Beiträge von Karl W

    Noch etwas zu meinem Bild. Der Pilz sieht tatsächlich so aus, hat aber leider nur wenige Strukturen auf der Hutoberseite, und die Farbe der Gutationstropfen stimmt auch,

    Hallo magellan,
    wie war der Hutdurchmesser der größten Fruchtkörper? Ich habe die Art mal im primordialem Zustand fotografiert und da ist die Huthautstruktur tatsächlich noch nicht zu erkennen allerdings ist die Farbe der Guttationstropfen erheblich weniger rot.

    LG Karl

    Liebe (Dung)pilzfreunde

    Seit im Mai 2003 die punktierte Porenscheibe (Poronia punctata) im NSG Brachter Wald (Depot) erstmals gefunden wurde, konnten wir sie in fast jedem der folgenden Jahre notieren. Der heutige Massenaspekt übertraf aber alles bisher gesehene.














    Was nicht jedem bekannt sein dürfte, ist das regelmäßige Auftreten von gestielten Fruchtkörpern bei ausreichender Substratstärke. Freundlicherweise hatte der Starkregen der letzten Tage, die Kerlchen sehr schön freigelegt.




    Das größte Exemplar hatte 15 mm Durchmesser und verdient eine Einzelaufnahme


    LG Karl

    Liebe Juroren,

    vielen Dank für Euer Votum :). Besonders freut mich, dass ein in der Natur entstandenes Bild ohne stacking und Nachbearbeitung mal wieder eine Chance hatte, auch wenn der früher mal erwähnte Raritätenbonus möglicherweise mit reingespielt hat. Ich verwende übrigens nach wie vor meine alte Olympus E 330, 35 mm Makro meisten mit Blende 16 und benutze grundsätzlich ein Stativ.

    LG Karl

    wenn du in dem dunklen Bereich runde Zellen gefunden hast, dann hast du doch schon die Aussage, die du brauchst. Wichtig ist doch, wie die Huthaut aufgebaut ist beim HDS-Schnitt. Ich habe gerade nochmals bei Wikipedia nachgeschlagen, dort heißt dieder Huthauttyp Epithelium.

    Hallo Stefan,
    es ist richtg was Du schreibst. passt jedoch nicht zu Phyllotopsis. P. nidulans hat eine HDS auf verwobenen Hyphen und keine kugeligen Zellen. Die dunkle Schicht müsste die haarige Hutbekleidung sein.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    das "gute" vorhergesagte Wetter veranlasste uns kurzfristig in die Eifel und in Richtung hohes Venn zu fahren. Hofften wir doch einen seltenen, kleinen Becherling zu finden, der sich bei angekündigten Temperaturen bis zu 18°C und Trockenheit in den nächsten Tagen, möglicherweise schon bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Zunächst aber erst mal ein Schock. Es wurde trotz strahlendem Sonnenschein kälter und kälter, je näher wir unserem Ziel kammen und letztlich stiegen wir bei -5 (in Worten minus fünf) °C aus dem Auto. Handschuhe? Bei der Wettervorhesage? Zu Hause :haue:.
    Bald entdeckten wir einen ersten Fruchtkörper und schnell wurden es mehr und mehr.

    Dottergelbes Tannen-Becherchen (Pithya vulgaris)






    Auch die Pilze froren sichtlich


    Bei diesen immer neuen Motiven, musten die kalten Finger natürlich ignoriert werde.






    Langsam wurde es schwierig, den Auslöser der Kamera zu betätigen


    Einer muss der Letzte sein


    Weiter ging es zum nächsten Ziel. Was liegt näher, als sich bei kalten Händen am Anblick von Trollhänden zu erwärmen und wir wurden nicht enttäuscht.

    Trollhand auch Weiden-Scheinflechtenpilz (Hypocreopsis lichenoides)


    Eine Hand kommt selten allein


    Drei aufmerksamen Augenpaaren gelang es, weitere Exemplare zu entdecken.










    Inzwischen waren die Außentemperatur erträglich und nichts konnte uns von der Suche nach eine weiteren Seltenheit abhalten. "Ich hab ihn" ertönte die Stimme von Ralf.
    Die ersten Exemplare wiesen den Weg in ein dichtes Gestrüpp, wo eine komplette Kollektion auf uns wartete.

    Weiden Büschel-Becherchen (Encoelia fimbriata)






    Bei einem Stop auf der Heimfahrt zeigten sich noch frische Exemplare vom
    Kleiigen Haselbecher (Encoelia furfuracea)




    und was wäre eine Februarexkursion ohne diese Farbtupfer?
    Roter Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca)


    LG Karl

    Heißt das, der Pilz wurde in Deutschland schon mal gefunden, ist aber aus welchen Gründen auch immer (noch) nicht bei pilze-deutschland zu finden? Oder heißt das einfach nur, daß ich den Pilz prinzipiell direkt kartieren könnte? (In der Praxis geht das dann doch nicht, da ich als Linux-Nutzer kein Access ans Laufen bekomme und bei brd.pilzkartierung.de die Filobasidiella nicht mit drin ist).


    Björn

    Hallo Björn,

    An der Erstellung der Tax.-Ref.-Liste von Mykis waren und sind ja viele Personen beteiligt und es wurden zahllose Quellen ausgewertet. Es sind möglicherweise Arten aus Nachbarländern enthalten, von denen angenommen weren kann, dass sie auch in Deutschland vorkommen. Dann hättest Du tatsächlich einen Erstnachweis :)
    Gründe warum eine Art keinen Fundpunkt in Pilze Deutschland hat, sind jedoch noch weitere möglich:
    1. Der Fund wird ohne genauen Fundort und/oder Datum in irgendeiner Literaturstelle erwähnt und ist deshalb in der Tax.-Ref.-Liste.
    2. Die Art wurde schon gefunden, aber erst nach dem letzten Update von Pilze Deutschland
    3. Es gibt leider viele Leute, die überhaupt nicht kartieren bzw. melden.
    usw. usw.

    Wie oft ein Abgleich der Tax.-Ref.-Liste von Mykis und der brd.pilzkartierung erfolgt ist mir nicht bekannt.

    Im aktuellen Fall kannst Du natürlich den Fund auch direkt an den Landeskoordinator für Pilzkartierung in NRW melden ^^
    Ich habe Deinen Fund in Mykis übernommen :kaffee:

    LG Karl

    Ergämzung: Von Klaus Siepe erhielt ich diesen Link über Funde in den Niederlanden: NMV Verspreidingsatlas | Filobasidiella lutea - Elfendoekjeswaszwam unter artikelen steht ein Hinweis auf Funde in Belgien.

    Hallo Dieter,

    ich bewundere immer wievie Arbeit Du Dir mit Deinen Funden machst. Zu Camarophyllopsis muss ich mich jedoch Nobi anschließen. Neben dem Lamellenansatz passt auch die Anwesenheit von Schnallen nicht. Hinzu kommt, das nur eine Art in der Gattung nämlich C. schulzeri so helle Lamellen hat und die hat eine andere Huthautstruktur und subglobose Sporen. Leider kann ich Dir momentan keine Alternative nennen. Hellsporer mit glatten, inamyloiden Sporen und hymeniformer Huthaut ohne Zystiden findest Du noch bei Dermoloma, aber da sind die Sporen gewöhnlich größer.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    manchmal lohnt auch eine Kurzexkursion nur 5 Fahrradminuten von zu Hause :).
    Seit dem Erscheinen eines Artikes im Tintling vor fast 10 Jahren ist mir bekannt, dass es eine Verwechselungsart des häufigen Goldgelben Zitterlings (Tremella mesenterica) gibt, die ich seither vergeblich gesucht habe. Heute konnte ich mal wieder eine Art von meiner persönlichen Wunschliste streichen. Der Gelbe Schichtpilz-Zitterling (Tremella aurantia) wächst parasitisch auf dem Striegeligen Schichtpilz (Stereum hirsutum) und nicht, wie sein Doppelgänger, in Verbindung mit Zystidenrindenpilzen (Peniophora).







    Auch wenn mein persönliches Highlight absolut im Vordergrund steht, blieben einige weitere Funde nicht unbeachtet. Nur wenige Meter entfernt fand ich eine "Austernbank" ;)
    Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus)






    Dazwischen der Warzige Drüsling (Exidia nigricans)


    Zu meiner Freude entdeckte ich nach kurzer Suche noch diese kaum über 5 mm großen Exemplare
    Kleiiger Haselbecherling (Encoelia furfuracea)




    LG Karl

    Zu Deiner Frage: Heidekeulen waren bei mir in der Senne zerstreut welche zu finden, aber höchstens 1% der in durchschnittlichen Jahren üblichen Menge. Bei den Erdzungen (egal welche Art) waren es weniger als 0,1% und an den meisten mir bekannten Fundorten fanden sich gar keine. Selbst auf der großen Pferdeweide im NSG Moosheide (2017 noch mit tausenden Exemplaren von Glutinoglossum glutinosum und Geoglossum elongatum besetzt) konnte ich keine einzige Erdzunge entdecken. Überraschenderweise war aber Poronia punctata in bisher nicht bekannter Menge zu finden. Neottiella habe ich in den letzten Tagen zwar mehrfach gesehen, aber auch nur in sehr geringer Zahl.

    Hallo Ingo,

    auch Dir noch alles Gute für 2019.

    Die Übereinstimmung auch bezüglich Poronia ist wirklich auffallend. Ich war über Weihnachten nicht zu Haus und vorher gab es einige Frostnächte, aber jetzt werde ich wohl mal schauen, ob sich der Blaue Nabeling zeigt.

    LG Karl

    Hallo Ingo

    Im Depot (NSG Brachter Wald) in diesem Jahr der gleiche Totalausfall. Im Dezember konnte ich O. pyxidata und A. rickenii jedoch in großer Zahl finden. Wie sieht es denn mit Heidekeulen, Erdzungen und Neottiella aus ? .Hier findet man an Standorten wo gewöhnlich hunderte oder tausende Exemplare stehen allenfalls mal Einzelne, wenn überhaupt.

    LG Karl

    Hallo Pablo,

    schön, dass sich das Pilzjahr 2018 auch bei Dir noch von seiner besseren Seite zeigt. Die Aufnahmen sind doch ok. Beim Versuch näher ran zu gehen und Top-Bilder von Rindenhelmlingen zu machen, hab ich mehr als 95% aller Bilder verschossen. Dabei ging dann so viel Zeit drauf, das andere schöne Motive auf der Strecke blieben. Du hast also Alles richtig gemacht. ;) Lediglich ein Bild kam meiner Vorstellung ziemlich nah.

    LG Karl

    Falscher Rindenhelmling (Mycena pseudocorticola)

    Liebe Forianer

    Dieses Massenvorkommen des Frostschnecklings (Hygrophorus hypothejus) möchte ich Euch nicht vorenthalten.













    Groß war die Freude über den Goldgelben Frostschneckling (Hygrophorus hypothejus var. aurea) der wohl in weiten Teilen Deutschlands noch nicht gefunden wurde.







    LG Karl

    Hi Stefan,


    beim Mehltau bin ich unschlüssig und schwanke zwischen E. adunca und E. pseudoregularis. Für E. pseudoregularis spricht das Substrat (Salix caprea), die große Anzahl an Anhängsel, die Größe der Fruchtkörper. Leider steht im Klenke nicht drin, was man bzgl Größe und Anhängselzahl bei E. adunca erwarten kann, so daß ich da eine gewisse Restunsicherheit habe.

    Hallo Björn

    Vielleicht hilft das Erysiphe adunca | (Obligat) Phytoparasitische Kleinpilze wenn auch noch unreif.

    LG Karl

    Hallo Nosozia,

    Du bist aufjeden Fall im richtigen Formenkreis, wobei man mit Gröger zunächst bei M. grammopus landet und dann diverse Erläuterungen zu den von Dir genannten Arten führen. Die Funga Nordica geht da etwas weiter, aber ob die Namen so Bestand haben ist ebenfalls fraglich.
    Mit der Minimonographie von Thomas Münzmay im Tintling kommt man zu grammopus und subbrevipes allerdings unter den Arten ohne gefärbtes Stielfleisch. Widersprüche wohin man sieht.
    Es soll eine Monnographie der Gattung durch Antonin in Arbeit sein, wegen der auch Ludwig die Gattung im Band 3 nicht behandelt hat. Vor Erscheinen einer gründlichen Neubearbeitung der Gattung bleiben meine Funde namenlos und ich dokumentiere sie nur so genau wie möglich.

    LG Karl