Beiträge von zuehli

    Das sieht makroskopisch allerdings eher aus wie Oxyporus ravidus, finde ich. :gzwinkern:

    Moin Pablo,


    na, das wär ja ein Ding. Von der Art habe ich noch nie was gehört und meine Literatur gibt da nicht allzuviel her. Hast Du da noch was an Literaturstellen? Da muss ich nochmal nachkontrollieren, ich müsste auch noch ein Exsikkat in irgendeiner Kiste haben.


    Beste Grüße

    Harald

    welches Buch könnt ihr zur Pilzbestimmung empfehlen?

    Hallo Toni,


    grundsätzlich kann man Hunderte Pilzbücher zu die diesem Zweck empfehlen, und ein Dutzend Vorschläge oder mehr werden dazu kommen. Für Anfänger ist es immer ratsam zum Einarbeiten in das Thema ein nicht zu dickes Pilzbuch herzunehmen, Pilzbücher mit 1200 Arten überfordern den Einsteiger. Deswegen empfehle ich auch immer die von Oehrling beschriebene Vorgehensweise. Wenn man sich letztendlich ernsthaft für das Thema interessiert, wird das Regal mit den Pilzbüchern auch immer wieder Zuwachs bekommen.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo zusammen,


    eines meiner Highlights in 2021 war der hier:


    Sieht zunächst unspektakulär aus, ist aber eine Art, die tatsächlich erst 2018 beschrieben wurde. Felix Hampe hat mich drauf gebracht und zusammen mit Thomas Lehr haben wir den Erstnachweis für Hessen erbracht, ansonsten erst fünf Mal in Deutschland kartiert.

    Hygrophorus suaveolens

    Es ist anzunehmen, dass die Art nicht selten ist, aber wahrscheinlich für Hygrophorus pustulatus gehalten wird, wenn man nicht genau hinschaut.

    Wächst unter Kiefern, sieht eigentlich aus wie pustulatus ohne deutliche Punkte und hat leichten agathosmus-Geruch.

    Achtet mal drauf.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Jan,


    der Keulenfuß wird nicht so groß, hat deutlich herablaufendere helle Lamellen, die im Kontrast zum dunkleren Stiel stehen. Zudem würde ich den weniger im Dezember erwarten. Das was jetzt an großen Pilzen wächst sind meist überständige Nebelkappen und halbwegs frische Mönchsköpfe.


    Beste Grüße

    Harald

    Aber - ist dieses Kriterium alles entscheidend?

    Hallo Martin,


    nein, das würde ich nicht als entscheidend gelten lassen, die Summe der Merkmale macht die Bestimmung. Ich hatte auch schon Panther in der Hand, wo eine ganz leichte Riefung zu erkennen war.


    Beste Grüße

    Harald

    Kannst du mir sagen, ob ihr die Anerkennung für Bildungsurlaub in Hessen habt?

    Hallo Alex, ich denke nicht. Davon habe ich auch noch nichts gehört.


    Wo wir gerade dabei sind und bevor weitere Fragen kommen. Die Fortgeschrittenenkurse sind F1- Niveau und gelten nicht als Fortbildungskurse für PSV.


    Grüße

    Harald

    Ich glaube gelesen zu haben, die Gifthäublinge kämen als Saprophyten nicht nur auf Holz, sondern manchmal direkt im Moos oder in der Streuschicht vor.

    Bei "Gifthäublingen", die im Moos, bzw. auf Magerrasenflächen wachsen, sollte man sich auf Galerina uncialis gefasst machen. Ich habe jetzt momentan aber keinen Überblick wie viele Arten noch in dem Aggregat drinne stecken.


    Beste Grüße

    Harald

    zum Beispiel bei den Schwefelköpfen ist das Substrat ja schon ein wichtigeres Merkmal zur Unterscheidung zwischen Hypholoma fasciculare und capnoides. Woher kann ich denn wissen, in welchen Gruppen ich mir sicher sein kann, dass solche Angaben richtig sind und in welchen kann ich das nicht?

    Hi Jan,


    don't panic.

    In Anbetracht der Tatsache, dass derzeit soviel passiert im Reich der Pilze muss man einfach Ruhe bewahren. Fast täglich ändern sich die Gattungen und es werden neue Arten aus Aggregaten herausklamüsert und man kann nicht immer auf dem neuesten Stand sein. Für die PSV-Prüfung spielt das letztlich nicht eine so große Rolle.

    Bzgl. der Substrate muss man oft auch "flexibel" sein. Dein Beispiel der Schwefelköpfe: fasciculare wächst auf egal welchem Holz und capnoides habe ich sogar einmal definitiv auf Laubholz gefunden. Auch den Stockschwämmchen und Gifthäublingen ist das Holz egal, obwohl das in älteren Büchern noch anders steht.

    Butterpilze hab ich einmal im reinen Fichtenwald gefunden, keine Kiefer weit und breit. Habe noch kein Pilzbuch gesehen in dem steht, dass Suillus luteus auch mal unter Fichte kann. Genauso wie sein Bruder, der Ringlose (collinitus) gelegentlich schon mal unter Birke kommt, auch danach sucht man vergeblich in den Büchern. Und Ohrlöffel-Stachelinge gibts u.U. auf Fichtenzapfen....


    Du siehst, es ist ein weites Feld und wer mag und sich auf dem Laufenden halten will, braucht einmal die Erfahrung und zum andern geeignete Quellen um sich den neuesten Wissenstand anzueignen. Das kann mitunter mühsam sein und nicht jeder will sich das antun.

    Im alltäglichen Pilzberatergeschäft spielt das aber keine Rolle, der Esspilzfraktion ist es letztendlich egal ob es ein Fichten- oder Sommer-Steinpilz ist.


    Beste Grüße

    Harald

    Hi Stefan,

    Puh, das ist ja ein vernichtendes Urteil. Was würdest du denn eher als Einsteigerliteratur empfehlen?


    Gruß

    Jan

    Hallo Jan,


    so vernichtend ist das Urteil nicht. Und der Gerhard ist nebst dem Laux allemal für ambitionierte und fortgeschrittene Anfänger zu empfehlen. Der Pareys fällt mittlerweile raus, weil vergriffen und nur zu utopischen Preisen antiquarisch verfügbar.

    Gerhard und Laux sind für absolute Einsteiger mit ca. 1200 Pilzarten vielleicht ein bisschen überdimensioniert, da würde ich etwas dünneres empfehlen.

    Wegen veralteter Nomenklatur würde ich mir keine Gedanken machen, da sind sicherlich die meisten der populären Pilzbücher nicht auf dem neuesten Stand. Den kriegt man eigentlich nur wenn man sich Monografien bzw. die neuesten Artikel und Veröffentlichungen zu Gemüte führt.

    Und ob dein Pilz jetzt Phaeotremella foliacea oder Tremella foliacea heißt, ist doch eigentlich wurscht.


    beste Grüße

    Harald

    Hallo Karl & Rudi,


    vielen Dank für eure Beiträge. Wie gesagt sieht das alles auf den ersten Blick ganz gut aus für laevissima.

    Dass die Cheilos kaum vorhanden sind stört mich ja nicht, aber Pleuros müssten ja irgendwo auftauchen, nach einer Stunde Suche an verschiedenen Präparaten habe ich wissentlich keine einzige gesehen, auch sind meine Sporen maximal 5,5µ lang. Mal schauen, ob Andreas was anderes sieht, wenn er das Teil unterm Mikro hat.


    Beste Grüße

    Harald

    Servus Hias,


    sehr schöne Dokumentation. Auch Dank an Sebastian für den Hinweis.

    Das Problem ist nur, dass ich nach anfänglicher Euphorie, das Pilzlein jetzt endlich dingfest gemacht zu haben, weil zumindest die ersten Mekmale schon mal ganz gut hinkommen, jetzt doch der ernüchternde Frust kommt.

    Die HDS besteht durchweg aus kugeligen Zellen und die Suche nach Zystiden ist äußerst mühsam bis erfolglos. Von "reichlichen" Pleuros kann keine Rede sein, eigentlich finde ich da gar nix, noch nicht mal Schnallen. Wenn der pilzmel doch noch was machen würde...


    Ächzend

    Harald

    Hi Leute, ich habe hier einen, der mich erstmal volkommen blöd dastehen lässt. Ich habe noch nicht mal eine Gattungsidee. Gewachsen auf Nadelholz-Debris, Braunsporer, Sporen elliptisch 5-5,5µ lang. Cheilos keine gefunden, dafür globose Marginalzellen an der Lamellenschneide.Die glitschigen Hüte kommen vom Regenguss kurz vorher. Erinnert mich an eine Psilocybe, aber irgendwie passt da nix.
    Mag da vielleicht jemand was dazu sagen?



    Beste Grüße

    Harald