Servus Alis,
ein Biotop ist die Summe der abiotischen Faktoren eines Gebietes. Die Biozönose ist alles, was in einem Biotop lebt. Im Sandkiefernwald wäre das Biotop der Sand und die Luft. Und das Ökosystem ist die Summe aus Biotop und Biozönose.
Solange man versteht, was der andere meint, ist es aber egal
In der Politik ist ein Biotop eben das, was die Ökologen als Ökosystem bezeichnen (Biotop plus Biozönose) - verbunden mit einem besonderen Wert desselben.
Und der Standort einer Art ist die Summe der Ökosysteme, in denen die Art vorkommen kann. Der bevorugte Standort sind die Ökosysteme, in denen die Art am häufigsten anzutrefen ist.
Wie gesagt, alles im ökologischen Sinn ;-).
Zu den Saftlingen:
Ich habe keine Ahnung, warum bei dir ein schlechtes Saftlingsjahr war. Ich würde vermuten, es ist das Zusammenkommen des trockenen Jahrs 2019, der fehlende Winter und die nicht ganz so extreme, aber doch vorhandene Trockenheit 2020, die Probleme bereitete.
Ich war heuer im Montafon (am Silvretta). In den Hochlagen praktisch keine Saftlinge, weiter unten, so um die 1500-1700 m hingegen reichlich. Dabei ist es alles derselbe Bergstock gewesen. Und ich kenne einen Saftlingshotspot an der Bieler Höhe (Silvretta) - da war wie gesagt nichts, nullinger, nada. Am Gafrescha aber - wow, Cuphophyllus flavipes, Neohygrocybe fornicata, Hygrocybe reidii, H. cantharellus, H. helobia, H. chlorophana, Pseudotricholoma (Porpoloma) metapodium, Clavria zollingeri, Clavaria fumosa, Rötlinge in solchen Mengen, dass man kaum die Almwiese betreten konnte - der eine Hang ist ein Totalausfall, der andere strotzt vor Arten, die sich zeigen... Vielleicht kleinklimatisch bedingt?! Und bei dir vielleicht ähnlich?!
Doch wissen kann ich's nicht...
Liebe Grüße,
Christoph