Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    trotz hoher Temperaturen waren noch ansehnliche Kollektionen von Täublingen zu finden. Die größten Erfolgsaussichten hatte man in Parks oder auf Waldfriedhöfen mit altem Baumbestand. Immerhin 4 Arten konnte ich noch im Bild festhalten. Neben den gezeigten Arten gab es heute noch überständige Exemplare des Camembert-Täublings (Russula amoenolens).

    Papageieintäubling (Russula ionochlora)


    Kratzender Kammtäubling (Russula recondita) früher R. pectinatoides. R. pectinatoides soll eine amerikanische Art sein, die in Europa nicht vorkommt




    Blaugrüner Reiftäubling (Russula parazurea)




    Violettstieliger Pfirsichtäubling (Russula violeipes)






    LG Karl

    Hallo zusammen

    Gestern informierte mich ein Pilzfreund über den möglichen Fund eines Satansröhrlings, von dem aber die Röhren noch nicht zu sehen waren. Da mir nur ein Fundort am Niederrhein in Krefeld bekannt war, trafen wir uns heute am frühen Morgen in Mönchengladbach und hatten schnell Klarheit. Standort war ein Lindenstreifen in der Nähe eines Teiches und Begleitpilze einige Netzstielige Hexenröhrlinge. Die etwas düstere Hutfarbe ist wohl der Trockenheit, den hohen Temperaturen und dem Wind zu verdanken. Die etwas schwachen Rottöne am Stiel liegen wohl noch innerhalb der Variaionsbreite. Ich kann mir jedenfalls nichts Anderes vorstellen.

    LG Karl

    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)








    Verändert hat der sich schon, ich sehe einen absterbenden FK. Wie schauen die anderen Exemplare aus, sind die annähernd gleich geblieben?

    Die übrigen Fruchtkörper haben sich leicht vergrößert. Ich bleibe am Ball

    LG Karl

    Das erste Wochenende mit zahlreichen Spaziergängern ist überstanden und der Fruchtkörper von Bild 5 hat sich optisch gewaltig verändert.

    LG Karl

    Hallo Norbert,

    nachdem ich R. exalbicans, den ich ohne Rottöne kenne, wegen dunklerem SPP und zumindest jung spürbarer Scharfe ausgeschlossen habe, bin ich wegen der starken Hutrandriefung bei den Kammtäublingen gelandet. Mild kommt dann R. recondita (früher pectinatoides) oder R. insignis in Betracht. R. insignis hätte eher jung einen gelblichen Hutrand und eine gelbliche Stielbasis und es bliebe der Kratzende Kammtäubling übrig. Da hatte ich die Mikros noch nicht gesehen, aber die passen durchaus dazu.
    Da mir von Felix Hampe bekannt war, dass man von sehr vielen Täublingen fast weiße Exemplare gefunden hat, bat ich ihn mal Deine Beschreibung anzusehen, ohne meine eigene Vermutung zu äußern. Er hält R. recondita für das Wahrscheinlichste.

    LG Karl

    Hallo Norbert,

    diesen Sporenabwurf kann ich leider nicht beurteilen. Das SPP sollte zusammengeschabt und ein zweiter Objektträger draufgelegt werden. Wenn Du die beiden Objektträger vorsichtig hin - und herschiebst, bekommst Du eine einheitlich dicke Schicht. Die kannst Du dann mit einer Sporenpulvertafel vergleichen.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde

    Heute habe ich einen wunderbare Eichenstumpf mit jungen Fruchtkörpern gefunden. Durch wöchentliche Aufnahmen, läßt sich jetzt den gesamten Lebenszyklus dokumentieren, was mir bisher noch nicht gelungen ist. Sicher werden sich auch diesmal wieder irgendwelche Deppen finden, welche die Fruchtörper abtreten :haue:

    Harziger Lackporling (Ganoderma resinaceum)









    LG Karl

    Galerina paludosa soll eine Ringzone haben oder ist die manchmal so undeutlich, dass man sie nicht erkennt?

    Oder liegt es an den Fotos? Da kommt manches ja leider nicht so gut rüber.

    Hallo Steinpils,

    ich finde die Verteilung der Flocken auf dem Stiel wie in Bild 3 absolut typisch. Die Ringzone kann mal etwas deutlicher sein, wie bei dem Exemplar vorne links, aber auch fehlen.

    LG Karl

    Was wäre aber, wenn man erst gar nicht auf die Details achtet und eben nicht versucht, solche besonderen Ausprägungen irgendwie zu benennen. Und dann käme raus, dass es mehrere Arten sind? Dann kann man alle früheren Kartierungsdaten quasi löschen und muss von vorner zu kartieren beginnen. Das gab es ja schon mehrmals - ich erinnere nur an "Xerocomus chrysenteron" - ich erinnere ich an Zeiten, in denen selbst X. pruinatus nicht kartiert werden konnte, weil das alles nur Rotfußröhring genannt werden sollte (im Kartierungsprogramm von früher).

    Hallo Christoph,

    da schreibst Du etwas wie ich finde sehr Wichtiges! Wenn ich Amanita spissa in das Kartierungsprogramm Mykis eingeben will, wird zwar automatisch A. excelsa draus, aber ich kann Bemerkungen zum Nachweis hinterlegen. Dann schreib ich halt langer, schlanker, zylindrischer Stiel oder einfach A. spissa dazu. Hier mal ein typisches Beispiel, wobei Bild zwei den gleichen Fruchtkörper nach dem Entfernen von Laub und von der Rückseite zeigt. Der Ring war deutlich gerieft.

    LG Karl





    Hallo Steinpils,

    Standort, Aussehen und Sporen passen gut zu Galerina paludosa. Wie Stefan schon schrieb, wären die Zystiden wichtig und auch auf Schnallen sollte man in der Gatung achten.

    LG karl

    Ich hatte die ursprünglich auch als Zweiblättrige Waldhyazinthe benannt, aber dann wurden diese, mit Begründung warum, als Grünliche Waldhyazinthe bestimmt.


    Eine Frage Karl, bei den nächsten Orchideen-Fotos auf meiner fb-Seite - dürfte ich Dich da bei einem solchen Foto "nennen/rufen" damit Du Dir das jeweilige Foto ansiehst?

    Hallo Maria,

    das kannst du gerne machen. Ich bin zwar alles Andere als Experte, aber kenne zumindest Experten, die ich in Zweifelsfällen um Rat fragen kann :)

    LG Karl

    Hallo Maria,

    eine schöne Fortsetzung :). Die Waldhyazinthe sieht mir nach P. bifolia aus. Die Pollinien in der Blüte stehen parallel zu einander und recht eng zusammen. Bei P. chlorantha sind sie weiter entfernt und etwas nach außen geneigt, wie im ersten Teil gezeigt. In jümgerer Zeit ist noch eine weitere Art beschrieben worden, die man oft für eine Hybride aus den genanntn Arten gehalten hat.

    LG Karl

    Von den 4 Bildern im Originalbeitrag würde ich beim ersten und letzten Deinem Urteil "eindeutig serrulatum" nicht widersprechen wollen, auch wenn ich es nicht ganz eindeutig finde. Das dritte Bild zeigt aber Fruchtkörper, bei dem auch die unten gestaffelten Fruchtkörper jedes schwarzblau verloren haben und rein braun ausgefärbt sind. So kenne ich "meine" serrulatums nicht, und beim obersten meine ich sogar einen blauen Rand zu erahnen. Ist auch das dritte Bild für Dich in der normalen Variationsbreite von serrulatum - dann müsste ich mein Bild der Art noch erweitern? Oder (@anthoff) zeigen die 4 Bilder gar beide Arten?


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang,
    ich habe Kollektionen von E. serrulatum und auch E. caesiocinstum mehrfach an direkt aufeinanderfolgenden Tagen oder die gleichen Kollektionen mit 3 bis 8 Tagen Abstand gesehen. Im Alter kann E. serrulatum ja nach Witterung schon mal so aussehen wie in Bild 3. Leider habe ich damals keine Detailaufnahmen gemacht, aber zumindest geprüft, dass es sich nicht um Verfärbung durch Sporenpulver handelt wie am rechten Rand.

    Die Frk. waren einige Tage vorher tiefschwarz, standen allerdings ziemlich sonnenexponiert.

    Typischerweise sind auch ältere, ausgebreitete Frk dunkler


    Dein Gedanke, dass oben im Beitrag beide Arten zu sehen sind, ist also absolut nachvollziehbar, zumal beide Arten unmittelbar benachbart vorkommen können.

    LG Karl




































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    Hallo Karl,


    war eine Psathyrella; keine Parasola. Wenn du die Parasola von oben meinst, dann sind das Erdpartikel. Ich habe die Borsten unterm Mikro gefunden; keine Spur von Velum.

    Hallo Stefan,

    klar meinte ich die von oben, danke für die Klarstellung. Sieht aber auch zu verführerisch nach Velum aus ==Gnolm7


    LG Karl

    Hallo zusammen

    Die Unterscheidung von E. serrulatum und E. casiocinctum ist makroskopisch manchmal nur möglich, wenn man Kollektionen von jungen und alten Fruchtkörpern hat. E. serrulatum behält sehr lange seine dunkle Farbe, während E. caesiocinctum je nach Wetterlage schon nach Stunden nur noch schwache Blautöne am Hutrand hat, die am nächsten Tag völlig verschwunden sind.

    Das Bild von E. caesiocinctum in FE 5a ist übrigens viel zu dunkel abgezogen und hat schon zu Irritationen geführt. So sah die Kollektion aus und die war taufrisch und am frühen Morgen fotografiert. Für frische E. serrulatum sind die Frk. schon zu hell.


    Hier einige Kollektionen von E caesiocinctum mit zunehmendem Alter






    Die bereits stark ausgebreiteten Frk. im Beitrag sind für mich eindeutig E. serrulatum


    LG Karl

    Hallo Maria und Stephan

    Sehr schöne Eindrücke aus einem Gebiet, das ich bisher leider noch nicht besuchen konnte.

    @ Stefan: Seh ich da etwa Velum auf deiner Parasola :/

    @ Maria: D. majalis könntest Du mal mit D. incarnata vergleichen.

    LG Karl

    Hallo Matthias

    Sehr schön, dass die ersten Leptonien im Depot schon da sind. Ich glaube Junifunde hatte ich nur 2 mal in 18 Jahren. Bezüglich der Bestimmung bin ich voll bei Wolfgang.
    Wenn Du die dritte Art erneut findest, acht unbedingt auf den Geruch. E. papillatum riecht z. b. deutlich mehlig/ranzig, was die Bestimmung sehr erleichtert. Ein weiterer Kandidat wäre E. infula und mein Favorit E. favrei mit langen meist kopfigen Zystiden an der Stielspitze. In jedem Fall ist sind aber alle Arten mikroskoppflichtig ;)

    LG Karl

    Mit dem Ausdruck "ist gentechnisch identisch mit" habe ich ein bisserl Schwierigkeiten. Es wurde ja m.W. nur die ITS verglichen. Werner (Jurkeit) hat bei der Originalbeschreibung von R. columbicolor doch einige Merkmale herausgearbeitet, die die Art als eigenständig und erkennbar definiert. Nur weil die ITS gleich ist, würde ich das alles nicht direkt in Frage stellen. Bestätigt es sich in Multigen-Stammbäumen, dann natürlich o.k. - und dann sollte man auch Übergänge finden. Gerade hier dachte ich,die sehr kleinen Sporen und die Form der Pileocystiden mit den apikalen Anhängselchen seien doch sehr charakteristisch.

    Hallo Christoph,
    da sind wir völlig einer Meinung und mit dem isolierten "ist gentechnisch identisch mit" hätte ich selber Schwierigkeiten :D. Bei meiner Antwort an Stefan ist mein Nachsatz, den ich formuliert hatte verloren gegangen.

    PS. Meines Wissens ist bisher nur die ITS verglichen worden und das ganze gilt natürlich nur, wenn es es sich bei Untersuchung weiterer Genabschnitte bestätigt.

    Ich weiß ja, das Werner R. columbicolor schon über 10 Jahre kannte, bevor er sich zur Neubechreibung entschlossen hat und niemand hat Russulakollektionen sorfältiger studiert als er.

    Hallo Christoph,

    der Problematik bei den Griseine bin ich auch nach Jahren noch nicht beigekommen. Ich habe nach Erscheinen der oben genannten Arbeit monatelang jeden Täubling untersucht und hatte alle "vier" Arten und R. grisea als sicher bestimmt angesehen. Inzwischen bin ich zu der Ansicht gekommen, dass alles entweder R. parazurea oder R. ionochlora ist. Auch 2 Kollektionen von R. grisea aus dem Werk von Helga Marxmüller sind gentechnisch als R. ionochlora bestimmt worden. Ob R. ionochlora konstant etwas helleres SPP hat also IIa - IIb gegenüber IIc bei R. grisea hat, erscheint mir inzwischen auch nicht mehr sicher, was die Problematik noch verschärft. Man wird zwar mit der Zeit sicherer, aber es gibt immer wieder Exemplare, bei denen man ins Grübeln kommt.

    Bei beiden Kollektionen von Dir hätte ich mit R. ionochlora kein Problem. Sporenornament isoliert ist bei dieser Art wohl zwingend, aber kurze Grate bzw. Verbindungslinien dürfen vorhandensein. Bei R. parazurea haben die Sporen mehr Verbindungen und einzelne Maschen, wenn auch kein vollständiges Netz. Ein gutes Merkmal für R. parazurea, wenn bei älteren oder verregneten Exemplaren der Reif fehlt, ist das fehlen jeglicher violettlicher Töne unter der Huthaut. R. grisea ist für mich ein kräftigerer Pilz, den ich nur einmal im Kalkbuchenwald hatte.

    LG Karl

    Hallo Christoph,


    in einem der Tintlinge der letzten Zeit gabs einen Artikel über die Griseinae-Gruppe, bzw. gibts auch einen schönen Artikel von Felix Hampe und Robin Dost aus dem Jahr 2010 dazu.

    Hallo Stefan

    Die Arbeit von Felix und Robin im Tintling Heft 6/2010 Nr. 67 S. 34ff ist überholt. Der Typus von R. columbicolor ist gentechnisch mit dem Typus von R. grisea identisch. Das heißt natürlich jetzt nicht, dass alle Funde von R. columbicolor jetzt R. grisea darstellen, sondern die Meisten sind R. ionochlora. R. plumbeobrunnea ist nicht Anderes als R. pararzurea. Natürlich findet man die "vier" Arten schon mal in genau der Ausprägung, wie in dem Artikel, aber eben auch alle Übergänge.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    kaum hat man einen Beitrag von Dir beantwortet, haust Du schon den nächten raus :). Danke für´s Zeigen. Es ist meistens was dabei, was man selbst noch nicht hatte und das zur Nachsuche anregt (vorausgesetzt man mag Phytos:giggle:).

    LG Karl