Beiträge von mollisia

    Hallo Chris,


    auch bei den Röhrlingen ist beileibe noch nicht in jeder dieser neuen Gattungen das letzte Wort gesprochen. Daher ist es m.E: durchaus vernünftig, etwas zu warten bis sich die Lage stabilisiert und dann erst die Namen zu wechseln. Vom Art-Auffinden her ist es eigentlich egal, aber das ändern kostet ja auch jedes Mal Franks Zeit und Energie. Daher finde ich es durchaus gut und berechtigt, dies nicht "ständig" zu aktualisieren. Dass die Röhrlinge nicht auf dem derzeit als neuestem Stand angesehenen Stand sind, das ist uns schon bewusst gewesen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    mittlerweile ist viel verkauft aber doch noch einiges übrig, das ich ja nach und nach auf meine Seite gestellt habe. Nun ist soweit alles drin, neues wird nun kaum mehr etwas dazu kommen.


    Ich habe mich bemüht, faire - um nicht zu sagen günstige - Preise anzusetzen. Wenn sich dennoch jemand für etwas interessiert und er/sie den Preis zu hoch findet, dann sprecht einfach mit mir ;-)


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    das ist schon die Anamorphe von Holwaya mucida, da gibt es kaum was ähnliches.

    Ich dachte immer das sei ein obligater Lindenpilz, aber wenn Lassoe die von Sorbus, Acer, Salix auch angibt, warum dann nicht auch Pappel? Ob das Pappeln sind kann ich allerdings vom Bild her nicht sehen. Es müssten dann aber auch haufenweise Pappellaub drunterliegen, das verrottet schlecht und bleibt immer sichtbar unter den Bäumen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Thorben,


    alle Limacellas haben keine Zystiden, insofern nichts besonderes bei deinem Fund.


    Was mich aber sehr interessieren würde wäre eine Sequenz dieser Funde, denn diese zart gefärbte, eher rosabeige als orangebraun gefärbten Exemplare mit relativ wenig Partialvelum, die würde ich Limacella delicata nennen. Im Botanischen Garten in Jena hatten ich ebenso diese Sippe, auch immer nur ein Einzelfruchtkörper.

    Es wäre schön, wenn man mal eine Sequenz dieser "delicata" mit glioderma aus dem Nadelwald vergleichen könnte - meiner Ansicht nach zwei verschiedene Arten oder Varietäten zumindest.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Björn,


    ich denke ganz so einfach ist das mit der Hyaloscypha nicht und würde auch unbedingt die Monographie von Huhtinen dazu noch konsultieren. H. aureliella ist auf Nadelholz beschränkt (meines WIssens strikt) - also wenn das Substrat Nadelholz war, dann kann es natürlich schon sein und wäre dann auch sehr wahrscheinlich da die meisten Arten auf Laubholz wachsen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Clitopilus scyphoides var. reductus ist für mich ein Phantom. Alles was ich bisher unter diesem Namen gesehen habe lies sich nicht von Clitopilus hobsonii s.l. unterschieden - so wird es vermutlich auch hier sein. Die Trennung nach den Sporenbreiten ist längst nicht so klar wie das in FAN suggeriert wird. Auch als Abgrenzung zwischen C. daamsii und C. hobsonii taugen sie nicht, obwohl C. hobsinii und C. daamsii molekular klar getrennte Arten sind. Die Sporenmaße der entsprechend molekular zugeordneten Kollektionen umfassen allerdings einen identischen Bereich.

    C. scyphoides f. reducta soll laut FAN Sporenbreite unter 4 µm haben, würde damit in den passeckerianus-Komplex fallen, während hobsonii Sporenbreiten mit einem Mittelwert > 5 haben soll. Das stimmt nicht so ganz, die Mittelwerte meiner Kollektionen bewegen sich im Bereich 4,5-5,1. Die gesamte Bandbreite entsprechend 4,0-6,0 µm. Bei dem CLuster das C. daamsii enthält ist der Sporenbreitenmittelwert geringfügig höher: 5,1-5,5, schließt aber nahtlos an Kollektionen des hobsonii-Clusters an.


    Deine Kollektion nimmt nach den angegebenen Sporenmaße so etwas eine Mittelstellung ein zwischen der hobsonii-daamsii-Gruppe und der passeckerianus-fasciculatus-Gruppe. Ich würde gerne - falls es einen Beleg gibt - die Sporen selbst nochmal vermessen und mir den Pilz anschauen. Wer das möglich?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Arian,


    den Rindenpilz kann ich Dir nicht sicher bestätigen, der sieht mir sehr überaltert aus.

    Der zweite ist der Angebrannte Rauchporling.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Jann,


    die Ascocoryne-Arten lassen sich sicher nur bestimmen wenn entweder a) die dazugehörige Nebenfruchtform dabei wächst oder b) du die Teile mikroskopierst.


    Wenn deine sarcoides lappig waren, dann war es wohl die Nebenfruchtform, und dann ist es auch sicher sarcoides. DIe Nebenfruchtformen von solitaria und inflata sehen deutlich anders aus, und cylichnium hat keine NFF.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    ein Gallertbecher, ja, wie Pablo schon sagt. Ich würde sehr viel auf Ascocoryne cylichnium wetten, weil der Fruchtkörper eher knorpelig als gallertig wirkt und keine Nebenfruchtform dabei zu sein scheint. Aber sicher ist das natürlich nicht und muss mikroskopisch überprüft werden.


    Ich finde Ascocoryne übrigens erstaunlich oft an verschiedenstem Nadelholz inkl. Douglasie (sarcoides wie auch cylichnium), auch an den Schnittflächen von Stämmen - früher dachte ich mal das seien Laubholzbesiedler. Sind die an Nadelholz häufiger geworden, oder kommt mir das nur so vor?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Coindigger,

    also die Bilder sind auf meinem Bildschirm leider hoffnungslos überbelichtet, so dass ich die Porenfarbe nicht erkennen kann. Die Hutoberfläche sieht stark nach Leccinellum aus, solche "Dellen" hat auf jeden Fall der moravicus nicht (eher Hut wie Ziegenlippe).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Mausmann,


    zu den unbestimmten hätte ich folgende Vorschläge:

    Nach Mycena renati kommt erst eine Galerina, dann ein Risspilz - Art jeweils nicht aus der Hand bestimmbar.

    Der weiße nach Inocybe geophylla var. lilacina ist der normale Seidige Risspilz, Inocybe gephylla var. geophylla.

    Der Trichterling danach (Bild ist nicht im Text eingebunden sondern am Ende des Beitrags) sollte wieder Clitocybe mediterranea sein, eventuell aber auch trulliformis oder was verwandtes. Für costata wäre er mir zu klein, zu regelmäßig und zu grau, für squamulosa ebenfalls zu grau.

    Der namenlose Risspilz ist mit großer Sicherheit Inocybe orbata, das mediterrane Pendent zu unserer rimosa (auch wenn es rimosa im Süden natürlich auch gibt). Immer fecht groß und gedrungen, oft im Boden schon aufschirmend und mit deutlich grünem Reflex - oft auch auf dem Hut. Als ich den zum ersten Mal gefunden hatte habe ich ihm den Arbeitsnamen "Grünlings-Risspilz" gegeben *ggg*

    Das hübsche kleine könnte der Igel-Schüppchenschnitzling sein, und das Monster danach sieht nach Braunsporer aus - vielleicht ein groß geratenes Crepidotus autochthonus?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    meiner Meinung nach ist das Aureoboletus moravicus, früher Xerocomus.

    Die Röhrenmündungen sind viel zu blass für Leccinellum lepidum, den ich aus Kroatien als Massenpilz kenne. Auch der zuspitzende Stiel ist typisch für moravicus.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    hmm, mir sah die Oberfläche auf dem Bild aus als sei sie von Würzelchen umsponnen, aber vielleicht ist sie auch einfach nur runzelig? Das rötlich in der Peridie würde mir nicht genügen für eine Bestimmung als roseolus, denn die rötet (so wie ich sie kenne) schon von ganz alleine auf der Oberfläche überall wo Luft hinkommt. Aber es gibt ja noch die eine oder andere Art, vor allem im Süden mag es da ja noch weiteres geben, und vielleicht ist Rh. luteorubescens ja gar nicht wirklich ein Synonym zu roseolus? Bin nicht der Hypogäen-Mensch. Aber ich glaube nicht dass es roseolus ist.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die Wurzeltrüffel ist sicherlich Rhozopogon obtextus, nicht roseolus. Keine Rotverfärbung zu sehen und Würzelchen bis oben um die Kullern rum und nicht nur basal.


    Die Sandtrichter sind von Ameisen. Ich hatte sowas in Istrien auch und vor zwei Jahren mal im NaFoKu angefragt und auch eine Antwort dazu erhalten. Welche Art kann man nicht sagen, die ganze damals genannte Gruppe macht solche fressnapfförmigen Sandhäufen. Hab mir leider nicht gemerkt wie die hießen ….


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Mausmann,


    als Hygrophorus = Schneckling und nicht = Ellerling, so dass da durchaus auch einfach breit angewachsene Lamellen vorhanden sein dürfen und nicht deutlich herablaufende sein müssen.

    Ich bin mir aber keineswegs sicher, dass es ein Schneckling ist, das war nur erst mal meine erste Assoziation vom Bild her. Und der Hut sieht eben schleimig oder wenigstens klebrig aus und die Lamellen weiß - da bleibt nicht allzu viel übrig an Möglichkeiten.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    mir erscheint L. fulvissimus auch das bei weitem wahrscheinlichste. L. brittanicus ist m.E. allgemein anerkanntes Synonym, zumindest ist mir nicht bekannt dass molekulare Untersuchungen dazu stattgefunden hätten und etwas anderes heruasgekommen wäre.

    Mit den Sporen bei BASSO verglichen finde ich das relativ gut übereinstimmend.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    den muss man zur Absicherung der Bestimmung durchschneiden. Nur DER hat eine Blauverfärbung nur im Hut und nicht im Stiel.


    Die ersten beiden Röhrlinge nach den Kaiserlingsbildern sind wohl Suillellus queletii, Glattstielige Hexenröhrlinge, danach kommen Wolfs-Röhrlinge, Boletus lupinus.

    Die "Peniophora quercina" ist ein Schichtpilz, eine Stereum-Art.


    Den Täubling würde ich eher zu Russula torulosa stecken falls es dort Kiefern gab, ansonsten vielleicht ein Herings-Täubling? Ganz sicher aber nicht Russula olivacea.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Hias,


    Felix hatte eine Kollektion meiner stenocystis sequenziert und für richtig befunden - ich weiß aber nicht ob er mit der Typus-Sequenz vergleichen konnte und sicherlich war die aciculocstis nicht mit im Baum ….. Aber jedenfalls war die stenocystis getrennt von amoena und von amoenicolor.


    Die stenocystis war auch 2019 wieder recht regelmäßig anzutreffen in Istrien und immer mindestens mittelgroß.


    beste Grüße,

    Andreas