Beiträge von Wutzi

    Hallo Rosi,

    ich hatte diesen Post schon gelöscht, weil ich keine Verwirrung stiften wollte, nachdem die Richtung Trüffel in den Ring geworfen wurde. Aber ich scheine nicht allein zu sein mit meiner Idee, dass es Stäublinge sind, deshalb jetzt noch einmal:

    Alles was ich dazu sagen würde ist, dass es sich um Stäublinge handeln könnte. Leider hast du die Basis der Pilze weggeschnippelt und gestochen scharf sind die Bilder auch nicht. Die Basis ist wichtig für die Pilzbestimmung. Es gibt essbare und giftige Arten in der Gattung (Kartoffelboviste). Die Essbaren kann man essen, kulinarisch sind sie aber nicht der Bringer. Wenn das Innere der Essbaren Arten grau oder schwarz wird, sind sie alt und nicht mehr genießbar. Zu der Art kann ich Dir nichts sagen, da müssen die Profis ran.

    Es ist genau, wie ich geschrieben habe. Immer im Herbst zeigen Pilzbegeisterte stolz ihre Funde. Und sehr sehr oft ist zu sehen, dass Pilze einfach so in den Korb gelegt wurden, wie sie aus dem Waldboden herausgedreht worden sind. Ebenso häufig werden die so transportierten Exemplare dann auf dem Küchentisch fotografiert.

    Aber genau das soll man doch, damit der Auskenner möglichst alle Merkmale des Pilzes sieht. Putzt man den Pilz bevor man ihn anfragt, heißt es oft: anzufragende Pilze dürfen nicht geputzt werden, lies dir mal "das hier" durch! Gut: es ist nicht immer klar, ob Pilze angefragt werden oder ob lediglich mit ihnen geprahlt wird. Angefragte Pilze hätte ich gerne mit Stumpf und Stiel (evtl. auch mit Dreck dran, auch aus dem Dreck lässt sich manches ermitteln!). Bei Prahl-Pilzkörben ist der Prahleffekt selbstverständlich noch größer, wenn die Pilze geputzt sind.

    FG

    Oehrling

    Hallo Oehrling,

    es geht nicht um einzelne Bestimmlinge sondern um den Korb mit 30 Maronen und Butterpilzen etc. für die Pfanne. Guck mal. Ich habe in dem Eingangsbeitrag genau auf das von Dir angesprochene Thema verwiesen, wo tatsächlich anders verfahren werden sollte, als bei den Pilzen für die Pfanne.


    "Es ist nur dann sinnvoll, Pilze komplett mit anhaftender Erde mitzunehmen, wenn es für die Bestimmung wichtig ist. Aber darum geht es hier ja nicht. Die zu bestimmenden Exemplare sollten übrigens auch nicht zusammen mit den Speisepilzen in einen Korb gelegt werden, sondern einzeln verpackt - in kleinen Gefäßen o.a. transportiert werden. Nicht nur wegen des Drecks, auch weil sich giftige Teile unter die Pilze für die Pfanne schummeln könnten."

    Hallo Benjamin,

    so lange der Pilz reinweiß ist, sollte er essbar sein. Der Schopftintling vergeht über rötliche (das tun andere Tintlinge nicht) und graue Farbtöne, bevor er zu schwarzer Tinte zerfließt.

    Bei Pilzen mit Schleimhautproblematik sollte man nicht die Haut vom Tuch lösen, sondern die Haut vom Pilz.

    Wenn ich zB Kuhmäuler oder Butterpilze sammle, kommt das Klebeprodukt gleich vor Ort weg. Darum sammle ich von denen aber ungerne viele, weil ich sonst ja nur noch mit Huthaut abziehen beschäftigt bin.

    Das mach ich auch so. Aber Kuhmäuler und Goldröhrlinge sammle ich bei Regen gar nicht. Da bekommst Du das Geglipsche ja kaum wieder von den Fingern ab.

    Perlpilze ziehe ich je nach Pilzaufkommen auch im Wald ab. Geht fix und minimiert den madigen Teil der Funde enorm. Oft sieht man die FRaßgänge erst, wenn die Huthaut weg ist.

    Kuhmäuler nehme ich überdies nur, wenn ich sie gleich zubereiten kann. Die werden ein paar Stunden später schwarz und sehen in der Pfanne aus wie Kohlebrocken.

    Hej.


    Was bei Regen besser geht als ein Pinsel wäre ein Stofftuch, um so ein wenig grobschmutz von Hut oder Stiel weg zu bekommen.
    Wird nur dann unbrauchbar, wenn der Dreck so am Tuch klebt, daß man damit keinen Pilz mehr anfassen mag.



    LG; Pablo.

    Bei Regen bevorzuge ich Moos oder Gras um Grobschmutz loszuwerden. Damit stößt man allerdings bei Wald mit Nadelstreu an seine Grenzen.

    Hallo Alex,

    ==Gnolm11viel zu viele auf einmal==Gnolm21. Sofort bei mit abliefern!

    Für Messer vergessen gibts übrigens mildernde Umstände. Bei knackigen, madenfreien Steinis ist das ja auch noch ok, aber wenn darunter Perlpilze liegen würden, hättest Du Schleifpapier zwischen den Zähnen gehabt. Ich geh mal davon aus, dass Du die vorher weggekippt hättest==Gnolm19.

    Jaja, der Pinsel==Gnolm13, Bernhard! Der ist das Tüpfelchen auf dem i. Ich fand so was eigentlich Quatsch, bis ich dann so ein Messer zum Geburtstag bekommen habe. Eine Offenbarung. Davor kapituliert selbst der Erdschieber==Gnolm7. Das beste am Pilzmesser ist übrigens das Loch darin zum Anbinden am Korb.

    Nein Tomas,

    Deinen Pilzkorb hatte ich explizit nicht im Sinn. Es ist genau, wie ich geschrieben habe. Immer im Herbst zeigen Pilzbegeisterte stolz ihre Funde. Und sehr sehr oft ist zu sehen, dass Pilze einfach so in den Korb gelegt wurden, wie sie aus dem Waldboden herausgedreht worden sind. Ebenso häufig werden die so transportierten Exemplare dann auf dem Küchentisch fotografiert. Da sehen sie schon gar nicht mehr so schön aus.

    Vor kurzem habe ich eine Pilzwanderung mit einigen Leuten gemacht, die auch so gesammelt haben und habe mich darüber gewundert. Da fiel mir ein, ganz früher habe ich das auch nicht so genau genommen mit dem Putzen der Pilze im Wald. Deshalb weiß ich auch, wie nervig es ist, sich dann abends hinzusetzen, den Dreck abzuklauben und einen Großteil der vermeintlich schönen Pilze auf den Kompost werfen zu müssen. Inzwischen mach ich es anders und so macht es einfach mehr Spaß. Du kommst nach Hause und hast kaum noch Arbeit mit Deinen Pilzen.


    Ich bin kein Profi und mein Beitrag ist ausdrücklich nicht als Kritik gedacht. Jeder kann Pilze auf seine Art sammeln. Ich wollte lediglich eine Anregung geben, wie man es sich einfacher machen kann, mit dem leidigen Pilzeputzen danach. Ich hatte gehofft, den Einen oder die Andere damit zu überzeugen, wenn ich die Argumente für das Putzen im Wald einfach einmal zusammenschreibe.

    Ach nö Peter, lieb gemeint. Aber Fingerhandschuhe find ich doof. Ich bleib dann lieber bei meiner ganz banalen Verwendung ==Gnolm7.

    Danke Pablo,

    ich hatte heute einen langen Waldtag und war nach einer guten Stunde mit Schnippeln und Braten fertig. Ein paar Nadeln und zwei übersehene madige Stellen. Der Dörrapparat ist voll und die Lamellenpilze sind fertig zubereitet in der Pfanne. Die muss ich heute Abend noch einfrieren.

    Jetzt kann ich meine Pilzfotos auf den Computer übertragen und habe noch einmal schöne Erinnerungen an ein paar besondere Funde.

    Vielleicht haben ja die Schmutzpilzsammler zu Hause eine/n Pilzputzi und wissen gar nicht, wie mühselig es ist, dreckverklebte Pilze zu verarbeiten. Das ist eigentlich die einzige logische Erklärung.

    Also irgendwie ungemütlich riechende Stockschwämmchen am Fichtenstumpf mit deutlich geschuppten Stielen unterm Ring sind Stockschwämmchen.
    Lecker würzig riechende Stockschwämmchen am Laubholzstubben mit null Schuppen unterm Ring sind Gifthäublinge.

    Danke Pablo,

    dass Du das noch einmal klarstellst. Dass Gifthäublinge auch mal angenehm riechen können, war mir nicht klar.

    Fest steht jedenfalls: Stockis haben Stielschüppchen und sollten sie mal keine haben, weil der Regen sie abgewaschen hat, darf man sie trotzdem nicht essen, weil sie gegebenenfalls am selben Standort wachsen wie Gifthäublinge und man die verwechseln könnte.


    Aber ich würde die unangenehm riechende Stockschwämmchen mit den Stielschüppchen vom Fichtenstumpf wohl trotzdem nicht essen. Die wären mir nicht lecker.

    Hallo zusammen,

    da ist sie doch noch die Pilzsaison und auch die Bilder von vollen Pilzkörben sind wieder im Netz. So weit so gut. Aber was treibt eigentlich so manchen Pilzbegeisterten um, dass er Waldboden, Nadeln und madige Pilze mit nach Hause schleppt? Im Wald geputzte Pilze bedeutet mindestens 10 mal weniger Arbeit zu Hause und nur halb so viel Gewicht im Korb. Je weniger sich die Pilze drücken, desto besser ist ihr Zustand am Ende. Also ist es immer besser, alles was man nicht essen möchte, im Wald zu lassen.


    Wenn schmutzige Pilze auf anderen Pilzen liegen, krümelt die Erde in die Lamellen oder sie klebt auf feuchten Pilzhüten oder Röhren fest. Den klebrigen Dreck dann zu entfernen macht einen Haufen Arbeit, die man sich sparen kann. Die Maden in nicht kontrollierten Pilzen haben Zeit, sich durch die nichtmadigen Teile des Pilzes zu fressen. Zu Hause kann man das Ganze dann möglicherweise komplett wegschmeißen, obwohl vielleicht der Hut noch zu retten gewesen wären, wenn man den Stiel gleich ab- oder zumindest angeschnitten hätte.


    Es ist nur dann sinnvoll, Pilze komplett mit anhaftender Erde mitzunehmen, wenn es für die Bestimmung wichtig ist. Aber darum geht es hier ja nicht. Die zu bestimmenden Exemplare sollten übrigens auch nicht zusammen mit den Speisepilzen in einen Korb gelegt werden, sondern einzeln verpackt - in kleinen Gefäßen o.a. transportiert werden. Nicht nur wegen des Drecks, auch weil sich giftige Teile unter die Pilze für die Pfanne schummeln könnten.


    Vielleicht habe ich etwas übersehen, aber aus meiner Sicht hat es nur Vorteile, die Pilze im Wald genau zu kontrollieren. Das Schöne ist doch, im Wald zu sein und Pilze zu finden und nicht das zeitraubende Putzen von unansehnlichen, schmutzigen und madigen Pilzen zu Hause. Mir würde es das Pilzesammeln ziemlich verleiden.


    Hallo Tom,

    wenn ich Deinen Rosablättrigen Helmling so betrachte, erinnert der mich schon sehr am meinen nicht bestimmbaren Rübling, von dem Pablo meint, es könnte der Rosablättrige Helmling in ganz blass sein. Danke fürs Zeigen!

    Rotbraune sowie geflecktblättrige Flämmlinge zählen neben Kahlen Kremplingen derzeit zu den Pilzen, von denen Du noch nachts träumt, weil alles voll davon ist. Ansonsten ist es hier mit den Pilzen im Thüringischen genauso wie im Umland der Hauptstadt. In der einen Ecke sprießen sie, woanders fehlen sie.

    Danke!

    Ja, das hat mich auch gewundert. Überall liest man von typischen, rötenden Madengängen und dann sind da einfach keine. ^^


    Naja, bis der bei mir in der Pfanne landen darf, dauert‘s noch lang. Und dann finde ich wahrscheinlich nur noch ganz typische mit Maden...

    Das ist eine sehr gesunde Einstellung, lass Dir Zeit, bis du zu 100% sicher bist.

    Jawoll, das isser. Wenngleich es hier Menschen gibt, die bemängeln werden, dass der nicht madig ist. Das Röten ist typisch.

    Lieber Habichtspeter,

    das ist doch mal was Handfestes. Um das Gewicht zu vergleichen, braucht es wohl beider Arten zugleich. Ob ich das je erleben darf?


    Sag mir erst, was Du mit den makelfreien Steines anfangen wirst. Wenn es ganz was Anderes ist, als ich mit ihnen tu, überleg ich mir vielleicht==Gnolm13

    Hallo Tomas, mit mehr als mit den Gattungen kann ich beim Erdstern auf dem. ersten Foto und einem Schleierling auf den letzten Fotos kann ich nicht dienen. In der Mitte ist ein Grünspanträuschling

    Hallo Pablo,

    danke, vielleicht sind das welche. Obwohl nicht einmal ein Hauch von Rosa an den Pilzen zu sehen war. Aber wie ich die Pilze inzwischen einzuschätzen gelernt habe, machen die nie, was sie sollen. Ich hole mir nächste Woche mal ein Pilzchen für Mikroskop. Vielleicht hilft das weiter. Das ist wirklich ein zeitfressendes Hobby.