Liebe Pilzfreunde,
das "gute" vorhergesagte Wetter veranlasste uns kurzfristig in die Eifel und in Richtung hohes Venn zu fahren. Hofften wir doch einen seltenen, kleinen Becherling zu finden, der sich bei angekündigten Temperaturen bis zu 18°C und Trockenheit in den nächsten Tagen, möglicherweise schon bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Zunächst aber erst mal ein Schock. Es wurde trotz strahlendem Sonnenschein kälter und kälter, je näher wir unserem Ziel kammen und letztlich stiegen wir bei -5 (in Worten minus fünf) °C aus dem Auto. Handschuhe? Bei der Wettervorhesage? Zu Hause
.
Bald entdeckten wir einen ersten Fruchtkörper und schnell wurden es mehr und mehr.
Dottergelbes Tannen-Becherchen (Pithya vulgaris)



Auch die Pilze froren sichtlich

Bei diesen immer neuen Motiven, musten die kalten Finger natürlich ignoriert werde.



Langsam wurde es schwierig, den Auslöser der Kamera zu betätigen

Einer muss der Letzte sein

Weiter ging es zum nächsten Ziel. Was liegt näher, als sich bei kalten Händen am Anblick von Trollhänden zu erwärmen und wir wurden nicht enttäuscht.
Trollhand auch Weiden-Scheinflechtenpilz (Hypocreopsis lichenoides)

Eine Hand kommt selten allein

Drei aufmerksamen Augenpaaren gelang es, weitere Exemplare zu entdecken.





Inzwischen waren die Außentemperatur erträglich und nichts konnte uns von der Suche nach eine weiteren Seltenheit abhalten. "Ich hab ihn" ertönte die Stimme von Ralf.
Die ersten Exemplare wiesen den Weg in ein dichtes Gestrüpp, wo eine komplette Kollektion auf uns wartete.
Weiden Büschel-Becherchen (Encoelia fimbriata)



Bei einem Stop auf der Heimfahrt zeigten sich noch frische Exemplare vom
Kleiigen Haselbecher (Encoelia furfuracea)


und was wäre eine Februarexkursion ohne diese Farbtupfer?
Roter Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca)

LG Karl