Beiträge von Felli

    Servus,

    Auf der Unterseite von abgestorbenen Zinnkraut-Blättern (Equisetum arvense) fand ich Mehltau Cleistothecien.

    Ich dachte immer Zinnkraut wird gegen Mehltau eingesetzt und wird deshalb auch nicht "befallen".

    Dass die Fruchtkörper von einem Baum gefallen sind kann ich ausschließen,

    sie waren an der Unterseite des Blattes angewachsen.




    auf einen Namen bin ich nicht gekommen :(


    Grüße

    Felli

    Servus,

    vor kurzem fand ich an einem abgestorbenen , flechtenbewachsenen Sanddornzweig

    ein Grüppchen schwarzer, leicht berandeter Apothecien zwischen Lecanora?( nicht untersucht).


    mit türkisen Auflagerungen über den Paraphysen/ Hymenium


    !6-sporige, leicht keulige Asci


    Sporen gebogen, hyalin 3 xseptiert


    und einer schönen Lugolreaktion


    Unter Dactylospora - den ich hier vermutete - konnte ich aber nichts passendes finden :(

    habt Ihr eine Idee dazu?

    Grüße

    Felli

    Servus ,

    das sieht schon recht gut aus.

    Den Geruch hatte ich damals als Köhlergeruch ( leicht schärflich - feuchte Holzkohle - M.diosma ( Zigarrenkiste) wahrgenommen.

    Die Inhalte der Paraphysen sind nur in der ersten Zelle und lassen sich mit Bwbl,. nicht anfärben, dadurch gibts nen schönen Kontrast


    Grüße

    Felli

    Servus Raphael,

    waren die Becherchen gestielt?

    Die Lugol-Reaktion wäre auch noch interessant.

    Das einzige was dir dann noch fehlt ist die Sporenornamentation reifer Fruchtkörper.

    Die Becher sehen noch recht jung aus - vielleicht täuscht das aber auch;

    Hast du mal daran gerochen?

    Und teste mal einen Schnitt unterm Mikroskop mit 5% KOH ob sich irgendwo was gelb verfärbt.

    Ich habe auch noch Funde die sehr ähnlich aussehen, sollten alle mal überprüft werden, ich denke es gibt noch mehrere unbeschriebene Arten mit multguttulaten Sporen - oder aber sie sind sehr variabel -

    Grüße

    Felli

    Und zu guter letzt

    gabs im Totengrund noch Brombeerstängel auf denen man - wenn es feucht genug ist - fast immer etwas findet.

    So auch hier:

    Hymenoscyphus scutula



    Und eine etwas unsicher Bestimmung , da auch hier keine reifen Fruchtkörper zu finden waren:

    Cistella cf. oedema

    Paraphysen


    unreifer Ascus in Lugol


    Grüße

    Felli

    Weiter gehts,

    am Hohlen Stein nahm ich ein paar Brennnessel-Stängel mit. Die weißlichen Becherchenstellten sich als Calycina herbarum heraus


    Weiterhin gab es noch eine Leptosphaeria doliolum

    Sporen


    An Eiche konnte man ausgeblasste Tremella´s begutachten

    Tremella mesenterica


    Unter den Hecken direkt an der Gemeindehalle fand ich ein Ästchen (Substrat leider nicht bestimmt) mit

    Lachnella villosa

    dextrinoide Haare mit Melzer´s Reagenz


    Grüße

    Felli

    Servus,

    so , jetzt bin ich fast fertig. Hab mir das Lophodermium mal angesehen und komme leider nur auf ein cf. Ergebnis.

    Ganz reife Fruchtkörper habe ich nicht gefunden.

    Lophodermium cf. culmigenum

    die wenigen Sporen hatten eine

    dicke Schleimhülle bei einer Größe 60-75 x 1,5-2µ,

    zylindrische Asci bis 95 x 10µ,

    und gebogene Paraphysen mit 2-3µ Breite




    Etwas weiter am Grashalm waren noch einzeln in Reihe wachsende Pseudothecien.


    Paraphaeosphaeria michotii


    braune 2 x septierte leicht rauhe, dickwandige, 15-17 x 5-6µ große Sporen


    weiterhin gabs bei einer Extra-Exkursion am 09.10 an einem stillgelegtem Bahngleis

    Scleroderma bovista


    Ich denke, die netzigen Sporen sind deulich zu erkennen


    Fortsetzung folgt


    Grüße

    Felli

    Servus miteinander,

    Tolle (Pilz(e)- +Bilder habt ihr da wieder einmal eingestellt :daumen:

    Ein Lophodermium auf Calamagrostis epigejos, das ich an Felli weitergereicht habe

    Ich bin leider noch nichht dazu gekommen die mitgenommenen Pilzchen zu bearbeiten. werde den Bericht aber sicher ergänzen ;)


    Grüße

    Felli

    Servus,

    b dürfte ein Thecotheus sein evtl. Thecotheus pelletieri.

    Die positive Lugol-Reaktion , die 32 Sporen mit Schleimhülle sprechen dafür. Die Sporengröße lässt aber zu wünschen übrig, da fehlen ein paar µ. Könnte aber am unreifen Fruchtkörper liegen.

    Grüße

    Felli

    Servus Tonio,

    hast du eine Ornamentation auf den Sporen und eine Blaufärbung im Hymenium mit Jod bemerkt? Sollte bei Iodophanus carneus so sein.

    Was anderes fällt mir auf die Schnelle aber auch nicht ein .

    Grüße

    Felli

    Servus Bernd,

    die 5 großen, sporenähnlichen Dinger dürften Eier von Nematoden sein.

    Die kleinen Sporen darunter könnten von einem Thelebolus oder aber auch von dem

    orange Zeugs stammen. Das wächst öfter mal auf den Kötteln, aber einen Namen dafür hab ich auch nicht.

    Schau doch mal ob du Konidienträger finden kannst.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Die Becherchen sind noch viel zu klein um was Genaues zu sagen.

    Aber

    die Nr 1 erinnert sehr stark an ganz junge Aleuria cf. aurantia


    Die Nr 2 ist sicherlich eine Ascocoryne, verm. cylichnium aber auch die ist noch sehr jung.


    Nr 3 erinnert sehr stark an Trichphaea oder Trichophaeopsis

    da muß das Mikroskop ran!


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Oh, also eine pyrenocarpe Flechte? Das hattest du nicht erwähnt und ich kann das auf den Fotos nicht erkennen.

    Gelbe Perithecien sind aber sehr ungewöhnlich ..

    Ich denke nicht, dass das gelbe PERITHECIEN sind. Für mich sieht das aus nach eingenkten Apothecien aus.

    Ist es möglich, dass das ein Cryptodiscus ist?

    Ich denke da gibt es welche mit mauerförmigen Sporen.


    Grüße

    Felli


    Ha, Wußte doch ich habs schon mal gesehen

    Kannst dich ja mal mit Zotto in Verbindung setzen

    Nochmalige Grüße

    Felli

    Servus,

    auch bei mir herrscht eine Pilzflaute, ist aber nicht schlimm,

    denn entlang von Bachläufen findet man immer etwas.


    Auf Laubholz gabs z.B. 2 Grüppchen dunkelvioletter Becherchen, die man makroskopisch schon zu Ascocoryne stellen konnte. Unterm Mikroskop war es dann recht einfach die Art zu bestimmen.

    Ascocoryne cylichnium

    Sporen 24-27µ lang mit kleinen Guttulen gefüllt und überreif konidienbildend




    Ein Meter daneben lag ein relativ dicker, vom Wasser überspülter, finalmorscher Fichtenstamm

    Auf der Fließwasser abgewandten Seite waren kleine( 0,5-1cm), dichtgedrängte, dunkelbraune Kissen zu sehen.

    Makroskopisch leicht als Dickbecherlinge zu erkennen.

    Psilopezia nummularia


    Der Pilz sitzt ganz auf dem Substrat, wie man hier im Schnitt schön sieht

    Die Sporen sind dickwandig, glatt , bi-guttulat, und sind recht groß



    Die Paraphysen sind multguttulat, d.h. mit kleinen Öltröpfchen gefüllt, und haben dunkle federwolkige Auflagerungen.



    Die IKI-Reaktion (Jod/ Baralsche Lösung) ist negativ

    Die Medula besteht aus einer hyphigen Struktur und endet in länglich verdickten, wurstförmigen Endzellen


    Nun gibt es natürlich unter den Dickbecherchen auch Verwechslungskandidaten;

    und wie es der Zufall will, befanden sich keine fünf Schritte weiter, auf einem Ast 2 einzelne Becherchen die makroskopisch sehr ähnlich aussahen.

    Leider war der Kleine (5 mm) ganz und gar unreif, und der Große (12 mm) noch nicht ganz reif.

    Die Merkmale sprechen aber eindeutig für

    Pachyella babingtonii


    Dieser ist punktförmig angewachsen und die Apothecienränder stehen ab, wie man auf dem Bild schön sieht

    Unterseite

    Die Asci reagieren zart blau mit IKI+

    Die Sporen sind etwas kleiner und dafür auch mehr breitellipsoid



    Die Medula(Fleisch) ist aus rundlichen Zellen,

    und das Excipulum besteht aus langen, in Gel gebetteten, hyphenartigen Zellen

    Endzellen x1000 in Kongorot


    Also ab in die Bäche ;)

    Und an die Bachränder, den da kann man auch noch größere Sachen entdecken;

    wie z.B.




    Grüße

    Felli

    Servus,

    in einem Jungfichtenwald mit eingestreuten Birken un Eichen

    fand ich an einer alten bemoosten Rückegasse diese 2 Rißpilzchen.

    Der relativ gelbe Hut,

    mit braunen dicken Schuppen im zentralen Hutbereich,


    die 9-10(11) x 6-6,5(7)µ großen glatten Sporen

    und die teils unförmigen - Auswüchse an den Cheilozystiden


    bringen mich zu

    Pseudosperma cf. squamatum


    Kann ich da das cf. streichen ?


    Grüße

    Felli

    Servus Harald,

    wie war das von der Konsistenz? relativ weich oder sehr hart?

    Für mich soieht es makroskopisch nach Picoa carthusiana aus, die allerdings - wenn du keine Asci gefunden hast - total unreif ist.

    Grüße

    Felli