Da von dem vorliegenden Fund weder Fleischverfärbung noch Geschmack bekannt sind, solltest Du den Fundort im Auge behalten und auf weitere Fruchtkörper hoffen.
Hallo Karl, hallo Täublings-miträtselnde,
heute war an der Täublings-Fundstelle. Die gestern noch vorhandenen waren nicht mehr auffindbar, aber es gab ein ziemlich frisches Exemplar und den madigen Pilz von gestern fand ich auch.
Ich fange einmal mit dem von gestern an:
Der hatte sich wenig verändert. Allerdings waren einige Lamellenränder inzwischen schwarz angelaufen, ebenso die Stielhaut an einigen Stellen
Und hier nun der frisch gewachsene Pilz: Ergänzend ist festzustellen. In unmittelbarer Nachbarschaft wuchsen Fichten, etwas weiter entfernt Buchen. Auch er hatte diesen aprikosefarbenen Farbstich in den Lamellen.
Das Fleisch war geruchlos. Die Lamellen waren scharf, das Fleisch neutral.
Bei Verletzung waren keinerlei Verfärben erkennbar, auch nach einer Stunde noch nicht.
Ich habe ihn mit einigem bearbeitet mit dem, was mein Giftschrank so hergab. Auf Guajak erfolgte die Reaktion nach ca. 10-15 sec. Auf Eisensulfat nach 1-2 Minuten fleischrosa und auf Phenol kräftig fleischfarben. Auf Anilin und KOH erfolgte innerhalb von 10 Minuten keine Reaktion.
Mich hat der Vergleich mit allen Compactae leider nicht schlauer gemacht. Was sagt Ihr dazu?
edit:
Ich kann die noch offenen Fragen zum Faserling und zum Lärchenritterling beantworten. Der Lärchenritterling hat üppig weiß gesport, insofern scheint der Name zumindest bis auf Widerruf - wenn ich das Exikkat unters Mikroskop lege - Bestand zu haben.
An der Stelle, wo gestern die unklaren Faserlinge standen, hatten heute zwei weitere Exemplare ihre Schirme geöffnet. diesmal war eindeutig ein Behang zu erkennen, womit wir wieder beim ersten Kandidaten wären. Ich glaube, hier muss ich das Mikroskop nicht bemühen. Das ist wohl eindeutig.
Danke an euch alle für die Diskussion. Mit euch macht es Spaß etwas über Pilze zu lernen. Und die Bilanz kann sich sehen lassen. In der Bestimmung von zwei Pilzen bin ich jetzt sicherer, und mit dem Lärchenritterling konnte ich einen Erstfund identifizieren. Sicher kommt mit dem Täubling, dessen Namen ich noch nicht kenne, ein weiterer hinzu. So könnte das von mir aus das ganze Jahr weitergehen.
Und der Täubling ist fast so spannend wie ein guter Krimi.
