Beiträge von Felli

    Servus,

    Ich fand während einer Kartierungsarbeit diese Nebefruchtform an einer vorjährigen, noch am Strauch befestigten Heckensrosenfrucht.

    Ich komme da nicht weiter.

    1. Makro


    2. Bino-Aufnahme


    3.Schnitt


    4. linker Rand des Schnittes x1000


    4. gequetscht

    hyalin-graue Konidien 7-10 x 3-4µ

    5. Konidienträger in Kongorot


    6. andere Konidienträger die evtl. auf der NFF parasitieren?

    Oder gehören diese doch dazu?


    7.

    und dann gabs 3 verschieden Konidien-sorten

    Konidien 1 ellipsoid, grau :7-10 x 3-4µ

    Konidien 2 länglich,hyalin, 3 x septiert: 15-20 x 3µ

    Konidien 3: grau, 3 x septiert, mit Anhängsel, Endzellen leicht heller: 15-18 x 6-7µ







    Hat jemand eine Idee oder Gedanken dazu?

    Ich denke Christine hatte das auch vor kurzem gefunden.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    auf einem welken Salatblatt (Hochbeet) fand ich diese hübschte Strukturen

    Ich gehe von Bremia lactucae dem Falschen Salat-Mehltau aus

    unter Mikro gab es bäumchenartig verzweigte Äste mit einem kronenförmigen Abschluss an dem die Sporen ansaßen.

    Die Sporen sind rundlich bis 18µ groß, glatt


    Grüße

    Felli

    Servus,

    so langsam komm ich mit meinen Proben zum Ende.

    Hier hab ich nun ein Stück einer "Knubbelflechte"

    Ich denke es handelt sich hier um Thalloidima diffractum; wobei sich mir der Unterschied zu Th. sedifolium nicht gänzlich erschliesst. Die Sporenmaße überlappen sich stark, und an Hand der Öklogie ( Th. sedifolium auf Moos/Erde aber auch Felsen) bin ich mir nicht sicher.

    1. Übersicht


    2. Schnitt durch den Thallus / Fruchtkörper


    3 unreifes Hymenium in Wasser

    Hier mit 3 % KOH schön violett


    Eine unreife spindelige Spore konnte ich entdecken.


    Grüße

    Felli

    Servus Martin,

    Ja, da hab ich wohl die falsche Abzweigung genommen.

    Ich hatte den Rand nicht als "lappig" angesehen.

    interessant finde ich dein Sporenfoto, denn es lassen sich dort zwei Sporentypen im Hymenium erkennen.

    Die großen Sporen hab ich gar nicht in Betracht gezogen da ich sie für eine Entwicklungsstörung halte. So extrem anderst geformte Sporen hat man auch des Öfteren bei den coprophilen Pilzen, wenn der Dung zwischendurch mal ausgetrocknet war.

    Werde aber auf jeden Fall nochmal rein mikroskopieren


    Grüße

    Felli

    Servus Martin,

    Ja, das war wieder mal eine tolle Exkursion.

    Danke für die schönen Bilder und Erklärungen.

    Ich hab noch ein paar Proben eingesteckt, mal sehn was das ist/war ;) :/

    Grüße

    Felli

    Servus,

    das sieht schon nach S.conicum aus.

    Die Sporengröße variiert je nach Reifegrad, erst die dunkelbraunen sind reif und sollten zum Messen hergenommen werden. Junge Sporen sind oftmals größer!

    Grüße

    Felli

    Servus,

    wie waren denn die Sporen im reifen Ascus angeordnet? Bei cuniculi sollten sie biseriat angeordnet sein bei cilliatus uniseriat.

    Wie reagierten die Haare auf Lugol ?

    Grüße

    Felli

    Servus Berhard

    Bei deiner Nr. 1 hast du dich vermutlich geirrt. Lasiobolus ciliatus hat eine ellipsoide Sporenform. Die Sporen deines Fundes passen besser zu Lasiobolus macrotrichus.


    Nr.2 würd ich auch so sehen



    Zu der Nr 3

    Von Saccobolus verrucisporus gibt es eine kleinsporige Variante bzw. eng verwandte Art. die im Forum schon diskutiert wurde.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Beim Flechtenschauen mit KaMaMa an +/- exponierten Kalkfelsen konnten wir ausser den Flechten (s. Unterforum) auch noch etwas Anderes entdecken.

    Schon auf dem Weg zum ausgesuchten Gebiet waren nach dem Regen die ersten Pilze mit Hut und Stiel zu sehen.

    Ein Vertreter der Mistpilze auf Hechsel.

    Für einen gewöhnlichen Goldmistpilz kommt er mir (5cm Hutdurchmesser)zu kräftig vor, auch die Farben gehen mehr ins olive/ockerliche.

    Was es genau ist - bleibt ein Rätsel da ich mir kein Exemplar mitgenommen habe.


    An den Felsen angekommen, versuchte ein Gemeiner Weichkäfer (Cantharis fusca) vergeblich sich der Kamera zu entziehen.


    Ein Blick auf die Flechtengemeinschaft


    Was wären die Flechten ohne Fressfeinde ? Natürlich unversehrt ;)

    Aber:

    Die Raupen des Gewöhnlichen Flechtenbär (Eilema complana) ernähren sich davon.


    Aber die große Überraschung gabs dann völlig unverhofft.

    1. hab ich nach einer Hitzeperiode im Mai nie damit gerechnet, und

    2. dann noch in einem Moosrasen von Bryum argentum

    auch noch EINEN ! Moosbecherling in guter Verfassung zu finden.


    das Glibberzeugs ist Nostoc.


    Auf die Schnelle fiel mir mit diesem Erscheinungsbild und dem vorhandenem Moos nichts Passendes ein.

    Nachdem ich mir den Moosrasen unterm Bino anschaute konnte ich weitere Moose ausmachen.


    Mikroskopische Untersuchung des Fruchtkörpers ergaben runde netzige Sporen

    in Baumwollblau



    die gut zu Lamprospora tortulae-ruralis passten.

    Auch das zugehörige Moos: Syntrichia ruralis war ja vorhanden, was die Bestimmung wohl absichert.

    Hier noch ein paar Moosbilder


    Bryum agenteum



    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nun hab ich mal Zeit gefunden die eine oder andere Flechte mikroskopisch zu betrachten.

    Hier komme ich auf Diploschistes muscorum.

    Eine zuerst parasitisch veranlagte Flechte die dann später ohne ihren verbrauchten Wirt weiter existiert.

    Auf Moos wachsend.

    Das Lager ist warzig, mit eingesenkten Apothecien,. Scheibe grau-dunkelgrau, leicht bereift, K-.


    Asci sind 4-sporig ( In den jungen Asci sind oft mehr Sporen vorhanden von denen sich aber nur 4 voll entwickeln)



    IKI- (Lager leicht graublau am Apothecienrand)

    IKI -


    ( In den jungen Asci sind oft mehr Sporen vorhanden von denen sich aber nur 4 voll entwickeln)


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Auf einem schönen Kalkfelsen gab es diese Caloplacen

    Thallus flächig, gefeldeert, orange-gelb

    Apothecien berandet

    Schnitt in Wasser (x400)

    Hymenium x1000


    KOH-Reaktion violett-rot

    hier nochmal der Randbereich


    Nach vielem hin und her geschlüssele bin ich bei Caloplaca dolomiticola gelandet.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Auf Esparsetten-Blättern waren braune Flecken sichtbar.

    Stemphylium sarciniforme war meine Vermutung.


    Es gab winzigste Pyknidien mit leicht rosa-orange angefärbetem Sporenauswurf,

    was ich dann aber komisch fand


    und nach mikroskopischer Untersuchung gab es keine braune Konidien,

    sondern lang geschwänzte hyaline Konidiensporen.


    Konidiophoren in Kongorot



    Ideen dazu ?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    es ist schon toll was man alles auf solchen Rinden entdecken kann - wenn man weiß auf was man achten soll.

    Borken-Schwefelflechte, oder kurz dem "Eichengelb" :gzwinkern:

    Das "Eichengelb" wird sich sicherlich etablieren ^^


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Na dann passt ja alles ;)

    Leider hab ich keine Apothecien bei meinen Krümeln gesehen ( vermutlich übersehen).

    Danke nochmals für die Erklärung.

    Was ich noch nicht ganz verstehe ist das mit den Nostoc-Algen in den Isidien-

    Da lese ich mich noch ein.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    in einem meiner Döschen befanden sich einige Krümel die grünblaue Hyphen besaßen.

    Nun bin ich mir nicht sicher ob die Krümel zum Tintenfleck gehören.

    Denn auf diesen hab ich winzige aufsitzende Gebilde gesehen.

    Das Makro-Bild ist schon 40 fach vergrößert.

    Hier eine Teil mit aufgelegtem Deckglas unterm Mikroskop bei 100 facher Vergrößerung

    Die Teile sind sehr weich.

    hier x 400, Struktur erinnert an an Cleisthothecium

    Nach leichtem Quetschen sind überall Sporen zu finden

    teilweise könnte man meinen dass die Sporen zusammen hängen

    In Lugol gibt es keine Reaktion und die Sporen wirken dickwandig


    Ideen dazu ?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    am Stamm einer Esche fand ich diese auffallenden braunen Apothecien.

    Beim Wiederbefeuchten zeigte sich aber keine Verfärbung zu grün.

    Dennoch geh ich davon aus, dass es sich auch hier um Pleurosticta acetabulum handelt.

    Kann man das bestätigen ?

    Die Lappen waren jetzt nicht all zu deutlich,






    Grüße

    Felli

    Servus Martin,

    Du brennst ja hier ein Feuerwerk ab - Donnerwetter. :daumen:

    Freut mich dass du einen tollen Tag mit passendem Wetter hattest,

    schade dass ich keine Zeit gehabt habe, wäre gern mit gegangen.

    Aber so kann ich die Flechten auch nachsuchen ;)

    Grüße

    Felli

    Servus Ulla,

    Recht herzlichen Dank.

    Das passt sehr gut zum Nymphenbild -

    Sieht man wohl auch nicht so häufig.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Kann mir von euch jemand sagen was das hier für ein Spinnentier/ Milbe ist ?

    Fand ich auf einem Stück alter Eichenrinde beim Flechten bestimmen.

    Größe etwa 0,3mm


    Bild x400


    Grüße

    Felli

    Servus ihr Beiden,

    Danke für die Vorschläge, hab das mal eben überprüft.

    Zuerst die Nr. 2

    Ch. ferrugineum.

    Die hatte ich eigentlich ausgeschlossen, weil ich im Querschnitt bei Zugabe von 3% KOH keinerlei Reaktion stattfand.

    jetzt hab ich 20% KOH benutzt , und siehe da:

    Sofort -Reaktion

    nach 2 Minuten


    Damit dürfte Ch. ferrugineum klar sein.

    Die pigmenttragenden Stellen können übrigens in UV deutlich orange fluoreszieren:

    Das konnte ich leider nicht sehen, was für eine UV-Lampe benutzt du ?


    Nun zur anderen Nadel

    Nr 3:

    Schau mal nach, ob du strichococcus Algen (eher langgestereckte Zellen) findest.

    Hab ich :)



    Somit kann ich dann das Cf.wohl streichen und Ch. trichialis dazu sagen.



    Auf dem Eichenstückchen sind Außerdem noch :

    1.Hysterium pulicare



    2. Navicella pileata



    Und zum Schluß noch

    3.

    Opegrapha varia




    Die Steinflechten müssen noch ein wenig warten.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    nun hab ich mal die Stecknadeln angeschaut.

    Puh,- was soll ich sagen - ick kenn mich nicht mehr aus

    Alle Funde sind auf Eichenborke

    Das einfachste war natürlich die von Martin vorgestellte Art.

    Hier meine Bilder dazu.

    Nr 1

    Chaenotheca phaeocephala





    Nr 2

    Chaenotheca spec - chrysocephala ?

    Dieser wuchs auf feinkörniger rötlicher Unterlage

    teils fast büschelig

    unbereift, Rand deutlich


    Die Stielbasis war knollig verdickt

    Sporen braun, rundlich , schollig ornamentiert


    Und der 3. im Bunde

    Nr 3 Chaenotheca spec 3 - trichiales?

    wuchs auf grüner pulveriger Unterlage, und hatte leicht weiß bereifte Stiele und

    Becheraussenseite



    Schnitt x 400


    KOH+ IKI


    Ich komme nicht weiter


    Grüße

    Felli