Beiträge von frank2507

    Hallo!


    Nachdem sich letztes Jahr ein vermeintlicher Igel-Wulstling als profaner Grauer Wulstling entpuppt hatte



    konnte ich heute den lang ersehnten Fund endlich verbuchen. Gefunden habe ich das Exemplar in 63939 Wörth am Main unter einem Haselnuss-Strauch. An dieser Stelle habe ich in den letzten beiden Jahren Fransige Wulstlinge gefunden und das war auch der Grund, warum ich heute dort war. Statt leckerer Fransiger Wulstling gab es einen giftigen Igel-Wulstling, aber darüber habe ich mich trotzdem gefreut.



    Hier noch ein paar Aufnahmen zu Hause mit anderer Kamera und zur Absicherung die blassgrünlichen Lamellen im Schnittbild:




    Beste Grüße,


    Frank

    Danke dir für die Info. Nathan hat mir noch nicht geantwortet. Weißt du, ob er sich für sowas interessiert? Ich würde die Exemplare trocknen, falls das ohne Zersetzung möglich ist. Möchtest du dir das näher anschauen?

    Gruß,


    Frank

    Ja das ist schon ein ungewöhnliches Erscheinungsbild. Beigefügt noch Schnittbilder, die ich im Abstand von neun Stunden aufgenommen habe. An der Uni Hamburg gibt es einen Wissenschaftler, der sich auf Mykoparasiten spezialisiert hat. Den habe ich bereits angeschrieben, ob sowas von Interesse ist. Interessant ist auch der Geruch der Pilze, die an alte Seifenritterlinge erinnern.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hi!


    Das Erscheinungsbild des Befalls finde ich schon sehr markant, insbesondere die wie Baumharz aussehenden festen Tropfen und die Festigkeit des befallenen Fruchtkörpers insgesamt.


    Manche Befallsarten sind ja sehr markant wie z.B. beim Steinreizker oder Squamanita. Daher meine Frage, ob das auch so etwas in diese Richtung ist. Vielleicht kann thorben96 etwas erhellendes dazu beitragen?


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Heute war ich in Wiesbaden im alten Eichenwald (genauer gesagt Eichenpark) unterwegs. Neben einigen Filzröhrlingen habe ich zwei Pilze mit ungewöhnlichem Befall entdeckt. Die Fruchtkörper sind nicht matschig-weich, sondern richtig fest. Sowas habe ich noch nicht gesehen, was könnte das sein?


    Beste Grüße,


    Frank


    Suku ja wenn man so will, dann kann man natürlich keine 100%ige absolute Sicherheit haben. Neben dem von dir genannten Kahlen Krempling gibt es auch noch den Grünling als weiteres Beispiel und es würde mich nicht allzu sehr wundern, wenn in den nächsten Jahren noch ein paar weitere Arten dazu kommen.


    Ein bekannter Mykologe hat einmal sinngemäß gesagt:


    "Ein Speisepilz ist ein Giftpilz, dessen Giftigkeit noch nicht erkannt wurde."


    Jedenfalls ist A. strobiliformis in der aktuellen Positiv-Liste der DGfM aufgeführt und daher nach dem gegenwärtigen Stand unbedenklich, was ich gerne mit meinem Selbstversuch bestätigt habe ;)



    positivliste-speisepilze-20240121.pdf


    Beste Grüße,


    Frank

    Ja seitdem wärmeliebende Amanita´s sich hier breit machen, muss man doppelt vorsichtig sein. Vor zwei Jahren konnte ich die Bandbreite von A. franchetti erkennen und mir ist der Appetit auf Perlpilze etwas vergangen (sind sowieso Wurmmagnete).


    Nicht immer ist der untere gelbe Manschettenrand so schön sichtbar wie auf Jörg´s Kollektion und die gelben Velumflocken verblassen ganz schnell. Dann die von Schupfnudel angesprochenen rotbraunen Verfärbungen und schon ist die Verwirrung komplett. Nicht nur bei "Unkundige", wie Jörg meint, sondern auch bei Fortgeschrittenen!


    Ich erinnere mich an die "Perlpilz ohne Rot" Wette hier im Forum vor einigen Jahren.


    Gleiches gilt m.E. auch für die saubere Abtrennung zu anderen Amantia-Arten. Perlpilz, Grauer Wulstling, Rauer Wulstling und Igel-Wulstling können im Extremfall schon sehr ähnlich sein, insbesondere wenn man etwas atypische Exemplare hat.


    Zur Giftigkeit würde ich mich Schupfnudels Hypothese anschließen. Die Art ist definitiv in Ausbreitung begriffen und ich würde fast wetten, dass der Pilz schon mehr als einmal verwechselt und verspeist wurde.


    Teilweise wird sogar auf wissenschaftlichen und seriösen Webseiten behauptet, dass z.B. Fransiger Wulstling giftig sei. Da kann ich das Gegenteil aufgrund umfangreicher Selbsttests (so 20 - 30 Exemplare sind in den letzten Jahren durch meinen Verdauungstrakt gewandert) guten Gewissens behaupten:


    Amanita strobiliformis Gonn. & Rabenh.
    Amanita strobiliformis is a large, fleshy, white to grey-tinged Amanita with floccose, ± angular, mealy, white to greyish scales on the cap and stem, and…
    svampe.databasen.org


    Beste Grüße,


    Frank

    Servus Werner!


    Die Kollektion habe ich vorsorglich getrocknet, weil ich die Exemplare Prof. Hoffmeister anbieten wollte. Der hat mir mittlerweile geantwortet, dass das Projekt zwischenzeitlich beendet ist und deshalb kein Bedarf an dem Herbar besteht.


    Falls es zeitlich bei mir klappt, würde ich dieses Jahr wieder zu eurer Frischpilzausstellung nach München kommen und die Exemplare mitbringen. Einmal für eurer Vereinsherbar und auch als Anschauungsmaterial für die Besucher. Die Fruchtkörper haben sich nämlich beim Trocknen kaum verändert, so dass man die Merkmale dieser Art immer noch gut erkennt:


    Beste Grüße,


    Frank


    Hier noch ein interessanter Bericht über diese recht seltene Art. Es kann bestimmt nicht schaden, wenn ich die ohnehin geernteten Fruchtkörper herbarisiere. Vielleicht brauchen die in Jena demnächst Nachschub ....


    Ein Pilz geht neue Wege
    Internationales Forschungsteam analysiert Biosyntheseweg und entdeckt ein fähiges Enzym
    www.uni-jena.de

    Hi Andy,


    ja deshalb habe ich den hier eingestellt. Vor knapp zwei Jahren hatte ich den erstmals überhaupt gefunden, die Art scheint sich langsam aber beständig von Südwest-Deutschland kommend auszubreiten.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Heute habe ich Borstige Knäuelinge Lentinus strigosus gefunden. Fundort 63939 Wörth am Main, Weinbauklima , auf dickem Holzstamm am Straßenrand . Die Stämme liegen dort schon ein paar Jahre direkt an der Kante zur benachbarten Wiese.


    Vor einiger Zeit hatte ich den schon einmal in Wörth am Main gefunden , auf einem Stapel Holzstämme am Rand eines geschotterten Waldweges. Auch damals hatte ich den im Hochsommer ( Anfang August) gefunden, die scheinen eine wärmeliebende Art zu sein.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Dani!


    Der Rauchblättrige Schwefelkopf schmeckt mir ganz gut und der wächst auf jeden Fall auf Fichtenstubben. Ob es von dieser Art fertige Zuchtsets zu kaufen gibt, ist mir aber nicht bekannt. Du könntest natürlich auch im Spätherbst Fruchtkörper sammeln und auf die Stubben verteilen, aber da konkurrieren natürlich die Sporen unzähliger anderer Arten und man bekommt nicht unbedingt die gewünschte Art angesiedelt.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Zum Thema Reifpilz und Verwechslungsgefahr möchte ich auf meine Kollektion vom vergangenen Jahr hinweisen, die ich hier präsentiert hatte:


    Ja, ich komme aus dem Landkreis Gießen. Seit 2006 bin ich auch am bayrischen Untermain unterwegs. Ein drittes von mir seit Jahren bearbeitetes Sammelgebiet liegt zwischen Herborn und Dillenburg, da habe ich schon viele Raritäten gefunden.


    Gruß,


    Frank

    Hallo Thomas!


    Der Fransige Wulstling ist erst in jüngerer Zeit häufiger anzutreffen, zumindest in meinen Sammelgebieten in Mittelhessen und am bayrischen Untermain. In den typischen 08/15 Pilzbüchern für die Allgemeinheit wird er nicht unbedingt genannt, und meiner Meinung nach ist das auch keine Art, die man als Anfänger sammeln sollte. Vielleicht hast du ihn deshalb (noch) nicht präsentiert bekommen.


    Erstmals hatte ich den vor ca. 15 Jahren im botanischen Garten von Gießen entdeckt, vor einigen Jahren dann am bayrischen Untermain. Dort kenne ich alleine rund um Wörth am Main vier Standorte dieser Art. Die Art fruktifiziert gerne im Hochsommer und hat augenscheinlich keine Probleme mit hohen Temperaturen, ist also ein Gewinner des Klimawandels. Das scheint ähnlich gelangert zu sein wie beim Wurzelnden Bitterröhrling, der auch an Terrain gewinnt.


    Auch die Standorte scheinen ähnlich zu sein: Oft im urban beeinflussten Gebiet, unter Haselnuss im Vorgarten, am Straßenrand bei Mispel (!), am Rande einer Streuobstwiese sowie am geschotterten Waldweg habe ich ihn bislang gefunden, aber noch nicht einmal im geschlossenen Wald.


    Beste Grüße,


    Frank

    Knollenblätterpilz klingt immer so reißerisch. Amanita, oder wenn man unbedingt einen deutschen Namen will, Wulstling, trifft es genau. Dem Vernehmen nach soll er essbar sein, ich habe von Leuten gehört, die ihn ohne negative körperliche Folgen gegessen haben.

    FG

    Oehrling

    Hallo Oeherling!


    Der ist nicht nur essbar, sondern auch sehr wohlschmeckend. Er gehört nicht nur bei mir, sondern auch bei meiner Frau definitiv zu den top 10 der begehrtesten Speisepilze. Seit drei oder vier Jahren essen wir ihn, ohne negative Auswirkungen ;)


    Die Huthaut ziehe ich ab und der Stiel wird wie Spargel geschält. Das ganze wird dann etwa auf Kirschgröße gewürfelt und goldbraun in der Pfanne gebraten.


    Anzumerken ist noch die weitgehende Wurmfreiheit, ganz anders als z.B. beim verwandten Perlpilz, und das teilweise explosionsartige Wachstum gerne bei hohen Temperaturen.


    Beste Grüße,


    Frank

    Ja, der Habitus ist nicht so passend. Allerdings finde ich die gelblichen Lamellen (mit lachsrosa Hauch) sehr passend, sofern das nicht ein Trockenschaden ist. Bei dem Bildmaterial und dem "Frischegrad" der Fruchtkörper bleiben natürlich Fragezeichen ..


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Zu Nummer eins möchte ich mal den Riesenrötling ins Rennen werfen. Der von dir beschriebene Geruch passt, die Hutfarbe und besonders die Lamellenfarbe. Der Riesenrötling kann große Fruchtkörper bilden, es gibt jedoch auch durchaus kleine Exemplare:



    Allerdings habe ich meine Funde bisher alle im Eichen-Hainbuchen-Mischwald (gerne auf grasigen lichten Stellen) gefunden. Könnte es sein, dass da irgendwo im Umkreis von Fundort Laubbäume waren? Laut Wikipedia braucht er Laubbäume als Mykorrhiza-Partner:



    Was besseres fällt mir gerade nicht ein, die anderen kleinen Rötlinge kenne ich nicht aus eigener Anschauung.


    Gruß,


    Frank

    Hallo Schupfi!


    Das hatte ich letztes Jahr bei Satansröhrlingen in Wiesbaden gesehen:



    Damals wurden die gleichen Vermutungen geäußert, ohne eine definitive Antwort.


    Gruß,


    Frank

    Danke dir Stefan für das Feedback. Der Hutbehang ist in der Tat sehr flüchtig, gleiches gilt für den flockig-kleiigen Belag auf der Hutoberfläche vom schneeweißen Tintling. Mit der geringsten Berührung gehen die Merkmale verloren, obwohl ich die Exemplare sehr vorsichtig gehandhabt habe.


    Dazu kommt noch das schnelle Vertrocknen vom dünnen Hutrand. Sobald man die Exemplare entnommen hat, läuft der Countdown für aussagekräftige Fotos...


    Beste Grüße,


    Frank