Beiträge von Felli

    Servus,

    In welcher Ecke Deutschlands wächst so was?


    Bei der angegebenen Größe wäre - falls es eine Trüffel im engeren Sinne ist-

    würde evtl. Tuber borchii oder Tuber excavatum in Frage kommen. Auch Tuber magnatum evtl.

    Allerdings ohne Mikromerkmale glaube ich dass man da recht wenig dazu sagen kann. Vielleicht schaut hengu ja noch rein

    Grüße

    Felli

    Servus Fläemmli,

    könnt das nicht auch eine Lepiota sein ? Ich meine die Huthauthaare + die dextrinoiden Sporen könnten ja passen.

    Für eine Leucopholiota sieht mir der Stiel viel zu glatt aus - wobei ich sagen muß dass ich so etwas nur aus den Büchern kenne...


    Grüße

    Felli

    Servus Raphael,

    Ich glaube deine Literaturquelle zum Becherling auf die du dich beziehst, ist diese hier aus dem oben verlinkten Schlüssel: oder?

    "Excipulum entirely of textura globulosa, with cells smaller in the ectal part, usually < 65 μm Ø"

    Übersetzt:

    Excipulum aus T. globulosa - das man bei deinem Schnitt wunderbar erkennen kann :daumen:aber:

    mit gewöhnlich kleineren Zellen im ectalen Excipulum --> das sind die ersten Zellen von außen. Und Diese sehen wesentlich kleiner aus.

    Die von dir gemessenen Zellen auf deinem Bild gehören m.M.n zum medulären/ entalen Excipulum.

    Wenn du willst kannst du ja den Fund auch auf Ascofrance vorstellen, mal sehn was Nicolas dazu sagt/schreibt. Vielleicht ist es ja auch was ganz anderes, würde mich schon interessieren.


    Grüße

    Felli

    Servus Raphael,

    Zu dem Becherling

    die leicht rosa/violette Färbung, die Sporen mit 2 Guttulen und warziger Oberfläche lassen mich an Peziza howsei denken. Ist aber nur eine vage Vermutung.


    bei den Helvellen gibt es öfter mal ornamentierte Sporen. Wenn nicht der Großteil ornamentiert ist würde ich von glatt ausgehen. H. villosa/ oder H.latispora sind natürlch Möglichkeiten


    zur Humaria - die passt wohl.


    Grüße

    Felli

    Servus Hans,

    Das hört sich jetzt a bisserl komisch an, und ist vielleicht auch weit hergeholt, aber könnte es sein, dass das ein unreifer Schleimer ist/war, der verkapselt /sklerotiesiert ist ?

    Wobei es auf dem 2.Bild mit den apikalen Abflachungen eher nach einem Asco ausschaut!


    Ich hatte solche Kugeln ja auch schon bei einem rosa Schleimer festgestellt.

    Die Bildbeschriftung "Sporen" stimmt nicht!


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Entlang einem Bachbett fand ich 3 Pilzchen.

    Zwei davon wuchsen direkt im Randbereich des Gewässers auf lehmigen teils bemoosten Boden.

    Um ehrlich zu sein, ich sah den Zweiten erst unterm Bino :)

    Zu Nr 1:

    Scutellinia trechispora eine relativ leicht ( mikroskopisch) zu bestimmende Art

    mit runden 15-17(19)µ großen Sporen,

    deren Ornament aus abgestutzten 1-2,5µ hohen Stacheln besteht.

    Baumwollblau

    Chloralschwarz

    Und noch die Haare


    2.

    Das wesentlich kleinere (3 mm), ockergelbe Becherchen stellte sich als

    Cupulina ascophanoides = Tricharina ascophanoides heraus.

    Hymenium x400


    Hymenium mit Paraphysen und Asci (IKI-)

    Haare an der Apothecienaußenseite


    Pilz Nr.3

    Das ist ein Pilz aus einer Gattung die ich zwar wahrnehme, aber mich normaler Weise nicht damit beschäftige.

    Deshalb wäre ich für Bestimmungshilfe dankbar.

    An einem abgestorbenen Ast/Zweig einer Ulme fand ich überall einen graurosa Belag .

    Fest mit dem Substrat verwachsen und die Ränder anliegend.


    Mikroskopisch sieht man stark inkrustrierte dickwandige Lamprozystiden von 20-50 x 8-12µ Länge.

    Die Zystiden sind öfter verzweigt.


    Schnallen sind vorhanden


    Basidien konnte ich nicht finden, allerdings ein paar Sporen von 7-8 x 3µ Länge.

    Hier nochmal Zystiden in Kongorot


    ich komme da auf Peniophora lilacea den Ulmen-Zystidenrindenpilz

    kann man das so bestätigen?


    Grüße

    Felli

    Servus Nobi,

    Danke für die Zeichnung + den Ausführungen.

    Hier

    https://www.researchgate.net/publication/233520208_Taxonomy_of_Coniochaeta_leucoplaca_and_C_velutina_Morphological_and_molecular_studies_based_on_LSU_rDNA_of_isolates_from_Taiwan


    gibt es eine tabellarische Gegenüberstellung beider Arten - zusätzlich zu den Beschreibungen.


    Da läuft es darauf hinaus, dass mein Fund von beiden Pilzen etwa gleich viel Übereinstimmungen hat.

    Wenn man Wertigkeiten der Eigenschaften zulässt die man als Konstante nimmt, also in diesem speziellen Fall

    die Setenverteilung auf dem Fruchtkörper, bleibt C. leucoplaca übrig.


    Dann wäre aber der von dir verlinkte Fund C. velutina :/ (sieht man gut auf den Bildern, dass der ganze Fruchtkörper mit Seten besetzt ist )


    Naja, das wird man wohl ohne das dazugehörige Konidienstadium nicht klären können. Bleibt also eine

    Coniochaeta cf. leucoplaca


    Grüße

    Felli

    Servus Hans,

    eine weitere Möglichkeit wären evtl. auch noch die Kugelköpfchen von Pilaira anomala oder einer anderen Art aus der Gattung.

    Die Sporen sehen zumindest in etwa so nach Pilobolus/ Pilaira/ Mucor aus.


    Oder es ist was ganz Anderes ;)


    Grüße

    Felli

    Servus,

    auf 3-Monate altem Hirschdung fand ich gestern 1 setöses Perithecium.

    Überrascht hat mich dann die Kleinheit der Sporen.

    Beschreibung:

    Sehr kleine Perithecien, 0,25 mm, meist nur mit dem Hals aus dem Substrat herausschauend.

    Perithecien dunkelbran-schwarz, kugel-birnenförmig.

    Hals schwarz, mit braunen Seten besetzt.

    x400

    Seten 10-50 x 3-4µ, braun, dickwandig, unseptiert, apikal leicht abgerundet zugespitzt,

    +IKI

    Asci: 50-70 x 6-8µ, zylindrisch, 8-sporig, IKI -, Basis nicht erkannt

    Parahysen fädig, unauffällig.

    Sporen: 5-7(8) x4-5 x 3-3,5 µ, Keimspalte auf der flachen Seite der Sporen nur unscheinbar nur f a s t

    ( also nicht) auf ganzer Sporenlängelänge

    IKI

    Kongorot

    Bin nicht sicher ob die KS nicht doch durchgehend ist


    Keine Schleimhülle um die Sporen!


    Auf Grund der wirklich kleinen Sporen, der KS die nicht die ganze Sporenlänge ?? erreicht, dem setösem Hals und der dunklen Farbe der Perithecium´s tendiere ich irgendwie eher zu C. velutina als zu C. leucoplaca.


    Aber ich bin mir recht unsicher und freu mich auf eure Meinungen dazu.


    Grüße

    Felli


    Jetzt hab ich grade gelesen, dass die Seten bei C. velutina den ganzen Fruchtkörper bedecken soll und nicht nur den Hals ( wie bei C. leucoplaca)

    --> ganz schönes Durcheinander das mich wieder näher zu C. leucoplaca bringt :/

    Servus,

    das sieht eigentlich nach sehr typischen Podophacidium xanthomelum aus.

    Allerdings sollte man reinmikroskopieren, denn es gibt mit Melachroia livida eine etwas kleinere sehr ähnliche Art.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    vor kurzem konnte ich ein paar kleine schwarze Perithecien als

    Nemania confluens (Tode) Lassoe & Spooner bestimmen.

    Substrat: Finalmorscher Ast 2,5 cm Durchmesser noch am Baum ( Hainbuche) befestigt.

    Perithecien 0,7-1,1 mm, in kleinen länglichen Gruppen ( bis zu 5 Einzelperithecien), mammiform, deutliche Papille, schwarz , bis 1/3 im Holz eingesenkt.

    Mit KOH 3% leicht grau entfärbend, aber kaum zu erkennen.

    Sporen: (15)17-18 (19) x 8-9(10)µ, dunkelbraun, leicht ungleichseitig, KS über die ganze Sporenlänge.

    Asci:150 x10-12µ, zylindrisch, 8-sporig, Haken+ , IKI +, leicht kongophil.

    Paraphysen 3-5µ breit, apikal abgerundet, an den Septen leicht verengt, Zellen mit guttuliertem Inhalt.


    Apikalapparat mit IKI

    Hier auch mal geringelt

    Anfärben mit Kongorot ergab dieses Bild des Apikalapparates

    Hier mit sehr wenig Wasser unterm Deckglas. Deshalb die Sporen etwas breiter, aber die KS ist gut zu erkennen. ;)


    Ich hoffe ich liege mit meiner Bestimmung richtig


    Grüße

    Felli

    Servus Martin,

    die Farbe käme ja hin, aber sollte ein junger Kiefern-Braunporling nicht saftig-weich sein und eher gelbbraunes Fleisch haben?

    ja,

    mir fällt nur nichts passenderes dazu ein.

    Leider hab ich den oben erwähnten Fund von mir nicht angeschnitten, so dass ich nicht sagen kann ob der ganz jung nicht doch weißes Fleisch hat.

    -wir werden es hoffentlich in ein paar Tagen/Wochen von Benjamin erfahren


    Grüße

    Felli

    Servus Chris,

    Ein paar Angabe über Sporengrößen oder so wären echt hilfreich ;)


    Ok, bei deinem Rinderdungbecherlingsbaumwollblaubild kann man an einer Spore eine Streifung(Ornament) erkennen. Und die orangen Paraphysen schliessen natürlich eine Peziza aus.

    Die Paraphysenspitzen finde ich dennoch apikal ungewöhnlich schlank. Vermutlich hast du dann eine Var. ( elaphorum/ sordida) von C. granulata gefunden.

    Wie groß waren denn die Apo´s eigentlich?


    Zur Otidea : was hast du denn da für Sporengröße/ Q-wert usw.?

    Es ist schwer nur nach den Bildern zu gehen.


    Grüße

    Felli

    Servus Raphael,

    Das BIld unter den getrockneteten Fruchkörpern stellt doch ein Moosblättchen, und nicht das durchgeschnittene Sklerotium dar-oder?

    Leider kann ich dir bei den Bestimmungen nicht wirklich weiter helfen ,

    Hier komme ich nach Gröger auf Arrhenia onisca. Mich stört aber diese grobe Riefung der Hüte, nach Ludwig etc. sollte die viel feiner sein.

    A. onisca kenne ich auch nur mit einer bis zur Hälfte des Hutes reichender Randriefung, bzw. nur einer feinen Riefung die man erst beim Abtrocknen der Fruchtkörper erkennt. .- Falls meine Bestimmung stimmt-


    Grüße

    Felli

    Servus Chris,

    bei den Farben dachte ich an Otidea brunneoparva.

    Aber wenn der Q-Wert natürlich nicht passt, und die anderen Schlüsselmerkmale auf

    O. leporina zutreffen wirst du mit deiner Bestimmung schon richtig liegen.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Ja, vor Überaschungen ist man nie sicher.

    Beim Mikroskopieren entwickelten die winzigen in Wasser aufgelösten Stückchen einen intensiven üblen Geruch. Er erinnerte mich an Gülle oder faulige Eier. Da kam mir dann wieder eine Art in den Sinn, die wirklich so riecht:

    Eine Stephensia hatten wir mal im Bot.Garten, die hat nach meinen Aufzeichnungen nach Käsefüße mit Knoblauch gerochen ;)


    Grüße

    Felli

    Servus Chris,

    Wo bist du im Urlaub?

    Da muss ich hin :)

    Den Arvenröhrling hab erst einmal finden dürfen-toller Fund!


    Jetzt muß ich aber noch ein bisschen unken, ;)

    Hast du ein Mikroskop dabei?

    Die O. leporina sieht sehr dunkel aus, liegt aber vielleicht wieder an meinem Monitor.

    Die Trichophaea unterhalb der Otidea hast du dir nicht angeschaut?


    Deinen Rinderdungbecher glaub ich dir aber ohne Mikro nicht.

    Das Große in der Mitte sieht wie Peziza cf. fimetii aus.

    Daneben ist evtl. Ascobolus furfuraceus, und links oberhalb den Großen ist verm. noch ein Lasiobolus.


    Grüße

    Felli