Beiträge von Wutzi

    Hallo Brassella,

    Du hast Deine Prüfung mit Bravour bestanden. Klar will ich Leuten Mut und Lust machen, die Prüfung abzulegen und dann möglichst ihr Wissen an die unbedarften Pilzsammler weiterzugeben. Aber so einfach ist es eben für viele nicht. Ich will einmal aufschreiben, wie so eine Prüfung im Detail abläuft. Das ist nützlich, um sich realistisch einschätzen zu können.

    Mooo-ment! Das ist ein fundamentaler Irrtum. von PSV werden zwar gewisse Artenkenntnisse gefordert, aber nicht so Zeugs für das das Ihr Euch immer Bilderrätsel ausdenkt:gomg:.

    Danke Peter,

    Euch wünsch ich spektakuläre Funde zwischen den Altertümern==Gnolm7.

    Hej Claudia,

    kommt Mut, kommt Freude, kommt Erfolg!

    Herzliche Glückwünsche!

    Wann steigt die Party im Schwarzatal. Habe mir schon eine Goldpfanne besorgt!

    Hab vielen Dank, Tom,

    wir feiern hier ab sofort jeden Tag! Nimm die Goldpfanne und versuch Dein Glück. vielleicht bist du der erste Nugget-Millionär==Gnolm13. Wenn nicht, dann stehen zumindest jede Menge Schopftintlinge neben der Goldwaschstelle, du musst Dich aber beeilen, weißt ja wie das geht mit den Tintlingen.


    Liebe Claudia,

    auch an dieser Stelle meine herzlichen Glückwünsche zur bestandenen Prüfung und Dank für Deinen (wie immer) humorvollen Bericht, indem doch so einiger Bammel durchschimmert. Fazit: Geschafft ist geschafft, jetzt wird bald gefeiert!

    Grüße aus Ulm vom

    Helmut

    Danke Helmut,

    ja, ich freu mich wie verrückt: nächste Woche mit Euch drei Pilzverrückten bei den Schleierlingen, ganz ohne Prüfungsstress. Das wird ein Fest! Hoffentlich sind wir morgens nach dem Feiern nicht zu schwach für die Pilze und den Wald.

    Hallo Stefan,

    ach nee, du warst das! Also wenn ich das gewußt hätte... Ich habe in minutiöser Kleinarbeit sämtliche Krankheits-Syndrome nebst Latenzzeiten und den dazugehörigen Giftpilzen gelernt und bis zum Schluss erwaret, dass etwas davon abgefragt wird. Und dann kam nur so eine mickrige Frage nach einem orellaninhaltigen Pilz und der zugehörigen Organschädigung. Menno, und mir qualmt immer noch der Kopf von Acromelalga-, Equestre- und diversen anderen Syndromen.

    Klar, mit Ulla und Oehrling schnacken war sehr erhellend. Hat Spaß gemacht und ich hab wieder viel gelernt von den beiden. Irgendwann bei einem Pilztreffen hast Du sicher auch mehr Zeit für einen Schnack.

    Danke Peter, mach ich wenn ich Deine Telefonnummer habe, bitte per PN.

    Hallo Claudia,

    Schöner Bericht .

    Und herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

    Gruß

    Norbert

    Danke, Norbert ==11- für beides.


    Danke Irmtraud, ich denke ja, da geht noch was:gfreuen:. Wann springst Du eigentlich übers Stöckchen? Der Hans will sich ja wohl erst nächstes Jahr dran machen.

    Auch von mir ganz herzliche Glückwünsche, Frau PSV! Ich wusste, du schaffst das :Kuschel:

    Ach Cratie, ja, ich war mir da nicht so sicher. Aber Du bist eben viel klüger als ich:glol:

    Glückwunsch Wutzi!

    Danke==Gnolm7

    Danke Rübling, freut mich. Den Raupennamen werde ich mal gleich noch dazu schreiben.

    So süß, Nobi. Hast Du an dem Bild herumgebastelt oder wuchs der so putzig? Ich bin gerade aus Bad Blankenburg von der Boletus-Tham-Veranstaltung zurückgekommen. Schade, dass Du nicht kommen konntest. Aber ich habe Oehrling, Lamproderma, Climbingfreak, Bibliothekar und andere Forianer getroffen. Das war ganz schön.

    Danke Jörg, ich brauch ein bisschen die Keule im Rücken, damit ich richtig lerne. Das motiviert ungemeing:D. Wenn das fünf sind, werde ich mal schnell ein bisschen editieren.

    Danke Rotfüßchen, ja, ich werde ehrfurchtsvoll mein Profil bearbeiten. Wenn das im richtigen Leben nur auch so einfach ginge.

    Danke Tuppie, toll dass Du wieder dabei bist==13. Der PSH hat außer Streicheleinheiten nix bekommen, der hatte nur ein chaotisches Frauchen.

    Ich hatte noch keine Gelegenheit, den Bericht von Eurem Süd-Nord-Treffen zu lesen. Mein Laptop zeigt mir 225 ungelesene Beiträge an. So viele waren es noch nie. Das artet jetzt richtig in Arbeit aus.

    Hallo zusammen,

    gerade ist eine ereignisreiche Woche zu Ende gegangen. Andreas Gminder hatte eingeladen zum F2-Kurs und ich hatte das Glück, mir durch rechtzeitige Anmeldung einen Platz zu ergattern. Diesmal war es für mich ein ganz besonderer Kurs, denn ich hatte mich dazu durchgerungen, die Prüfung zu machen. Dementsprechend litt ich die ganze Woche mehr oder weniger unter einer spezifischen Art des Morchella Syndroms.

    Nachfolgendes Bild gibt in etwa meine Befindlichkeiten wieder.



    Ich will Euch aber aber nicht mit meinen Befindlichkeiten langweilen, sondern etwas vom Kurs berichten. Nach der langen Dürre hatten wir eine Woche wunderbarsten Regenwetters. Es gab keinen einzigen trockenen Tag, aber Andreas hatte offenbar einen Deal mit Petrus, und so goss es nie während unserer Exkursionen, sondern immer nur davor und danach, dann aber in Strömen. Optimale Voraussetzungen für Pilzwachstum - sollte man jedenfalls meinen. Auf alle Fälle ging es gut los:


    Gleich am ersten Tag gab es zahlreiche Erstfunde für mich in einem kleinen Quellmoorgebiet. Unter anderem diesen wunderschöner Pilz, bei dem schon anhand der blauen Farbe sofort erkennbar ist, dass es sich um einen Rötling handeln muss==Gnolm13, den Stahlblauen Rötling.


    Eine kleine Wiesenkoralle tauchte ebenfalls auf und durfte auf der Wiese bleiben.



    Hier ein weiterer Pers-er (persönlicher Erstfund) für mich, der Ohrlöffelseitling - Verursacher des Pleurocybella-Syndroms, wie jeder weiß, der sich auf die Prüfung vorbereitet hat==Gnolm7.


    Für mich war es nicht identifizierbar, das Graublatt.


    Eigentlich der ganz gewöhnlicher Klebrige Hörnling und trotzdem vorzeigwürdig.


    Funde in den Autos verstaut, klasse Stimmung.


    Im Tagungsraum wurde die Beute sortiert, begutachtet und bestimmt.


    Der Meister kontrolliert und legt das eine oder andere Exemplar an den richtigen Platz


    Der zweite Tag lief ähnlich ab wie der erste.

    Neben vielen anderen Pilzen hier die Grünspitzige Koralle


    Nach der ersten Exkursion erkundeten wir ein Kalkgebiet gleich nebenan, wo zu guten Zeiten Satansröhrlinge wachsen sollen. Fehlanzeige. Aber es gab Spechttintlinge - immerhin wieder einen Perser.


    Einen Leberreischling gab es auch. Den kannte ich zwar schon, aber die Röhren hatte ich noch nie so genau betrachtet. Sie sehen ein bisschen aus wie Makkaroni und lassen sich einzeln mit der Pinzette entfernen.



    Am Nachmittag bei der Fundbesprechung wieder Regen, Regen, Regen. Einfach wunderbar nach diesem Sommer.


    Am dritten Tag versuchten wir unser Pilzglück erneut auf kalkreichem Gebiet. Wieder vergebens. Allerdings führte uns der Weg in sonnige Gefilde.



    Und es gab für mich wieder etwas Besonderes zu sehen. Wenn es nach diesen kleinen Teuerlingen auf Dung geht, wird das mit der Rezession nicht so schlimm. Da sind ordentlich Coins drin.


    Es gab zwar wenig Pilze vor Ort, dafür aber diese bezaubernde Raupe, deren Namen ich schon wieder vergessen habe. edit: (Calliteara pudibunda) Buchen-Streckfuß


    Um doch noch ein paar Pilze zu finden, gingen wir nachmittags kurz auf die Saftlingswiese hinter dem Hotel. Grandios, was dort alles wuchs. Auch Arten, die in Thüringen so gut wie gar nicht dokumentiert sind. Es gab Saftlinge, Rötlinge und es soll etliche seltene Pflanzen und Orchideen geben. Kaum zu fassen, dass es im Ort Bestrebungen gibt, aus der unter Schutz stehenden Wiese ein Golfplatz zu machen. Völlig plemplem!


    Der Kupferbraune Champignon ist ein seltener Pilz - aber nicht auf dieser Wiese.


    Saftlinge - wie unschwer an meinem Avatar zu erkennen, meine Lieblingspilze


    Hier ein ganzer Schwung kleine Saftlinge und ein Blauer Rötling. Was für eine Farbenpracht!


    Wiesen-Ellerlinge



    Am vorletzten Tag zeigten uns die Pilze erneut, was sie drauf haben. Ich kann nur eine ganz kleine Auswahl zeigen.

    Es gab die für mich selten gesehenen Erdsterne:


    Die Wurzeltrüffel war überhaupt die erste, die ich zu Gesicht bekam.


    Wir fanden vier verschiedene Arten Lärchenröhrlinge. Ein Bild vom Hohlfußröhrling vor Ort. Wieder ein Perser.



    Hier sind (edit: alle vier Arten der lärchenbegleitenden Röhrlinge.


    Wir fanden auch mehrere Kollektionen von Fuchsigen Röteltrichterlingen. Andreas zeigte anhand der Exemplare in den unterschiedlichen Wachstumsstadien vom selben Standort, dass es sich bei denen mit und ohne Wasserflecken nicht um zwei Arten, sondern um ein und dieselbe Art handelt. Auf dem Foto ist erkennbar, dass bei älteren Exemplaren nur noch Reste der Flecken im Zentrum erkennbar sind, die später völlig verschwinden. Also streiche ich den Wasserfleckigen jetzt aus meinem Pilzrepertoire.

    IMG_5955.jpg


    Erstmals konnte ich einmal den Kastanienbraunen mit dem Horngrauen Butterrübling vergleichen.


    Wir fanden viele Cortinarien, die ich wegen der großen Zahl hier nur als Gesamtkunstwerk zeige.


    Am Abend folgte die schriftliche Prüfung und meine Befindlichkeit veränderte sich nach der Prüfung in etwa so:


    Am letzten Tag gab es wenige, aber dafür recht charakteristische bzw. auch sonderbare Pilze zu sehen.


    Junge Pantherpilze


    Ein typischer Bilderbuch-Panther


    Diese junge Parasolgruppe kommentiere ich besser nicht.


    Am Nachmittag fand der praktische Prüfungsteil statt. Anfangs wollten sich 6 aus der Gruppe der Prüfung stellen. 3 entschieden sich während des Kurses dagegen und ein Teilnehmer, der das eigentlich nicht geplant hatte, nahm außerplanmäßig teil. Drei Prüflinge dieses Kurses haben es geschafft. Glückwunsch Euch! Ein wunderbares Gefühl, gelle? Mir ging es gestern so:ghurra:.



    Weil es für mich bei der Prüfungs-Vorbereitung einige Unklarheiten über den Ablauf gab, will ich versuchen, mit Bildern zu dokumentieren, was bei der Prüfung gefragt wird und ein paar Tipps geben, wie Ihr Euch vorbereiten könnt. Den Link findet Ihr hier. Auf alle Fälle gilt mein großer Dank unserer Pilzforum-Lerngruppe hier. Dank unserer ausführlichen Diskussion der 582! Prüfungsfragen habe ich lediglich ein paar Flüchtigkeitsfehler bei der theoretischen Prüfung gemacht. Eigentlich habe ich immer auf die komplizierteren Fragen gewartet, für die ich wirklich bis zum Schluss gebüffelt hatte. Aber die hatte der Zufallsgenerator nicht ausgewählt.

    Ach was, Pilzfreund, Anfängerin bin ich auch. Und mir haben die Kollegen hier auch die Hammelbeine langgezogen, wenn ich so dürftige Informationen geliefert habe. Inzwischen versuche ich, es besser zu machen. Röhrenpilze ohne Stielbasis trau ich mich nicht mehr zu zeigen. Da gibts immer auf die Nuss==Gnolm7==Gnolm2. Aber sieh es mal so. Im Moment kommen Unmengen Anfragen und die Profis versuchen zu helfen. Dann sehen sie, dass jemand, der es eigentlich schon wissen müsste, einen bestimmungsrelevanten Teil weggeschnippelt und sie den Thread umsonst gelesen haben. Das macht dann auch keinen Spaß. Ich bin sicher, Du verstehst auch die andere Seite und machst das nächstens noch ein bisschen besser.

    hi zusammen


    Ja ich hab verstanden. Der fruchtkörper war 4 bis 5 cm Durchmesser. Es sind gelbe Röhren gewesen. Den Stiel hab ich leider beim putzen etwas verkürzt auch weil ich nach maden gesucht habe. Den Baum habe ich auch benannt. Es waren Rotbuchen und nur Rotbuchen!!! Das pilzfleisch hat sich nicht viel verfärbt war weiß. Der Hut war filzig wie bei einem flocki. Mehr Angaben habe ich leider nicht (Chris 77)


    LG

    Hallo Tomas, ohne die Stielbasis, wird da nicht mehr rüberkommen. Im Ernst, schau dir den Link an, den Dir Chris geschickt hat, wenn Du es das nächste Mal wissen willst.

    Danke, ich habe den bislang eher in graubraun und relativ groß gesehen. Da fehlte ihm dann auch das dichte Fell.

    Der letzte ist mit den sichtbaren Tränen sicherlich der Tränende Saumpilz. ;)


    Ansonsten bin ich bei Uwe.

    Hallo Schupfi, den Tränenden Saumpilz habe ich in diesem Jahr das erste Mal gesehen. Der hatte zwar Tränen und das Schnittbild war ähnlich, aber keinen braunen Pelz. Ist der normal?

    Hallo Pablo,

    danke, das kann auch gut sein. Es war kalt und hat geregnet, gerochen hab ich leider gar nichts. Ich habe eine Weile auf dem Pilz herumgekaut. Er schmeckte neutral und wurde weder scharf noch bitter. Als Mykorhizzapartner kämen nur Buche und Fichte infrage. Andere Bäume stehen da nicht. T. stans käme da wohl eher nicht infrage, oder?

    Falls noch ein Schub kommen sollte, nehme ich ihn genau unter die Lupe.

    Danke Nobi, den hatte ich wegen des für mich nicht vorhandenen bitterlichen Geschmack verworfen. Aber wahrscheinlich fällt der auch unterschiedlich aus. Wenn er jetzt überall den Kopf raussteckt, wird er es wohl sein. Wieder ein Perser😂👍🏼

    Hallo zusammen,

    gestern im strömenden Regen, geruchlos, mild, auf einem völlig verrottendem Baumstumpf entweder Fichte oder Buche in kleinen Büscheln, ca. 10 cm hoch.

    In Ermangelung besserer Ideen könnte es wohl ein Ritterling sein. Er war völlig madig und ich auf der Flucht vor den herumballernden Jägern, deshalb habe ich sie stehen lassen, so dass weitere Merkmale nicht vorhanden sind. Habt Ihr eine Idee? Ähnlich wäre der Pappelritterling aber Pappeln waren da nicht. Vielleicht der Getropfte Ritterling? Bin gespannt, was Ihr dazu sagt.




    Alexander mhm hätte ich mal die Nachricht vorher gelesen. Haben alle Pilze auf den Fotos gegessen.

    Sollte ich mit jetzt sorgen machen? Merkt man wann wenn ein schlechter/giftiger dabei ist?

    Warum soll man die Pilze nicht waschen. Ja ich habe sie tatsächlich mit einem Sieb abgesprült.

    Hallo Julia, aromatischer ist es, Pilze nicht zu waschen, sondern bestmöglich trocken zu putzen. Aber ungesund ist das nicht.

    Sorgen machen? nee, viele Pilzvergiftungen entstehen, weil sich Menschen verrückt machen und Ihnen deshalb schlecht wird, sie Herzrasen bekommen etc.



    Freigaben kann es hier nicht geben, weil Du allein die Verantwortung dafür hast, ob Deine Pilzfunde frisch und lecker sind. Das ist nur mit Foto nicht auf die Ferne zu beurteilen.

    Der Königsweg ist der Weg zum Pilzberater, der hilft Dir gern.

    Wenn Du hier Anfragen stellst, solltest Du abwarten, damit Du ggf. das Ende einer Diskussion verfolgen kannst. Nicht jeder, der hier schreibt ist Profi.

    Jaja Nina, das sind die kleinen Gnubbelmaronen, wie ich sie liebe. Die sind fester im Fleisch und Du hast zu Hause kein blaues Geklebe im Korb. Ich verstehe auch nicht, warum man die Maronen nicht in mindestens zwei Arten aufteilt.

    Lieber Stefan, der FAZ will ichgar keinen Vorwurf machen. Das ist ein allgemeines Problem im Journalismus. Durch die Online-Konkurrenz müssen immer weniger Journalisten immer mehr Texte produzieren. Für richtige Recherche bleibt da keine Zeit und also riskiert man Ungenauigkeit, und verfasst Beiträge, die sich gut verkaufen. Ich lese nur noch gelegentlich die Süddeutsche - aber die dann mit Genuss.

    Vielen Dank Alex, dessen bin ich mir bewusst. Das ist einer der Gründe warum ich mir das Buch geholt habe und nicht blind allem vertraue.


    Ich war heute mit den Kindern Fahrrad fahren, und als ich an der Pferdeweide vorbei kam lachten mich diese weißen Schönheiten an. Bin dann heute Nachmittag nochmal mit Körbchen und Messer bewaffnet zur Wiese gefahren 😁.

    Sollten Champignons sein, werde sie dann mal versuchen anhand des Buches zu bestimmen.

    Hallo Jan,

    den Versuch, Champignons anhand eines Pilzbuches zu identifizieren, kannst du vergessen. Es gibt mehr als 60 Arten und der giftige Karbolchampignon, den Du theoretisch an der beim anschneiden chromgelb anlaufenden Stielbasis sowie am Jodoformgeruck erkennen könntest, gilbt und riecht oft gar nicht. Ich habe in den letzten Tagen mehrfach unauffällige Champignonkollektionen getestet und erst mit Chemie (Anilin, Rauchende Salpetersäure und KOH) entlocken können, dass sie zur Karbolchampignongruppe gehören. Ich lass die jetzt einfach stehen und schön aussehen und such mir einfachere Pilze.


    Das ist wieder einmal der Klassiker. Auf diese Weise verbreiten sich Irrtümer und setzen sich falsche Nachrichten in den Köpfen fest. Ich hatte den Beitrag in der FAZ auch zunächst nicht aufmerksam genug gelesen und war der Meinung, dass es tatsächlich eine wissenschaftliche Quelle gibt. Aber Björn hat gleich interveniert und inzwischen steht fest, dass eine Quelle für diese Aussage nicht vorhanden ist. Wikipedia verweist lediglich auf den Beitrag in der FAZ. Eins würde mich interessieren: wie ist der Journalist zu der Aussage gekommen? Hat er etwa falsch verstanden oder steckt Absicht dahinter? Denn ohne den Subhead "Der grellrote Schlauchpilz kann seine Giftstoffe schon bei Hautkontakt übertragen und bei Verzehr tödlich wirken„, wäre er deutlich weniger interessant gewesen.

    Hallo Peter,

    das ist traurig. Mir ist heute aufgefallen, dass meine Wälder zweigeteilt. sind. Einmal die Hänge mit den stark geschädigten und teilweise abgestorbenen Bäumen. Die sind ziemlich pilzleer, höchstens mal ein einzelner Saprobiont. Wenn ich oben auf den Hochflächen bin, habe ich meine heile Pilzwelt. Im Moment kommen sie aus allen Knopflöchern. Es macht gar keinen Sinn, alle mir unbekannten Arten mitzunehmen, weil ich nicht die Zeit habe, sie zu bestimmen.


    Ich habe überlegt, ob vielleicht nicht nur die steilen Hänge eine Rolle spielen, sondern auch die Mykorhizzaschädigung durch zwei Dürresommer. Ist das Mykorhizza in der Lage zu regenerieren?


    Vielleicht musst Du einfach mal aufs platte Land oder in der Nähe eines Bachs suchen. Irgendwo müssen ja auch bei Dir Pilze wachsen.