Hallo Michi,
ich hab den schon mal verspeist. Granatenmäßig gut war er nicht und die Finger waren braun wie nach dem Walnüsse schälen. Wahrscheinlich würde ich ihn das nächste Mal zu Frikadellen verarbeiten.
Hallo Michi,
ich hab den schon mal verspeist. Granatenmäßig gut war er nicht und die Finger waren braun wie nach dem Walnüsse schälen. Wahrscheinlich würde ich ihn das nächste Mal zu Frikadellen verarbeiten.
Hallo Harald,
ja, Schleierlinge sind tatsächlich besondere Pilze. Für mich sind sie völlig unüberschaubar. Aber ich kann eure Begeisterung gut verstehen und der Beitrag bildet das ganz ausgezeichnet ab. Danke für’s Zeigen.
Beli, Du bist so grausam![]()
Alles anzeigenWas du aber spaßeshalber machen kannst bei Weichritterlingen: Die Sporen in Melzer angucken. Sieht schick aus, weil die amyloid sind (vor allem das Ornament natürlich) wie bei Täublingen oder Milchlingen.
Beim zweiten Blick bei Tageslicht runzelt sich meine Stirn übrigens ganz leicht bei den Mehlräslingen. Könnte schon passen, ist immer einfacher mit Pilzen in der Hand als mit Bildern.
Das Sporenpulver war aber schon rosabräunlich? Die Sporen von Clitopilus sind nämlich eigentlich längsrippig. Leider sieht man das bei Sporen in Seitenlage oft sehr schlecht. Ideal ist, wenn man Sporen im Präparat findet, die Kopfstand machen. Dann haben die ein diffus sechseckiges Profil, was dann schon sehr schlüssig ist.
LG, Pablo.
Hallo Pablo,
Melzer beim Sporenabwurf der nächsten Weichritterlinge geht klar. Danke!
Und schau mal, dieses Foto von den Mehlräslings?-Sporen. Hier sind zwei kopfstehende dabei. Ist das ausreichend sechseckig? Ganz kreisrund sind sie jedenfalls nicht.
hallo Claudia,
ein charakteristisches Merkmal von Melanoleuca sind die rauen amyloiden Sporen. Wenn du von dem einen Sporenabwurf machst kannst du schon makroskopisch mit Melzer-Reagenz prüfen!
Hallo Peter, ja, danke. Das ist ein guter Tipp
. Wenn’s graublau wird, muss ich das Mikroskop nicht bemühen.
Kleiner Tipp zur Bestimmung von Weichritterlingen: Erstens Zystiden mikroskopieren und in den weiteren Bestimmungsschritten nicht verzweifeln, weil man mit jeder Literatur, die man in die Hand nimmt, einen anderen Namen herausbekommt.
Wenn wir Glück haben, bekommen wir in den nächsten Jahren eine Melanoleuca-Monografie von Vladimír Antonín geliefert...
Beste Grüße
Harald
Hallo Harald,
dann such ich nach Zystiden, mach ein Foto und warte ab, was die Weichritterlingsexperten aushecken. Das was Du und Pablo schreiben ist mir beimSuchen in den Büchern und im Netz auch aufgefallen. Die Angaben sind wenn nicht widersprüchlich dann zumindest verwirrend. Aber im Moment bin ich ja schon ganz zufrieden, wenn ich es schaffe, meine Funde in die richtigen Gattungen zu einzuordnen.
Hallo Pilsator, ein weiteres ganz gutes Unterscheidungsmerkmal zwischen Steinpilz und Marone ist, dass der Steinpilzstiel ein weißes Netz hat, das gut an der Stielspitze direkt unter dem Hut erkennbar ist - es sei denn man hat ihn da zu sehr gedrückt. Dann ist es nicht mehr zu sehen. Der Maronenstiel hat kein Netz.
Beli, das ist gemein![]()
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Hmmm, lecker. mein Lieblingspilz auf die Art wie ich ihn am meisten mag. Das ist die reine Folter! Wo sind die Moderatoren?. Deser Beitrag ist gegen die guten Sitten und absolut unzulässig![]()
... Habt Ihr vielleicht einen weniger aufwendigen Tipp, die Arten auseinanderzuhalten oder ist Erfahrung da das Mittel der Wahl ...
Wenn der Geruch (mehlig/gurkig) nicht da ist kannst du schon mal davon ausgehen daß du etwas anderes in der Hand hältst ... oder etwas das schon seine Tage hinter sich hat.
Danke Mausmann, also der Geruch ist das zentrale Merkmal. Wenn der kleine weiße Pilz mit Trichterlingshabitus nicht so unangenehm riecht - ich empfinde ihn als mehlig-gurkig-ranzig -ist er (wahrscheinlich) giftig. Komische Eselsbrücke, aber merken kann ich mir diese Eselei ganz gut
.
Alles anzeigenHallo, Claudia!
Melanoleuca (Weichritterling) und Entoloma (Rötling) ist beides richtig.
Zur Art kann ich trotzdem nichts sagen, es sei denn, bei dem Weichritterling wäre das Fleisch im Schnitt in der Stielbasis braun. Dann dürfte das Melanoleuca polioleuca (Gemeiner Weichritterling) sein.
Den Mehlräsling habe ich mir so nach und nach beigebracht, natürlich auch mit Aussporen lassen, aber damals noch ohne Mikroskopie. Mittlerweile gehts auch ohne Aussporen, einfach durch Habitus, Geruch (der oft auch etwass ins spermatische spielt) und diese komische Hutoberfläche, auf der man Fingerabdrücke hinterlassen kann.
LG; Pablo.
Danke Pablo, jetzt bin ich stolz wie eine Schneekönigin. Mein erster Weichritterling überhaupt und dann auch noch selbst herausgefunden
.
Die Stielbasis ist mir nicht als bräunend aufgefallen, aber ich habe auch nicht richtig darauf geachtet. Schade. Nun ist er schon kompostiert. Ob er hygrophan ist, konnte ich bei der Trockenheit nicht erkennen. Aber M. polioleuca ist meinem Fund schon sehr ähnlich.
Ja, dieser Mehlräslings-Geruch ist schon auffällig und auch die komische Oberfläche. Aber ich habe den Vergleich nicht. Ich glaube, dass ich hier fast immer Mehlräslinge gefunden habe. Irgendwann werden mir die Anderen schon noch über den Weg laufen.
Hallo zusammen,
vor einer Woche gab es tatsächlich ein paar Liter Regen. Während die sonnigen Hänge immer noch knochentrocken und völlig pilzfrei sind, zeigen sich an Weg- und Bachrändern die ersten Pilze. Grandiose Überlebenskünstler! Am Ende hatten wir gestern eine Handvoll Pfifferlinge, drei Schopftintlinge, zwei Maronen und vier Goldröhrlinge für die Pfanne. Normalerweise ist das nichts Besonderes aber in diesem Jahr Grund zum Feiern.
Interessanter waren für mich aber die Beifänge. Hier eine Auswahl:
Der erste richtige Pilz seit Monaten an einem Wegrand war dieser hier. Beim Blick auf den Stiel hatte ich zunächst irgend etwas Rüblingsartiges in Verdacht. Aber nach eingehender Betrachtung denke ich, dass es ein Weichritterling ist. Ich finde, Melanoleuca stridula kommt ihm recht nahe. Aber der Geschmack war nach Kurzem ziemlich unangenehm und die Lamellenschneiden waren etwas wellig. Also vielleicht ist es doch eine andere Art. Habt Ihr eine Idee dazu?
Mitten auf dem Weg standen dann zwei kleine unbekannte braune Pilze. Mein Verdacht auf Röteln, äh, Rötlinge scheint sich bestätigt zu haben. Sporenpulver mykologen-rosa und Sporen passt. Aber mein Versuch, ihm genauer auf den Zahn zu fühlen, ist erwartungsgemäß gescheitert. Passen könnte vielleicht Entoloma occultopigmentatum. Aber wahrscheinlich ist es ein anderer der vielen Hundert Rötlingsarten. Was meint Ihr?
Dann entdeckte ich ein zerfressenes Büschel weißer Büschelraslinge - die waren aber nicht mehr fotogen. Wesentlich besser in Schuss war dieser kleine Scheibchentintling.
Zwei kleine junge und madenfreie Maronen entzückten uns geradezu.
Falsche Pfifferlinge gab es erstaunlich viele. Alle jung und knackig, ein schöner Anblick.
An einem uralten morschen Birkenstamm gibt es einige dicke frische Birkenporlings-Gnubbel.
Auch die Nadelholz-Braunporlinge drehen gerade noch mal eine Herbstrunde.
Zwei Mehlräslinge haben wir auch mitgenommen. Essen mag ich die nicht, auch wenn der ranzige Mehlgeruch beim Braten verschwinden soll. Außerdem: Bei denen bin ich mir nie ganz sicher, sie sind den Trichterlingen so verdammt ähnlich. Deshalb nehme ich jetzt immer eine Kollektion der kleineren weißen Pilze mit Trichterlingshabitus mit, lasse sie aussporen und lege sie unter das Mikroskop. So ist die Einschätzung einfacher als unterwegs. Ziel der Übung ist, dass ich die Arten auch vor Ort erkennen kann. Mal sehen ob und wann das funktioniert. Habt Ihr vielleicht einen weniger aufwendigen Tipp, die Arten auseinanderzuhalten oder ist Erfahrung da das Mittel der Wahl?
Beim heutigen Spaziergang auf der Sonnenseite des Tales gab es wieder mal gar nix. Die Route für den Spaziergang morgen ist also völlig klar.
Hallo Claus,
guck an. So verbreitet sich das Mikroskopierkurswissen sehr fruchtbar weiter. Das sieht doch sehr gelungen aus.
Ich habe heute auch erstmals wieder am Mikroskop gesessen. Endlich habe ich wieder ein paar Opfer im Wald gefunden. Die kleinen Erdsternchen würde ich auch gern mal finden. Aber nach diesem Sommer bin ich schon froh, wenn überhaupt noch was wächst.
Hallo Claudia, liebe KursmitstreiterInnen,
da bin ich gerade neu im Forum und finde Euch alle schon hier versammelt!
Danke für den schönen Bericht, und Danke an Andreas für die Aufklärung zum Prüfungs-Ellerling 😉 - neben allem anderen natürlich.
Schöne Grüße,
Lars
Hallo Lars,
na das wurde aber auch höchste Zeit, dass Du den Weg ins beste Pilzforum der Welt gefunden hast
.
Ich freue mich schon auf Deine Beiträge und Bestimmungsanfragen. Jetzt geht ja langsam wieder was.
Hallo Ben,
ich sehe ganz überwiegend Netzhexen. Aber das fünfte (unscharfe) Foto von hinten, wo der junge, hellhütige Pilz in der Hand gehalten wird, das kann aus meiner Sicht auch ein Satansröhrlicng sein. Die Stielfarben sind keine Hexenfarben. Aber vielleicht ist es auch nur ein missratenes Foto.
Nach dem vierten Foto dachte ich: Jetzt kommt das letzte Bild, schade. Ach noch eins, wie schön... Das zog sich so eine gefühlte Ewigkeit hin. Ich habe den Verdacht, das sind Bilder vom letzten Jahr. Kann ja gar nicht sein, dass es hier in Deutschland so wundervolle Pilzfunde gibt. Auf alle Fälle: Schöner Beitrag, egal von wann
, Danke fürs Mitnehmen.
Hallo Christoph,
wenn Du das mal im Raum Hof veranstalten würdest, wäre ich auch dabei![]()
Hallo Alex,
sieht klasse aus. Eine gute Alternative für Dürreperioden. Bin gespannt auf Deine Ernte.
sorrieeeee
Hallo tuppie, Glückwunsch zu den archäologischen und mykologischen Funden. Die haben ja allesamt Seltenheitswert. Danke fürs Mitnehmen.
Hallo Jörg,
wenn das mit dem Hexen-schleppen ein Problem für Dich ist, helfe ich gern.![]()
Schöne frische Pilze hast du entdeckt. Ich bin auch gerade durchfeuchtet nach Hause gekommen. Pilze habe ich zwar nicht gesehen, aber dafür einen schicken Feuersalamander. Vielleicht kommt jetzt doch etwas Schwung ins Pilzwachstum.
Pilze, Pilze, Pilze, juhuuuuu
Hallo Mausmann, das ich das noch erleben darf. Ganz wunderbar! bis auf das Schrumpelstielzchen am Anfang sind die richtig schick. Und dass die Schnecken und maden hungrig sind, ist ihnen nun wirklich nicht übel zu nehmen.
Wahrscheinlich hast du Dich beim fotografieren an den Stamm gelümmelt oder sogar an das Hornisschen. Die sind wie alle zuvor schrieben nämlich verdammt tolerant und Du kannst mit ihnen harmonisch sozusagen wie mit „Haustieren“ zusammenleben, vorausgesetzt, dass sie Deine Behausung als geeignet befunden haben und eingezogen sind.
Danke für diesen schönen Pilzbeitrag.
Halo beli, das sind ja richtige Bilderbuchpilze. Einfach beneidenswert. Schafporlinge gab es im letzten Jahr bei mir in großen Mengen. Wenn sie massenhaft am Wegrand stehen, fällt es schwer zu glauben, dass sie selten sind.
Hallo Alex,
der Körpereinsatz bei den Austern ist beispielhaft
. Pass bloß auf, dass Du nicht abrutscht sonst gibts nur Teichmuscheln und keine Austern. Danke fürs Zeigen, bei mir gab immer noch keinen Regen. Ich glaube auch dass die Prognosen für ie kommenden Tage nicht für meine Ecke gelten. Bestimmt ziehen die Wolken wieder nur vorbei.
Hallo Compaq,
etwas spät auch von mir 
Zu den Champis kann ich insofern etwas beitragen, als sich vor ein paar Jahren die völlig unauffällig riechende Anisegerlinge beim Kochen dann doch als Karbolis entpuppt hatten. Es roch scheußlich und war für die Tonne. Schade um die Arbeit und um die Pilze, aber immer noch besser als Magen-Darm-Stress.
Sie zu entsorgen war definitiv die richtige Entscheidung.
Oh, was für ein beeindruckender Pilz! Ich wusste bislang noch gar nicht, dass es den gibt. Danke fürs Zeigen, beli!
Wie schön, Walter und wie beneidenswert!
