Beiträge von Wutzi

    Danke Christoph. Das ist doch mal ein Wort! Und es ist völlig legitim das eigene Buch zu empfehlen. Du als Autor hattest ja ein Ziel, als du es geschrieben hast und es ist gut zu wissen, dass du genau die Zielgruppe du im Auge hattest, über die wir gerade diskutieren. Damit schließt Du auch bei mir eine Wissenslücke, da ich von deinem Buch nicht wusste.
    Schau dir bitte den letzten Satz noch einmal an. Da ist ein leicht irreführender Tippfehler - dir gefällt der Parey immer noch gut, nicht nich gut, oder?
    Blöd am Parey ist nur, dass er leider nicht mehr aufgelegt wird. Ich hüte meinen, wie einen Augapfel.

    Lieber Christoph,

    danke für deine ausführliche Antwort. Du triffst genau den Punkt. Wie viel Zeit und Aufmerksamkeit sind einem die Pilze wirklich wert? Einen leichten Weg, Pilze kennenzulernen, quasi mit dem Pilzbuch unterm Arm im Wald, gibt es wohl nicht.

    Und ja, wenn ich an die vielen Jahre zurückdenke, als ich nur Speisepilze gesammelt und mir höchstens ein, zwei neue Arten im Jahr erschlossen habe, war das Lernen in etwa so, wie du es beschreibst.

    Ich fühle mich auch ein bisschen ertappt, weil auch ich inzwischen auch mit möglichst geringem Aufwand möglichst viele neue Arten kennenlernen möchte und oft schleppe ich mehr unbekannte Pilze nach Hause, als ich bestimmen kann. Das endet regelmäßig mit Frust.
    Ich bin wohl der Mittelweg-Typ und nutze gern das Forum, um schneller zum Ziel zu kommen. Der Preis dafür ist die Genauigkeit. Wir hatten es gerade bei der Grubenlorchel.

    Dennoch bleibt die Frage, zu welcher Literatur du lese- und lernwilligen Pilzfreunden raten willst, auch wenn sie die nicht mit in den Wald nehmen, sondern besser zu Hause lesen sollten.


    Klar, junge und mittelalte Fruchtkörper wären klasse, auch ein Schnittbild. Hier steht einiges drin, was artbestimmend sein kann. Ob es reicht ist nicht sicher. Mitunter braucht es auch mikroskopische Merkmale.

    Die haben sogar in Berlin an den Obstbäumen Fuß gefasst, obwohl da ja gerade die letzten Jahre eindeutig kein für Algen typisches Klima vorhanden war. Ja, das sind interessante Lebensformen.

    Danke Christoph, für die ausführliche Erklärung. Das spart in der Tat künftig Arbeit und zeigt einen Weg auf, die Arten besser zu bestimmen.


    Selbststudium mit Buch ist möglich, aber schwierig. Nicht von ungefähr werden viele Pilzkurse angeboten. Und auch da reicht nicht ein Kurs. Mit dem Buch in der Hand im Wald geht aber leider praktisch nichts. Der Unterschied zur App: man bekommt so gar nichts sicheres heraus, die App nennt wenigstens (meist falsche) Namen. Da ist das Buch also doch besser. ;)

    Hallo Christoph, in fast allem gebe ich dir recht. Aber deinem Anspruch wollen oder können vermutlich die wenigsten Menschen gerecht werden: "Bestimmungsversuche sollte man erst nur bei Kollektionen von jung bis alt und mit Sporenabwurf (Farbe!) machen - und sich da zuahuse mal mehrere Stunden Zeit nehmen, die Kollektion beschreiben, alle Merkmale sichten, dann erstmal versuchen, eine Habitusgruppe zu finden, in die der Pilz passen könnte, dann eine Gattung... und vielleicht(!) sogar die Art." Das ist der wissenschaftliche Anspruch und dürfte leider den meisten, die hier ihre Anfragen stellen, die Lust auf Pilze verhageln.


    Ideal zum Kennenlernen von Pilzen wäre aus meiner Sicht für Normalverbraucher aus meiner Sicht, immer jemanden begleiten zu können, der sich besser auskennt als man selbst, bis hin zum Pilzkurs.


    Ich hatte nach meiner Kindheit leider nie jemanden, von dem ich lernen konnte. Bis zum ersten Pilzkurs habe ich mich mit Büchern durchgeschlagen - mit Büchern und der Regel: Alles, was ich nicht zu 100% kenne, esse ich nicht. In den ersten Jahren war mein einziges Buch eins mit 125 Arten von Henning. Da waren tatsächlich nur wenige Arten - mit Fokus auf Speisepilze- aufgeführt. Allerdings jeweils mit einer ganzen Seite Text und Handzeichnungen wie Pareys Buch der Pilze. So schlecht war das nicht. Allerdings gab da keinen Gifthäubling, nur einen einzigen Cortinarius und das ganze Rindengeschwurbel fehlte völlig.


    Um irgendwann vom freien Blättern im Buch auf der Suche nach einem Pilz zum systematischen Suchen in den jeweiligen Gattungen zu kommen, hat mir der Grundkurs Pilzbestimmung von Rita Lüder seht geholfen, obwohl das Buch nicht ohne Fehler war, die mich im Kontext dieses Buches überhaupt nicht stören, da es darin ja um einen Überblick übers große Ganze geht. Aber so ein Buch muss man in Ruhe lesen, das ist nichts für unterwegs und um Arten abzugleichen.


    Jetzt noch einmal zurück zur Anfängerliteratur. Was empfiehlst du Menschen, die keine bis sehr wenig Ahnung haben, um ihre Funde zu vergleichen - natürlich neben dem PSV oder dem Forum hier - an Literatur? Den zweibändigen Gerhardt für Einsteiger, von dem du oben schreibst, gibts ja offenbar nicht mehr. Ich bin seinerzeit viel mit der S-Bahn unterwegs gewesen und fand die dicken Taschenbücher von Laux und Gerhardt immer ganz praktisch. Fungi of Temperate Europe wäre natürlich um Längen besser gewesen, aber eben auch ein paar Kilo schwerer.

    Hallo Karl, na prima. Jetzt schmeißt du wieder einmal eine meiner Pilzhalbweisheiten durcheinander. Ich glaube, dass ich mit der Kartierung der von mir als Grubenlorchel bestimmten Funde gar nicht erst anzufangen brauch.. Ich hätte den Pilz auch sicher als Grubenlorchel bestimmt. Schon, weil mir gar nicht bekannt war, dass da weitere ähnliche Arten infrage kommen.

    Noch mal zum Pantherpilz. Der gehört für mich zu den schwierigen Pilzen, wenn nicht gerade alle Merkmale eindeutig zu sehen sind. Das ist leider selten der Fall. Pilze sind manchmal Chamäleons, nicht nur was die Farbe betrifft. Auch weil die Verwechslungsgefahr so sehr groß ist, wird der Graue Wulstling (der zudem schlecht schmeckt) in der Pilze Beratung üblicherweise nicht freigegeben. Selbst wenn er eindeutig ist.

    Wenn ich mich auf eins beschränken soll, wo viele Pilze abgebildet sind und das noch einigermaßen in die Tasche passt, würde ich den Kosmos-Pilzführer von Laux empfehlen, alternativ den BLV-Pilzführer von Gerhardt.

    Schau mal diesen Link an, der verrät, was für eine Pilzbestimmung wichtig ist. Bei dir fehlt beispielsweise das Schnittbild. Es sagt beispielsweise etwas über das Innenleben aus und wie die Lamellen angewachsen sind. Ansonsten sind die Pilzfotos vor Ort schon ok. Der Pilz wirkt insgesamt etwas unscharf. Aber das bekomme ich mit dem Handy auch oft nicht besser hin.

    Hallo Sue, du hast Steinpilze und Maronen gesammelt, von denen etliche schon gammeln. Wenn du Gammelpilze isst, kann das richtig in die Hose gehen==Gnolm7.

    Ach so: (welcome)

    Keine Bange ich versuche nur damit zu lernen und nicht den Kochtopf zu füllen
    Danke Dir

    Lernen mit der App? Die verwirrt dich nur.


    Mit einem Pilzbuch lernst du 100 mal besser, als mit App. Die App zeigt dir viel Unsinn. Das Buch verrät dir, worauf du achten musst und beschreibt die Details.

    Eben. Aber dein erstes Bild zeigt genauer, was ich meine Hier ein Bild vom Grauen Wulstling und der Manschette, wie sie typischerweise aussieht:



    Wenn bei deinem Pilz der Hutrand stärker gerieft wäre, könnte man einen Pantherpilz vermuten, wenn die Stielbasis abgestutzt wäre. Das kann ich auf deinen Fotos nicht so gut erkennen. Mal sehen, was die Experten sagen.