Beiträge von Karl W

    Hallo Mausmann,
    inzwischen müsste Alles ok sein.
    LG Karl

    Danke für den Hinweis mit den Bildern, die ich wohl nur sehe weil sie noch im Cache sind und Caloboletus ist natürlich klar.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    auch wenn die weitgehend anhaltende Trockenheit nur ein geringes Pilzaufkommen zuläßt kommt doch einiges zusammen, wenn man an fünf Tagen in Folge unterwegs ist. Seit Wochen habe ich vergeblich meine bekannten Fundstellen im Krefelder Stadtwald abgesucht. Selbst am Rand des Weihers der sonst eine Bank ist, bisher Fehlanzeige. Am letzten Donnerstag dann ein einzelner Röhrling, der aber dafür alles bisher gesehene in den Schatten stellte.

    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)


    Völlig überraschend dann mitten in der Wiese noch als Zugabe eine wunderschöne Kollektion des Blutroten Röhrlings (Hortiboletus rubellus)


    Am nächsten Tag in einem Feuchtgebiet, das seinen Namen kaum noch verdiente, standen sicher fast 100 Exemplare auf fünf Metern in einem ausgetrockneten Graben.
    Blutroter Röhrling (Hortiboletus rubellus)




    Am Samstag ging es dann auf eine lange Eifeltour. Erfreulicherweise wurden wir gleich am ersten aufgesuchten Standort fündig und freuten uns über zahlreiche wenn auch noch kleine Exemplare.
    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)






    Im gleichen Bereich fanden sich kleine und nach kurzer Suche auch größere Exemplare von
    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)




    Wir hatten uns gut informiert wo es stärkere Niederschläge gab, aber in kaum einem Gebiet gab es mehr als drei Arten und meist keine Röhrlinge. Dazwischen aber immer wieder Lichtblicke und man freute sich über wenige Exemplare vom.
    Körnchenröhrling (Suillus granulatus)


    Plötzlich dann die Stimme von Rainer " Warum fotografierst Du nicht die Vielen" ^^ Im tiefen Gras erst aus unmittelbarer Nähe zu entdecken gabe es etliche Exemplare und einen Hexenring
    Körnchenröhrling (Suillus granulatus)




    Nach weiteren Nichtfunden in zwei Gebieten gab es wieder Erfreuliches :)
    Ochsenröhrling (Imperator torosus)




    Normalerweise zerschneiden wir solche Raritäten nur, wenn es für eine Bestimmung unverzichtbar ist oder zahlreiche Exemplare erscheinen. Diesmal machten wir eine Ausnahme, da es von den Eifelfunden noch kein Belegmaterial für ein Herbar gibt. Der Pilz blaut sehr stark bei Berührung und Verletzungen, hat aber im Gegensatz zu den Purpur- und Hexenröhrlingen gelbe Röhrenmündungen.
    Ochsenröhrling (Imperator torosus)


    Den für mich überraschendsten Fund gab es dann kurz vor dem Parkplatz. Seit Jahren kommen dort Netzstielige Hexenröhrlinge vor, die jedoch nie näher untersucht wurden. Beim Anschnitt fiel sofort das rote Fleisch im Hut auf, bevor die bekannte Blauverfärbung einsetzte. Im Foto nur schwierig darzustellen aber noch eindeutig erkennbar. Es sollte sich um eine Varietät des "normalen" Hexenröhrlings handeln.
    Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus var. erythrotheron)






    Auch am Sonntag auf einer Gemeinschaftsexkursion mit dem Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr gab es einige Röhrlinge. Augenscheinlich kommen die Rotfußröhrlinge auch mit geringer Bodenfeuchte zurecht und erstaunliherweise gab es immer wieder mal sehr frische Exemplare ohne Schimmel. In fast optimalem Zustand zeigte sich mehrfach
    Blutroter Röhrling (Hortiboletus rubellus)




    Dazu noch ein weiterer Vertreter der Gattung. Eichen-Filzröhrling (Hortiboletus engelii)


    Man kann auch blöd sein :haue:. Stielbasis angeschnitten um die orangen Pünktchen zu zeigen und dann ein Blatt übersehen, das der Wind darauf geweht hat.
    Eichen-Filzröhrling (Hortiboletus engelii)


    In einem noch nicht ausgetrockneten Torfmoosbestand fanden sich winzige Rauhfußröhrlinge
    Wollstieliger Rauhfuß (Leccinum cyaneobasileucum) wird in der Flora Agaricina Neerlandica VII wieder von der weißen Form als var. brunneogriseolum unterschieden


    Gestern dann noch ein Abstecher zu einem Standort, an welchem bei guten Bedingungen zahlreiche Röhrlinge und Täublinge zu finden sind. Aus dem trockenen und harten Boden quälten sich tatsächlich einige kleine Exemplare hervor und auch ein älterer Herr trotzte der Trockenheit.
    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)


    Den Abschluss bildet zwar kein Röhrling, aber immerhin ein Vertreter der Röhrlingartigen (Boletales) von der Eifeltour. Ich nehme mir ja nur selten Zeit mal eine banale Art zu fotografieren und dazu noch einen Einzelfruchtkörper. Bei geringem Pilzaufkommen und geeignetem Standort hier mal eine Ausnahme :)
    Falscher Pfifferling (Hygrophorpsis aurantiaca)


    LG Karl

    .Da können trotz Sorgfalt durchaus noch Fleischreste vorhanden gewesen sein, aber ich sehe es so langsam als eine gewisse

    Hh-Eigenart bei R. velutipes an. Karl, Du arbeitest einfach zu sauber... oder du sagst mir einfach deine Meinung was du dazu denkst, darauf lage ich grossen Wert bei dir.

    Hallo Claus

    Weder Marxmüller, Galli, Romagnesi oder Breitenbach & Kränzlin zeichnen die Zellen, so wie Du sie in Bild 1 zeigst. Mir sind diese Elemente nie aufgefallen, aber ich habe natürlich mehr auf die Abwesenheit von Dermatozystiden und die kräftigen Inkrustationen der primordialen Hyphen geachtet. Hinzu kommt, dass ich R. velutipes inzwischen kaum noch mikroskopiere wenn die Stielflocken deutlich und die SV-Reaktion positiv ist.
    Aber jetzt kommt es: Sarnari zeichnet die HDS mit derartigen Elementen
    Sowohl auf den Bildern von Tobias als auch auf Deinen Bildern, sehen die Elemente ja zumindest teilweise keinesfalls nach den runden Zellen von anhängendem Hutfleisch aus. In Verbindung mit der Zeichnung von Sarnari (leider kann ich den Text nur sehr unvollkommen lesen) scheint Deine Beobachtung zutreffend zu sein. Hoffentlich finde ich bald wieder R. velutipes, um das selber nachzuvollziehen.

    LG Karl

    Tip: Mit Kongorot müssten in dessen Huthaut unter anderem blasige (ballonartige) Zellen zu sehen sein.

    Hallo Claus,

    ich kenne R. velutipes nur mit stark inkrustierten primordialen Hyphen, fehlenden Dermatozystiden und mehr oder weniger zylindrischen Haaren mit Stumpfen Enden. Gelegentlich sieht man mal eine leichte Erweiterung auch an den Enden. Die von Dir zitierten blasigen (ballonartigen) Zellen sind mir fremd. Hast Du eine Abbildung?

    LG Karl

    Ich habe mal die Sache mit der Huthaut probiert und dabei folgende Strukturen, die ich als durchaus blasig bezeichnen würde gefunden.

    Hallo Tobias,

    Die blasigen Zellen auf Deinen Bildern sind m. E. Reste vom Hutfleisch.

    LG Karl

    Es ist geschafft :)

    In den letzten 8 Tagen hat das gute Stück noch zugelegt und ist inzwischen auch etwas mit Sporenpulver bestäubt.


    Am Hutrand lässt sich die Sporenschicht mit angefeuchtetem Finger abwischen


    LG Karl

    Hallo Thomas,

    sehr aussagekräftige Aufnahmen. :daumen:
    E. microphylla ist damit sicher raus, da diese viel zierlicher ist. Außerdem sind die Blüten meist nur zu einer Seite gewendet und die Lippe ist zugespitzt und völlig anders geformt.

    Die breitblättrige Ständelwurz (E. helleborine) hat gewöhnlich breit eiförmige bis ovale und nur sehr selten schmalere Blätter. Die Blüten sollten (zumindest innen) stärker gefärbt sein.
    Die violette Ständelwurz (E. purpurata) kenne ich nur mit stärker violett überhauchten Blättern und Stängel, sie ist aber durchaus noch nicht aus dem Rennen.

    Zumindest von den Arten, die ich aus NRW kenne, passt keine weiter wirklich. Da muss ich nochmal nachforschen, falls sich kein Kenner meldet.

    @ Ergänzung nach Kontakt mit einem Experten: 100%ig Epipactis purpurata

    LG Karl

    Servus Karl,

    vielleicht kannst du weiter berichten, ob Schäden an den Hauswurzen entstanden sind etc. Ich mag die Sempervivum sehr, daher interessiert es mich besonders.

    VG

    Thomas

    Hallo Tomas,

    auf Bild 3 siehst Du ja exakt die gleichen Pflanzen wie auf Bild drei, da gibt es sicher keine Folgeschäden. Den Spinnweb- Hauswurzen hat die Hitze und die starke Sonneneinstrahlung überhaut nichs ausgemacht.

    LG karl

    Hallo zusamen

    Vielleicht interessiert ja den ein oder anderen, wie die Natur mit Rekordtemperaturen umgeht, wobei natürlich nur einige Pflanzenarten diese Möglichkeit haben.

    25.07.19 ca. 17:00 in Krefeld im Schatten auf der Terasse


    Seit mehr als 30 Jahren habe ich diverse Haus- bzw. Dachwurzarten (Sempervium) im Steingarten, aber diese Verhalten habe ich noch nie beobachten können. In praller Sonne schlossen sich die Rosetten vor Allem die direkt zur Sonne ausgerichteten Exemplare fast vollständig und ich befürchtete bleibende Schäden.


    30.07.19 ca. 12:00 in praller Sonne bei ca. 27°C zeigen sich die Pflanzen vollständig erholt.


    LG Karl

    Ich finde die Sporenform durchaus passend für Fl. carpophilus. Sie sehen m.E. auch so aus, wie sie Vellinga (1986) gezeichnet hat: persoonia v13n1.pdf - auf S. 11 ist eine schöne Tafel mit den Merkmalen zu finden

    Hallo Christoph,

    ich hatte mich an Ludwig orientiert Sporen amygdaliform, ellipsoid bis ovoid; nur sehr selten mit apikaler Papille. Manchmal vergeisst man, das Band 1 immerhin schon 2001 erschienen ist. ;).

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    auch ich habe die Diskussion mit Interesse verfolgt. In dem Zusammenhang bin ich auf eine neuere Arbeit gestoßen, in deren zweiten Teil sehr intensiv auf B. fechtneri eingegangen wird. Butyriboletus regius and Butyriboletus fechtneri.pdf

    @ Beli: Du schriebst ja, dass Du keine Beschreibung von B. roseogriseus hast. Hier ist die Originalbeschreibung Boletus roseogriseus sp. nov. and CM66101.pdf
    Ergänzend ist zu sagen, das es zwischenzeitlich auch Mischwald und Laubwaldfunde gibt.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Momentan lohnt sich die wöchentliche Kontrolle noch, da deutliche Veränderungen zu sehen sind.




    LG Karl

    Hallo zusammen

    Glatte Stiele schließen ja schon jede Menge aus und mit der Hutdeckschicht (Dryophila-Struktur und keine Kutis) bleibt noch weniger übrig. Die kleinen Sporen passen noch am ehesten zu Gymnopus ocior.

    LG Karl

    Hallo Stephan

    Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, das es bei durchfeuchteten, schmierigen Exemplaren manchmal nicht klappt und sicher muss man etwas vorsichtig sein. Einfach ausprobieren ;). Ich mache das eigentlich fast bei jedem Huthautpräparat von Täublingen so und habe noch keine Nachteile bemerkt. Es reicht ja, wenn sich an einem Ende kein Fleich mehr befindet und da schneide ich dann ein Stück für das Präparat ab.
    Entweder ein kleines Stück von ca. 1 x 2 mm und dann Betrachtung unbedingt von der Oberseite, wie Du ja bereits geschrieben hast. Zweite Möglichkeit ist ein seeehr schmaler Streifen und stärkeres quetschen. Zumindest an einer Seite liegen dann die HDS-Elemente frei.

    LG Karl

    zu 1) Ich hatte bisher noch nicht gehört, dass das einer macht, aber ich halte das für eine gute Idee. Eine dünn abgezogene Huthaut ist innerhalb weniger Minuten trocken, ohne Schimmelgefahr. Dann sollte man sie aber getrennt vom Rest des Pilzfruchtkörpers aufbewahren und nicht in die Tüte dazustecken.

    Hallo Stephan,

    Schon vor vielen Jahren, als ich noch wenig Erfahrung mit Täublingen hatte, bat mich Werner Jurkeit bei Anfertigung von Exsikkaten immer ein Stück abgezogene Huthaut
    separat zu trocknen. Ich gehe sogar hin und schabe vor dem Trocknen das meist anhaftende Hutfleisch ab. Nur bei sehr stark durchfeuchteten oder schmierigen Exemplaren kappt das manchmal nicht. Die Information habe ich schon oft weitergegeben, da ich besonders innerhalb der APN häufig Material zur Untersuchung bekomme.

    LG Karl