Zur Scutellinia. Sporengröße (19.3 +- 0.6) µm x (11.8 x 0.2) µm. Ascus 250 µm x 22 µm, Ascusfuß 25 µm x 13 µm. Randhaare um die 1.4 mm, Haardicke 33 µm, Haarwanddicke 5-6 µm. Sporen ganz fein warzig. Womit schlüssel ich das jetzt am besten?
Nun die Russula. Sporengröße (8.7 +- 0.6) µm x (6.9 +- 0.2) µm, Sporen mit Warzen, die vereinzelt verbunden sind. Was die Huthaut angeht, meine ich Pileozystiden zu erkennen. Soweit paßt das alles gut zu R. exalbicans. Was mich etwas irritiert, ist der Sporenabwurf. Der sah für mich ziemlich weiß aus, was ja nicht zu R. exalbicans passen würde. Andererseits waren die Lamellen meines Fundes, gerade jetzt wo er trocken ist, deutlich gelbstichig. Die fehlende Schärfe schiebe ich einfach mal darauf, daß ich am Wochenende literweise Ingwertee getrunken habe, danach ist auch Lactarius vellereus mild
Halo Björn
(PDF) The genus Scutellinia (Pyronemataceae) ist sicher unverzichtbar, aber bei manchen Funden ist Unterstützung enorm hilfreich. Deinen Fund sehe ich in der Ecke von S. crinita oder scuttelata, wobei von einigen Spezialisten nicht ausgeschlossen wird, dass beide Arten identisch sind. Da kann dann fast nur noch Rada weiterhelfen.
Pileozystiden sehe ich auch, aber auch massenweise kugelige Zellen vom Hutfleisch. Wenn Du ein Stück Huthaut abziehst, schabe entweder das Fleisch mit einer Rasierklinge ab, oder nimm das Präparat von einer Stelle an der möglichst kein Fleisch mehr hängt. Meisten klappt das, wenn Du die Huthaur ganz langsam abziehst. Am Ende hast Du bei fast allen Arten ein Fitzelchen, was völlig durchscheinend ist.
Die Beurteilung des Sporenabwurf funktioniert besser, wenn Du das Sporenpulver zusammenschabst und zwischen zwei Objektträger legst. Durch vorsichtiges hin- und herschieben erhälst Du dann eine dünne Schicht, die Du mit einer Farbtafel vergleichen kannst. Die Farbe der Lamellen auch beim Foto des frischen Pilzes, schließt weiß aber auch schon aus.
Beispielbild (das ist nicht exalbicans)
Leider verändern sich bei einigen Arten die Farben nach längerer Zeit. Das Anlegen von Dauerpräparaten bekannter Arten in den Tönen von weiß bis dotterfarben, kann also irgenwann zu Fehleinschätzungen führen.
R. exalbicans ist nur frisch etwas scharf, aber nicht anhaltend und ältere durchwässerte Exemplare sind sogar völlig mild.
LG Karl
