Hallo zusammen,
beim allerersten Foto würde ich spontan aber eher an Biscogniauxia nummularia als an Diatrype denken.
Björn
Hallo zusammen,
beim allerersten Foto würde ich spontan aber eher an Biscogniauxia nummularia als an Diatrype denken.
Björn
Hallo Pedro,
in dem Artikel "A morphological and phylogenetic revision of the Nectria cinnabarina species complex" von Hirooka et al. aus dem Jahr 2011 gibt es einen Schlüssel.
Björn
Hallo zusammen,
da das Wetter am Sonntag hier eher bescheiden war, habe ich nur eine kleine Runde durch den Stadtwald gedreht. Aber auch das hat sich gelohnt, denn es gab gleich mehrere für mich neue Pilze.
1. Pezicula cinnamomea auf Quercus robur
Mit Lugol
Mit Lugol nach KOH-Vorbehandlung
2. Eine Hypocrea, die ich für Hypocrea strictipilosa halte
3. Mal wieder ein Lebermoos...
4. Capitotricha bicolor an Quercus robur. Vermutlich eine übersehene Art, da sie an dünnen, noch am Baum befindlichen Ästchen wächst.
5. Meloderma desmazieri auf Pinus strobus, auch eine wohl oft übersehene Art. Einfach mal am Baum befindliche Nadeln von Pinus strobus nach Spaltlippen absuchen.
6. Auf Fagus sylvatica. Eine Chaetosphaeria?
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag habe ich mal wieder eine kleine Runde im Neandertal gedreht und dabei ein paar Pilze eingesackt.
1. Bremia lapsanae ex Lapsana communis
2. Hypoxylon intermedium ex Fraxinus excelsior
3. Merismodes anomala
4. Ein Lebermoos, leider ohne Mniaecia jungermanniae
5. Ein Polytrichum-Blatt im Querschnitt. Man sieht sehr schön die "Lamellen"
6. Eine Coniochaeta auf Fagus sylvatica. Leider scheint es auf Holz eine ungeheure Menge an Coniochaeta-Arten zu geben, die Bestimmung also nicht so einfach wie auf Dung.
7. Phragmidium fragariae ex Potentilla sterilis
8. Hysterium angustatum auf einer Bank aus Eichenholz
9. Auf einem Polytrichum-Blättchen war dann dieser winzige Fruchtkörper zu finden. Mutmaßlich Epibryon interlamellare, aber leider ließ sich das Dingen dann nicht gescheit präparieren und weiter untersuchen.
Björn
Hallo zusammen,
als Ergänzung dazu: Nectria cinnabarina ist ein Artenkomplex, aus dem in Europa drei Arten vorkommen. Die sichere Bestimmung auf Artebene geht nur mikroskopisch.
Björn
Hallo Sebastian,
so vom Bauchgefühl her würde ich das erste für eine Flechte halten. Die Ketten beim Zweiten sind Cyanobakterien und mit den Hyphen dazu dann wohl auch wieder eine Flechte.
Björn
Hallo Felli,
eine Idee hab ich zu dem Pyrenomyceten zwar nicht, aber hast du mal die Schlüssel der Niederländer probiert?
Björn
Hallo Florian,
sehr schön! Und am Ende schmeckt ja sowohl Schaf Hawaii als auch Wildschwein Hawaii ;D
Björn
Hallo Nobi,
das hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, das P. excentrica so selten ist und in Sachsen noch ganz fehlt. Ich selber hatte die Art schon einmal, damals auch von einer Wacholderheide auf saurem, sandigen Boden, wo im Sommer/Herbst offenbar Schafe unterwegs waren, deren Hinterlassenschaften ich dann im Winter eingesammelt habe.
Björn
Juhu! Hawaii-Feeling im tristen Duisburger Winter ![]()
Björn
Hallo Nobi,
ich hab zwar keine genaue Liste über meine untersuchten Proben, aber von 124 Proben bin ich definitiv noch weit entfernt ![]()
Björn
Hallo zusammen,
es geht langsam aber stetig weiter auf dem Walsumer Schaf. Zwar tummelt sich da viel Schimmel und noch mehr Nematoden, die dann auch die Makrofotos unschön dekorieren, aber ich glaube, daß ich dennoch einen schönen Fund machen konnte. Ein Ascobolus mit warzigen Sporen, die 17.7-23.1 µm x 10.0-12.2 µm messen. Die Fruchtkörper sind weißlich, so daß ich hier insgesamt bei Ascobolus hawaiiensis lande, was ja ein eher seltener Fund wäre.
Björn
Hallo zusammen,
neben den Kaninchenkötteln gab es in der Westruper Heide auch Schafdung. Der wirkte insgesamt noch relativ frisch, da weit und breit keine Schafe mehr zu sehen waren, ist er aber vermutlich älteren Datums. Entsprechend gab es darauf auch schon ein paar erste Pilze zu sehen. Mal schauen, was sich da in Kultur noch alles entwickelt.
1. Podospora excentrica. Die seitliche Cauda ist zwar in dem Tintenbild nicht so gut zu sehen, war aber vor in einem anderen, insgesamt schlechteren Präparat erkennbar.
2. Eine Sporormiella mit Sporen von 49-56,5 µm x 9-12,5 µm, die ich als S. grandispora ablegen würde.
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag habe ich in der Westruper Heide auf allen Vieren nach Moosparasiten gesucht. Das war zwar insgesamt eher erfolglos, aber wenn man schon so nah am Erdboden ist, sieht man auch allerlei Kaninchenköttel älteren Datums, die mit hübschen Pilzen bewachsen sind. Also flugs ein paar Knicker eingesammelt und zu Hause genauer angeschaut. Und siehe da: Direkt eine für mich neue Gattung dabei
Ansonsten habe ich auch noch Schafdung eingesammelt, der kriegt aber seinen eigenen Thread, weil er in Kultur gewandert ist.
1. Delitschia didyma mit Sporen von 35-42 µm x 15-19 µm
2. Coniochaeta vagans mit Sporen von 13-14.5 µm x 10-11 µm
Björn
Hallo Martin,
ich kann zur Bestimmung nichts beitragen, finde die Dokumentation aber sehr gelungen. So Krustenkram auf Stein ist ja alles andere als eine Freude, wen es um das Herstellen von guten Mikro-Präparaten geht.
Björn
Hallo Nobi,
danke für die Bestätigung! Wieder eine Gattung mehr für mich ![]()
Björn
Hallo Beate,
ein schöner Fund! Dieses Jahr scheint der Pilz ein gutes Jahr zu haben. Ich hatte Silvester einen üppigen Bestand in Düsseldorf gefunden, gestern berichtete Hans von einem Fund aus Mönchengladbach, bei Obsidentify gab es weitere Beobachtungen aus Dortmund und Düsseldorf und jetzt auch noch Bergisch Gladbach.
Björn
Hallo zusammen,
letzte Woche habe ich nach längerer Zeit mal wieder einen Blick auf meine Kaninchenköttel geworfen. Dabei fielen mir einige helle Puschel auf, die ich normalerweise nicht weiter beachtet hätte ("Schimmel" im weiteren Sinne hat man ja immer mal wieder auf Dung), wenn da nicht eine auffallend gelbiche Färbung gewesen wäre. Also mal ein paar Nahaufnahmen gemacht, bei denen sich schon andeutete, daß es hier eben nicht um Schimmel geht. Der Blick durchs Mikro brachte dann Gewißheit: Wir sind bei den Onygenales gelandet! Ein Käfig aus gelblichen Hyphen, innen drin dann eine Menge winziger Asci (so um die 8 µm groß) und darinnen jeweils 8 Sporen, die bei 3,5-4,0 µm liegen, von einer Seite betrachtet kreisförmig sind, senkrecht dazu aber zylindrisch aussehen (In der Terminologie von Currah wohl oblate-discoid). Die Sporen selber sind glatt und man sieht keine Bänder oder dergleichen (auch wenn das bei der Sporengröße natürlich immer etwas schwer zu beurteilen ist).
Paßt das soweit alles für Gymnoascus reessii oder habe ich da Verwechslungspartner übersehen?
Björn
Hallo Boletaceae,
das dürfte Biscogniauxia marginata sein.
Björn
Hallo Peter,
ja, das ist noch mal ein Unterschied. Aber wenn die Bücher auf frz. nicht mehr verfügbar wären, hätte Andreas die auch sicher nicht mehr in seinem Shop gelistet. Ansonsten gibt es bei den Schweizern selber auch eine umfangreiche Webseite zu den Büchern inkl. Bzugsquellen.
Björn
ZitatWesentlich anders schaut es auch nicht bei den 'PILZE DER SCHWEIZ' aus, auch die sind nur noch antiquarisch verfügbar.
Hallo Peter,
das stimmt schlicht und ergreifend nicht. Alle Bände sind bei Andreas Gminder aktuell neu verfügbar. Deutsch, Französisch und Englisch.
Björn
Hallo zusammen,
was das Fangen und Töten von Nematoden bei Pleurotus ostreatus angeht, da gibt es diesen aktuellen Artikel, der sich damit im Detail beschäftigt.
Björn
Hallo zusammen,
sind die Pilze denn mittlerweile mal mikroskopiert worden? Bei Malysheva et al. gibt es einen Schlüssel zu den Auricularia-Arten in Rußland, der sowohl A. cornea als auch A. auriculae-judae beinhaltet. Trennungsmerkmal ist die Länge der Haare auf der Oberseite: 150-500 µm bei A. cornea, 50-200 µm bei A. auriculae-judae. Schaut man sich die Beschreibungen der beiden Arten an, sind wohl auch die Sporengrößen klar unterschiedlich.
Björn
Hallo zusammen,
die Nahaufnahmen sind mit dem 4x bzw- 10x-fach Objektiv am Mikroskop gemacht. Das Auflicht kam dann entsprechend von der Schreibtischlampe.
Björn
