Beiträge von Wutzi

    Hallo Lukas,

    Du glaubst nicht wie sehr Du mir aus der Seele sprichst. Den Wiesenchampignon habe ich ewig nicht gefunden, hier wächst er schon lange nicht mehr. Dafür gibts alle möglichen nicht näher bestimmten anderen Arten, von denen ich selbst die Finger lasse. Aber auch als Nichtkorbsortiererin fragen mich die Dörfler gelegentlich, was ich von den Champignons halte, wenn sie irgendwo zuhauf wachsen. Meist kenne ich die Fundstellen und bei Karbolis fällt die Antwort noch relativ leicht. Aber dann wird's dünn. Nach der DGfM-Positivliste stehen neben den Kulturchampignons und Waldchampignons und inzwischen auch kritisch zu betrachtenden Anisegerlingen und nur 3 Egerlingsarten: Sommerchampignon, Riesenegerling und Wiesenchampignon. Die Gilbenden kann man nicht empfehlen und die Anderen müssten auch aussortiert werden. Auch Arten wie den Sparrigschuppigen Champignon, der im Alter sehr dem Wiesenchampignon ähnelt, weil die Schuppen dann fast nicht mehr erkennbar sind. Der riecht nicht so gut wie der Wiesenchampignon. Ich habe ich probiert und vertragen und finde ihn unauffällig aber freigeben dürfte man den auch nicht. Vor dem Hintergrund, dass in den Sozialen Medien allerlei Sensationsfunde gezeigt werden, ist die Akzeptanz gerade der jüngeren Leute gegenüber einer skeptischen Einschätzung relativ gering. Man möchte eben gern dazugehören und auch schicke Pilze finden und zubereiten. Was solls, Überbringer schlechter Nachrichten werden selten geliebt. Am Ende entscheidet jeder selbst, womit er sich den Magen verdirbt oder Schlimmeres.

    Hallo Peter,

    der Pilz ist vergammelt und nicht mehr ohne Risiko zu essen. Aber dass Du als Einsteiger mit Röhrlingen anfängst, ist schon einmal eine gute Wahl. Du schreibst, dass Du den Satan erkennst. Wunderbar. Dann gibt es noch ein paar Röhrlinge, die bitter und mehr oder weniger magendarmgiftig sind, aber die erkennst Du im Zweifel spätestens beim Kosten. Dieser hier wäre im Jugendstadium sicher leichter bestimmbar und dann auch essbar, so wie sehr viele andere Röhrlinge auch. Geh einfach in den Wald und versuche die unterschiedlichem Merkmale zu erkennen und zeige Deine Funde im Forum. Das wird dann schon.

    Mensch wie bin ich glücklich, dass nicht nur ich ständig meine Champignongrenzen erlebe. Das Dumme ist, dass wegen der Kulturchampis jedermann erwartet, dass Champis alle essbar wären. Ich hatte heute wieder einmal Karbolis, die sich erst durch Schaeffer und KOH verraten haben. Sie rochen angenehm würzig. Was sagen die Leute eigentlich, wenn Ihr ihnen erklärt, dass sie ihre schicken Egerlinge aufgrund von Unbestimmbartkeit wegwerfen müssen?

    Hallo Rosi,

    als Nichtexpertin meine Vorschlage: auf dem ersten Bild könnten Trichterling zu sehen sein. Hast Du mal dran gerochen? Der giftige dufttrichterling riecht ganz intensiv nach Marzipan bzw. Bittermandel.

    Dann sehe ich Kremplinge. Vermutlich den Kahlen Krempling. Das ist ein Mykorhizzapilz. Er lebt in Symbiose mit Bäumen, also müssten da irgendwo in der Nähe Bäume gewesen sein.

    Bei dem Dritten bin ich sehr unsicher. Vielleicht ein Krempentrichterling oder ein Wolliger Milchling. Hatte der weißen Milchsaft und wie hat er gerochen? Sicher können die Profis anhand von Bildern mehr sagen. Aber da Dein Ziel ist, Pilze irgendwann selbst einen Namen geben zu können, solltest Du nicht nur auf das Aussehen sondern auch auf Geruch, Umgebung, Innenleben etc. achten: Hier findest Du Hinweise, was zur Pilzbestimmung nötig ist.

    Wutzi Mit sowas will ich auch wirklich nichts zu tun haben.

    Auf dem Rasenstück waren nur unzählige von diesen kleinen Pilzen. Das wäre optimal für mein Projekt gewesen.

    Der Pilz scheint aber ungenießbar zu sein und schwer zu bestimmen ohne Mikroskopie.


    Ich lass die Finger davon und werde alles aus dem Garten entfernen.

    Mach doch mal den Schnuppertest, wie Zuehli sagt, Ben. Vielleicht riechst Du was, das würde Dich dem Pilzlein vielleicht näher bringen. Lass ihn ruhig leben. Er tut weder Dir, noch Deinem Garten etwas, selbst wenn er giftig wäre. Pilze enthalten keine Kontaktgifte, Du kannst sie also unbesorgt anfassen, auch die giftigen. Die gezeigte Art hilft, abgestorbenes Holz zu zersetzen, quasi ein Kompostbeschleuniger- kostenlos obendrein==Gnolm7.

    Schöne Pilze Stephan, insbesondere die Glucken. Für Berlin-Brandenburg ist das ja schon eine Sensation nach der Dürre der letzten Monate.

    (welcome)hier im Pilzforum. wir freuen uns auf Deine Beiträge. Im Moment werden Dir wohl auf das Herzeigen von schönen Pilzfunden nicht so viele Leute antworten, weil alle im Wald sind, bzw. auf Bestimmungsanfragen antworten.

    Hallo Andi,

    schön, dass Ihr vom Pilzfieber befallen seid. Das hört so schnell nicht wieder auf. Eure Beschreibung ist fürs Erste wirklich schon gut. Aber da geht noch mehr: Hier findet Ihr, was genau wichtig ist für eine möglichst präzise Anfrage. Ich habe letztlich einen Milchling nur deshalb erkannt, weil ich an ihm geschnuppert habe. Der roch so intensiv nach Kolosflocken, dass er sich auf diese Weise verraten hat. so einfach ist es für Anfänger nicht immer, aber die Profis können mit Euren Angaben schon eine ganze Menge anfangen. Je mehr, desto besser.

    Hallo ben,

    (welcome),

    Wenn Du hier Sicherheit bei der Bestimmung psilocybinhaltiger Pilze suchst, dann werden wir Dich enttäuschen müssen. Ansonsten viel Spaß bei den Pilzverrückten. Wenn du das hier berücksichtigst, bekommst Du die bestmöglichen Antworten.

    Tolle Funde, beli! Der Ohrförmige Seitling gilt als Giftpilz. Aber es sind wohl nur Menschen mit Vorerkrankungen der Niere daran gestorben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Man sollte es nicht auf einen Versuch ankommen lassen, finde ich.

    Halo Betborch,

    (welcome). So viel Zeit muss sein.

    Und nun zu Deinem Pilz: Du zeigst einen jungen Lamellenpilz, der festfleischig wirkt, 6 cm groß ist und in Grüppchen wächst. Die Lamellen sehen ockerfarbig aus. Die Huthaut ist braun, aber der tatsächliche Farbton ist bei dem Kunstlichtfoto schwer einzuschätzen. Das sind sehr wenige Informationen vor dem Hintergrund, dass es tausende Großpilze gibt und eine ganze Menge, auf die diese Beschreibung im Jugendstadium zutrifft. Vermutlich hast Du deshalb noch keine passende Antwort bekommen. Schau mal hier: Angaben zur Pilzbestimmung . Wenn Du eine präzise Antwort haben möchtest, solltest Du so viele Informationen wie möglich liefern.

    Hallo Matthias,

    genau wie die Jungs schreiben: Grüne Maronen gibts nicht. Also was Anderes. Filzige Huthaut und gräulichbraunen Tönen und quietschgelbe Röhren deuten auf die Ziegenlippe hin. Ein hübscher, aber leider häufig madiger Pilz, zumindest hier bei mir. Darin werden die nur noch von den Rotfußröhrlingen übertroffen.

    Hallo Jörg,

    nach meiner Meinung sind sowohl das größere Pilzaufkommen dieses Jahr, wie auch die Leichtfertigkeit mit der in den sozialen Medien suggeriert wird, dass Pilze zu bestimmen sind, verantwortlich für die Zunahme der Pilzvergiftungen. Am Wetter werden wir kurzfristig nichts ändern können, nur am Klima vielleicht, sofern man gutgläubig ist,. Letzteres ist wie bei den Fake News. Die Menschen möchten gern den einfachen Botschaften glauben. Im Fall der Giftpilze folgt das böse Erwachen allerdings unmittelbar danach. Wenn diese These stimmt, werden Pilzvergiftungen erst einmal weiter zunehmen. Da helfen weder Warnschilder noch gut gemeinte politische Beschlüsse. Erst wenn es richtig weh tut, werden Menschen aufwachen. Da werden sich aber wohl noch etliche mehr vergiften müssen, damit das Thema auf die Topseiten der Printmedien kommt und die Kompetenzen der Menschen, die ihr Wissen ausschließlich aus den Sozialen Medien ziehen, gestärkt werden.

    Hallo Frank,

    um die Glucken beneide ich Dich. Hab zwei Jahre lang keine gesehen. Die grünen Anistrichterlinge sind im Mischpilzgericht gar nicht schlecht. Aber Sie sollten das Gericht nicht dominieren, damit das Aroma nicht dominiert. Am besten finde ich, schmecken die mit ganz verschiedenen anderen Arten also von Täubling über Semmelstoppler bis Perlpilz. Je mehr Arten, desto besser. Bei mir kommen Röhrenpilze übrigens nur ausnahmsweise in die Pfanne, weil ich das Geschleime nicht mag.

    Hallo Rosi, schöne Funde. Aber so wird das mit der Bestimmung schwierig. Bitte binde doch die Fotos in den Beitrag ein und gib jedem Foto eine Nummer. Außerdem solltest Du für so viele Pilze mehrere Threads aufmachen. Sonst wird es unübersichtlich. Ich kenne auch nicht alle Arten und bin daher auch gespannt auf die Expertenmeinungen.

    Claudia

    Allerbesten Dank für deine tollen Tipps, die du da gibst. Ich wünsche dir wie jedem anderen Tippgeber, dass die Leute das auch würdigen und nicht wie ganz oft bei gegebenen Tipps motzig reagieren. Irgendwann vergeht dem Tippgeber nämlich die Lust am Tippgeben, und dann gibt es halt keine Tipps mehr.

    FG

    Oehrling

    Ach wo Oehrling, die Diskussion zu dem Thema ist doch ganz nett. Und Du weißt doch: Wiederholung ist die Mutter des Lernens und ich habe hier so viel gelernt, dass ich optimistisch bin, das Andere das auch tun. Als ich hier in's Forum gestolpert bin, kannte ich nur ein paar Speisepilze und noch weniger Giftpilze. Ich habe dann eisern jeden Beitrag gelesen - ich gebe zu, nicht jeden bis zum Ende - und inzwischen kann ich im Wald schon deutlich mehr Arten - oder zumindest den Verdacht auf eine Gattung erkennen. Das ist zu einem sehr großen Teil den sich wiederholenden Anfragen und den Diskussionen hier geschuldet und im Vertrauen Oehrling: Ich lerne immer dann am meisten, wenn ich mich bei einem Bestimmungsversuch korrigiert werde. Megapeinlich. Das sitzt! Das würde ich aber niemals zugeben==Gnolm13. Insofern habe ich den Optimismus, dass der Beitrag dem einen oder der anderen entnervten Pilzputzi als Anregung dienen kann.