Beiträge von Karl W

    Drosera intermedia ist sehr schön . In mein Umgebung - Winklmoosalm wachsen Drosera longifolia und man kann mehrere Exemplaren sehen .

    Auch wenn es kein Pilz ist, der Sonnentau hat klar gewonnen!

    Hallo Karl, das gibts ja gar nicht. Es ist Juni und Du zeigst uns hier Pilze der Saison! Glückwunsch. Aber mir gehts wie Mausmann, am meisten beeindruckt hat mich der Sonnentau.

    Hallo Beli, Mausmann und Claudia,
    da bin ich ja froh, dass ich den Sonnetau mit eingebaut habe. Der Sonnentau steht in einem Bereich dort flächendeckend und das Areal ist durch den im letzten Jahr gefallenen Wasserspielgel noch größer geworden. Hier noch 2 Bilder, die meine Begleiterin an dem Tag aufgenommen hat.




    LG Karl

    das sind super Aufnahmen von vielen interessanten Arten!. Schön dass bei Dir in der Gegend schon so viel los ist.

    Einige Arten-Bilder habe ich mir gleich Archiviert als "Referenz"

    Schön bunt gemischt - genau nach meinem Geschmack. ==Pilz23==Pilz23

    Hallo Dieter,

    bei den tollen Berichten die du immer einstellst, freut es mich besonders, wenn ich Dir auch etwas bieten kann :).

    LG Karl

    das sind ja wieder Träumchen, von teilweise recht seltenen Arten. ==10 Danke für den schönen und kurzweiligen Bericht.


    Zumindest H. udum und I. tjallingorum fehlen mir noch. Die würde ich gerne mal finden. Mal noch ne Frage. I. tjallingorum bräunt ja. Wie lange dauert das, bis das Bräunen beim trocknen einsetzt?

    Hallo Stefan

    Der Stiel von I. tjallingiorum bräunt auch ohne Berührung oder Trocknung schon am Standort, wie auch im Bild zu sehen ist. Wenn man nur sehr junge Exemplare findet, ist das noch nicht zu erkennen, aber nach einem Tag in der Dose sicherlich.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    so langsam tut sich was am Niederrhein. Man muss sich zwar viel Zeit nehmen und längere Strecken zurücklegen, findet oft nur Einzelexemplare und steht in Konkurenz zu Schnecken, aber eine Auswahl kann ich Euch doch zeigen. Zunächst einige Eindrücke aus dem Depot (NSG Brachter Wald).

    Rauhstieliger Ackerling (Agrocybe pediades)


    Hier nochmal mit einem kleinen Storchenschnabel im Hintergrund


    Ein knackiger Hasenstäubling (Lycoperdon utriforme)


    Ein Verwandter des Haustintlings (Coprinellus domesticus), der sich hauptsächlich durch deutlich kleinere Sporen unterscheidet.
    Bescheideter Tintling (Coprinellus ellisii)


    Ein Lacktrichterling, der sich schon durch die etwas schuppigen Hüte und die längsgestreiften Stiele von ähnlichen Arten unterscheidet.
    Braunroter Lacktrichterling (Laccaria proxima)


    Ein Risspilz, den ich nur von sehr mageren Standorten kenne, der sowohl bei Weide als auch bei Kiefer wachsen kann. Die Stielbasis ist wenig bis garnicht verdickt, aber merkwürdigerweise wird er
    Breitknolliger Risspilz genannt (Inocybe tjallingiorum)


    Auf einem mehrere Jahre alten Pappelstumpf machte es sich ein Verwandter der Gelben Lohblüte (Fuligo septica) gemütlich

    Fuligo rufa


    An einem feuchten Standort am Rand eines kleinen Teiches standen kleine braune Pilze. Sie entpuppten sich bei der späteren Untersuchung als

    Rauhsporiger Schwefelkopf (Hypholoma udum) heute Bogbodia uda




    Als Zwischenspiel der Mittlere Sonnentau (Drosera intermedia)


    Im Gebiet fanden sich immer wieder Ansammlungen vom Schmalblättrigen Greiskraut (Senecio inaequidens) welche durch einen Rostpilz geziert wurden.


    Rostpilze sind sicher nicht jedermanns Sache, aber zumindest optisch können sie recht attraktiv aussehen.

    Greiskraut-Rost (Coleosporium senicionis)


    Ein weiterer phytoparasitischer Kleinpilz erinnert an die bekannte Kräuselkrankheit bei Pfirsichen. Es gibt zahlreiche weitere Arten, die teilweise streng wirtsspezifisch sind, wie in diesem Fall an

    Spätblühender Traubenkirsche (Prunus serotina)


    Taphrina farlowii

    Auch an meinem Wohnort gab es erste Pilze. Auf einem Häckselhaufen hatten sich Träuschlinge unter Himbeerranken verborgen und hatten noch annähernd ihre normale Farbe behalten.

    Rotbrauner Riesenträuschling (Stropharia rugosannulata)


    Sonneneinstrahlung verändert diese Pilze nahezu bis zur Unkenntlichkeit.

    Rotbrauner Riesenträuschling (Stropharia rugosannulata)


    Völlig unbeeindruckt von hohen Temperaturen zeigt sich die nächste Art, welche auch nach längerer Trockenheit, meist am Fuss alter Eichen, erscheint. Die ersten, im Moos versteckten Exemplare, ließen noch keine direkte Benennung zu.



    Dann fiel der Blick auf dieses Büschel
    Spindeliger Rübling (Gymnopus fusipes) früher Collybia


    Hier noch weitere Gruppen die auf der Rückseite des Baumes standen
    Spindeliger Rübling (Gymnopus fusipes) früher Collybia


    Den Anblick eines zerfressenen Täublings, von dem nicht mal mehr die Hutfarbe erkennbar war, möchte ich Euch ersparen. Leider war auch der Zustand von 5 Röhrlingen nicht wirklich sehenswert, aber da die Art nicht häufig ist. zeige ich sie trotzdem. Das war noch das am Besten erhaltene Exemplar

    Fahler Röhrling (Hemileccinum impolitum) früher Boletus impolitus


    LG Karl

    Ich hänge einfach mal meine Diplomarbeit an - dann kann jeder, der sich für diese Kremplinge interessiert, darin nachlesen.

    Hallo Christoph

    Muss man sich die Arbeit reinziehen, wenn man die Studien zum Paxillus involutus Formenkreis aus Nova Hedwegia und den Bestimmungsschlüssel aus der Mycologia Bavarica hat?

    LG Karl

    Hallo Pablo

    Hier sind zumindest Sequenzen von gilva und flaccida drin, auch wenn sie inzwischen zu Paralepista geworden sind.
    Vizzini Mycotaxon 2012 Paralepistopsis Paralepista.pdf


    LG Karl

    Ich frage mich jetzt auch gerade, ob Calocybe graveolens nicht das Gleiche ist wie Calocybe gambosa. Teils wurden solche Maipilze mit gelbem Hut und starkem, irgendwie unangenehmem Geruch auch nur als "forma graveolens" geführt. Gelbhütige Formen mit "normalem" Geruch als "forma lutea".

    Hallo Pablo

    Ohne Anspruch auf Beantwortung Deiner Frage möchte ich Dir zumindest eine richtig gelbe Kollektion zeigen. Auf einer Fläche von ca. zwei Quadratmetern sind über einen Zeitraum von 15 Jahren ausschließlich derartige Frk. beobachtet worden. Ich habe selbst Frk. mit 2 cm Durchmesser gesehen, die bereits die intensiv gelbe Farbe aufwiesen.


    LG Karl

    PS. Leider wurden in dem Bereich zahlreiche Bäume abgeholzt und der Standort ist seither extrem sonnen- und windexponiert. Der letzte mir bekannte Fund ist von 2012.

    Hallo Christoph,

    seit 2015 habe ich 10 Funde von Protostropharia auf Pferdedung untersucht und bisher immer P. semiglobata gefunden. Allerdings waren diese Funde alle im gleichen Gebiet fast immer zusammen mit Poronia punctata und gelegentlich mit Conocybe pubescens, Psilocybe fimetaria oder Panaeolus papilionaceus.

    Ich fand Protostropharia immer an Rinderdung

    Hallo Nobi,

    im Depot ist P. semiglobata häufiger an Pferd als an Rind. Noch wesentlich häufiger an Pferd ist allerdings P. punctata 8o:giggle:

    Ich vermute, dass die Dungträuschlinge (wie auch die echten Träuschlinge) nematophag sind, also Fadenwürmer töten und auffressen. Sie haben aber Acanthocystiden anstatt der Acanthocysten der echten Träuschlinge. Das würde auch ein bisserl das Auftraten auf älterem Dung erklären, da ja erstmal genug Nematoden gefangen werden müssen, um genug Stickstoff für die Fruchtkörperbildung aufzubringen. Ist aber nur rein spekulativ.

    Hallo Christoph,

    zumindest die Beobachtung, dass P. semiglobata eher an älterem Dung vorkommt als andere Großpilze (z. B. Conocybe pubescens), kann ich bestätigen, werde zukünftig aber noch besonders darauf achten.

    LG Karl

    Hallo


    Na toll , hab gleich in Datenbank DE nachgeschaut , die häufigste Art Deutschland . Hab gemeint das selten ist aber gibt mehr als Brennensel


    LG beli !

    Hallo Beli,
    hast Du einen Link zu der Datenbank ?
    Auf Willkommen bei den Pilzen Deutschlands sind
    4537 Datensätze für Cyathus striatus, 1353 Datensätze für Cyathus olla und 115 Datensätze für Cyathus stercoreus.
    Dazu kommen noch 4505 Datensätze Crucibulum laeve

    LG Karl

    Hallo Karl, danke für Nummer 14. Den hake ich jetzt ab. Mir erschien der zu schmächtig für den Haustintling. Der Pilz war nur hauchdünn.

    Hallo Claudia,

    Nr. 14 dem Haustintling nahstehend und ebenfalls an Holz wachsend wäre auch C. elisii, der meist schmächtiger ist.

    Nr. 12 sehe ich leider keine Cheilozystiden. Die Sporengröße weist in Richtung P. vexans.

    LG Karl

    Hallo Claudia

    So viel ist hier bei mir leider noch nicht los. Zu einigen Bildern kann ich noch etwas ergänzen, falls ich es nicht überlesen habe.
    Nr. 12 ist sicher nicht Pholiotina aporus, da der Stiel im Verhältnis zum Hutdurchmesser viel zu lang ist. Mikoskoppflichtig ist der Pilz trotzdem. Wenn Du zweisporige Basidien findest, hast Du P. teneroides vor Dir.

    Nr. 14 ist ein Tintling der dem Haustintling (C. domesticus) nah steht. Das körnige Velum mit brauner Pigmentierung ist eindeutig

    Nr. 22 ist sicherlich die Hasenpfote.

    LG Karl

    Hallo Christoph,

    danke für Deine Einschätzung und die ausführliche Antwort. Ich werde mich des Themas auf jeden Fall weiter annehmen, zumal ich aus der Zeit wo es nur einen Kahlen- und einen Erlen - Krempling gab noch potentielle Standorte kenne.

    LG Karl

    Hallo Christoph,

    Auf einem ca. 1m breiten mit Weiden und Birken bestandenen Streifen fanden wir 28.10.2016 sehr große Kremplinge, die von einem Pilzfreund spontan als P. validus angesprochen wurden. Eine Prüfung mit Ammoniaklösung ist meines Wissens nach damals nicht gemacht worden. Auf einer Seite des Streifens ist ein asphaltierter Weg, auf der anderen Seite eine betonierte Fläche, sodass durch ablaufendes Wasser auf diesem Streifen eine überdurchschnittlich hohe Feuchtigkeit vorliegt und auch zu Zeiten an denen es für ein gutes Pilzaufkommen zu trocken ist, immer was zu finden ist. Begleitarten waren Lactarius controversus, Tubaria furfuracea und C. lagopus.




    Am 06.11.16 waren noch frische Fruchtkörper vorhanden.

    Diesmal nahm ich einen mit und betupfte die Hutoberfläche mit konzentrierter Ammoniaklösung ohne eine Reaktion zu erhalten. Bei der Wiederholung hielt ich das Fläschchen direkt über den Hut und durch die austretenden Dämpfe wurde die Hutoberfläche grün. Einigen Sekunden nach verschließen des Fläschchens verschwand die Grünfärbung wieder.

    Vorgestern gab es erneut zahlreiche Fruchtkörper. Die genaue Beobachtung des Fundortes lässt den Schluss zu, dass Pappel und nicht Birke der Mykorhizapartner ist.




    Ich nahm einen mittelgroßen und zwei kleine Frk. mit. Die Reaktion mit NH3-Dampf und beim Betupfen mit der Lösung, war allen Frk. negativ.

    LG Karl

    PS. Die Frk. liegen noch hier, aber ich bin noch nicht zum Untersuchen gekommen

    Schöne Funde Claudia:daumen:

    und natürlich auch sehr willkommene Antworten :). Da ich nicht so häufig Ascomyceten bearbeite, ist es immer gut mal wieder einige Beispiele zu sehen.

    LG Karl

    Hallo Melanie, Leon und Michael

    Ihr stellt schon so lange Pilze hier ein, das man gewisse Grundkenntnisse annehmen darf. Das Anfertigen eines Sporenpulverabwurfs sollte unbedingt Bestandteil bei solchen Bestimmungsanfragen sein. Zum Ausgleich könnt Ihr dafür auf zwei Drittel der Bilder verzichten, da diese keinerlei zusätzlichen Informationsgehalt bieten.

    LG Karl

    Hallo Eike,

    das ist durchaus möglich und Tentakel ist da auch nicht so weit weg. Beim Mikroskopieren einer Vibressea vor einigen Jahren, habe ich im ersten Präparat freie Sporen nicht als solche erkannt. :giggle:.

    LG Karl

    @ Danke für Eure positiven Kommentare

    Kronenbecherlinge würde ich so gerne auch mal selbst finden.
    Und von Orchideen hätte ich gerne etwas Ahnung. Schade: Bis ich wieder am Kaiserstuhl bin, sind die meisten dort wohl schon verblüht.

    Hallo Pablo
    Für Kronenbecherlinge habe ich leider keinen Vorschlag, aber Orchideen gibt es zumindest im Bereich der Nahe tolle Standorte. Ist zwar immer noch ein Stück zu fahren, aber näher als der Kaiserstuhl.

    Besonders gut gefällt mir die Gegenüberstellung der beiden mutmaßlichen Gymnosporangiumse!

    Hallo Rudi
    Ich komme möglicherweise am Wochenende nochmal in den Bereich, werde mehr Material zur Überprüfung sammeln und berichten wenn es was Interessantes gibt.

    Was für Schätze, die Du uns zeigst, Karl!

    Wieder mal ein Traum, was Ihr drei alles so gefunden habt!:thumbup:

    Hallo Nobi,
    für diese Schätze ist Rainer auch wieder etliche Kilometer gefahren. Nur durch seine langjährige Erfahrung und das gezielte Ansteuern der Fundorte sind solche Ergebnisse an einem Tag möglich. Deine Nahaufnahme von O. purpurea ist großartig und wäre bei dem herschenden Wind unmöglich gewesen.

    LG Karl

    Danke für´s Anspitzen.

    Ich hätte mir da wohl die Finger wundgeknipst.

    Hallo Mausmann, das ging mir ähnlich. Vor lauter Begeisterun hab ich einmal nicht aufgepasst und einen Gummistiefel geflutet :)

    Wo hat dasTentakelkeulchen denn eigentlich die Tentakel? 🐙

    Hallo Grüni, da bringst Du mich jetzt ins Grübeln. Zumindest eine Ergänzung kann ich nachliefern. Es muss heißen Abgestutztes Tentakelkeulchen, da es weitere Arten in der Gattung gibt. Gelegentlich liest man auch Fadenscheibchen als Gattungsnamen, aber auch der Name erschließt sich mir leider nicht.

    Ich hab das mal gemacht und war total geflasht von dem Geruch.

    Hallo Stefan,
    ich habe einen Geruch wahrgenommen, der mich kurz an Zimtaldehyd erinnert hat aber bei Wiederholung würde ich eher sagen phenolisch mit süßlicher Komponente. Auf jeden Fall alles andere als banal, unauffällig oder was sonst oft in der Literatur zu finden ist.

    LG Karl

    Liebe Forianer,

    gestern führte mich ein Pilzfreund in ein Feuchtgebiet im Grenzbereich zwischen Deutschland und den Niederlanden.
    Auf Schritt und Tritt begegnetem einem die Sumpfhaubenpilze (Mitrula paludoa)




    Von dem Anblick konnte man sich kaum losreißen und kaum war eine Aufnahme im Kasten, folgte schon wieder ein "noch schöneres" Motiv




    Da musste man natürlich die Chance wahrnehmen, die Pilze auch in etwas älterem Zustand abzulichten.





    Irgendwem scheinen sie zu schmecken ==Gnolm10


    Das ist ein Anderer :)


    Bisher kannte ich nur einen Standort in der Eifel. Um so größer war die Freude das Tentakelkeulchen (Vibressea truncorum) auch hier zu finden.


    Wenn man Pilze im Wasser als Betreff wählt, darf der Wasserkreisling (Cudoniella clavus) natürlich nicht fehlen.







    LG Karl