Beiträge von Felli

    Servus,

    auf Lonicera xylosteum fand ich kleine schwarze Pünktchen die sich als Überreste

    von Melomastia mastoidea rausstellten ( Meiner Meinung nach).




    Jetzt wird der Pilz einmal bei den Dothideomycetes gelistet, aber teils auch bei den Sordariomycetes geführt.

    Schliesst das Eine das Andere nicht aus?

    Leider habe ich keinen intakten Ascus finden können :( .

    Grüße

    Felli

    Servus Karl

    Danke für die Bestätigung und die Erklärung.

    Ich hab zu wenig Erfahrung mit diesen Pilzchen .


    Grüße

    Felli

    Servus,

    nach längerer Zeit warf ich mal wieder einen Blick in die angelegten Dungkulturen.

    Überraschender Weise wuchsen größere Pilze mit Hut und Stiel, allerdings nicht direkt auf dem Dung.

    Hut ca 3,5 mm,

    Stiel 50 x 1,5- 2 mm

    Hutrand bereift, Stiel deutlich rillig, breite Lamellen

    Sporenpulver schwarzviolett

    Sporen in 3% KOH: olive-braun

    HDS

    HDS+ Kongorot

    Cheilozystiden


    Caulozystiden hab ich nicht gefunden.

    Schnallen sind vorhanden.

    Basidien : 4-sporig


    Mein Vorschlag wäre Psilocybe cf. coprophila

    Aber passen da die Cheilo´s ?


    Grüße

    Felli

    Servus Mario,

    Ob das wirklich ein Haar ist kann ich leider so nicht beurteilen.

    Auf deinem Quetschbild


    könnten diese Lufteinschlüsse ein Zeichen für Haare sein.

    Aber jedesmal wenn ich versucht habe von einem Apo einen Querschnitt zuerhalten, war von dem bischen Zellgewebe was das Exp. bildet nur noch Matsch da.

    Wichtig sind die Randbereiche beim Schnitt.

    Wenn der komplette Querschnitt nicht klappt, dann nur ein winziges Stückchen vom Randbereich trennen - und das dann erst leicht quetschen und schauen was man sieht ( x 1000 Öl), wenn man nichts erkennen kann dann stärker quetschen.

    Evtl auch ein wenig mit Kongorot einfärben. Das macht die Kontraste deutlicher und färbt zudem noch die Haarspitzen rot bei einigen Arten.


    Im 10 siehst du bei Hyaloscypha keine Haare.


    Paraphysen:


    In Wasser, weil sie vital sein müssen?

    Oder irgendwelche Vakuolen?

    Ja genau, auf die Inhalte kommt es an - wie bei den Sporen auch


    Grüße

    Felli

    Servus Rainer,

    Ich denke bei diesem Fund hat es makroskopisch keinen Sinn bzw. hat man keine Möglichkeit die beiden Arten sicher zu trennen.

    Vielleicht kennt sich ja jemand besser damit aus- mal sehn

    Grüße

    Felli

    Servus Johann,

    Ich kenn mich mit den Flechten nicht aus - das mal vorn weg.


    In dem abgebildetetn Schlüssel Gibts doch bei Nr 2 Adspersum : Asci clavat - also keulig

    Auf deinen Bilder seh ich aber mehr zylindrische Asci - kann aber auch täuschen


    Bei der Nr. 4 - salicinum steht Thallus endosubstratal - wenn ich das richtig deute passt das auch nicht zu deinem Fund, hier seh ich den Thallus auf dem Substrat ( episubstratal).


    bleibt noch die Frage der Ornamentation. Wenn diese im Italic units diese Streifen haben kann würd ich sagen du hast deine Flechte richtig bestimmt.


    Vielleicht ist mein Komentar aber auch alles Quatsch.


    Grüße

    Felli

    Servus Rainer,

    Meine Einschätzung geht richtung Neodasyscypha cerina dem wachgelben Haarbecherchen.

    Also ich hab nichts dagegen den so zu nennen :)

    aber wenn du hier das: wach(s)gelben - noch einfügst hört, es sich besser an.


    Grüße

    Felli

    Servus Mario,

    Pyrenopeziza hätte im Normalfall ein dunkles Excipulum. Hast du das bei deinem Fund gesehen? Du kannst auch um die IKI-Reaktion zu testen nochmal versuchen zuerst KOH und dann Lugol zuzu führen. manchmal führt das zum Erfolg.

    Wenn nicht , dann ist es halt negativ.

    Es wäre außerdem hilfreich wenn du es schaffst einen Fruchtkörperquerschnitt, und auch die Paraphyseninhalte in Wasser abzulichten.


    Möglicher Weise könntest du bei Hyaloscypha fündig werden.


    Grüße

    Felli

    Servus Tonio,

    Danke für deine Info.

    P. lonicerae hielt ich in Verbindung mit dem Wirt einfach für plausibel.

    Für ein Sequenzierung hab viel zu wenig Material

    Grüße

    Felli

    Servus,

    nach dem es ja schon länger trocken ist, dachte ich mir, dass in und unter der Laubstreu von Hasel und Weide doch noch etwas wachsen könnte.

    Und was soll ich sagen..... Jaaa

    Ein gar nicht so häufiger Kätzchenbecherling auf Weidenkätzchen fiel mir zuerst auf.

    Nr 1

    Ciboria caucus

    ein relativ stämmiger Vertreter

    Sporen

    Nr. 2

    dagegen erscheint Ciboria amentacea auf Haselkätzchen etwas fragiler.

    Ciboria amentacea, hier in seiner weiße Form zusammen mit C.c


    Angestachelt durch diese beiden suchte ich ntürlich weiter

    Und siehe da

    auch auf den weiblichen Salweidenblütenkätzchen gab es kleine gestielt Becherchen zu bewundern

    Nr. 3

    Cyathicula amenti

    sehr auffällig mit den vielen Fruchtkörpern


    IKI- Reaktion


    Es standen auch einige Pappel in der näheren Umgebung, und so blib es nicht aus,

    dass auch der hier entdeckt wurde

    Nr.4

    Calycina gemmarum der Pappelknospen Becherling

    Achtet man auf das Substrat, kann man ihn makroskopisch schon bestimmen


    Nun gibt es ja noch mehr Bäume die ihr Laub und geäst auf den Boden schmeißen :)
    Und unter Hainbuche fand ich nun endlich e i n Becherchen das ich lange gesucht habe

    Das reichte aber aus um die Art zu erkennen

    Nr. 5

    Rutstroemia bolaris








    Neben bei gabs unter Eiche auf den kleinen Zweigen eine Capitotricha cf. aff. bicolor.

    Um diese richtig zu bestimmen braucht wie so oft die Unterstützung eines Genlabors.

    Ich habe inzwischen Funde auf Eiche, Buche ,Weißdorn und Hasel.




    Und was es noch auf Tanne gab kommt vielleicht später


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nachdem sich die größeren Schwammerl immer noch versteckt halten, hab ich mir mal wieder die kleinen angeschaut.

    Man wird immer wieder überrascht wieviel auf engstem Raum zu finden ist.

    Auf einem schattig gelagerter Buchenstamm, mittendrin in einem größeren Stapel in etwa 180 cm Höhe, war eine Gruppe heller Flecken zu erkennen.

    Also genauer schauen:


    Nr 1 Neodasyscypha cerina war ja leicht zu erkennen



    Aber es gab ja auch noch anderes zu sehen

    Ein Stereum spec. den ich mir nicht angetan habe. Dann noch Bisporella subpallida die gerne in Verbindung mit Neodasyscyphus wächst. Eine nicht ganz frische Hypoxylon i.w.S.

    und winzige kleine behaarte Ascomyceten die man erst duch die Lupe sah.

    Nr.2

    Makroskopisch recht hübsch

    Olla transiens

    Sporen

    Die Rand-Haare sind mit braunen Inkrustationen versehen weiter außen haben die Haare einen apikalen "Glasanteil" ( lichtbrechender Inhalt)

    der sich mit IKI verfärbt.

    IKI

    Asci mit Haken und IKI positiver Apikalreaktion


    Die anderen Kleinigkeiten folgen demnächst


    Grüße

    Felli

    Servus,

    auf einem altem Buchenstamm ( Schnittstelle ) nahm ich eine Probe mit Neodasyscyphus cerina und Olla transiens mit.

    Dabei fand ich solche Sporen während des mikroskopierens.

    1.


    2.


    Bei Nr. 1 das kann wohl alles mögliche sein

    einen konkreteren Verdacht hab ich bei der Nr 2 mit Brachydesmiella biseptata

    Kommt das hin ?


    Daneben gabs noch eine Heckenkirsche ( Lonicera ) auf der Tr. barbata wuchs,

    und es waren auch schwarze Pünktchen mit diesen Sporen drauf

    Nr 3



    Hier denke ich an Pseudocamerosporium lonicerae


    Was meint ihr?


    Grüße

    Felli

    Servus Rainer,

    Bei dir wachsen ja schon wieder so schöne Sachen- Ich konnte hier außer die Sacoscypha´s noch keine größeren Ascomyceten entdecken- kommt aber sicher noch :)

    Vielleicht kann mir auch jemand von euch beantworten, ob man junge Becherlingen besser getrocknet oder

    frisch versendet, damit sie besser aussporen

    Ganz einfach:

    junge Becherlinge - die nicht zur Sequenzierung bestimmt sind - kannst du eigentlich stehen lassen, sie reifen erst ab einem bestimmten Reifegrad nach, - und auch das ist nicht sicher.

    Zur korrekten Bestimmung sind halt oft ausgereifte Sporen nötig X(

    Falls die Becherlinge auf einem festen Substrat wie Holz, Dung - Haare.etc. wachsen, kannst du sie mit dem Substrat entnehmen und reifen lassen.

    Bei unreifen/ jungen Becherchen kannst du allenfalls die Gattung einigermaßen festlegen.

    Denke ich zumindest, aber vielleicht irre ich mich ja auch.

    Grüße

    Felli

    Servus Rainer,

    da brauchst du das Moos nicht,

    Karl hat dich ja schon auf die richtige Fährte gebracht.

    Diese Pilzchen wachsen sehr häufig auf mit Urin-getränkten Stellen.

    Grüße

    Felli

    Servus

    In der Sektion Dasyobolus ist unter anderem noch A. stictoideus mit deutlich warzigem Ornament. Auf deinen ersten Fotos ist das Ornament der Sporen unscharf abgebildet.

    Also ich sehe da maximal eine etwas granulierte Oberfläche und ein paar Risse. Ist das Ornament deutlich warzig, dann könnte ich mir A. stictoides vorstellen

    A. stictoideus passt von der Ornamentation her überhaupt nicht.

    Ich hab auch mal bei

    P. Prokhorov & Ain Raitviir

    "New or interesting species of Ascobolus and

    Saccobolus in the USSR"

    nachgeschaut, da werden die Sporen von A. amoenus fast globulös gezeichnet und haben diese Maße
    "broadly ellipsoid, (30.5-)(33.3-44.4(-47.8) X 28.6-30.5µ"

    Das erinnert irgendwie nun wieder an die Zeichnung von v. Brummelen bei A. immersus.

    Ja und wenn A. immersus so rundliche/ breit-elliptische Sporen bilden kann,

    wirds wohl auch bei A. elegans möglich sein.

    Ich schau demnächst den Dung nochmal an.

    Vielleicht gewinne ich neue Erkenntnisse :)

    Grüße

    Felli

    Servus Matevž

    Danke für die Bestätigung.

    Das mit der Sporenlänge bei amoenus hab ich gelesen, die soll ja wirklich größer sein wie hier: Ascobolus amoenus

    zu lesen ist.

    Auch hab ich meinen Fund mit den anderen Beiträgen im Forum verglichen.

    Mich irritierte eigentlich nur, dass die Sporenform so extrem unterschiedlich ist.

    Schon die unreifen Sporen sind bei beiden Funden komplett anders geformt.

    Da muss man doch an 2 verschieden Arten denken.

    Vorallem da im Netz nur diese langellipsoide Sporenform dargestellt wird.

    Aber gut wenn der Pilz so variabel sein kann.

    Oder ist evtl. der Kleinsporige was anderes?

    Naja, es sind ja noch einige Kugeln auf dem Gänsedung - mal sehn ob ich da noch weiter kurz-und langsporige finde, so dass eine Trennung evtl. möglich wird.


    Doveri sagt übrigens, dass bei A. elegans der Schleim um die Paraphysen herum weisslich, also farblos ist.

    Danke für den Hinweis


    Grüße

    Felli

    Servus

    Auf meinem schimmligen Gänsedung bildeten sich außerdem auch noch weiß-gelbliche Kugeln,

    hat einwenig gedauert bis ich ein Apothecium mit mit ein paar reifen Asci entdeckt hatte.

    Sah stark nach Ascobolus immersus aus.

    1

    Dann ein ungläubiger Blick durchs Mikroskop und einige ?? im Hirn.


    mit diesen Sporengrößen und der feinen Ornamentation



    Kommt doch eigentlich nur

    Ascobolus elegans in Frage - Oder?

    Was der Ascobolus nicht hatte war war ein grüngelber Mucus.

    Auch die unreifen Apothecien waren nur weißlich.


    2.

    Nach nochmaligem Begutachten der Probe entdeckte ich unterm Schimmel doch noch ein reifes Exemplar mit mehreren, vorstehenden Asci.

    Makroskopisch sah das fast gleich aus, nur apikal war das Apothecium etwas weiter geöffnet.

    Da wollte ich noch einmal die Ornamentation und die Sporengröße überprüfen.


    Und da waren sie wieder - die Fragezeichen


    Freigeschaufeltes Apothecium

    auch hier kein gelber Mucus, dafür aber lang ellipsoide Sporen

    x200

    x400 reife und unreife Sporen/ Asci


    Glatte bis leicht rissige Ornamentation, Schleimhülle am Sporenrand

    IKI-Reaktion

    Paraphysen apikal nicht erweitert, teils gegabelt


    Wenn ich nun mit dem Schlüssel von J.v.Brummelen arbeite, lande ich bei

    Ascobolus amoenus.

    Ascobolus boudieri soll ja braunes Pigment haben.

    Acobolus mancus hat wesentlich dünnere Sporen 19-23 x 10-12µ


    Nun stell ich mir die Frage woher die Gans das Gras hat ;)

    Und lieg ich mit meinern Bestimmungen richtig?


    Dass die Beiden ein und das Selbe ist glaube ich irgendwie nicht.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Seit ca 2 Wochen schimmelt ein mitgenommener frischer Gänsedung fröhlich vor sich hin.

    So einen Schimmel hatte ich bis jetzt noch nicht.

    Die Stämmchen verzweigen sich mehrmals und die in Ketten wachsenden Konidien werden

    an einer kleeblattähnlicher Basis gebildet.


    Teilsporen sind zylindrisch 5-6 x3µ, die apikale Teilsporen sind leicht länger und geschossförmig.

    Erinnert irgendwie ein wenig an Trichoderma.

    x1000




    Hat jemand eine Idee?


    Grüße

    Felli

    Servus Markus,

    Das ist durchaus möglich.

    Dann schau doch mal ob du am Rand-außen leicht keulige, 15-25x5-7µ lange, dickwandige, und am Kopf (apikal) leicht stachlig/warzige Haare entdeckst.

    Teils sind die aber recht unscheinbar.


    Grüße

    Felli