Beiträge von frank2507

    Hallo zusammen,


    gestern habe ich mir einen Täubling zur Bestimmung mitgenommen. Fundort saurer Fichten-Kiefern-Mischwald mit eingestreuten Buchen auf Buntsandstein. Bei der Bestimmung bin ich bei der "Säufernase" Russula sardonia gelandet (ja, laut Gerhardt hat der Pilz diesen Volksnamen).


    Allerdings schreibt Gerhardt auch, dass es eine "Gruppe" von scharf schmeckenden Täublingen mit violettrötlichen Farben an Hut und Stiel gibt. Daher lautet meine Frage, ob ich den so zu den Akten nehmen darf. Die Schärfe ist erst mit einigen Sekunden Verzögerung wahrnehmbar. Huthaut nur einige Millimeter abziehbar. Das letzte Foto zeigt die Reaktion mit 25% Ammoniaklösung.


    Grüße,


    Frank



    Hallo,


    "zweifelhaften Genuss" bringt es auf den Punkt. Vor knapp 20 Jahren hatte ich mal einen jungen Hasen-Stäubling gefunden. Nach der Bestimmung stand ich vor der Wahl: Biotonne oder Bratpfanne? Ich hatte mich für die Bratpfanne entschieden, das war definitiv die falsche Entscheidung :sick:


    Nicht alles, was man essen kann, sollte man auch essen. Die Nachkriegszeit ist vorbei und hier ist wohl niemand darauf angewiesen, sich seinen Speiseplan mit Pilzen zu bereichern.


    Just my 2 cent ...


    Gruß,


    Frank


    Hallo Frank,
    laut Großpilze BW Band 4 beträgt die Hutbreite 5 bis 8 cm, die Stiellänge 5 bis 12 cm. Dein Pilz wäre demnach ziemlich zu groß. Weiter ist ebd. zu lesen, dass M. nympharum in Fichtenforsten und dort in Fichtennadelstreu-Polstern wächst (so kenne ich das auch von eigenen Funden!), was angesichts deines Standortfotos nicht ganz hinkommt.
    FG
    Oehrling


    Oha, dann war mein letzter Fund auch was anderes. Schau mal bitte hier:


    https://www.pilzforum.eu/board…ta?highlight=macrolepiota


    Dieses Exemplar war über 20 cm hoch! So groß wie ein "normaler" Riesenschirmpilz.


    Grüße,


    Frank


    Hallo,
    ich kenne ihn nur aus den Bayerischen und Tiroler Alpen (Fundorthöhe zwischen 1000 und 1400 m NN) sowie aus dem Schwarzwald (auch ca. 800 bis 900 m NN), also eher nichts Thermophiles. Dass er nördlich des Weißwurscht-Äquators gegenwärtig überhaupt vorkommt, hätte ich nicht gedacht, so ehrlich bin ich.
    FG
    Oehrling


    Hallo,


    im DGfM-Archiv sind noch weiter nördlich gelegene Funde dokumentiert. Südöstlich von Berlin gab es um die 1980er Jahre eine Reihe von Nachweisen (Flachland), ansonsten im Harz und in Bielefeld sowie Südniedersachsen ein paar vereinzelte Nachweise.


    Auf 300 Meter über NN finde ich regelmäßig den grauen Lärchenröhrling und den Hohlfußröhrling, letzteren sogar in größeren Stückzahlen, obwohl beide Arten eher im alpinen und subalpinen Bereich zu finden sein sollen.


    Grüße,


    Frank


    Hallo Frank,
    Boletopsis leucomelaena ist für das Hessische Bergland mMn absolut sensationell. Daher: :eek: und :alright:
    FG
    Oehrling


    Hallo!


    Herborn ist nun wirklich nicht für Weinbauklima bekannt, bei einer Höhe von + - 300 Meter über NN kann man auch nicht wirklich von Mittelgebirge sprechen. Allerdings kommen dort verschiedene Faktoren zusammen:


    Nährstoffarme Böden, die Steinbrocken gucken an vielen Stellen durch die dünne Humusschicht
    Basischer Basalt
    Überwiegend steile bis sehr steile Hanglage, die meisten interessanten Funde habe ich nicht am Südhang, sondern am Westhang gemacht.
    Fläche ist als "Kernfläche" ausgewiesen für eine Naturwaldentwicklung ohne forstliche Eingriffe


    Ist denn Boletopsis leucomelaena ein Bergbewohner oder wärmeliebend?


    Grüße,


    Frank



    Hallo!


    Der war schon recht groß, Hutdurchmesser ca. 15-20 cm und Stiellänge ca. 20 cm. Bist Du sicher, dass der Jungfern-Schirmling nicht größer werden kann? Vor ein paar Wochen hatte ich schonmal ein ähnliches Exemplar, das hat Pablo als Jungfern-Schirmling identifiziert.


    Grüße,


    Frank

    Hallo und Danke an alle für die Tipps!


    Nächste Woche fahre ich nochmal hin, hoffentlich sind dann Fruchtkörper zu finden. Die nehme ich dann auch mit, um evtl. weitere Tests zu machen. Ich habe zuehli angeboten, mit mir dieses Revier in Augenschein zu nehmen.


    Freundliche Grüße,


    Frank

    Hmmm, da kann ich leider nicht mitreden. So zarte und fragile Fruchtkörper sind nach meinen kilometerlangen "Gewaltmärschen" durch die Sammelgebiete meistens ziemlich lädiert, auch wenn ich sie im Sammelkorb zu schützen versuche. Wenn ich nicht vor Ort brauchbare Fotos hinbekomme, klappt es dann mit den Fotos zu Hause meistens unter dem Strich nicht besser mit der Detailwiedergabe.


    Da kann man nur hoffen, dass ich nächste Woche die Stelle wieder finde und ein paar weitere Fruchtkörper vernünftig fotografieren kann.


    Grüße,


    Frank


    Hi Frank,


    ja, das scheint eine gute Ecke zu sein. Ich selbst war aber noch nie dort, auch wenn es knapp vor meiner Haustür ist. Volker Walther vom Pilzmuseum hat mir die Tage berichtet, dass in der Herborner Umgebung auch Kaiserlinge gesichtet wurden, das hat aber nichts mit dir zu tun?


    Beste Grüße
    Harald


    Hallo Harald!


    Da habe ich letzten Monat den "leuchtenden Wurzelbecherling" Sowerbyella rhenana gefunden, der dann durch die Medien gegangen ist und noch viele andere seltene Funde (feuerfüßiger Gürtelfuß, Hasen-Röhrling, drei (!) Königsröhrlings-Fundstellen usw.).


    Den Kaiserling habe ich leider noch nie in Natura gesehen, ich musste mich bisher mit dem König begnügen.


    Viele Grüße,


    Frank


    P.S.: Wir haben uns vor knapp 5 Jahren bei einer von Dir geführten Pilzwanderung am Weinberg/Munitionsbunker schon mal gesehen.


    Hi Frank, vergleich den mal mit Boletopsis leucomelaena.


    schöne Grüße
    eberhard


    Hallo Eberhard!


    Danke für die prompte Antwort. Habe mich gerade etwas eingelesen, viele Alternativen scheint es mit dem dunklen Stiel und Hutfarben nicht zu geben.


    RL2, der basische Eichen-Hainbuchen-Laubwald zwischen Herborn und Dillenburg zeigt erneut sein schier unerschöpfliches Potenzial an seltenen Arten. Es gibt für Hessen erst einen Fundnachweis, zuehli war wieder einmal schneller ...


    Viele Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen,


    diese dunkelbraunen Porlinge mit hellgrauer Porenschicht habe ich gestern im Eichen-Hainbuchenwald auf basischem Basalt nur zufällig entdeckt, als ich mich wegen Herbsttrompeten tief herunterbücken musste. Durch den kurzen Stiel und die unregelmäßige Hutform war der Pilz auf dem dunklen Boden richtig gut getarnt, zumal die Lichtverhältnisse wegen dichter Regenwolken sehr schlecht waren.


    Die Porenschicht ist recht dünn, vielleicht 2-3 mm stark und unregelmäßig geformt. Manche Poren sind recht groß und fast länglich geformt, während einige mm daneben die Poren deutlich kleiner und nahezu rund sind. Die Porenoberfläche ist auch nicht gleichmäßig glatt, sondern steht an manchen Stellen deutlich hervor ("Berg- und Talprofil"), teilweise etwas eckig-kantig.


    Der Geruch ist leicht muffig, kann aber auch vom anhaftenden Erdkrümeln stammen. Fleisch ist relativ fest, aber nicht gummiartig-zäh. Man kann ihn ohne Kraftanstrengung zerbrechen, der Stiel ist etwas längsfaserig.


    Hat jemand eine Idee?


    Grüße,


    Frank

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    Hallo Alex!


    Danke für den Vorschlag, der - soweit ich das erkennen kann - ganz gut passt. Standort, rosa Lamellenschein, Abmessungen etc.


    Was stört Dich denn bzw. könnte sonst noch in Betracht kommen?


    Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen,


    diese Anfrage muss ich noch los werden, damit ich ruhig schlafen kann. Fundort Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf einen stark vermulmten Baumstumpf, basischer Basaltboden. In 20-30 Meter Entfernung vom Fundort beginnt ein Fichten-Lärchen-Mischwald. Leider hat die Kamera bei sehr hellen Fruchtkörpern gewisse Schwierigkeiten mit der Fokussierung. Genauer gesagt weiß ich nicht, wie ich sie in dieser Situation richtig bedienen muss :-(


    Vielleicht kann man trotzdem genug Details für eine Bestimmung erkennen, bis dahin muss er mit dem Phantasienamen "Langbeiniges Zwergenmützchen" leben ;-)


    Viele Grüße,


    Frank

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    Hallo!


    Also M. procera habe ich schon oft gefunden. Bei meinen Kollektionen waren die Hutschuppen anders, der Stiel deutlich genattert, der Ring nicht so schwach ausgeprägt (ok, kann mittlerweile verfallen sein, Pilz schon etwas überständig).


    Aber es fehlt auch der typische nussartige Geruch.


    Manchmal frage ich mich, ob die Artabgrenzungen immer scharf sind oder sich teilweise überlappen können ...


    Grüße,


    Frank


    Hallo Pablo!


    Ja, hier ist eine Fichte irgendwo in der Nähe durchaus möglich. Die eigentliche Fichtenschonung ist vielleicht 30 Meter entfernt, aber nicht scharf abgegrenzt - und sooo genau habe ich in der Umgebung nicht geguckt. Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht daran gerochen habe :-(


    Allerdings könnte ich den nächste Woche wieder finden , falls ein paar Exemplare nachwachsen sollten. Sollte ich dann auch KOH oder andere Reagenzien mitnehmen?


    Grüße,
    Frank


    Hallo!


    Den hätte ich nicht als Schneckling erkannt. Vor ein paar Minuten habe ich einen olivgrauen Schneckling hochgeladen, der hat eine richtig dicke, gut sichtbare und fühlbare Schleimschicht. Obwohl es heute stundenlang geregnet hat, war der geflecktblättrige Purpurschneckling alles andere als schleimig ...


    Grüße,


    Frank

    Hallo Pablo!


    Danke für Deine schnelle Antwort. Ich habe wirklich mindestens 30 Meter im Umkreis keinen einzigen Nadelbaum finden können. Laut meiner Literatur kann der nur mit Kiefern, stimmt das ausnahmslos??? Entweder ist es kein kupferroter Gelbfuß (was denn sonst?) oder der ist ausnahmsweise "fremd gegangen" :eek:


    Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen,


    diese Exemplare habe ich heute in einem Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basalt gefunden. Nordhanglage, in ca. 20 Meter Entfernung standen ein paar sehr alte Lärchen.


    Ohne mikroskopisch-chemische Untersuchung wahrscheinlich nicht näher zu bestimmen?!


    Grüße,


    Frank

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    Hallo zusammen,


    Pilze zu bestimmen ist nicht immer einfach, Pilzleichen zu bestimmen noch deutlich schwerer. Dieses Exemplar ist mir wegen der außerordentlich dicken Lamellen aufgefallen. Feuchter Nordhang im Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basalt. In etwa 20 Meter Entfernung standen ein paar sehr alte Lärchen, Stammdurchmesser geschätzte 60-80 cm. In unmittelbarer Nähe waren noch ein paar Schnecklinge, die ich separat hochlade.


    Vielleicht gibt es hier ein paar "forensische Mykologen", die die Leiche identifizieren können ;-)


    Freundliche Grüße,


    Frank

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    Hallo zusammen,


    heute in Fichten-Lärchen-Mischwald auf basischem Basalt gefunden. Die Hutschuppen sind sehr leicht abzuwischen, der ganze Pilz wattig-weich. Ist das ein Jungfern-Schirmling?


    Grüße,


    Frank

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    Hallo zusammen,


    dieses einzelne Exemplar habe ich heute im Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basalt gefunden. Wegen der Farben dachte ich zunächst an den kupferroten Gelbfuß, aber es war kein Nadelbaum weit und breit. Was ist es sonst?


    Grüße,


    Frank

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    Hallo zusammen,


    heute habe ich im Eichen-Hainbuchenwald auf basischem Basalt wieder ein paar Arten gefunden, die ich nicht bestimmen kann.


    Seit ein paar Wochen werde ich von diesen Exemplaren genarrt, die von der Hutfarbe sehr an den jungen Königs-Röhrling erinnern. Wenn man noch paar Meter entfernt ist und der Hut noch halbkugelig geformt, kann man sich schon zu früh freuen. Den Königs-Röhrling habe ich ganz in der Nähe mehrfach gefunden, daher springe ich auf diesen Farbton an. Wie heißt dieser Pilz denn richtig?


    Freundliche Grüße,


    Frank








    Hier zum Vergleich die beiden von mir gefundenen Exemplare:



    Hallo zusammen und vielen Dank für die Hinweise!


    Zwischenzeitlich habe ich die Fruchtkörper mit NaOH betupft, siehe beigefügte Fotos. Es hat zwar eine Farbveränderung gegeben, aber ob man das als "Ausbleichen" bezeichnen kann? Bei dem Fruchtkörper ohne Stiel war es wohl etwas zu viel NaOH, der Hut wurde regelrecht eingeätzt.


    Hat jemand Erfahrung mit der NaOH-Probe bei Schnecklingen und kann das Ergebnis interpretieren? Die ansonsten vorzügliche Monografie in Beli ´s Link schreibt dazu "Huthaut bleicht", der in der Monografie genannte Anhang A.1 fehlt leider.


    Viele Grüße,


    Frank

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    Hallo Beli!


    Danke für deine Antwort. Wo muss ich KOH aufbringen? Hut, Stiel oder Fleisch?


    Gruß,


    Frank