Beiträge von Wutzi

    Hallo Claudia,

    ich bin zwar nicht Cortinarius, aber kann dir auch sagen, dass die Schärfe bei T. sciodes nicht sofort, sondern erst nach längerem Kauen kommt - eigentlich DAS Abgrenzungsmerkmal zu T. virgatum. Wenn der Geschmack aber tatsächlich nur bitter und nicht auch verzögert scharf ist, wäre es was anderes. In FNE4, dem aktuellsten Ritterlingsbestimmungsbuch, stehen noch Arten wie T. josserandii oder T. umbonatum drin, d. h. die möglichen Arten gehen uns auch dann nicht aus.

    FG

    Oehrling

    ==Gnolm11 morgen...

    Diese Pilze machen mich fertig! Ich habe aber eine ganze Weile drauf herumgesaust, der ist nicht scharf.

    Hallo Claudia,

    in der laniger-Gruppe gibt es ja auch noch andere Arten, z. B. C. privignis oder C. solis-occasus. Vielleicht passt da die Ökologie besser.

    Und hast du den "Bittersten" gekostet? So bitter sieht er mir gar nicht aus. Leider ist das Foto überstrahlt, d. h. die Farben werden nicht richtig wiedergegeben, was aber bei Cortinarienbestimmung per Foto unerlässlich ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo Oehrling, danke für deine Ideen. Den Bitteren habe ich gekostet bzw. an der Huthaut geleckt. Die habe ich als sehr bitter empfunden. Aber ich denke, dass Uwe mit Cortinarius vibratilis richtig liegt. Ich habe wieder Kopf und Fuß verwechselt, ganz schlecht!


    Ich habe mal nach C. privignus oder C. solis-occasus gegoogelt. Zu dem von mir gezeigten fuchsig-orangefarbenen Pilz passt C. solis-occasus tatsächlich ziemlich perfekt. Aber ich aber ich habe ein paar hundert Meter Weiter auch etwas andere Exemplare gefunden, die einen ausgeblichenen Rand haben. Andere Art? Ältere Exemplare? Ich bin gerade wieder einmal total überfordert, weil so viele für mich unbekannte Arten gleichzeitig wachsen. Einer großer Schleierling liegt noch unbearbeitet auf dem Schreibtisch und ich habe nur 5 mir unbekannte Pilze mitgenommen. Das artet gerade in Stress aus.


    Ich hab mir übrigens schon die Jacke vor die Handykamera gezogen, weil die Bilder oft so überstrahlt sind. Das nutzt leider auch nichts. Nur selten passen die Lichtverhältnisse, sodass ich bessere Aufnahmen bekommen.

    Hallo Uwe, meine Ritterlings-Hausaufgaben habe ich gemacht.

    Der Unverschämte Ritterling - Tricholoma inameonum sieht jetzt tatsächlich überall wo er vor kurzem massenhaft gewachsen war, so dröge aus wie das Exemplar, was ich letztens in einem anderen Waldstück fand. und hier vorgestellt habe.


    Den Silber bzw. Scharfen Ritterling habe ich auch noch einmal aufgesucht und unter dem Mikroskop angeschaut.

    Der Pilz stand im reinen sauren Buchenwald, ohne Nadelbäume in der Nähe, gemeinsam mit Schwefelritterlingen und Frauentäublingen. Der Geruch war nicht unangenehm, eher neutral und auch scharf war er nicht, nur bitter.

    Die Sporengröße ist etwas größer als bei T. scoides angegeben und passt vielleicht doch eher zu Tricholoma bresodolanum.

    Vom Aussehen her kann ich es nicht beurteilen. Was ich an Fotos im Netzt fand macht kaum einen Unterschied.


    Hier die Fotos die ich heute gemacht habe. Kannst du bitte noch mal drauf schauen, Cortinarius .









    Danke Uwe, oh je, dann habe ich den Schleimfuß schon im letzten Jahr falsch als Schleimkopf abgelegt. Mit einem Bildvergleich im Netz wäre das nicht passiert. Ich hab nur mit meinen eigenen Fotos verglichen. Das muss ich gleich korrigieren.


    Cortinarius laniger kann gut passen. Ich habe heute etwas größere Exemplare gefunden. Allerdings habe ich gelesen. dass der Pilz kalkreichen Boden benötigt. Meine Pilze stehen im montanen sauren Fichtenwald.

    Einen Rettichgeruch habe ich nicht wahrgenommen, aber der Geschmack war tatsächlich mild.

    Hier sind die Fotos von heute. Ich denke, dass es dieselbe Art ist.


    IMG_3317.jpeg


    Hallo,

    guck dir mal einen jungen Steinpilz genau an. Die Röhrenmündungen sind weiß, obwohl die Röhren selbst ein bisschen gelblich sind. Offenbar reagieren die Mündungen anders auf Hitze, als die Röhren selbst.

    Früher ist mir das auch passiert. Weggeworfen habe ich die Pilze nicht. Wenn sie rascheldürr trocken sind, kannst du prima Pilzpulver daraus herstellen. Da sieht niemand die Verfärbung. Seit ich mit Dörrgerät bei 45 Grad trockne, passiert mir das nicht mehr. Aromatischer schmecken sie übrigens jetzt auch.

    Nur zuTuppie! Melde dich, wenn du noch was brauchst. Risspilze besitzen tatsächlich eine innere Schönheit, die sich erst unterm Mikroskop erschließt. Manche Conocybe, Entoloma oder Melanoleuca teilt dieses Schicksal. Bestimmt gibts noch viele schicke Mikrostrukturen in anderen Gattungen, aber ich fang ja erst an, sie mir zu erschließen. Es ist ein bisschen so, als sollte das unscheinbare Äußere damit wett gemacht werden.

    So schlimm? Nee. Heute gehts wieder raus. Ich weiß nicht, woher die Pilze jetzt alle zugleich kommen. Jedenfalls gibts jede Menge zu gucken. Heut Abend komm ich auf nen Absacker.

    Tuppie, ich brauch gelegentlich Aquarell-Nachhilfe.

    Danke Uwe! Ich hab mir die Zähne ausgebissen.

    Cortinarius, ich hab jetzt mal die Merkmale abgeglichen. Mit Tricholoma sciodes hast du sicher Recht. Da sind passen auch die Lamellen 1:1.

    Pholiota lenta passt makroskopisch sehr gut. Der Pilz war allerdings so groß, dass ich nicht auf die einen Tonblassen Schüppling kam. Das zeigt wieder einmal, wie variabel die Pilze sein können.

    Von Tricholoma inamoenum bin ich noch nicht restlos überzeugt. Die gibts in diesem Herbst massenhaft, vorher habe ich die nie gefunden. Aber die haben eine andere Konsistenz. Bei diesem Exemplar ist auffällig, dass die Lamellen sehr dick. Ich schau mir die Pilze vor Ort in unterschiedlichen Altersstadien noch einmal an. Wahrscheinlich sind diese Exemplare nur besonders trocken, weil sie direkt am Baumstamm im Regenschatten standen. Auf alle Fälle spannend.

    Hast du mal in diesen Beitrag geschaut? Ich habe da zwei Cortinarien, die ich nicht bestimmen kann, insbesondere den Orangebraunen, der ist klein aber sehr hübsch. Seit ich gelernt habe, dass Schleimköpfe auch trockene Hüte haben können, weiß ich nicht mal die Sektion.

    Sagt mal, es ist Freitag Abend und kaum jemand langt zu? Haben hier alle über Corona vergessen, wie es ist, zu einem Stammtisch zu gehen?

    Schließlich durften wir sogar ein 7 kg schweres zweibändiges Buch nach Hause tragen!


    Auf den Stammtisch (und auch auf dieses Buch) greife ich mir gern ein "Hessenquell".

    Hmmm, wie das zischt!==Pilz27

    Was'n für ein Buch?

    Hallo zusammen,

    jetzt ist es so weit. Jetzt wachsen mehr mir unbekannte Pilze als ich bestimmen kann. Von den hier gezeigten habe ich einige Namen herausbekommen, andere nicht. von ihnen habe ich lediglich Fotos gemacht. Da mich morgen garantiert wieder neue Arten fordern, setze ich auf euch bei der Bestimmung der unbestimmt gebliebenen.


    1. Im montanen sauren Fichtenwald - dem Duft nach sollte es sich hier um den Geranien-Gürtelfuß - Cortinarius flexipes handeln.


    1b


    2. Der unter Buchen ist schon schwieriger. Ich bin beim Rostbraunen Wollstielschirmling - Lepiota subgracilis gelandet.


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    2c


    3. Unter Fichten: auch L. subgracilis oder doch etwas Anderes?


    4. Unter Buchen, bitter, Silberritterling - Tricholoma bresadolanum


    5. Vermutlich Weißsporer 14 cm Hutdurchmesser, Geruch etwas ranzig


    5b


    6 Vielleicht ein Ritterling. Den hab ich mitgenommen, weiß aber nicht wo ich suchen soo. Habe keinen passenden Ritterling finden können. bin ich in der falschen Gattung? Nur Fichten in der Umgebung.


    Über zweckdienliche Hinweise freue ich mich - wie immer.

    Hallo , ihr Freunde der Risspilze. Ich weiß, es gibt nicht so sehr viele Pilzbegeisterte, die diese Pilze für die allerschönsten aller Pilze halten, aber mindestens eine kenne ich doch==Gnolm13.

    Also Ditte, in meinem montanen Fichten-Bandini-Wald hab ich aus dem großen Inocyben-Arsenal eine herausgesucht und ein bisschen genauer angeschaut. I. geophylla und die violette Form hab ich schon namentlich identifizieren können. Heute kommt also Nummer 3.


    Die Inocybe duftet zwar dezent nach einem Mittelding von gammeligen Scheuerlappen und spermatisch, hat aber bezaubernde Höckersporen und aparte Zystiden. Die Stielbasis ist etwas verdickt, die Stiele sind jung weiß, später Auch viele Kaulozystiden an Stielspitze bis zu einigen wenigen an der Basis konnte ich entdecken.

    Vielleicht bekommt dieser kleine Risspilz mit den großartigen inneren Werten heute einen Namen.

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    5 Kaulos an Stielspitze


    6 unteres Stieldrittel


    Auf Meinungen und Kommentare freu ich mich.

    Genau. Der Sand ist scheinbar von 2010 Tuppie, zumindest wenn man der Aufschrift auf dem Tütchen Glauben schenken darf. Aber was sind schon 11 Jahre bei den hunderttausenden Jahren, die der Sand auf dem Buckel hat.

    Hallo zusammen,

    ohne eure Hilfe komme ich nicht weiter.

    Heut fand ich mehrere Cortinarien. . Einen Hautkopf bekomme ich nicht benamst. Bei den anderen Schleierlingen ist es noch schwieriger. Vielleicht hat ja Cortinarius, mollisia oder Mykollege_Günter eine gute Idee.


    1. Da ist zunächst Cortinarius phoeniceus, für mich einer der schönsten neben Cortinarius croceus.


    2. Hier habe ich keine Idee. Der Pilz hat violette Lamellen, der rötliche Ton rührt vermutlich vom Sporenpulver her. Ich vermute einen Hautkopf, finde aber keinen passenden. Was kann das für ein Pilz sein?


    3. Dieser hier sieht auch hautköpfig aus, zimtblättrig, aber ich bin nicht sicher. Vielleicht ist das doch ein abgewaschen Raukopf?


    3b



    4. Das sollte Cortinarius semisanguineus sein


    5. Das Bild ist ein bisschen dunkel geraten, aber Der Pilz gehört vermutlich in die Anomalus-Grtuppe


    6. Das ist ein lebhaft gefärbter, eher kleinwüchsiger Schleierling. Nur 4 cm Hutdurchmesser. Geschmack unangenehm, Geruch auch. Mit KOH graubraun. Mikrobilder lade ich auch hoch.


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    7. Dieser Schleierling ist ebenfalls sehr klein. Wenn man genau hinschaut fallen blassviolette Farbtöne im Querschnitt auf. Er ist stark hygrophan, geruch- und geschmacklos. Mit KOH graubraun. Hier folgen auch Mikrobilder.


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    7c


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    8. Dieser hier sollte der Bitterste Schleimkopf - Cortinarius indfractus sein.


    8b in klein

    Hallo Pikaf,

    ich lebe in einem sanierten Hausschwammhaus. Deine Pilze sind harmloser als der Hausschwamm, das ist die gute Nachricht für dich. Der Hausschwammbefall wurde fachmännisch beseitigt, alle befallenen Teile (Fußboden über dem Keller und eine Fachwerkwand herausgerissen und ersetzt und horizontale Sperren eingebaut.

    Auch bei unserem Haus war eine nachträgliche Abdichtung gegen Feuchtigkeit nicht möglich, da das Haus am Hang liegt und mit der Rückseite in den Felsen gebaut wurde, der teilweise in den Keller hineinragt.

    Man kann aber gut mit einem feuchten Keller leben, wenn man einiges beachtet.

    Kein Holz, Papier o.ä. im Keller lagern oder verbauen, nicht heizen, ständig lüften. Kein Rigips! Man kann auch unverputztes Mauerwerk aushalten.

    Sanierputz hat wenig Zweck, der sah nur zwei Jahre gut aus und ist zumindest an den feuchteren Stellen wieder abgefallen.

    Naja - nicht immer und überall



    Na gut, Rudi. Ich geb ja zu, die sind auch ganz schön. Und perfekt fotografiert sind sie ebenfalls. Aber so farbenprächtig wie der Rötliche sind sie halt nicht. Ich freu mich immer, wenn ich die rötlichen Tricholomöpse in jung sehe. Die sind doch prachtvoll!