Beiträge von mollisia

    Hallo,


    meiner Ansicht nach klassische Rhodocybe-Sporen, und fehlende Schnallen würde auch dazu passen.

    Wenn Du nochmal ein Präparat in Baumwollblau machen könntest, dann würde die Warzigkeit der Sporen noch deutlicher.

    Ripartites hat graubraunes Sporenpulver, da müssten die Sporen im Mikroskop gelblich sein, nicht hyalin. Und Clitocybe hätte ja neben Schnallen auch glatte Sporen, scheidet also auch aus.


    Ich halte das für Rhodocybe fallax, der den Clitocyben um rivulosa/dealbata/etc. täuschend ähnlich sehen kann, vor alem weil er auch so frinisartigen Hut aufweist. Nicht umsonst heißt er Trügerischer Tellerling ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Norbert,


    scheint mir ein Clitopilus zu sein.

    Leider sind die Teile schon fast exsikkiert. Aber die Sporen sind im Querschnitt eckig, so dass nur Clitopilus in Frage kommt - allerdings mit so rundlichen Sporen?! Vielleicht ist es ja auch nur ein Artefakt weil die Sporen nicht richtig aufgequollen sind? Wichtig wäre jedenfalls zu schauen, ob der Pilz wirklich keine Schnallen hat - das würde für Clitopilus und gegen Trichterlinge sprechen.

    Am besten in Kongorot/NH3 mikroskopieren, oder in KOH 3% aufquellen und mit etwas Kongorot (nicht Kongorot/SDS!!!) anfärben.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, ich habe beide schon gehabt. Ob es sich dabei aber wirklich um zwei unterschiedliche Arten handelt, oder nur um eine einzige, die in einer 2- und einer 4-sporigen Form vorliegt, das kann ich nicht beurteilen. Meine Funde waren aber immer einheitlich entweder 2-sporig oder 4-sporig.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich habe den Zimtfarbenen Weichporling in meiner Stuttgarter Zeit auch gelegentlich an Weißtanne im Schwarzwald gefunden. Fichte und Kiefer hatte ich dagegen nie. German Krieglsteiner meinte, das Weißtanne für viele Pilze ähnlich der Buche ist, was für Fichte und Kiefer nicht zuträfe. Warum weiß ich aber nicht, aber es ist schon auffallend, dass es immer wieder Fälle gibt von Arten (Cortinarius atrovirens, C. salor z.B.) die an Tanne und Buche wachsen, aber nicht an Fichte.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    auch wenn er nicht gebäckartig riechen sollte ist es trotzdem der Gebänderte Laubholz-Harzporling. Der typische anisartige Geruch ist nicht in jeder Entwicklungsphase vorhanden. Die Konsistenz wird zäh-elastisch sein, weicher als ein Korken, aber zäher als normale Blätterpilze oder Röhrlinge.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    2 ist Peniophora limitata und 10 auf jeden Fall eine Dacrymyces

    Bei 1 würde ich aufgrund der unregelmäßig lagen und zerstreuten Stacheln an ein Xylodon denken, nicht an Schizopora.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    nein, dazu ist er zu groß ausgebreitet und zu einheitlich lachsorange gefärbt.

    .

    Das ist ziemlich sicher Junghuhnia nitida, aber eine mikroskopische Überprüfung um Ceriporia (schnallen- und zystidenlos) auszuschließen ist nötig.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Martin,


    gerade Bild 5 zeigt diese unregelmäßige-höckerige Oberfläche, ohne das oben ein Hut oder wengstens eine Andeutung eines Hutes dran sitzt. Das wäre bei Ischnoderma nichts so normalerweise. Der wäre zusammenhängend und +/- eben im Hymenophor, auch wenn das beim Herablaufen auch mal zu einer gewissen Stufung kommen kann.

    Dieses höckerige können manche Ceriporias auch machen und Ceriporia mellita z.B. habe ich schon mal so ähnlich wachsend gefunden und auch farblich ist sie ähnlich. Aber dann doch nicht so, dass man wie Bruchkanten hat, wo man gefühlt in die Rohren seitlich hineinschauen kann.

    Dass der Fruchtkörper nur 1-2 mm stark ist kann ich mir gar nicht vorstellen, den Bildern nach. Das wäre prinzipiell dann nicht zu dick für eine Ceriporia.

    Hallo,


    ich würde mich auch sehr wundern, wenn das eine Ceriporia wäre, dazu ist der Fruchtkörper zu dick und ausgebreitet. Dieser gestaffelte Wuchs und die Färbung ist typisch für Ceriporiopsis gilvescens, das wäre auch mein Tipp. Die Sporen passen dazu und damit wäre er dann auch schon bestimmt - wenn es denn eine Ceriporiopsis ist. Auch der Wuchs auf starkem Laubholz ist typisch für diese Art.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    für Aporpium ist mir der sterile Rand viel zu breit und wulstig.

    Ich würde auf Angebrannten Rauchporling tippen, Bjerkandera adusta. Werden die weißen Ränder mit der Zeit schwärzlich wenn man sie drückt?

    Ob der Pilz den Flieder hingerafft hat wäre aber erst noch zu beweisen. Kann ja auch gut ein Saprobiont auf dem bereits toten Holz sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    das Moos könnte meiner Meinung nach Dicranodontium denudatum sein, das Bruchblattmoos. Wenn Du noch was von dem Mooskissen hast, dann streich doch mal mit der offenen Hand drüber und schau ob die Spitzen abbrechen und du nachher auf der Hand liegen hast. Auch Ditrichum heteromallum, das eigentliche Wirtsmoos von L. dicranellae, wäre möglich. Jedenfalls halte ich es für eine Dicranales. Und damit vom Moos her für für L. dicranellae, auch wenn die Sporen in Wasser eher nach L. annulata aussehen. Aber da wäre eine Baumwollblaufärbung wahrscheinlich aufschlussreich.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Thorben,


    peinlicherweise haben wir das nicht und auch die Konidien nicht wirklich gemessen. Da die Hyphen so ca. 3-4 µm breit sind, werden die Konidien im Bereich 9-12 µm Länge liegen, vielleicht auch 15 µm. Sorry für die schlechte Bearbeitung .....

    Mir würde übrigens völlig genügen, wenn ich die Gattung wüsste um Rückschlüsse auf eine eventuell zugehörige Teleomorphe ziehen zu können. Ich versuche mir die Anamorphen der häufigen Holzbesiedler(-gattungen) etwas einzuprägen, weil man ja doch immer mal drauf stößt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo liebe AnamorphenfreundInnen,


    von der gestrigen Exkursion haben wir u.a. eine nicht bestimmbare Corticiaceae mitgebracht, die eine schöne Anamorphe beinhaltete. Da diese gut entwickelt war, dachten wir, lässt sich sicherlich zumindest näherungsweise bestimmen - das war ein Trugschluss .....

    In Genera of Hyphomycetes kommen am ehesten Lecanicillium in Frage, aufgrund der quirlig angeordneten Konidienträger, aber so richtig passen tut nichts. Unsere Anamorphe hat längere Konidien, die frei dann auch mal eine bis drei Septe(n) bekommen können.


    Kann jemand was näheres dazu sagen?


    besten Dank und herzliche Grüße,

    Andreas und Sylvie

    Hallo,


    also die Pilze sehen nach Bild relativ frisch aus, auch weil das Violett am Stiel noch schon erhalten ist. Und ja, Lilastiel-Rötelritterling stimmt natürlich. Und insofern sogar im weiteren Sinne ein Ritterling, da hattest Du auf jeden Fall recht!


    Was aber KEINE ESSENSFREIGABE bedeutet, sondern nur ein Kommentar auf ein Bild. Für eine Essensfreigabe muss ein Pilzberater die Pilz immer anfassen und riechen können, insbesondere um die Qualität einschätzen zu können.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Annerose,


    also von P. Karst ist der Schlüssel ganz bestimmt nicht. "P. Karst." das bezieht sich nämlich auf Petter Adolf Karsten, einen finnischen Mykologen des 19. Jahrhunderts, der die Gattung Trechispora beschrieben hat. Es ist also das Autorenzitat der Gattung "Trechispora P. Karst."


    Ich verwende Franks Schlüssel, den er auf seiner Homepage zum Download bereitstellt: Tomentella -> Downloads.


    beste Grüße,

    Andreas