Beiträge von frank2507

    Hallo!


    Derzeit bin ich unterwegs, habe aber kurz bevor ich losgefahren bin noch einen Längsschnitt gemacht. Das Fleisch in der Wurzelspitze ganz unten war schwach pink-orange, sofort und nicht erst nach ein paar Sekunden oder gar Minuten.


    Eine Hälfte habe ich gerade einem Spezialisten der Uni Marburg gegeben, der will sich den Fund bei Gelegenheit näher anschauen. Aus dem Bauch heraus hält er einen Seifenritterling für möglich, er sagte auch sinngemäß, dass es da "verschiedene" gäbe. Während der Fahrtdauer von eineinhalb Stunden hat sich die Schnittfläche schwach pinkorange verfärbt.


    Dem habe ich auch die Hälfte von meinem "kolossalen" Fund gebracht, weil er vor langer langer Zeit schonmal T. colossus gefunden hatte.


    Vielleicht kann man das so lösen, ohne unnötig Geld auszugeben.


    Gruß,


    Frank

    Hallo Beli!


    Vielen Dank für die Fotos. Die Wurzelform wäre schon eher passend, aber der Stiel von meinem Exemplar ist doch ansonsten sehr kurz und gedrungen und auch deutlich splissig-geschuppt.


    Mikroskopie wäre eine Möglichkeit, Pablo Alvarado die andere. Ich habe noch ein paar andere Funde in der Pipeline bei Pablo und es kommt schon wieder Nachschub. Das wird teuer dieses Jahr *stöhn*


    Beste Grüße,


    Frank

    Danke für das Feedback. Ja, aber .....


    Eine solche Lamellenstruktur habe ich bei T. saponaceum noch nie gesehen, und ich hatte schon einige Exemplare in den Händen. Dann der Stiel, so grobschuppig aufspleißend und so spitz und tief wurzelnd? Kein Geruch wahrnehmbar, weder seifig-waschküchenartig noch mehlartig. Tricholomella soll stark mehlartig riechen und "crowded lamellae" haben, das ist bei einem Fund gerade nicht der Fall.


    Ich bin wirklich ratlos, da passt nix zusammen.


    Gruß,


    Frank

    Hallo allerseits,


    dieses Einzelexemplar habe ich gestern auf einem sehr nährstoffarmen Sandboden im reinen Kiefernwald (Cladonio-Pinetum) gefunden. Asche auf mein Haupt, nicht einmal die Gattung erkenne ich - Laie halt :(


    Wer kann mir auf die Sprünge helfen? Kein besonderer Geruch feststellbar, auch nicht heute, nachdem ich nun leichte Rötungen feststellen kann. Deshalb glaube ich mit diesem Gesamthabitus, der sehr zugespitzten Stielbasis und dem sparrig-grobschuppigen Stiel auch nicht an einen schnöden Seifenritterling. Auch die Lamellenstruktur spricht dagegen, das ist was besseres - hoffe ich zumindest.


    Namensvorschläge dringend erbeten!


    Beste Grüße,


    Frank






    ... habe ich da wohl im reinen Kiefernwald auf Sandboden gemacht. Glaube/hoffe ich zumindest, denn die Stielstruktur und das Gesamterscheinungsbild sprechen meiner Meinung nach dafür. Hutdurchmesser ca. 17 cm, kein Geruch wahrnehmbar.


    Wer hat schon Erfahrung mit dieser Art und kann was dazu sagen?


    Oder, etwas niedrigschwelliger formuliert, wer kann mir allgemein etwas zu T. colossus sagen? Gibt es chemische Reagenzien oder andere Testmöglichkeiten, um diese Art eindeutig zu identifizieren?


    Gruß,


    Frank


    Hallo zusammen,


    dieses kapitale Exemplar habe ich gestern in einem reinen Kiefernwald auf sehr sandigem Boden gefunden. Da ich gestern erst um 23 Uhr von der Sammeltour zurück gekommen bin, konnte ich mich mit meinen ganzen Funden noch gar nicht beschäftigen, möchte die aber schonmal vorab präsentieren. Schnittbilder und evt. erforderliche weitere Tests werde ich nachliefern.


    Gruß,


    Frank


    Hallo zusammen und vielen Dank für das Feedback! Beigefügt ein paar Fotos von den Exemplaren, die ich regengeschützt im Freien aufbewahrt habe und die besseren Exemplare, die die Nacht im Trockner verbracht haben.

    Bei den Exemplaren im Dörrex hat sich von der Farbe und auch von der Erkennbarkeit relativ wenig verändert, wie ich finde. Manch andere Art erkennt man nach dem Trockenvorgang nicht einmal ansatzweise.


    Und ich habe nochmal intensiv daran geschnuppert und kann keinerlei Geruch wahrnehmen, obohl ich mehlig und mehlig-gurkig eigentlich ganz gut wahrnehmen kann.


    SimonMycet ich sende dir gerne ein paar getrocknete Exemplare zu, wenn dich das interessiert. Einfach Adresse per PM.


    Gruß,


    Frank


    Ja und ich würde von einer zweigeteilten Saison dieses Jahr reden - zumindest hier in Mittelhessen. Durch genügend Niederschlag im Juli gab es Ende Juli und vor allem Anfang August einen ordentlichen Schub. Besonders die Boleten und andere wärmeliebende Arten wie z.B. der Eichhase und Fransiger Wulstling.


    Ab Mitte August drehte sich das dann komplett und der Zauber war vorbei.


    In manchen Regionen stockt es immer noch - je nachdem, wie die Niederschläge im September gefallen sind. Das war sehr ungleichmäßig / ungerecht verteilt dieses Jahr!


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend,


    diesen Bestimmling möchte ich noch schnell einstellen, bevor ich für heute offline gehe. Gefunden im reinen Eichenpark auf Kalkboden, thermophiles Habitat im Weinbauklima Wiesbaden.

    Wegen dem Geruch und Habitus sowie Lamellenfarbe würde ich den am ehesten bei den Rötelritterlingen verorten, so ein Hauch von Multivitaminsaft-Geruch meine ich wahrnehmen zu können. Wenn ich dann bei Gminder/Karasch abgleiche, lande ich vor allem wegen der kleinen dunklen Flecken auf dem Hut beim Horngrauer Rötelritterling.


    Passt das oder gibt es Verwechslungspartner?


    Namensvorschläge/Korrekturen sind willkommen!


    Gruß,


    Frank



    Klasse Fund, um den ich dich beneide! Ich sammele ja nicht erst seit gestern Pilze und hatte diese Art noch nie in meinen Händen. Dürfte ich mal fragen, in welcher Höhenlage du diesen Fund gemacht hast? War das Mittelgebirgsniveau?


    Beste Grüße,


    Frank


    P.S. Geschmacksprobe sollte man sich bei dieser Art angesichts erheblicher Mengen an BLAUSÄURE unbedingt verkneifen!

    So, alle Teile vom Fruchtkörper getestet ( inklusive Basalmyzel GünterS ), keine Reaktion. Ein Stückchen vom Hut (also Huthaut, Hutfleisch und Lamellen) schmeckt völlig mild, vielleicht minimal mehlartig, praktisch nicht wahrnehmbar.


    Jetzt weiß ich immer noch nicht, in welche Untergattung dieser "Hohlkörper" gehört. Da der Hut und Stiel richtig trocken waren, während keine 50 Meter entfernt wachsende bittere Eichen-Ritterlinge eine dicke Schleimschicht auf dem Hut hatten, kann es wohl nicht an der Witterung liegen.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Michael,


    da der Hut und Stiel auf mich einen recht trockenen Eindruck gemacht haben und der Stiel unten diese gelblichen Velumbänder hat, dachte ich an eine Telamonie. Aber Thomas hat schon Zweifel angemeldet.


    Ich werde noch schnell ein Schnittbild machen und etwas NaOH drauf geben, schauen wir mal ...


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    So dunkle Erd-Ritterlinge hatte ich noch nie. Gewachsen in reinen Eichenwald auf Kalkboden, sehr thermophiles Habitat, Weinbauklima Wiesbaden. Da muss man ja noch ein paar zusätzliche Kandidaten in Betracht ziehen, richtig? Kann man makroskopisch eine nähere Eingrenzung vornehmen? Geschmack absolut mild, mehlig-nussartig.


    Markant ist die bei fast allen Exemplaren spitz zulaufende Stielbasis.


    Namensvorschläge sind willkommen!


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!

    Heute habe ich im reinen Eichenwald auf Kalkboden diese markante Cortinarie gefunden. Wegen der gelben Velumbänder würde ich die als Telamonie ansprechen, auch wenn der Fruchtkörper relativ groß ist.


    So ein schöner rostroter Cortinarest an der Hutkante. Die Stielspitze ist auch recht markant durch den blauvioletten Hauch und eine gewisse "Unebenheit", die man aber fotografisch kaum festmachen kann. Je nach Lichtverhältnissen wirkt das richtig strukturiert.


    Mir würde es schon reichen, wenn ich die Untergattung richtig erkannt habe - mehr geht bei Telamonien ohne Mikroskop und Spezialschlüssel meist nicht.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!


    Die ganzen rotbraunen Ritterlinge sind ja nicht so einfach zu unterscheiden. Meine heute gefundenen Exemplare sind im reinsten Eichenwald (genauer gesagt, Parkfläche mit sehr alten Eichen auf Kalkboden, sehr thermophiles Habitat) gewachsen. Damit dürfte ja schon ein erheblicher Teil von Kandidaten ausscheiden, richtig?


    Wenn man dann noch den stark bitteren Geschmack als zusätzliches Abgrenzungsmerkmal hinzu zieht und die ausgesprochen schleimig-schmierige Hutmitte, lande ich bei T. ustaloides. Kann man den anhand der vorgenannten Angaben fest machen?


    Anmerkungen und Korrekturvorschläge sind willkommen!


    Beste Grüße,


    Frank



    Hallo!


    Heute war ich nochmal vor Ort und habe tatsächlich wieder Fruchtkörper von Pogonoloma spinulosum, Borstiger Wiesenrittering, gefunden. Jetzt habe ich bei Tageslicht eine ganze Fotostrecke aufgenommen, weil diese extrem seltene Art in den meisten Pilzbüchern nicht genannt oder abgebildet ist.


    Bei Gminder/Karasch gibt es eine Zeichnung, aber die ist suboptimal (obwohl die Ludwig-Zeichnungen ansonsten überwiegend top sind). Auch die Beschreibung ist sehr dürftig.


    Selbst bei Winkler/Keller gibt es kein Foto, nur eine Beschreibung - die ist immerhin etwas aussagekräftiger. Markant ist bei allen bisher von mir gefundenen Exemplaren die gelb bis orangebraune Stielbasis. Die namensgebenden Borsten sind vor allem am Hutrand sichtbar, was aber bei feuchten Fruchtkörpern nicht so deutlich wahrnehmbar ist.


    Anzumerken ist auch noch, dass sich die wahrgenommene und auf den Fotos abgebildete Hutfarbe je nach Lichtverhältnissen deutlich unterschiedlich darstellen kann. Da ist von sepia über orangebraun bis hin zu grauoliv ein richtiges Farbenspiel vorhanden; hinzu kommt, dass ältere Fruchtkörper stark ausblassen. Mit den dünnen Angaben sogar bei Gminder/Karasch fällt es schwer, sowas zu identifizieren.


    Ich fertige gerade Sporenabdrücke und Exsikkate von dieser Rarität an. Wenn also irgendwann irgendjemand eine Probe für wissenschaftliche Untersuchungen braucht, gerne bei mir melden.


    Beste Grüße,


    Frank


    Guten Abend allerseits,


    diese beiden Arten habe ich schon soooo viele Jahre nicht gesehen, dass ich mich an den Specht-Tintling überhaupt nicht mehr erinnern kann und an den Pappel - Grünling nur durch ein Exsikkat aus dem Jahr 2006.


    Den vermeintlich seltenen Specht-Tintling wollte ich sogar kartieren, aber es gibt fast 3000 Einträge zu dieser Art :|


    War ich immer zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, habe ich den übersehen oder woran liegt das?


    Der Pappel- Grünling ist nicht so häufig, wenn man einmal von der Erzgebirgsregion absieht. Kann man aus der Abwesenheit von Kiefern und dem Fundort Pappel-Birken- Mischwald zuverlässig T. equestre ausschließen?


    Beste Grüße,


    Frank


    P.S. Die zahlreichen T. sulfureum haben mich ganz schön an der Nase herum geführt, ein Exemplar ist am rechten Bildrand. Hinzu kamen die frisch gefallenen Pappelblätter. Ich möchte nicht wissen, wie viele Exemplare ich unbemerkt platt getrampelt habe...

    Hallo Grüni/Kagi,


    die knapp zwei Hektar Flächen habe ich schon viele Jahre, aber bis Corona hatte ich keine Zeit, um mich darum richtig zu kümmern. Corona habe ich es zu "verdanken", dass ich plötzlich seeeehr viel Zeit übrig hatte.


    Was macht man, wenn man Menschen meiden soll und keine Lust hat, in den eigenen vier Wänden zu versauern? Vollgas auf meinen Flächen, viele viele hundert Arbeitsstunden investiert und auch mehrere tausend Euro für 1,6 km Schutzzaun, ein paar hundert junge Bäumchen und knapp 400 Zaunpfähle ausgegeben.


    Kurzumtrieb heißt, dass die Bäume maximal 20 Jahre am Stück wachsen dürfen und dann geerntet werden müssen. So will das der Gesetzgeber, weil es anderenfalls eine Aufforstung (also Umwandlung von landwirtschaftliche in forstwirtschaftliche Fläche) ist, was genehmigungspflichtig ist.


    Da die von mir gewählten Baumarten stockausschlagfähig sind, bedeutet das nicht das Ende für die Mykorrhiza-Pilze, denn der Stockausschlag darf dann wiederum maximal 20 Jahre wachsen bis zu nächsten Holzernte. Die zweite Holzernte werde ich aber nicht mehr erleben, darum müssen sich dann die Erben kümmern ...


    Beste Grüße,


    Frank