Beiträge von frank2507

    Wie immer sehr schön anzusehen. Grünlinge und Braune Büschelraslinge hatte ich gestern auch zu Gesicht bekommen, ein Mini-Büschel wächst sogar hier im Garten.


    Samtfußrüblinge hatte ich in der ersten Novemberdekade noch nicht, die kommen bei mir erst Ende November. Hier hatte es aber auch noch keinen Frost, deshalb will ich morgen nochmal eine letzte Waldrunde in meinem "Hauswald" zwischen Herborn und Dillenburg drehen.


    Dort hatte ich in den vergangenen Jahren schon viele schöne und auch recht seltene Arten entdeckt, aber dieses Jahr war dort richtig tote Hose. Ein paar Saprobionten, aber nur ganz wenig Mykorrhiza-Pilze. Im August gab es dort praktischen keinen Niederschlag und auch im September hat es dort wesentlich weniger als in anderen Regionen geregnet.


    Beste Grüße,


    Frank

    Danke dir für das Feedback und den guten Arbeitstitel. Ja, die Anfrage war nicht gut gemacht. Hinzu kommt, dass die Exemplare sich innerhalb weniger Stunden im Sammelkorb so verändert haben, dass ich ins Grübeln gekommen bin, welches Exemplar auf welchem Foto denn das nun ist.


    Die trocknen und verblassen im Sammelkorb selbst bei herbstlichen Temperaturen verdammt schnell. Das nächste Mal werde ich mit beschrifteten/nummerierten Einzeltüten arbeiten, damit erstens keine Verwechslungen vorkommen können und zweitens das Austrocknen der Fruchtkörper verlangsamt wird.


    Beste Grüße,


    Frank

    Guten Abend allerseits,


    mit fallenden Temperaturen nimmt die Artenvielfalt im Wald ab. Auf einem riesigen Haufen Stallmist gedeihen gerade mehrere Arten, bei denen ich nicht einmal die Gattung erkenne. Offensichtlich erzeugt die Verrottung der Bestandteile und die Arbeit der Mikroben reichlich Wärme, was das Wachstum befördert.


    Besonders interessant finde ich die Exemplare mit gelblicher Hutmitte und deutlich olivstichigen Lamellen.


    Veilleicht ist ja die eine oder andere Art rein makroskopisch identifizierbar, über Namensvorschläge würde ich mich freuen.


    Beste Grüße,


    Frank


    Guten Abend Werner,


    die haben direkt nebeneinander fruktifiziert, sind aber vom Habitus und Hutfarbe deutlich verschieden. Der größere dürfte das sein, der kleinere Fruchtkörper eher nicht.


    Gruß,


    Frank

    Hallo Karl,


    ja das war mein Ansatz. Aber mit Ausschluss von einer anderen ähnlichen Art habe ich immer noch die Ungewissheit, ob es nicht noch weitere Doppelgänger gibt, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm habe. Hier klappt das bei diesem Doppelgänger mit dem sehr unterschiedlichen Habitat ganz gut, aber z.B. bei den hellen Trockenschnecklingen klappt das nicht mehr.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Diese Schleimbatzen habe ich gestern im Eichen-Buchen-Hainbuchen Mischwald auf Muschelkalk in der Nähe von Würzburg gefunden. Da keine Nadelbäume in der Nähe waren, sollte doch H. olivaceoalbus ausscheiden?!


    Anmerkungen und Korrekturvorschläge werden gerne entgegen genommen.


    Beste Grüße,


    Frank


    OK, dann scheint diese Art nicht nur beim Geruch, sondern auch bei der Hutfarbe eine ordentliche Bandbreite zu haben. Die Fotos sind je nach Lichtverhältnissen und verwendeter Kamera sehr unterschiedlich geraten, zwischen den Aufnahmen liegen nur vier Stunden.


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend allerseits,


    auch wenn der Sammelkorb längst nicht mehr so gut gefüllt ist wie vor einem Monat, kann man trotzdem noch ein paar schöne Sachen finden.


    Diese beiden Exemplare habe ich direkt nebeneinander wachsend unter einer sehr alten Buche im Eichen-Buchen-Mischwald auf lehmigen Boden gefunden. Der pH-Wert dürfte eher im basischen Bereich liegen, durch Basalt geschotterten Waldweg in nur einem Meter Entfernung von den beiden Fruchtkörpern zusätzlich angehoben. Fundort bayrischer Untermain, Weinbauklima, 190 Meter über NN.


    Da keine Nadelbäume in der näheren Umgebung waren, würde ich das gerne unter H. poetarum verbuchen. Der Fruchtkörper hat einen süßlich-fruchtigen Geruch, aber mit einer deutlich chemisch-unangenehmen Komponente. Dann noch der trockene Hut, Lamellenansatz und die Farbgebung - passt das oder gibt es Korrekturvorschläge?


    Beste Grüße,


    Frank


    Eine derartige Röhrenfarbe kenne ich in einem solchen Wachstumsstadium nur von B. aereus, siehe beigefügtes Foto.


    Allerdings passen dazu die Farben und Hutoberfläche nicht.


    Gruß,


    Frank


    Hallo Oliver,


    danke für deine prompte Antwort. Zwischenzeitlich habe ich in Pilze Deutschland die Handvoll Fundmeldungen angeschaut, Rote Liste "R", extrem selten hierzulande. Im mediterranen Raum sieht das freilich ganz anders aus.


    Beste Grüße,


    Frank

    Wow, den würde ich auch gerne mal finden. Eine sehr wärmeliebende Art, die bislang nur an wenigen Standorten in Deutschland nachgewiesen wurde. Verrätst du uns, in welcher Region du die gefunden hast? Weinbauklima?


    Gruß,


    Frank

    Danke für die ausführliche Erklärung. Die Dermocybe habe ich erst etwas später fotografiert, nicht direkt am Fundort. Mittlerweile habe ich die Exemplare herbarisiert. Kann man am Exsikkat die KOH-Probe noch durchführen?


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Also mit dem Geruch habe ich andere Erfahrungen gemacht, meine Kollektionen hatten einen herrlich fruchtig-angenehmen Duft verströmt. Das ist natürlich auch witterungsabhängig (Temperatur, Feuchtigkeit), kann mit dem Reifegrad/Alter der Fruchtkörper zusammen hängen oder auch eine individuelle Wahrnehmungssache sein.


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen,


    diese kleinen Fruchtkörper habe ich vergangene Woche an einem liegenden Laubholzstamm gefunden. Fundort Würzburg-Kist, Lehmboden auf Muschelkalk, also eher basische Bodenverhältnisse und Weinbauklima.


    Ich dachte an den Dornigen Stachelbart, denn was anderes mit diesem Habitus kenne ich nicht. Zu kurz gedacht, denn es gibt soooo viel mehr Arten, die man überhaupt nicht auf dem Schirm hat und von denen man noch nie etwas gehört, geschweige denn diese bislang in Natura gesehen hat.


    Also, was ist das bitte für eine Art?



    Gruß,


    Frank


    Danke für das Feedback. Ausschließen tu´ ich gar nix, habe mich bei der näheren Auswahl von den Farben der Ludwig-Zeichnungen leiten lassen, und da passt die Hut- und Stielfarbe m.E. besser. Der safranblättrige Hautkopf hat auf den Zeichnungen einen orangebräunlichen Einschlag, den ich bei meiner Kollektion so nicht sehe.


    Allerdings sind die sehr variabel und ich kenne die Bandbreite der Art nicht aus eigener Anschauung, deshalb hatte ich meine Kollektion eingestellt und um Feedback gebeten.


    Gruß,


    Frank

    Guten Abend allerseits,


    die Pilzsaison nähert sich langsam aber sicher dem Ende für dieses Jahr. Gleichwohl konnte ich heute noch ein paar schöne Funde einsacken, die ich präsentieren möchte. Dabei sind auch ein paar Arten, die sonst eher zu Beginn der Hauptsaison auftauchen, dieses Jahr aber erst sehr spät "in die Puschen" gekommen sind. Die Amaniten Grüner Knollenblätterpilz und Pantherpilz finde ich bei ausreichender Regenmenge regelmäßig schon im August. Dieses Jahr wollten die nicht, obwohl es für die Dickröhrlinge regentechnisch ausgereicht hat, denn da konnte ich Ende Juli und Anfang August reiche Ernte einfahren. Hier ein frisches Pärchen Grüne Knollenblätterpilze:



    Gleiches gilt für den Pantherpilz, eine zweistellige Stückzahl ist mir heute begegnet, diese beiden Exemplare mit mustergültiger Stielbasis habe ich abgelichtet:



    Etwas selteneres habe ich auch gefunden, nämlich Rostrote Lärchenröhrlinge Suillus tridentinus. Auf dem Foto kommen die schön orangefarbenen Röhrenmündungen leider nicht so gut rüber, es war schon später Nachmittag und eine dicke Wolkendecke sowie immer noch Laub an den Bäumen haben für schwierige Lichtverhältnisse gesorgt:



    Ein weiterer Fund, über den ich mich gefreut habe, waren diese Krause Kraterellen. Das ist zwar keine Rarität, aber so oft begegne ich dieser Art in den von mir besuchten Habitaten nicht:



    Dieser "Erd-Ritterling" s.l. war mir wegen seiner Fehlentwicklung gleich mehrere Fotos wert. Ja, sowas (und noch viel skurrilere Formen) kommt immer wieder mal vor, interessant anzuschauen finde ich sowas aber trotzdem:



    Außerdem sind diese Exemplare als Anschauung / Vergleich zum Faserhütiger Tiger-Ritterling Tricholoma filamentosum geeignet, denn beim flüchtigen Drüberschauen kann man diese Arten wegen der enormen Bandbreite der "Erd-Ritterlinge" s.l. durchaus verwechseln. Der Faserhütiger Tiger-Ritterling war mein Fund des Tages, das persönliche Highlight, welchen ich trocknen und herbarisieren werde.


    Die Giftstoffe des Tiger-Ritterlings sind immer noch unbekannt!


    Wir haben mittlerweile modernste analytische Untersuchungsmethoden (HPLC, ToF-GC/MS, NMR, IR usw.), aber das Geheimnis ist immer noch nicht gelüftet. Deshalb sammele ich die Fruchtkörper und stelle sie wissenschaftlichen Instituten und staatlichen Sammlungen zur Verfügung, damit irgendwann irgendjemand diese Nuss knackt. Allzu häufig ist der Faser-Tiger nicht, vielleicht wird er auch manchmal übersehen oder nicht erkannt. Auch ich musste meinen Blick schärfen, um die wenigen Fruchtkörper zwischen Dutzenden von "Erd-Ritterlingen" s.l. zu erkennen. Damit die Identifizierung leichter fällt, hier eine etwas längere Fotostrecke:




    Beste Grüße,


    Frank

    Der Respekt vor der Natur und Schöpfung ist löblich und anerkennenswert, viele Menschen sind mit ihrem Verhalten genau am anderen Ende der Skala anzusiedeln.

    Andererseits handelt es sich bei dem "Pilz" nur um Fruchtkörper, nicht den Organismus/Myzel selber. Die Fruchtkörper haben die Aufgabe, Sporen zu produzieren und zu verteilen. Wenn diese Aufgabe erfüllt ist, sind sie sowieso dem Untergang geweiht. Also ähnlich wie der Apfel am Apfelbaum.


    Vor diesem Hintergrund könnte man durchaus die Entnahme von einzelnen vollreifen Fruchtkörpern aus dem Boden und Mitnahme/Transport als eine Hilfestellung für die Verbreitung dieser Art ansehen, denn vollreife Fruchtkörper geben ständig Sporen an die Umgebung ab. So hilfst du mit der Mitnahme einzelner Fruchtkörper evtl. sogar der Art bei der Verbreitung und der Etablierung von neuen Myzelien.


    Nur mal so als kleiner Denkanstoß ...


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen,


    diese Hydnellum habe ich vorgestern im cladonio-pinetum Flechtenkiefernwald auf sehr sandigem Boden gefunden. Frisch sind die relativ geruchlos, eingetrocknet aber mit Maggi-ähnlichem Geruch. Gerade habe ich gegoogelt und festgestellt, dass eine Kostprobe für die Bestimmung hilfreich gewesen wäre. Funktioniert das auch mit bereits herbarisierten Fruchtkörpern? Irgendwie bin ich nicht so scharf drauf, diese Exemplare durchzukauen ...


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!


    Diese schöne Dermocybe ist mir im reinen Kiefernwald auf sehr sandigem Boden begegnet. Cortinarien sind ja meistens problematisch, aber bei Dermocybe (ist doch eine, oder?) kann man hoffentlich den Kreis der Kandidaten so weit einengen, dass nicht allzu viele Arten übrig bleiben.


    Geschmacksprobe habe ich mir verkniffen, Geruch war nicht besonders ausgeprägt/markant, eventuelle chemische Reaktionen könnte ich nachholen, falls das zielführend ist.


    Wenn ich mal im Gminder/Karasch suche, finde ich im Dunstkreis von C. chrysolithus - Olivblättriger Sumpf-Hautkopf - gewisse optische Übereinstimmungen.


    Korrekturen und Namensvorschläge sind willkommen.


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Stephan,


    dieses Exemplar habe ich auch im dänischen Pilzforum/Datenbank für Funde eingestellt. JHC hat sich die Bilder angeschaut und hält T. chrysophyllum für plausibel, möchte auch dieses Exemplar sequenzieren.


    Letztes Jahr Anfang November konnte ich die Reste der "Fotostrecke" deiner Funde (gemeinsam mit Steffen Navajoa ) in Augenschein nehmen, dieses Jahr einen einzigen Fruchtkörper von T. joachimii finden (der befindet sich jetzt im Herbarium Marburgense der Uni Marburg).


    Gemeinsam war diesen wenigen Exemplaren, die ich bislang persönlich in Augenschein nehmen konnte, ein fast boletenhafter Habitus mit ausgeprägt bauchigem Stiel. Auch JHC hält dieses Kriterium für bestimmungsrelevant in seiner Tricholoma-Monografie.


    Es gibt in diesem Bereich (T. equestre s.l. und nahe verwandte Arten) noch viele ungeklärte Fragen und JHC möchte durch umfassende/globale Sammlungen und Sequenzierungen Licht ins Dunkel bringen, dabei bin ich gerne behilflich.


    Gruß,


    Frank