Beiträge von Wutzi

    Hallo zusammen,

    weil es letzte Woche bei den Nordthüringer Orchideen so schön war, haben wir jetzt zwei Orchideenstandorte im Raum Rudolstadt besucht.

    Für einige Arten war es ein bisschen zu spät. Die meisten Ragwurze und Helmknabenkräuter waren überwiegend schon verblüht. Die zu voller Pracht erblühten Bocksriemenzungen und Frauenschuhe haben uns aber mehr als entschädigt. Es ist großartig, was die Natur auf den kargen Südhänge auf den Kalkböden hervorbringt.


    1. Hier ein Blick vom Standort auf das Saaletal in Richtung Rudolstadt.


    2. Eins der letzten vorzeigbaren Exemplare des Helm-Knabenkrautes - Orchis militaris.


    3. Einige Exemplare der Bocks-Riemenzunge - Himantoglossum hircinum


    4. Detail. Die Blüten riechen aufdringlich süßlich.


    5. Auf den Kalkablagerungen befindet sich nur wenig Humus. Dem Kleinen Wiesenknopf reicht sogar das Kalkgestein pur.


    6. Ein Trauer-Rosenkäfer auf Spitzwegerich


    7. Der Königskerzen-Mönch


    8.Einige wenige Exemplare der Fliegen-Ragwurz - Ophrys insectifera waren noch ganz ansehnlich.


    9. ebenso


    10. Nur ein Exemplar dieser helle Form der Kleinen Spinnen-Ragwurz - Ophrys sphegodes subsp. litigiosa war noch zu entdecken.


    11. ebenso


    12. Eine besonders große Gelbe Sommerwurz - Orobanche lutea direkt am Wegrand.


    13. ebenso


    14. Blick auf den Orchideenstandort oberhalb von Kahla.


    15. Die Bocksriemenzungen dominierten auf einigen Wiesen alles Andere, wie z.B.


    16. Weg- und


    17. Straßenränder


    18. Auch andere schöne Pflanzen kreuzten unseren Weg, wie z.B. dieser Ackerwachtelweizen.


    19. Weiter geht es mit dem zweiten Standort.


    20. Den Orchideenpfad säumen zahlreiche seltene Pflanzen und Orchideen.


    21. Das Bleiche Waldvögeln - Cephalanthera damasonium ist quasi allgegenwärtig.


    22. Mit etwas Glück ist auch einmal eine geöffnete Blüte zu entdecken.


    23. Grünblütiges Wintergrün - Pyrola chlorantha


    24. Eine der Nestwurze - Neottia


    25. Purpur-Knabenkraut - Orchis purpurea


    26. Grünliche Waldhyazinthe - Platanthera chlorantha


    27. Detail


    28. Und endlich dann die beeindruckenden gelben Frauenschuhe - Cypripedium calceolus.


    29. Unsere Freunde mutmaßtent, dass wir diesmal zu spät dran sein würden. Einige Horste waren tatsächlich schon verblüht.


    30. Doch die Mehrzahl der Orchideen war noch gut in Form. Hier fehlt nur ein bisschen Wasser.


    31. Je weiter wir dem Orchideenpfad folgten,


    32. desto üppiger wurden die Bestände.


    33. Am Ende erwecken die Bestände den Eindruck einer Orchideenplantage.


    34. Mir gefällt letztlich der Blick auf eine einzelne Blüte am besten.


    35. Ganz gewöhnliche kleine Schönheiten waren auch zu entdecken, wie z.B. Beinwell edit: Bernd hat Recht, die Pflanze hört auf den Namen Gemeine Hundszunge.


    36. Aber auch ohne die schönen Blüten ist der Pfad abwechslungsreich und lohnt eine Wanderung.


    Schön, dass ihr bis zum Schluss durchgehalten habt.

    Moin, bin dabei. Was sind no h mal Pilze? Ich hab nur einen Pilz im Müllsack bei den Pferdeäppeln gefunden :gpfeiffen: . Den zeig ich euch aber gern. :grofl:


    Für die Orchideenfreunde unter euch hab ich aber noch was Feines zum Zeigen.

    Aber wenn sich etwas an deiner Beliebtheit für Mücken und Zecken geändert hat, kommt ja der Verdacht auf, dass sich irgendetwas in deinem Stoffwechsel verändert haben könnte, was dich nun für die Plagegeister unattraktiv macht.

    Ich würde hier auch noch die Möglichkeit einer hormonellen Veränderung in die Runde werfen wollen, was ja gerade bei einer plötzlichen Veränderung im Alter Sinn machen könnte.

    Stimmt, da passiert ja auch so einiges im Körper.


    Aber wenn du das schon immer so zu dir nimmst, kann sich dadurch eigentlich nichts verändert haben.

    Nein, in den letzten Jahren hat sich mein Geschmack etwas gewandelt.

    Dann wäre das zumindest eine denkbare Erklärung.


    Schweiß, Atemluft, Immunsystem, Hormonspiegel können sich im Gegensatz zur Genetischen Disposition und Blutgruppe verändert. Also müssten eigentlich da die Ursachen liegen, wenn die Plagegeister auf einmal anderes reagieren.


    Ich habe bei Radtouren erlebt, dass sich Mückenschwärme regelrecht auf einzelne Personen unserer Gruppe gestürzt haben, während andere unbehelligt blieben. Das wäre mal ein interessantes Forschungsthema.

    Große Klasse, Schrumz!


    Die Pyramiden-Händelwurz fehlt mir noch in meiner Raupensammlung, und dass die Bocks-Riemenzunge schon blüht, motiviert mich sehr, morgen einen Orchideen-Ausflug zu unternehmen.

    Bläulinge gab es letztens auch massenhaft bei unserer Orchideenwanderung, aber keiner wollte sich fotografieren lassen.


    Am besten ist aber Hasi-Nasi mit seiner perfekten Tarnung. Das Beste, was wo ein armer Pflanzenfresser an Verteidigungsstrategie aufbieten kann ist Unsichtbarmachen. Klasse Foto.

    Grundsätzlich ist ja zuckerarmes (auch Fruchtzucker) Essen sehr gut. Aber wenn du das schon immer so zu dir nimmst, kann sich dadurch eigentlich nichts verändert haben. Du schreibst ja, dass du früher Liebling der Zecken warst und nun nicht mehr.

    Hochverarbeitete Lebensmittel, Weizen und größere Alkoholmengen wären tatsächlich schlecht für das Mikrobiom des Darms. Aber wenn sich etwas an deiner Beliebtheit für Mücken und Zecken geändert hat, kommt ja der Verdacht auf, dass sich irgendetwas in deinem Stoffwechsel verändert haben könnte, was dich nun für die Plagegeister unattraktiv macht. Es wäre wirklich interessant, die Ursachen dafür zu ergründen. Vielleicht hast du irgendwelche Gewohnheiten geändert. Vielleicht nimmst du jetzt irgendetwas zu dir bzw. nicht mehr zu dir als früher. Vielleicht hat sich dein Blutzuckerspiegel, die Harnsäurewerte oder irgend etwas anderes verändert.

    Also sind Zecken unvermeidlich.

    Hallo

    Ja, da stimme ich zu. Was aber viel interessanter ist, warum bekommen einige Menschen keine Zecken? Ich war mal der Liebling aller Zecken. Das ist vorbei. Die Antizeckenhose ist im Schrank geblieben. Zwei Zecken im Jahr ist nicht wirklich so schlimm. Oder warum hatte ich im letzten Jahr nur vier Mückenstiche? Ich war praktisch im Wald zu Hause!

    Schwierig, Uwe. Du kannst ja mal überlegen, ob du irgendwelche Nahrungsmittel zu dir nimmst, die du früher nicht gegessen hast, oder ob du irgendetwas weglässt. 80% unseres Immunsystems befinden sich im Darm. Wenn es ihm gut geht, geht’s den meisten Organen besser und die meisten Körperfunktionen werden optimiert.

    Aber das ist reine Spekulation.

    Ganz genau so sehe ich das. Ich habe eigentlich alles probiert, aber so richtig erfolgreich war ich damit nicht. Seit ich dazu übergegangen bin, mich aufs Absammeln der Zecken abends und morgens zu beschränken und die Stellen auf eventuelle Wanderröte-Auffälligkeiten zu kontrollieren, an denen sich doch mal eine festgebissen hat, lebe ich völlig entspannt. Ich kann ja Hund und Kater auch nicht in einen Overall stecken oder sie im Haus einsperren. Also sind Zecken unvermeidlich.

    Ach ja, gegen FSME bin ich geimpft und ansonsten ich tu was für mein Immunsystem, besonders in den heftigen Zeckenmonaten. Damit bin ich eigentlich ganz erfolgreich.

    Liebe Hilmi, danke fürs Mitkommen.

    Du hast mich wieder einmal restlos überzeugt. Vielleicht solltest du dein umfangreiches Birkenwissen z.B. in einem Podcast „sichere Birkenbestimmung mit Hilmi“ an Menschen weitergeben, die nicht immer ganz treffsicher sind in Baumbestimmungsfragen. Ich jedenfalls würde zu deinen treuen Abonnenten zählen🤓.

    So, die Antwort kam inzwischen: Die Bienen sind Arbeiterinnen.


    Entweder war es ein Schwarm, und die Königin wurde verletzt oder konnte nicht mehr fliegen, oder es gab irgendwas Interessantes auf dem Boden, Honig oder so.

    Herzlichen Dank für deine Mühe und die Aufklärung, liebe Sabine. Schade, dass das sich dieses Ereignis an einem für die Arbeiterinnen so gefährlichen Ort ereignet hat.

    Wie schade Susi,

    dass ich nichts vom RKI-Projekt wusste. So habe ich die Dose mit gemeuchelten Zecken vom letzten Jahr entsorgt. In diesem Jahr habe ich erst 40-50 Stück gekillt und gleich entsorgt. Dann werde ich ab jetzt mal sammeln. Da die Viecher so völlig unnütz sind, dienen sie vielleicht wenigstens dem RKI bei der Wahrheitsfindung und hätten könnten doch noch einen Zweck erfüllen.


    edit:

    Ich befürchte, dass ich mich doch nicht am Projekt beteiligen kann. Es soll lediglich eine Zecke eingesendet werden und auf dem Fragebogen wird sogar nach dem Spitznamen der Zecke gefragt. Ernsthaft, den hat mir noch nie eine der Zecken verraten. ==Gnolm4

    Lebende Zecken würde ich zudem ungern versenden. Schließlich wohne ich in einem Hochrisikogebiet und angesichts der Beförderungspraktiken der Deutschen Post ist nicht auszuschließen, dass die Zecke nicht beim Adressaten sondern irgendwo anders landet und ich somit quasi die Ursache für die Verbreitung von FSME werde.

    Hallo zusammen,


    ich gehe da bei Fagus sylvatica und Biscogniauxia nummularia mit. Die Buche ist halt nicht mehr ganz frisch und ziemlich trocken, aber das macht noch lange keine Birke aus ihr :D


    Björn

    Dir hätte ich die Birke auch nicht abgenommen, Björn. Das ist ausschließlich Sandras Privileg, uns von Birken zu überzeugen.

    Moin Climbingfreak, danke fürs Mitkommen.


    Suku hat völlig recht.


    Im übrigen folge ich dem Motto: bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen, meine Meinung steht fest! So machen das schließlich 60 % der hiesigen Dorfbevölkerung und weil es so viele sind, können die ja nicht falsch liegen. ==Gnolm4


    Außerdem: Ich lehne es ab, so beinharte Substanzen zu präparieren, die demolieren mir nur die Deckgläschen. Ich behaupte so lange Buche, bis dir der Beweis des Gegenteils gelungen ist ==Gnolm7. Aber nach allem was mir Tante Google verraten hat, können Kohlenbeeren auch an anderen Laubhölzern vorkommen, insofern wäre der Wirt auch nicht ausschlaggebend.


    Ich würde mich allerhöchstens von hilmgridd (und zwar nur von ihr!) überzeugen lassen, dass es sich um eine Birke handelt und ich vermute, dass damit dann sogar boccaccio mitgehen würde, ohne weitere Untersuchungen anstellen zu wollen. ==Gnolm8

    Hallo zusammen,

    glücklicherweise ist Thüringen ein Orchideenland. So ist es einigermaßen möglich, sich ohne größere psychische Schäden durch die Zeit der Pilzarmut zu hangeln. Wir haben kürzlich einen Ausflug in einen Orchideen-Gebiet am Wipperdurchbruch durch die Hainleite, einen Muschelkalk-Höhenzug in Nordthüringen gemacht.


    Abgesehen davon, dass die Vielzahl der Orchideen sprachlos macht, sind dort viele Orchideen-Hybriden zu finden. Für mich als Laie ist es ausgesprochen schwierig, die Arten und Hybriden auseinanderzuhalten. Ich hab es zumindest versucht.


    Und jetzt geht es los:

    1. Unzählige Exemplare des Purpur-Knabenkrautes


    2. Purpurknabenkraut - Orchis purpurea in unmittelbarer Nachbarschaft zum Helmknabenkraut - Orchis militaris. Das bleibt nicht folgenlos, da die Gattung Orchis untereinander Hybriden bilden kann.


    3. Hier hat sich unter das Purpurknabenkraut bereits ein Hybrid-Knabenkraut - Orchis x hybrida geschummelt.


    4. noch eine Gruppe Purpur-Knabenkraut


    5. und hier eine Detailaufnahme


    6. Und hier das Helm-Knabenkraut. Es ist recht variabel, wenn ich nicht auf Hybriden reingefallen bin.



    7. Ein weiteres Helm-Knabenkraut


    8. Und noch ein Exemplar vom Helm-Knabenkraut


    9. Hier ein Detail vom Helm-Knabenkraut


    10. Hier nun ein Hybrid-Knabenkraut


    11. Ein weiteres Hybrid-Knabenkraut. Im Hintergrund die Orchis-Eltern.




    Was die Gattung Orchis kann, ist der Gattung Neotinea nicht fremd. Das Brand-Knabenkraut - Neotinea ustulata vermag mit dem Dreizähnigen Knabenkraut - Neotinea tridenta Hybriden zu bilden. Heraus kommt dann das Dietrichs Knabenkraut - Neotinea x dietrichiana.


    12. Hier das Brandknabenkraut. Die Art ist quasi das Miniatur-Kontrastprogramm zu Orchis purpurea. Es ist leicht zu übersehen.


    13. Hier die Kreuzung, das Dietrichs Knabenkraut


    14. und noch ein Exemplar vom Dietrichs-Knabenkraut


    15. Hier ist nun der zweite Elternteil der Kreuzung. Das Dreizähnige Knabenkraut


    16. Ein weiteres Exemplar vom Dreizähnigen Knabenkraut.


    17. und noch eins



    18. Die folgenden Orchideen kann ich nicht zuordnen, aber weil sie so prachtvoll gefärbt sind, zeige ich sie dennoch.


    19.


    20.


    Es gab noch weitere Orchideen zu bestaunen.

    21. Ein Bleiches Waldvöglein, das ausnahmsweise einmal voll aufgeblüht war.


    22. Eine Grünliche Waldhyazinthe


    23. Das Große Zweiblatt.


    24. Du hattest Recht Christine, auch das ist eins. Ich hatte mich hinsichtlich der Blätter falsch erinnert.


    25. ein Detail


    26. Ein Teil des Rundweges führt durch einen Urwald. Beeindruckend war diese gewaltige tote Eiche, an deren Fuß tatsächlich ein echter Pilz zu finden war.


    27.


    28. der einzige Frischpilz war dieser Brandkrustenpilz


    29. Des Weiteren gab's nur münzförmige Kohlenbeeren und tief im Wald ein paar Baumschwämme. Kein einziger Pilz mit Hut und Stiel.



    30. Am Weißdorn tummelten sich die grünschillernden Rosenkäfer und mehrere Exemplare des Großen Eichenbocks.


    31.


    32.


    33.


    34. Irritierend war dieses Knäuel Bienen, das sich auf dem Weg versammelt hatte. Offenbar waren schon viele Bienen überfahren worden. Ob sich da eine Königin verirrt hatte, oder die Bienen einfach nur auf Abwegen waren, konnten wir nicht aufklären. Vielleicht kennt sich von euch jemand aus.



    35. Zum Abschluss noch ein Blick aufs Gesamtkunstwerk. Fest steht, dass wir diese, in jeder Hinsicht beeindruckende Landschaft, nicht das letzte Mal besucht haben.

    Moin Grüni, diesen völlig unnützen und für unsere geliebten Gartenblumen so gefährlichen Plagegeistern auch noch einen exklusiven Bereich einzuräumen zu wollen - das kann doch nicht dein Ernst sein ==Gnolm4 ==Gnolm4 ==Gnolm4 .

    Liebe Dodo, mach dir mal keinen Stress. Wir machen es umgekehrt, wie anfangs geschrieben: Wir gehen davon aus: wer nicht widerspricht ist einverstanden. Ich schätze mal, dass nicht alle ganzjährig ins Forum gucken, zumal, wenn es so gut wie keine Pilze gibt. Wenn jemand später widerspricht, findet sich auch eine Lösung - wie z.B abwaschen, aufwischen und Fenster putzen. ==Gnolm10 ==Gnolm7

    Moin zusammen, das entwickelt sich hier ja gerade zum Kreativ-Thread.

    Namensschildchen wären sinnvoll. Wir kennen uns ja nur vom Avatar. Leider habe ich meine Birkenporlinge aus 2024 zerschnippelt. Aber bis zum Herbst gibt es neue. Fürs Pilztreffen wären natürlich stilechte Pilznamensschilder schön. 36 Scheibchen mit Loch dürften sich beschaffen lassen. Beim Beschriften halte ich mich zurück. Das kann keiner lesen.

    Anmerkung zum Sprachgebrauch:

    Klar gibt es Nubsis. Die gibt es überall...und manchmal kann man bestimmte Dinge eben nur als Nubsi bezeichnen.

    Eine verwandte Erscheinung, allerdings meist etwas weiter aus dem Untergrund herausragend, sind übrigens Pinnöpel. ==Gnolm19

    Moin Grüni,

    so einen Giraffenholzstand habe ich letztens auch gefunden. Das hat mich ausgesprochen fröhlich gemacht, weil es ansonsten gar keine Pilzspuren gibt.


    Und wenn du als eine der profiliertesten APR-Koryphäen das so sagt, kann dem natürlich nicht widersprochen werden ==Gnolm7.