Pilze zu kosten ist - sofern mann die Kostprobe komplett wieder ausspuckt, grundsätzlich nicht besonders gefährlich. Allerdings gibt es durchaus Berichte von Menschen hier aus dem Forum, die nach der Geschmacksprobe lange Zeit einen brennenden Mund oder sogar Bläschen an der Zunge, ich glaube das war bei einem höllisch scharfen Ritterling, bekommen hatten. Daher würde ich empfehlen, nur dann Pilze zu roh kosten, wenn Du einigermaßen einschätzen kannst, um welche Gattung es sich handelt und Du nur herausbekommen willst, um welche Art es sich handelt. Das muss man bei einigen Arten z.B. bei Täublingen sogar tun, wenn man sie einigermaßen makroskopisch bestimmen will. Ausnahmen gibt es natürlich wie immer auch: Bei den Amaniten (dazu gehören die Grünen Knollenblätterpilze) und auch bei einigen anderen Gattungen sollte man überhaupt keine Kostproben nehmen, weil auch kleine, versehentlich heruntergeschluckte Mengen schaden können.
Gammelpilze sollte man natürlich nicht kosten, aber für den Fall, dass Du Dich entscheidest die Austern zu essen (nach allem was Du geschrieben hast, würde ich abraten zäh, wässrig, kannst Du sie immer noch wegschütten wenn sie nicht schmecken. Alte, zähe und wässrige Pilze sind selbst dann, wenn sie noch nicht gammelig sind kein Genuss mehr. Ich glaube, fast alle Pilzbegeisterte haben das schon erlebt. Zuerst die Freude über die gefundenen Pilze und dann die Enttäuschung, dass sie schon drüber sind und nicht mehr zu essen.
Aber sieh es mal so. Du kennst jetzt die Orte, an denen Du sie gefunden hast und gehst künftig etwas früher hin, um nachzusehen, ob junge Exemplare da sind.