Servus Eugen,
mit Bonsai kenne ich mich nicht aus, aber du kannst ja leicht recherchieren, welche Ektomykorrhizapilze mit Kiefern vergesellschaftet sind. Schmierröhrlinge wären ein Beispiel - manche Arten schaffen es, als Einkernmyzel, frisch der Spore entschlüpft, Wurzelspitzen zu besiedeln und Mykorrhiza zu bilden (Pionierarten). Es kommt aber auch darauf an, welchen pH-Wert deine Bonsaierde hat, wie viel Nitrat/Phosphat usw., um dann einen geeigneten Pilz rauszusuchen.
Ich kenne nur das Verfahren, den Pilz auf Agar anzuzüchten und dann den steril gezogenen Baumkeimling direkt anzuimpfen, bevor man dann beide auspflanzt (man kann auf der Agarplatte plus Baum das Myzel gut wachsen lassen). Nachträglich weiß ich nicht - wer sagt denn, dass die Wurzelspitzen nicht mykorrhiziert sind? Welches Myzel ist denn verschwunden? Wie siehst du "das Myzel"? Du kannst ja nicht in den Topf schauen?! Oberflächenmyzel kann alles mögliche sein, auch saprobe Arten können da wachsen.
Deine Kiefern würden ja gerne groß werden - du zwingst sie ja mit Gewalt, kaum noch wachsen zu können. Da wäre es vielleicht sogar besser, es gäbe keine Mykorrhiza. Du willst ja nicht, dass der Baum vital ist, oder verstehe ich Bonsaikultur nicht? Kenne mich da nicht aus - mir sind wilde, große, starke Bäume lieber als so deformierte, gequälte Bäume. Hat aber nichts mit meiner Antwort zum Thema Mykorrhiza zu tun. Kiefern können auch sehr gut mit Rhizopogon - besonders im Topf, da die Fruchtkörper nicht so auffallen.
Liebe Grüße,
Christoph