Eichen-Buchen-Mischwald auf lehmigen Boden gefunden. Der pH-Wert dürfte eher im basischen Bereich liegen, durch Basalt geschotterten Waldweg in nur einem Meter Entfernung von den beiden Fruchtkörpern zusätzlich angehoben. Fundort bayrischer Untermain, Weinbauklima, 190 Meter über NN.
Da keine Nadelbäume in der näheren Umgebung waren, würde ich das gerne unter H. poetarum verbuchen. Der Fruchtkörper hat einen süßlich-fruchtigen Geruch, aber mit einer deutlich chemisch-unangenehmen Komponente. Dann noch der trockene Hut, Lamellenansatz und die Farbgebung - passt das oder gibt es Korrekturvorschläge?
Beste Grüße,
Frank
Danke für die ausführliche Erklärung. Die Dermocybe habe ich erst etwas später fotografiert, nicht direkt am Fundort. Mittlerweile habe ich die Exemplare herbarisiert. Kann man am Exsikkat die KOH-Probe noch durchführen?
Gruß,
Frank
Alles anzeigenHallo, ich hoffe ihr hattes ein schönes Wochenende bisher!
Meins hat heute eine Waldrunde im Odenwald (viel Buche, etwas Kiefer, Eiche) glücklich gemacht.
Unter anderem wegen folgender Hübschließ, zu denen ich eure Hilfe brauche :
Ich hoffte erst an meinen Erstfund junger Totentrompeten, da sie die passende Farbe und nen Trichter haben, aber sie haben meiner Einschätzung nach Leisten - die aber heller sind als der Rest - also graue Pfifferlinge? (kannte ich noch nicht, stehen als Verwechslungpartner im Buch). Kaum Geruch.
Hallo!
Also mit dem Geruch habe ich andere Erfahrungen gemacht, meine Kollektionen hatten einen herrlich fruchtig-angenehmen Duft verströmt. Das ist natürlich auch witterungsabhängig (Temperatur, Feuchtigkeit), kann mit dem Reifegrad/Alter der Fruchtkörper zusammen hängen oder auch eine individuelle Wahrnehmungssache sein.
Gruß,
Frank
Danke für das Feedback. Der Dickstacheliger Schwammporling ist ja ein Meister der Täuschung, sieht aus wie ein Stacheling, ist aber ein Porling.
Das erscheint mir durchaus plausibel.
Gruß,
Frank
Hallo zusammen,
diese kleinen Fruchtkörper habe ich vergangene Woche an einem liegenden Laubholzstamm gefunden. Fundort Würzburg-Kist, Lehmboden auf Muschelkalk, also eher basische Bodenverhältnisse und Weinbauklima.
Ich dachte an den Dornigen Stachelbart, denn was anderes mit diesem Habitus kenne ich nicht. Zu kurz gedacht, denn es gibt soooo viel mehr Arten, die man überhaupt nicht auf dem Schirm hat und von denen man noch nie etwas gehört, geschweige denn diese bislang in Natura gesehen hat.
Also, was ist das bitte für eine Art?
Gruß,
Frank
Danke für das Feedback. Ausschließen tu´ ich gar nix, habe mich bei der näheren Auswahl von den Farben der Ludwig-Zeichnungen leiten lassen, und da passt die Hut- und Stielfarbe m.E. besser. Der safranblättrige Hautkopf hat auf den Zeichnungen einen orangebräunlichen Einschlag, den ich bei meiner Kollektion so nicht sehe.
Allerdings sind die sehr variabel und ich kenne die Bandbreite der Art nicht aus eigener Anschauung, deshalb hatte ich meine Kollektion eingestellt und um Feedback gebeten.
Gruß,
Frank
Hallo Stefan,
im Gminder/Karasch sind "nur" ca. 1500 Arten drin, also ein Bruchteil der tatsächlich hierzulande vorkommenden Arten. Rein makroskopisch kommt man wohl nicht weiter, wenn nicht Uwe Cortinarius oder Wolfgang P. eine zündende Idee haben.
Gruß,
Frank
Guten Abend allerseits,
die Pilzsaison nähert sich langsam aber sicher dem Ende für dieses Jahr. Gleichwohl konnte ich heute noch ein paar schöne Funde einsacken, die ich präsentieren möchte. Dabei sind auch ein paar Arten, die sonst eher zu Beginn der Hauptsaison auftauchen, dieses Jahr aber erst sehr spät "in die Puschen" gekommen sind. Die Amaniten Grüner Knollenblätterpilz und Pantherpilz finde ich bei ausreichender Regenmenge regelmäßig schon im August. Dieses Jahr wollten die nicht, obwohl es für die Dickröhrlinge regentechnisch ausgereicht hat, denn da konnte ich Ende Juli und Anfang August reiche Ernte einfahren. Hier ein frisches Pärchen Grüne Knollenblätterpilze:
Gleiches gilt für den Pantherpilz, eine zweistellige Stückzahl ist mir heute begegnet, diese beiden Exemplare mit mustergültiger Stielbasis habe ich abgelichtet:
Etwas selteneres habe ich auch gefunden, nämlich Rostrote Lärchenröhrlinge Suillus tridentinus. Auf dem Foto kommen die schön orangefarbenen Röhrenmündungen leider nicht so gut rüber, es war schon später Nachmittag und eine dicke Wolkendecke sowie immer noch Laub an den Bäumen haben für schwierige Lichtverhältnisse gesorgt:
Ein weiterer Fund, über den ich mich gefreut habe, waren diese Krause Kraterellen. Das ist zwar keine Rarität, aber so oft begegne ich dieser Art in den von mir besuchten Habitaten nicht:
Dieser "Erd-Ritterling" s.l. war mir wegen seiner Fehlentwicklung gleich mehrere Fotos wert. Ja, sowas (und noch viel skurrilere Formen) kommt immer wieder mal vor, interessant anzuschauen finde ich sowas aber trotzdem:
Außerdem sind diese Exemplare als Anschauung / Vergleich zum Faserhütiger Tiger-Ritterling Tricholoma filamentosum geeignet, denn beim flüchtigen Drüberschauen kann man diese Arten wegen der enormen Bandbreite der "Erd-Ritterlinge" s.l. durchaus verwechseln. Der Faserhütiger Tiger-Ritterling war mein Fund des Tages, das persönliche Highlight, welchen ich trocknen und herbarisieren werde.
Die Giftstoffe des Tiger-Ritterlings sind immer noch unbekannt!
Wir haben mittlerweile modernste analytische Untersuchungsmethoden (HPLC, ToF-GC/MS, NMR, IR usw.), aber das Geheimnis ist immer noch nicht gelüftet. Deshalb sammele ich die Fruchtkörper und stelle sie wissenschaftlichen Instituten und staatlichen Sammlungen zur Verfügung, damit irgendwann irgendjemand diese Nuss knackt. Allzu häufig ist der Faser-Tiger nicht, vielleicht wird er auch manchmal übersehen oder nicht erkannt. Auch ich musste meinen Blick schärfen, um die wenigen Fruchtkörper zwischen Dutzenden von "Erd-Ritterlingen" s.l. zu erkennen. Damit die Identifizierung leichter fällt, hier eine etwas längere Fotostrecke:
Beste Grüße,
Frank
Sorry für die Wiederholung, das hatte ich nicht gelesen.
Gruß,
Frank
Der Respekt vor der Natur und Schöpfung ist löblich und anerkennenswert, viele Menschen sind mit ihrem Verhalten genau am anderen Ende der Skala anzusiedeln.
Andererseits handelt es sich bei dem "Pilz" nur um Fruchtkörper, nicht den Organismus/Myzel selber. Die Fruchtkörper haben die Aufgabe, Sporen zu produzieren und zu verteilen. Wenn diese Aufgabe erfüllt ist, sind sie sowieso dem Untergang geweiht. Also ähnlich wie der Apfel am Apfelbaum.
Vor diesem Hintergrund könnte man durchaus die Entnahme von einzelnen vollreifen Fruchtkörpern aus dem Boden und Mitnahme/Transport als eine Hilfestellung für die Verbreitung dieser Art ansehen, denn vollreife Fruchtkörper geben ständig Sporen an die Umgebung ab. So hilfst du mit der Mitnahme einzelner Fruchtkörper evtl. sogar der Art bei der Verbreitung und der Etablierung von neuen Myzelien.
Nur mal so als kleiner Denkanstoß ...
Beste Grüße,
Frank
Hallo zusammen,
diese Hydnellum habe ich vorgestern im cladonio-pinetum Flechtenkiefernwald auf sehr sandigem Boden gefunden. Frisch sind die relativ geruchlos, eingetrocknet aber mit Maggi-ähnlichem Geruch. Gerade habe ich gegoogelt und festgestellt, dass eine Kostprobe für die Bestimmung hilfreich gewesen wäre. Funktioniert das auch mit bereits herbarisierten Fruchtkörpern? Irgendwie bin ich nicht so scharf drauf, diese Exemplare durchzukauen ...
Beste Grüße,
Frank
Hallo!
Diese schöne Dermocybe ist mir im reinen Kiefernwald auf sehr sandigem Boden begegnet. Cortinarien sind ja meistens problematisch, aber bei Dermocybe (ist doch eine, oder?) kann man hoffentlich den Kreis der Kandidaten so weit einengen, dass nicht allzu viele Arten übrig bleiben.
Geschmacksprobe habe ich mir verkniffen, Geruch war nicht besonders ausgeprägt/markant, eventuelle chemische Reaktionen könnte ich nachholen, falls das zielführend ist.
Wenn ich mal im Gminder/Karasch suche, finde ich im Dunstkreis von C. chrysolithus - Olivblättriger Sumpf-Hautkopf - gewisse optische Übereinstimmungen.
Korrekturen und Namensvorschläge sind willkommen.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Stephan,
dieses Exemplar habe ich auch im dänischen Pilzforum/Datenbank für Funde eingestellt. JHC hat sich die Bilder angeschaut und hält T. chrysophyllum für plausibel, möchte auch dieses Exemplar sequenzieren.
Letztes Jahr Anfang November konnte ich die Reste der "Fotostrecke" deiner Funde (gemeinsam mit Steffen Navajoa ) in Augenschein nehmen, dieses Jahr einen einzigen Fruchtkörper von T. joachimii finden (der befindet sich jetzt im Herbarium Marburgense der Uni Marburg).
Gemeinsam war diesen wenigen Exemplaren, die ich bislang persönlich in Augenschein nehmen konnte, ein fast boletenhafter Habitus mit ausgeprägt bauchigem Stiel. Auch JHC hält dieses Kriterium für bestimmungsrelevant in seiner Tricholoma-Monografie.
Es gibt in diesem Bereich (T. equestre s.l. und nahe verwandte Arten) noch viele ungeklärte Fragen und JHC möchte durch umfassende/globale Sammlungen und Sequenzierungen Licht ins Dunkel bringen, dabei bin ich gerne behilflich.
Gruß,
Frank
Hallo Ingo,
eine Pigmentstörung wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit, dann kann man ewig suchen und findet nix passendes in der Literatur. Zumal auch die Angaben nicht immer konsistent sind: R. nauseosa gibt es in allen möglichen Farbvarianten von fast reinweiß bis purpurbraun und nicht einmal die Angaben zum Geschmack sind eindeutig. Im Wikpedia-Artikel wird erst von "mild, aber wenig angenehm" geschrieben, später wird behauptet der Fleischgeschmack sei "ziemlich scharf" - was denn nun?
Ich hätte dieses Einzelexemplar im Kiefernwald stehen lassen sollen!
Ohne Mikroskop, Chemie, Literatur und genug Erfahrung wird das mit vielen Täublingen einfach nix ...
Gruß,
Frank
Hallo Andy,
danke für deinen Tipp. Von den Fotos her ja, aber als Habitat für diese Art werden eher basische Laubwälder angegeben, gefunden habe ich ihn im sandig-sauren Keifernwald. Ich lasse den Fruchtkörper noch eine Nacht liegen in der Hoffnung, dass es diesmal ein paar Sporen gibt.
Gruß,
Frank
Hallo allerseits,
gestern ist mir im sehr sandigen und nährstoffarmen Flechten-Kiefernwald dieses kleine Einzelexemplar mit knapp 5 cm Hutdurchmesser aufgefallen, was bei der Entnahme prompt am Stiel zerbrochen ist, ganz so wie es sich für Täublinge gehört.
Ein eigenartiger Geruch, etwas feucht-rutschige Hutmitte (leicht trichterförmig), ockergelbe Lamellen, fast reinweiße Huthaut (leicht rahmgelblich in der Hutmitte) und ein völlig milder Geschmack sind die Merkmale dieses Fruchtkörpers. Über Nacht hatte ich ihn zum Aussporen liegen lassen - Fehlanzeige! Die Huthaut ist jetzt auch ockergelblich nach 30 Stunden offenem Herumliegen bei Raumtemperatur.
Der Geschmack ist völlig mild, auch nach 15 - 20 Sekunden ist nix wahrnehmbar. Da finde ich in dieser Kombination nix passendes im Gminder/Karasch. Ist das ein irgendwie fehlentwickelter Fruchtkörper (Albino o.ä.) oder was ganz anderes?
Namensvorschläge dringend erbeten!
Beste Grüße,
Frank
Hallo allerseits,
nach mehrjähriger (Fruktifikations?)Pause konnte ich heute Gelbgrüne Kammporlinge finden. Da die Art nicht allzu häufig ist (jedenfalls nicht in meinen Sammelgebieten) habe ich eine kleine Fotostrecke aufgenommen. Fundort Mainfranken, Weinbaugebiet, ca. 320 Meter über NN in einem alten Eichen-Buchen-Mischwald nahe am basaltgeschotterten Waldweg.
Beste Grüße,
Frank
Eine weitere Stecknadel im Heuhaufen ist T. chrysophyllum, nach der ich suche. Wenn man in einem Habitat mit tausenden T. equestre unterwegs ist und die "Bandbreite" dieser Art berücksichtigt, ist das kein leichtes Unterfangen.
Dieses Exemplar mit braunschuppigem Hut und deutlich geschuppten Stiel wird herbarisiert und auch die Reise nach Kopenhagen antreten, damit der gesamte T. equestre s.l. Komplex irgendwann besser verstanden wird:
Hallo!
Hier mal ein paar Fotos von der Auffindesituation. Weil man sowas nicht so oft vor die Kamera bekommt, habe ich aus verschiedenen Winkeln / Lichtverhältnissen fotografiert.
Die Exemplare stecken alle ziemlich tief im Sand und sind sehr gut getarnt. Hinzu kommt, dass die Huthaut recht klebrig ist und selbst bei ausgiebigen Regengüssen - die hatten wir dort in der vergangenen Nacht - kaum etwas vom Sand abgewaschen wird. Ich hatte auf diesen Fruchtkörper sogar stilles Mineralwasser im Strahl auf den Hut geschüttet, aber der Sand ist kleben geblieben.
Abbürsten wollte ich nicht, um die Oberfläche nicht zu beschädigen.
Gruß,
Frank
Vielen Dank für das Feedback. Ich habe dreimal Sporenabruck gemacht, einmal einfach die Fruchtkörper auf einen Teller gelegt, zweimal auf Teller mit Haube drüber ("Käseglocke").
Die offene Variante hat ganz gut geklappt, während die beiden abgedeckten Versuche ziemlich daneben gegangen sind. Auf dem hellblauen Pappteller sieht man wenigstens etwas, während der weitere abgedeckte Versuch völlig in die Hose gegangen ist. Die Fruchtkörper waren zu feucht, dann die Wärme noch dazu - die Pilzmaden haben Party gefeiert und die Fruchtkörper mehr flüssig als fest.
Also das typische "Mykologenrosa" kenne ich deutlich dunkler, aber von Lepista hatte ich bislang keinen Abdruck gemacht. Passt das trotzdem zu Lepista? Die letzen beiden Aufnahmen habe ich Outdoor bei Tageslicht gemacht.
Gruß,
Frank
