Beiträge von mollisia

    Hallo,

    wenn das als einziger sicherer Unterschied genannt wird, dann solltest Du glaube ich über die Anschaffung eines anderen Pilzbuches nachdenken ....

    Das Bläuen ist zwar bei gleich frischen Pilzen durchaus unterschiedlich, kann aber durch witterungseinflüsse auch mal untypisch ausfallen.

    Das erste und wichtigste und augenfälligste Merkmal ist zunächst, dass der Satans-Röhrling ein Stielnetz hat und der Flockenstielige Hexenröhrling einen gepustelten Stiel.

    Die Hutfarbe dunkelbraun gegenüber weiß bis grau, bestenfalls hell lederfarben ist auch ein eigentlich immer eindeutiges Merkmal.

    Flocki wächst auf saurem oder oberflächenversauertem Boden, der Satansröhrling im Kalk-Buchenwald oder auch mal in Parks, aber immer auf Kalkboden.

    Man könnte noch Geruch, Statur, Fleischfarbe, Filz an der Stielbasis anführen, was aber teils für Ungeübte etwas schwieriger zu beurteilen ist - so wie eben auch die Fleischverfärbung.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, das ist eine Initiative innerhalb des BUND Landesverbands Berlin - keine vom Bundesverband. Es gibt z.B. auch die Pilzberater Westsachsen im BUND - auch eine regionale Gruppe.

    Wie beim NABU auch gibt es im BUND hierarchische Gliederungen in Landes-, Regional- und Ortsverbände, die eigeninitiativ sind.


    Daher bitte nicht sagen, "der BUND" bietet Prüfungen an, sondern "der BUND Landesverband Berlin" - möglicherweise identifizieren sich nicht alle anderen Landesverbände mit allen Aktionen anderer Landesverbände ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    bei Nr. 2 würde ich nicht denken, dass das eine Art mit blauen Farbtönen ist. Hut braun, Stiel grau poliert.

    Nicht dass ich Dir jetzt sagen könnte was es ist (makroskopisch hätte ich da eher an exile als an longistriatum gedacht), aber jedenfalls würde ich nicht den "blauen Weg" gehen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Björn,


    ich halte das eher für eine Mycena. Teste doch mal die Lamellentrama auf Dextrinoidität.

    Falls nicht dextrinoid, könnte ich mir vorstellen, dass es eine Phloemana ist, wobei da die Cheilos nicht passen glaube ich.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    wenn man in etwas weiß was man sucht und wie das etwa aussehen könnte, dann reicht bei Lepiota auch ein einfaches Zupfpräparat aus der HDS. DIe Huthauthaare oder Endzellen sind deutlich anders geformt als der ganze Hyphensalat drunter. Man muss nur was aus den farbigen Bereichen der HDS nehmen, nicht etwa aus den Rissen dazwischen, sonst hat man Huttrama.


    beste Grüße,

    Andreas

    Etwas ausgeblasste H. rubellus kann ich nicht mehr von H. engelii trennen, und wenn die molekularen Daten nichts gegenteiliges aussagen würden (tun sie das?), dann würde ich die für bestenfalls Varietäten zueinander halten.

    Hàllo Àndreas,

    also X. communis var rubellus? :giggle:

    Viele Grüsse

    Matthias

    :haue::haue::haue::haue: böser böser Mátzê!!!

    Hallo,


    ich hätte das auch für ganz normalen scabrum gehalten. Ein schwaches Rosa-Verfärben darf da mal drin sein, und wenn es so schwach ist dass man es auf dem Bild nicht mehr sieht (ich sehe da auch nix), dann ist das auf jeden Fall noch okay.

    Für scabrum sprechen die feinen isolierten schwarzen Stielschüppchen und vor allem die ockerlichen Flecken an den Druckstellen am Stiel. Oft ist im Alter sogar der ganze Stieluntergrund so ockerlich verfärbt. Ferner spricht dafür dass keine blaugrünen Flecken an der Stielbasis sind.

    LANNOY & ESTADES geben für Leccinum scabrum (14-) 15-19,5 (-22) x (4,5-) 5-6 (-7) und einen Q-Mittelwert von 3,1 an, das liegt deutlich unter den Werten von Munoz und deutlich näher an deinen 2,8. Hast Du aus dem Sporenabwurf gemessen? Röhrlingssporen strecken sich oft noch etwas bei Vollreife, was gerade auf den Q-Wert ziemlichen Einfluss hat.

    DEN BAKKER gibt für L. schistophilum an: (13-) 13,5-17 x 5-6,5 (-7,5) und einen Q von 2,3-3,1 (-3,4) mit Qav 2,8-2,9. Für L. scabrum gibt er an: (13,5-) 14,5-19 (-22) x (4-) 5-6,5 und einen Q von 2,5-3,5 (sic!) mit Qav (2,9-) 3-3,3.


    DEN BAKKER hat ein breites Konzept von scabrum und schließt rötende Formen mit ein, die bisher als roseofractum oder rigidipes bezeichnet wurden. Besonderes Kennzeichen von scabrum sollen auch die "remarkably large (up to 92 µm long), usually clavate caulocystidia".


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Schupfi,


    ich meinte aber die Trennung rubellus - engelii. Bubalinus ist für mich schon klar anders makroskopisch, auch wenn man alte Fruchtkörper oft nicht eindeutig zuordnen kann. Aber alte Schleierlinge oder Birkenpilze lassen sich auch oft nicht mehr bestimmen ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    man sollte vielleicht nicht die Xerocomellus-Arten völlig vergessen, wie z.B. X. cisalpinus. Gerüchten zufolge soll ja sogar gelegentlich noch hie und da dieser ominöse X. chrysenteron gefunden werden .....


    Etwas ausgeblasste H. rubellus kann ich nicht mehr von H. engelii trennen, und wenn die molekularen Daten nichts gegenteiliges aussagen würden (tun sie das?), dann würde ich die für bestenfalls Varietäten zueinander halten.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ingo,


    da magst Du recht haben, so genau habe ich mir das Biotop nicht angeschaut, da auf einem Friedhof oft alles mögliche zusammen kommt. Aber die Pilze (Russula amoenolens, Goldblatt) sprechen nicht für Kalk, da hast Du recht.

    Ob die Fruchtkörperform so entscheidend ist, dass das ein Ausschlusskriterium wäre, da fehlt mir etwas die Erfahrung. Das werde ich bei Gelegenheit immer mal überprüfen, das ist ein guter Hinweis.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Schrumz,


    123pilze ist bezüglich ihrer Speisewertangaben schon des öfteren durch Merkwürdigkeiten aufgefallen ....


    Ich kenne da keine neueren Untersuchungen, ich glaube im Bresinsky/Besl stand einiges ausführlicher drin. Wenn es Dich interessiert, dann würde ich an Deiner Stelle mal eine Mail an der DGfM-Toxikologen Dr. Siegmar Berndt schicken und anfragen. Er wird Dir bestimmt antworten. Kontaktdaten finden sich bestimmt auf der DGfM-Homepage, zumindest unter "PSV finden".


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, definitiv, der braunlila Ring ist ein eindeutiges Merkmal. Die Art ist mir gestern in Aschaffenburg auch untergekommen.

    6 von 8 meiner Funde sind übrigens direkt neben Kinderspielplätzen im Gras gewesen ...... Die Art ist tödlich giftig.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    weil die Kalilauge das Gewebe zersetzt, und der ältere Pilz einen etwas dunkleren matschigen Fleck gibt und der jüngere einen etwas helleren. Würdest Du auf den jüngeren mehr Lauge geben und etwas drücken, würde es vermutlich dieselbe Farbe geben wie beim gelben.

    Für meine Vorstellung ist das keine Reaktion auf Lauge, sondern eine normale Verfärbung wenn Pilzgewebe mit so etwas stark zersetzendem wie 20%ige Lauge in Kontakt kommt. Ich messe der etwas unterschiedlichen Färbung da kein Gewicht bei.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    muss mikroskopiert werden, aber auf jeden Fall einer aus der Gruppe mit den spindeligen Sporen. Möglicherweise oreadiformis.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    bzgl. Amanita franchetii - diese Art ist ein echtes Chamäleon. Wenn die gelben Farben des Velums nicht deutlich sind, dann ist er praktisch nicht von spissa oder rubescens zu trennen. Und rubescens kann ja auch mal gelbe Tone haben. Ich finde das teils recht schwierig, insbesondere wenn man Einzelexemplare hat.


    Angehängtes Foto zeigt Amanita franchetii, aber am Fundort mit Amanita rubescens durcheinanderwachsend. Die älteren Fruchtkörper waren kaum mehr zu trennen. Typische franchetii haben pyramidig-warzige Velumreste, aber sie können auch flach und flockig sein. Umgekehrt können sie bei spissa und rubescens auch mal pyramidig werden ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Sebastian,


    ich glaube nie und nimmer an Königsfliegenpilze aufm Friedhof! Für mich sind das entweder durchnässte Perlpilze oder Raue Wulstlinge (letztere haben ein ausgesprochen gutes Jahr momentan). Der Ring hat schon so gelitten, da würde ich keine Riefung oder Nichtriefung reininterpretieren.

    Amanita regalis ist ein Fichtenbegleiter und wächst in Deutschland ausschließlich im herzynischen Mittelgebirgszug, ein außergewöhnlich weit westlich liegender Fundpunkt ist noch als Ausnahme im Solling. Ich halte es für absolut ausgeschlossen, dass die Art in der Eifel vorkommt.


    Die Hygrocybe spadicea halte ich nicht für richtig, das scheint mir einfach ein etwas angegammeltes Exemplar der Hygrocybe acutoconica/konradii zu sein, die Du in den anderen Bildern ja schon zeigst. Die gibt es von rein gelb über orange bis rot geflammt bis fast komplett orangerot.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich persönlich finde ja, dass die alle wie queletii aussehen.


    Ich habe nur einmal authentische comptus gezeigt bekommen, sogar von Simonini selbst, in den Abruzzen. Der hatte einen deutlich rosagetönten Hut, wie ihn luridus auch mal haben kann, aber was ich bei queletii nie beobachten konnte. Von oben hätte ich diesen comptus damals für legaliae oder rhodoxanthus gehalten ..... Da ich nur diesen einen Fund kenne wäre mir also nicht sicher, den zu erkennen. Wenn die Hutfarbe aber immer so überwiegend rosalich ist, dann sollte man ihn schon daran von queletii unterscheiden können.


    beste Grüße,

    Andreas