Beiträge von Alexander

    Hallo Dora,


    wir können sehr gerne Pilze auf Fotos anschauen und Meinung dazu geben, aber grundsätzlich gibt es hier bei Speisepilzen weder irgendwelche Garantie noch Verzehrfreigaben - dafür muss man die Pilze einem PSV vorlegen. Selbst bei kleinster Unsicherheit wird jeder dringend davon abgeraten Pilze zu essen.


    Allerdings brauchen wir erst mal Fotos um was zu den Austern sagen zu können. Versuche einfach Dein Beitrag zu editieren un die Fotos noch mal (?) anzuhängen.

    Hallo nobi!


    Wirklich schön was Du zeigst!


    Die Zusammensetzung des Korbes ist irgendwie typisch für seltene gute Zeiten in diesem Jahr... Flockis, Flockis und noch mal Flockis die weit über 50% des Gewichtes ausmachen + ein paar andere Pilze wie Gelbfüße, Perlpilze oder andere Röhrlinge.


    Cortinarius triumphans sollte sogar recht gut schmecken, habe ich gehört. Ich selbst habe ihn noch nie gefunden, und selbst wenn - ich kann solche Cortinarien noch nicht sicher bestimmen. Ich fange lieber mal mit dem Reifpilz und dem C. violaceus an und dann schauen wir mal :)

    Hallo nobi und vielen Dank :thumbup:


    Der "Deckel" roch so aromatisch nach Butterschmalz und Pilzen, es wäre einfach zu Schade ihn weg zu werfen. Ich habe ihn teils zum Zwiebeln/Frühlingszwiebeln für die Pilzpfanne Anbraten und teils für Kartoffelbrei verwendet.

    Hallo beli!

    Danke fürs Feedback, freut mich!

    Weitere Überraschungen und Experimente habe ich erst mal keine mehr :) Brauche erst mal frische Pilze dafür, und ich werde wohl einige Monate auf diese warten müssen...

    Hi Alex,


    danke für den interessanten Bericht.

    Aber lohnt sich der Aufwand wirklich?-> Das Einfrieren ist doch in der heutigen Zeit sehr einfach und das Ergebnis ist top.

    Hallo Rasmik!

    Einfrieren ist natürlich auch OK, das habe ich auch schon öfters gemacht. Aber so schmeckten die Pilze meiner Meinung nach besser. Zum Einfrieren braucht man auch Platz, und vor allem braucht man eine gescheite TK-Truhe oder ein gescheites TK-Fach, ansonsten wird nach wenigen Monaten die Konsistenz und auch der Geshmack der Pilze verschlechtern. Da gibt es einige Berichte hier im Forum zu lesen wo die eingefrorene Pfifferlinge bitter geworden sind oder Reizker nicht mehr schmeckten.

    Der Aufwand für die "Butterdeckel"-Methode hält sich auch in Grenzen. :)


    Eigentlich was ich damit sagen will - Probieren geht über Studieren. Ich denke, man soll verschiedene Varianten ausprobieren und das Beste für sich raussuchen. Macht mir Spass ;)

    Hallo zusammen,


    ich möchte folgende Methode für die Konservierung der Pilze hier vorstellen. Diese ist u.a. in Osteuropa (Russland und Ukraine) bekannt.

    • man bereitet die frischen Pilze in der Pfanne zu, ohne Gewürze und ohne Zwiebeln. Einfach nur Pilze, Salz und Pflanzenöl oder Butter zum Braten.
    • Man nimmt diese frisch gebratenen Pilze noch heiß von der Pfanne und legt sie möglichst dicht, also ohne Luft-Lücken, in ein Schraubglas.
    • Wenn das Glas fast voll ist, werden die Pilze mit heißem Butterschmalz übergoßen, sodass der Butterschmalz eine etwa 1cm dicke Schicht über den Pilzen bildet.
    • Das Glas wird heiß zugeschraubt, abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt. Butterschmalz wird beim Abkühlen fest und dient wie ein luftdichter "Deckel"

    Ich habe Pilze nach dieser Methode Anfang Oktober konserviert und jetzt, Ende November (also 1,5 Monate später), probiert. Sie waren einfach super! Geschmacklich, wie eine aufgewärmte Pilzpfanne von gestern. Auf jeden Fall etwas besser als die eingefrorenen. Sie waren zumindest oben durch Butterschmalz recht fett, das war aber OK - ich habe halt beim Aufwärmen kein zusätzliches Fett verwendet. Nachher mit frischen Zwiebeln, bzw. Frühlingszwiebeln, angebraten - köstlich! Ich habe noch das zweite Glas im Kühlschrank stehen, dieses werde ich an Weihnachten oder sogar erst im nächsten Jahr aufmachen.


    [Update]: in diesem Kommentar von Hassi (Danke dafür!) gibt es eine Seite aus dem Victoria Zãhringers Kochbuch von 1905 zu sehen mit einer Beschreibeung derselben Methode


    Kleine Auswahl der russischsprachigen Literatur in der diese Methode beschrieben wurde:

    • Wladimir Solouchin "Die dritte Jagd – Betrachtungen eines Pilzjägers", 1967
      Dieses Buch wurde aus dem Russischen auch ins Deutsche übersetzt, es gibt eine Ausgabe auf Deutsch vom 1981. Die Genre dieses Essays würde ich als "Pilzromantik" bezeichnen.
      Solouchin beschreibt diese Methode als eine sehr alte und aus den Herrenhäusern der russischen Bojaren stammende, die damals auf Selbstversorgung angewiesen waren. Laut Solouchin ist das eine tolle Möglichkeit die gebratenen Waldpilze auch im Winter zu geniessen - da muss ich ihm jetzt zustimmen.
    • Mikhail Wischnewskij "Gribnyje sagotowki" (auf Deutsch etwa "Pilzvorräte"), 2017, S. 135
      Es gibt leider keine Übersetzung, so weit ich weiß. Das Buch beinhaltet eine große Sammlung von allen möglichen bzw. dem Author bekannten Konservierungsmethoden für Pilze in Russland und in der ganzen Welt.
      ISBN: 978-5-392-25718-8. Originaltitel: Михаил Вишневский: Грибные заготовки.
      Wischnewskij schreibt dass diese Methode vor allem in der Ukraine verbreitet ist und dass die Mindesthaltbarkeit etwa 6 Monate beträgt, vorausgesetzt dass die Pilze von Anfang an von der guten Qualität waren.


    Fotos:


    Geschlossenes Glas:

      


    Butterschicht unter dem Deckel:


    Glas geöffnet:


    "Butterdeckel" durchgebrochen:


    Mit Frühlingszwiebeln angebraten bzw. aufgewärmt.


    Hallo Frank,


    keine Aufregung hier, nur Lob für Deine Arbeit! :):thumbup:

    Manche Dinge probiert man halt am besten aus um Feedback zu holen, das ist doch super!

    Hallo zusammen,


    ich habe ganz vergessen die Bilder vom 17.11.2018 hier zu posten, als ich mit Beorn und Fredo mal wieder unterwegs war! Das habe ich ihnen versprochnen und das will ich hiermit nachholen. Sorry für Verspätung.


    Also, liebe Pilzfreunde, bei uns in Baden-Württemberg sieht es Ende November so aus: prächtige Steinpilze und Unmengen von Pfifferlingen ^^. Ich habe Beweisfotos und zwei Zeugen ;)

    Der einzige Haken ist dass die Steinpilze alle verschimmelt und die Pfifferlinge allesamt die Falschen sind :|





    Eine Kuriosität: der Hut dieser Marone hat sich nach dem Aufschirmen so stark nach oben gebogen, dass der Pilz wie ein Kebap am Stiel ausieht :) Nicht mehr essbar, natürlich.


    Durch Pablo mit seinem gigantischen Pilzwissen dürfte ich einige für mich neue interessante Pilzarten kennenlernen.

    Eine davon war der schöne Kiefernfältling, Leucogyrophana mollusca:



    Die kleine Ausbeute an essbaren Pilzen bestand hauptsächlich aus zwei Flockis und aus Fuchsigen Rötelritterlingen (Erstverkostung für mich). Diese ergaben zusammen ein halbes Kilo.

    Der Rest war Kleinkram: Wässrige Mürblinge (noch eine Erstverkostung), Rauchblättrige Schwefelköpfe, eine Marone, eineinhalb Anischampignons und ein Teil von kleinem Steinpilz.

    Hallo zusammen,


    die Idee Parasolhüte zu füllen ist natürlich nicht neu. Ich glaube hier im Forum gelesen zu haben, dass man auch getrocknete Parasolhüte mit allen möglichen leckeren Sachen füllen kann. Das wollte ich ausprobieren. Letztes Jahr gab es zum Glück viele Parasole, nicht so wie 2018. Ich habe extra dafür die kleineren noch komplett geschlossenen Hüte separat getrocknet. Jetzt, erst über ein Jahr später, habe ich sie zum ersten Mal in der Küche verwendet, als ich am vergangenen Wochenende für 6 Personen kochen durfte. Und es war ein voller Erfolg!


    Es sind 19 ganz kleine Hüte gewesen, ca. 45g Trockengewicht. Die Füllung dafür bestand aus:

    • 100g Risotto-Reis + Einweichwasser von den Pilzen
    • ca. 50g. Cheddar (gerieben)
    • 1 TL Butter
    • 2 Frühlingszwiebeln (fein geschnitten)

    + etwas Butter, Olivenöl und Paniermehl für die Auflaufform.


    Zubereitung:

    • Pilze über die Nacht im Wasser einweichen. Einweichwasser bitte nicht abschütten, wird später für den Reis verwendet.
    • 100g Risotto-Reis (bspw. Arborio) mit ca. 300ml Einweichwasser zum Kochen bringen und die Hitze reduzieren.
    • Nach etwa 10 Minuten Salz, Pfeffer, Butter, Frühlingszwiebel (bzw. optional anderes Gemüse nach belieben) und Käse zugeben. Das ganze soll wie Risotto werden, nur etwas dicker.
    • Diese Reis-Füllung noch ca. 20 Minuten weiter langsam kochen, gelegentlich rühren. Danach etwas abkühlen lassen.
    • Backofen vorheizen.
    • Auflaufform mit Butter einfetten und ausbröseln.
    • Die eingeweichten Parasolhüte mit der Füllung füllen und in die Auflaufform legen, mit wenig Olivenöl oben begießen.
    • Auflaufform kommt für ca. 30 Minuten in den Backofen bei ca. 180 ° C. Ab und zu kann man die Hüte wenden und auch mit wenigen EL Einweichflüssigkeit (falls welche übrig geblieben ist) begießen, damit sie nicht zu trocken werden.

    Parasolgeschmack kommt sehr gut und intensiv durch! Die Pilze werden auch nicht zu trocken. Meine hohe Erwartungen wurden sogar übertroffen :S.






    Das Ganze duftete so aromatisch und wurde so schnell gegessen, dass ich es irgendwie versäumt habe, das fertige Gericht zu fotografieren, sorry ?(... Es war eigentlich, so wie auf dem letzen Bild, nur etwas dunkler :)

    Hallo zusammen,


    ich wollte noch kurz was zum eigentlichen Thema des Threads was schreiben...


    Und zwar, für alle noch relativ am Anfang sind (d.h. bspw. die ersten Speisepilze sind sicher erkannt und es gibt viel Lust auf mehr), kann auch ich ganz klar "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder empfehlen.

    Das war mein erstes Buch vor zwei-drei Jahren. Und ich habe auch schon mal ein Exemplar jemandem zum Geburtstag geschenkt.


    Das Buch mag zwar Fehler haben, und dazu hat schon Stefan ( Climbingfreak ) einiges ganz gut geschrieben und auf den Punkt gebracht, nicht desto trotz ist es ein einzigartiges Buch das einige Dinge ziemlich gut und ohne viel Fachchnisesisch erklärt. Andere Pilzbücher sind auch nicht allesamt fehlerfrei.

    Natürlich wäre es zu erwarten dass meine 4. Auflage kein falsch beschriftete Raufüße und Weichritterlinge mehr hat. Es ist schon echt Schade dass alle Fehler nicht bereits in den Auflagen zuvor korrigiert wurden...

    Trotzdem, ein tolles Buch und ich sage es mal so - um solche Fehler zu sehen muss man schon etwas fortgeschritten sein. Bis man solche Fehler sieht braucht man gute Einarbeitung in Gattungen und Pilzkunde ingsesamt. Und genau dafür ist das Buch gut! Inzwischen gibt es eine 5. Auflage für 24,99€.


    Achtung! Es ist kein Fotobuch! Die meisten Fotos sind recht klein. Dafür gibt es einige sehr schön gezeichnete Pilze in Portraits für eine Auswahl an Speise- und Giftpilzen.

    Hallo zusammen,


    nur so als Info/Preisalarm - "1200 Pilze" von Rose Marie Dähncke gibt es momentan gebraucht unter 10€ inkl. Versand:

    https://www.amazon.de/gp/offer-listing/3828916198/ref=dp_olp_used?ie=utf8&condition=used


    Ich wollte mir diesen Klassiker quasi als Fotobuch kaufen. Ich habe dann die Angebote eine Weile lang beobachtet. Die billigsten waren lange so zwischen 15 und 25 € ohne Versand. Ich habe mir neulich eins für ca. 8€+3€ Versand bestellt, jetzt sind die Preise weiter nach unten gerutscht.

    Wenn Wikipedia-Artikel keinen gravierenden Fehler hat, dann ist doch H. tesselatus der als "Buna-shimeji" vermarkteter Pilz? Den habe ich ein mal in einem Asia-Supermarket frisch bekommen (Bilder hier).


    Laut dem oben verlinkten Artikel und auch diesem Artikel wären H. tesselatus und H. marmoreus sogar Synonyme.

    Falls das falsch ist, kann ich das gerne bei Wikipedia korrigieren, brauche dafür allerdings eine oder zwei nachvollziehbare Quellen für die Quellenangabe.

    OK, Danke trotzdem für die Info :)

    Ich versuche ein wenig nach finnishen Rezept dafür auf English nachzurecherchieren... Obwohl dieses Jahr gibt es wahrscheinlich keine Birkenmilchlinge mehr.

    Erinnert ihr euch an diesen:



    Laut mikroskopischer Bestimmung der Uni Jena handelt es sich um den sehr seltenen marmorierten Ulmenrasling.Danke an alle Interessierten und Helfer!

    Wow! Du hast diesen bekannten asiatischen Zuchtpilz in freier Natur gefunden! Ob das die heimische Variante ist oder die eingeschleppte? ;)

    Hallo Christoph,


    falls Du zu den Finnen noch Kontakt hast und das Rezept nachfragen könntest, dann würde ich mich darüber sehr freuen und bei erster Gelegenheit nachmachen :)

    Hallo zusammen!


    Christoph, ein ganz tolles Thema! :thumbup: Danke dafür!


    Meiner Meinung nach, können Christopf, Maria und alle andere Pilzfreunde gerne ihre Noten auch in die gemeinsame Tabelle eintragen, optional mit Kommentar. Das wäre mMn definitiv eine Bereicherung für die Tabelle. Jede Note ist sowieso rein subjektive Meinung nach bestem Wissen und Gewissen.


    Bei Verkostungen ist alles per se sehr relativ. Geschmack hängt natürlich nicht nur von einer Pilzart sondern auch von vielen anderen Sachen ab, wie Zubereitung, Substrat, Zeit nach der letzten Pilzmahlzeit, und manchmal sogar von der Gesellschaft, Lust und Laune! ^^ Vieles davon (vor allem Zubereitung und Substrat) kann man ganz gut erklären. Andere Sachen sind individuell, genau wie Geschmacksempfindung.


    Ich habe auch nicht jede Art absolut "pur" probiert. In der Pfanne kommt bei Geschmacksproben obligatorisch Öl und Salz dazu, so ganz pur ist es nicht mehr.

    Ich habe schon öfters 2-3 Arten zum Probieren zusammen in einer Pfanne gebraten aber sie dafür so geschnitten dass ich nachher die Pilzarten auseinander halten kann und sie nachher doch gertennt essen kann. Und auch aus solchen Verkostungen weiss ich dass die Pilze, selbst wenn sie zusammen in der Pfanne waren und etwas Geschmack sich gegenseitig abgeben, immer noch ganz verschieden schmecken können! Pilzragouts und lang geschmorte Pilze in Saucen ausgenommen.


    Beispiel hier - hätte ich die Buchenschleimrüblinge pur gebraten, wäre nach dem Braten kaum was zum Probieren übrig geblieben. So konnte ich aber noch ein kleines Häufen Buchenschleimrüblinge probieren, die ich aus der Menge Sparriger Schüpplingen "herrausgefischt" habe und... geschmacklich ware sie extrem anders als die in der Pfanne dominanten Schüpplinge.


    Ich hätte nun eine Idee an alle gerichtet.
    Die Grundidee und die Ausführung der Gemeinschaftsliste finde ich genial, nur für mich eben aus den oben aufgeführten Gründen nicht wirklich aussagekräftig. Wesentlich aussagekräftiger finde ich die von Christoph begonnene Liste nur ist dies nun, bzw. wird es wohl werden, etwas unübersichtlich. Könnte man nicht beides verbinden? Also das wäre für mich dann wirklich etwas ganz Tolles!

    Ich befürchte dass man beides nicht wirklich sinnvoll verbinden kann. Die beiden "Formate" ergänzen sich aber mMn ganz gut und das Eine schliesst das Andere keineswegs aus!


    Es ist wie bei Schulnoten - Lehrer muss jedem Schüler am Ende des Jahres eine Note geben, eine Zahl, und da führt kein Weg daran vorbei. Es ist halt eine Durchschnittsnote, die zwar nicht jeden einzelnen Erfolg oder Versagen - ob schriftlich oder mündlich - wiederspiegelt, aber die Leistung insgesamt. Nur mit solchen "Noten" kann man nachher rechnen und Top-Ten-Listen machen.


    Anderseits kann man ruhig zu Unterschieden was schreiben und das wird länger, weniger übersichtlich, dadurch aber auch viel reicher an Infos und Details. Manches kann man durchaus im Kommentar in der GoogleDoc-Tabelle schreiben, und das machen viele.


    Aber mehr als ein, zwei Funde pro Jahr kann ich auch nicht essen, weil es mir dann zuviel wird. Das erste Gericht im Jahr erhält von mir 9 Punkte, das zweite 7, und das dritte nur noch 2-3.


    Ich nenne das Ganze "Weißwurschtphänomen":🍞 (es gibt leider nur ein Leberkäs Pictogramm)

    Die ersten 2 Stück schmecken mir super, danach kippt das Geschmacksempfinden sehr steil ab, bis hin zu einem Ekelgefühl.

    Das Phänomen ist auch mir bekannt :) Von purer Begeisterung bis "kann nicht mehr sehen".

    Wir entdecken irgendwas super leckeres im Urlaub, bringen jede Menge davon nach Hause mit, aber zuhause schmeckt es bald nicht mehr ^^ Dann wird noch darüber spekuliert ob nicht die frische Meeresluft die geheime Zutat ist.


    >Lactifluus vellereus – Wollschwamm:

    Den muss ich mal probieren! Wusste gar nicht dass man ihn einfach so braten kann!

    Hast Du den vorher nicht gewässert?


    >Reizkerarten:

    Mich persönlich wundert es immer wieder wie die Leute so große Unterschiede bei diversen Reizkerarten schmecken!

    Ich kann beim besten Willen keinen großen Unterschied feststellen. Wir haben in der Gegend viele Edel-Reizker, aber auch solche Wälder wo man an bestimmten Tagen fast ausschliesslich Fichtenreizker oder stellenweise häufige Welchselblaue Reizker findet. Auch Lachsreizker aus Schwarzwald habe ich schon "pur" probiert. Sie schmecken für mich (und auch für die ganze Familie) alle ziemlich ähnlich!


    >Hypholoma (sub)lateritium – Ziegelroter Schwefelkopf:

    Den muss ich auch mal probieren. Die Bitternote könnte durch Substrat bedingt sein. Ausserdem finde ich es gut solche Pilze vor dem Braten kurz abzukochen.


    >Stropharia aeruginosa – Grünspanträuschling:

    Das ist interessant! In der gemeinsamen Tabelle schneidet Grünspanträuschling auch gar nicht so schlecht ab. Den will ich auch mal probieren!


    >Pluteus cervinus – Rehbrauner Dachpilz (s.str.)

    Die Hüte kann man gut mehlieren, anbraten und aufs Brot legen. Vorausgesetzt, dass man keine bessere frische Pilze gefunden hat und sein Substrat keine Eiche war (o.ä, mit Gerbstoffen) :)


    >Fistulina hepatica – Ochsenzunge

    Gebraten hat sie mir nicht wirklich geschmeckt. Ich habe dieses Jahr Ochsenzungen von Esskastanie mit Essig eingemacht aber noch nicht probiert. Die Ochsenzunge gelierte dabei extrem und färbe den Sud dunkel.

    Ui, da hast Du schon gut selbst recherchiert. :thumbup::) Nur damit keine Missverständnisse entstehen: ich habe keineswegs von Dir persönlich Quellennachweise erwartet, sondern nur gewünscht dass Wikipedia- bzw. Buchauthoren ihre Informationsquellen offen legen und am besten zusätzlich noch auch aus eigener Erfahrung wissen wovon sie sprechen.


    ...und diesen Kerl im Video habe ich schon ein paar mal bei YouTube gesehen. :)

    Coole Liste, Alex. Das wollte ich zum Jahresabschluss auch machen. Jetzt bist du mir zuvorgekommen. :daumen:



    Frage: In den USA gilt der Ziegelrote Schwefelkopf, unter dem Namen "Brick Caps" teilweise als Speisepilz, wobei darauf hingewiesen wird nur junge Exemplare zu sammeln. Hat's jemand mal probiert?

    Hallo Schupfnudel,



    kannst gerne am Jahresende noch eine, aktuellere Liste machen ;) Es ändert sich ja immer wieder was.


    Den Ziegelroten Schwefelkopf habe ich noch nie probiert, muss ihn erst eindeutig bestimmen können, dann vielleicht...

    Ich bin immer sehr skeptisch wenn ich auf solche Infos treffe, dass "Pilz X im Land Y gegessen wird bzw. dort als Speisepilz gibt". Ich würde gerne Informationsquellen und Einzelnachweise dafür sehen (solche sind bei Wikipedia eigentlich vorgeschrieben, fehlen aber immer wieder). Ich glaube dass oft beziehen sich solche Infos nur auf bestimmte Regionen oder auf kleine Gruppen von Menschen. Und manchmal sind es einfach Missverständnisse die zu falschen Annahmen führen. Ich glaube nicht dass ein Durchschnittsamerikaner je von "Brick Caps" gehört hat. ^^


    Ich habe mal ein Video gesehen, wo zwei Russen in ihrem Landhaus den Ziegelroten Schwefelkopf aus Neugier zum ersten Mal probieren, nur um herauszufinden welche Pilze den Amerikanern und Japanern schmecken. Sie habe auch irgendwo gelesen dass diese Art in USA, Japan und China gegessen wird :) Sie fanden ihn übrigens nach dem Abkochen ganz OK.

    Hallo Dieter,

    Sind die FK im 2. Bild schon zu alt zum Verzehr

    Ich habe da ein paar eigene Faustregeln für Hallimasch. Wenn die Hüte noch nicht ganz aufgeschirmt sind und vor allem wenn die Lamellen weiß sind = dann ist er perfekt!

    Hallimasche mit gelblichen bzw,. dunkleren Lamellen nehme ich i.d.R. nicht. Viele Sammler nehmen sie schon, auch flache und alte Hüte. Ich denke, dass man da ruhig wählerisch sein darf, weil Hallimasch zur richtigen Zeit wie Unkraut wächst :)


    Hier konkret: den linken Pilz würde ich zum Essen nehmen (Hutrand noch etwas geschlossen, Lamellen hell), den rechten nicht mehr (Lamellen dunkler geworden, gelblich).

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