Beiträge von Karl W

    Klar interessiert das noch :)
    Für eine genaue Benennung bleiben mir zu viele Unsicherheiten
    - die Lamellenschneiden sind zwar teilweise braun aber nicht unterbrochenen wie bei R. illota. Möglicherweise ein Alterungs- oder Trockenschaden wie auch am Hutrand
    - oben steht zwar Geruch nicht obstartig und nicht stinkend, aber auch angenehm pilzig. Das passt mir nicht zu dem Geruch von R. ilota
    - auch zu weiteren Täublingen aus dem Bereich sehe ich keine zufriedenstellende Übereinstimmung
    Weißes SPP passt dann doch noch eher zum Ockertäubling und scharf kann der gelegentlich sein. Ist dann eben ein überständiges Exemplar

    LG Karl

    PS. Ich hab mal in meinem Bilderfundus gesucht

    R. illota mit "Morsezeichen"


    R. ochroleuca uralt kann sogar so aussehen :giggle: mikroskopisch überprüft!

    Liebe Pilzfreunde,

    nachdem mir die Blauen einen Einzelbeitrag Wert waren Endlich die Blauen hier noch einige weitere Funde vom gleichen Tag.

    Die ersten Wiesenkeulchen ließen sich blicken
    Würmförmige Keule (Clavaria fragilis = vermicularis)


    Saftlinge erschienen schon in größerer Zahl. Wer den Pfennig nicht ehrt.... also zunächst mal
    Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica)


    Die winzigen Köpfchen sind mir erst in Bodennähe beim fotorafieren der Keulchen aufgefallen
    Pfiferlings-Saftling (Hygrocybe cantharellus)


    Ein Schwarm von gelben Saftlingen zeigte sich in verschiedenen Farbtönen.
    Spitzgebuckelter oder auch Safrangelber Saftling (Hygrocybe persistens s. str. = acutoconica)






    Wieder Winlinge und nach dem Umdrehen erst sicher erkennbar
    Fleischroter Schönkopf (Calocybe carnea)




    Riesig für einen Vetreter seiner Gattung war hingegen der
    Gefleckte Risspilz (Inocybe maculta)


    Auf dem Rückweg noch die Puppen-Kernkeule (Cordiceps militaris)


    Oft findet man die Insektenpuppe auf der der Pilz wächst ja nicht weil, sie schon verrottet ist oder zu tief sitzt. Diesmal hat es gelappt :)


    Schau mir in die Augen Kleine ==Gnolm26


    Ein kurzer Abstecher sollte uns zum Standort eines Kork-Stachelings führen, welche hier extrem selten sind aber es gab noch Beifang. Ein Täubling mit sehr scharfem Geschmach und blass ockerfarbigem Sporenpulver ist in der Kombination praktisch nicht zu verwechseln. Ähnlich mit ebenfalls sehr scharfem Geschmack aber weißem SPP kann Russula raoultii aussehen ist jedoch heller zitringelb. Verwechselungsarten mit dunklerem SPP schmecken nicht so scharf.
    Sonnentäubling (Russula solaris)



    An diesen Prachtexemplaren kamen wir ebenfalls nicht ohne Fotos vorbei. Die Art sollte jeder gut kenne auch wenn sie mal mehr gelbliche Töne aufweist.
    Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)






    Zum Abschluss noch der Korkstacheling, den ich bisher nur einmal in der Eifel gesehen habe. Wenn man sich nicht ein wenig mit der Gattung beschäftigt hat glaubt man kaum, dass es sich nur um eine einzige Art handelt.
    Gezonter Stacheling (Hydnellum congrescens)








    LG Karl






    Hallo Thomas

    zu Nr. 8 fällt mir Laccaria proxima ein wegen des längsgestreiften Stiels. Allerding sollte der Hut dann auch sehr feinschuppig sein.
    Nr. 9 Thelephora palmata müsste dann aber ziemlich gestunken haben oder T. anthocephala.

    LG Karl

    Hallo Thomas,

    das ist ja ein richtig üppiges Pilzwachstum :)
    Nr. 3 wegen der gelben Gürtel evt. C. anomalus Aggregat
    Nr. 7 halte ich für ich Rickenella fibula
    Bei Nr.14 hättest Du besser den jüngsten Frk. durchgeschnitten, um sicher zu sehen ob violette Töne im Fleisch sind
    Nr. 11 kannst Du mit Rhodocollybia maculata vergleichen
    Nr. 16 sicher eine junge Koralle

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    ein Besuch im Grenzraum zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen brachte einige Funde, die ich Euch gerne zeigen möchte. Manche Arten kann man immer wieder fotografieren auch wenn man schon zahlreiche Bilder davon hat. Dazu gehören sicher makellose Exemplare der
    Espen-Rotkappe (Leccinum leucopodium = albostipitatum s. Den Bakker)


    Das gilt auch für den Geschmückten Gürtelfuß (Cortinarius armillatus) wenn die Gürtel so schön ausgeprägt sind




    Leicht zu übersehen sind die kleinen Rüblinge, von denen nur noch wenige in der Gattung Collybia stehen. Zwei Arten besitzen im Gegensatz zu der hier vorgestellten ein Sklerotium.
    Seidiger Zwergrübling (Collybia cirrhata)


    Oft tief im Moos versteckt und häufig schon ausgeblasst und dann erst an der Stielspitze erkennbar.
    Blaustieliger Heftelnabeling (Rickenella swarzii = setipes)
    04 Rickenella swarzii 06.09.19 Mi 1.jpg

    Ein Milchling mit deutlich maggiartigem Geruch und wässeriger Milch
    Filziger Milchling oder Bruchreizker (Lactarius helvus)


    Hübsch anzusehen ist immer der Weiße Polsterpilz (Oligoporus Ptychogaster)


    Persönliche Erstfunde sind natürlich immer was Besonderes wie hier der
    Üppige Büschel-Rübling (Gymnopus luxurians)


    Nur mikroskopisch bestimmbar sind fast alle Arten von Samthäubchen wie das
    Samtfüßige Samthäubchen (Conocybe velutipes)


    Einer Bestimmung widersetzte sich zunächst ein kaum 3 cm großer Champignon. Die Summe aller Merkmale ergab letztlich
    Triften-Zwergchampignon (Agaricus comtulus)


    Auch die nächste Bestimmung war nicht völlig banal, da der größere Fruchtkörper kaum 5 cm Durchmesser hatte und ich die Art wesentlich kräftiger und mit büscheligem Wachstum kannte. Röten nach vorhergehendem Gilben schränkte die mögliche Zahl aber erheblich ein und die Mikros waren eindeutig.
    Büscheliger Egerlingsschirmpilz (Leucoagaricus americanus = bresadolae


    09 Leucoagaricua americanus 06.09.19 BUE.jpg

    Zum Schluss noch ein bisher selten kartierter Pilz, den ich allen Mikroskopierern ans Herz legen kann. Ein stark süßlich riechender Fälblinge, der in Fungi of Northern Europe Vol. 3 nicht enthalten ist. Zu finden aber im Ludwig Band 4 und natürlich Fungi Europaei 14.
    Milchweißer Duftfälbling (Hebeloma ischnostylum)


    LG Karl

    Hallo Marcel,

    ich habe nicht den leisesten Zweifel daran, dass Du den Ockertäubling und weitere Täublinge erkennst, wenn sie ihr normales Erscheinlungsbild zeigen und wenn Du den gerippten Hutrand anders siehst, kommen wir halt nicht zusammen ;).

    LG Karl

    Hallo Thomas,

    probieren hast Du Dich nicht getraut ;) Wenn man die Gattung sicher erkennt ist das unkritisch. Ein kleines Stück des Pilzes zerkauen und wenn nicht sofort scharf ca. 1 Minute weitermachen und dann ausspucken. Bei manchen Arten tritt eine gewisse Schärfe nicht sofort auf.

    LG Karl

    Hallo Tomas,

    Täublinge sind of schwer zu unterscheiden, aber unmöglich kann es sein, wenn keinerlei Angaben über Geruch, Geschmack und Begleitbäume gemacht werden. Besser wäre zusätzlich noch ein Sporenabwurfpräparat.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    zwei Jahre gab es in meinem Lieblingsgebiet meine Lieblingspilze nicht, bis vor gut einer Woche endlich einige Exemplare auftauchten. Wichtiges Kennzeichen dieser Art sind schwarzblaue Hüte, welche auch im Alter kaum an Farbe verlieren und schwarzblaue Lamellenschneiden.

    Gesägtblättriger Rötling (Entoloma serrulatum) Es finden sich auch die Bezeichnungen Glöckling oder Zärling als deutsche Namen in diesem Artenkomplex.


    Nach ein wenig Regen und zurückgehenden Temperaturen war vorgestern der Kontrollbesuch angesagt und es gab reichlich Nachschub.




    Dann trat ein, bei reichlichem Vorkommen, bekanntes Problem auf.


    Das sind zwei verschiedene Arten 8o Das linke Exemplar hat deutlich blau gefärbte Lamellen, nur partiell schwach gefärbte Schneiden und einen fast polierten Stiel, was oft erst unter der Lupe zu sehen ist.
    Blaublättriger Rötling (Entoloma chalybaeum)


    Hier nochmal Gesägtblättriger Rötling (Entoloma serrulatum)


    und eine Gruppe Blaublättriger Rötlinge (Entoloma chalybaeum)


    Nach diesem Vorgeschmack und Intensivierung der Suche, lagen wir bald bei mehr als 100 Fruchtkörpern, die oft wettergeschützt in hohem Gras standen. So liebe ich das :love:




    Jetzt will man ja nicht aus jeder Gruppe einen Pilz rausreißen und ein Zahnarztspiegel leistete bei der Prüfung gute Dienste.
    Blaublättriger Rötling (Entoloma chalybaeum)


    Eine komplette Dokumentation musste aber natürlich sein :)


    Hoffentlich wird es noch richtig spanned und es treten weitere ähnliche Arten wie E. poliopus, E. caesiocinctum und E. corvinum auf aber vorerst bin ich sehr zufrieden. Ein Dank geht noch an meinen Pilzfreund Jochen (ja diesmal nicht Rainer) für seine Vorexkursion und wertvolle Suchhilfe.

    LG Karl

    Hallo Björn

    1. bin ich ebenfalls bei ionochlora
    2. nigricans ist klar
    3. R. densifolia rötet langsam und wird erst sehr spät schwarz. Die Art schmeckt mild bis schärflich, was auf Deine Fund wohl zutrifft. R. acrifolia kenne ich nur brenned scharf und bei Nässe mit schleimigem Hut als einzige Art der Gruppe. Selbst bei trockenem Wetter sind die Frk. noch etwas glänzend und mit angefeuchteem Finger lässt sich die Schleimigkeit noch nachweisen.
    4. Bin ich ebenfalls bei dem Pilz, der oft als R. mairei abgebildet und der inzwischen meist R. nobilis genannt wird. Möglicherweise ist abe R. fageticolor der älteste gültige Name :giggle:. Verwechselungsart im Buchenwald ist R. sylvestris mit negativer Guajak-Reaktion. R. sylvestris kommt keinesfalls nur unter Nadelbäumen vor.

    LG Karl

    Hallo Harald Andres,

    danke für Deinen großartigen Bericht. Da ich ca. 25 der Arten aus der Eifel kenne, wenn auch nicht alle direkt wiedererkannt, war es zum Glück nicht völlig verwirrend ;)
    Es ist großartig so viele weitere zum Teil ähnliche Arten vorgestellt zu bekommen. Momentan liegt meine Beschäftigung auf Frischpilzen, aber ich werde mir Eure Berichte aus den Vorjahren noch sehr genau ansehen.

    LG Karl

    kommt exalbicans in Frage? Ich hatte den leider noch nie in Natur, aber es würde so vieles passen...

    Hallo Claus,

    Es passt wirklich eine Menge, wenn auch das SPP etwas hell ist. In der Frontalansicht kömmen möglicherweise die Fabrtöne nicht richtig rüber, weshalb ich den nicht auf dem Schirm hatte. Ich habe mal meine Kollektionen durchgesehen und auf einem Bild ist ein ähnlicher Fruchtkörper zu sehen.

    LG Karl

    Hallo Björn

    Bei Puccinia jaceae stimme ich zu. Die beiden gegenüberliegenden Keimporen sind doch recht gut zu sehen.

    In dem Milchling 7 sehe ich einen älteren Fichtenreizker Lactarius deterrimus

    Zum Täubling bitter dann schärflich und der komischen FeSO4-Reaktion fällt mir momentan nichts konkretes ein. Nach wieviel Sekunden, war denn jeweils die Guajakrektion in den beiden Bildern?

    LG Karl

    Hallo Björn,

    bei R. farinipes gehe ich absolut mit. Relativ helle, kleine Sporen mit isoliertem Ornament, oft spitz zulaufende Dermatozystiden sind typisch, ebenso wie die Schärfe, die mehr oder weniger negative Guajakreaktion, und blassgelben Flecken am Stiel. Makroskopisch finde ich die Art meist heller und den gekerbten Rand hab ich erst beim zweiten Blick gesehen, aber das ist bei noch nicht voll aufgeschirmten Frk. normal.



    LG Karl

    Das ist ja echt interessant! Aus was bestehen die Kristalle? Ist es wirklich Kochsalz (da spricht die Kristallform eigentlich dagegen) oder eher Kalk, oder gar Zucker, oder was ganz anderes?

    Hallo Grüni,

    darüber habe ich selber noch nichts gelesen aber an Kochsalz glaube ich auch nicht. Dann müsste ja an allen Standorten Chlorid im Boden sein. Ein Karbonat könnte ich mir da eher vorstellen. Die Zusammensetzung der Kristalle muss ja auch nicht immer gleich sein.

    LG Karl

    Gut das mal gesehen zu haben. Das versuche ich im Hinterkopf zu behalten sollte ich die Pilze mal finden. :)


    Das sieht ja erstaunlich aus.
    Daß es sowas gibt, hatte ich keine Ahnung, aber ich bin begeistert: Pilze, die wie Laugenweckle aussehen!


    Sollte ich jemals einen Standort von denen finden muß ich unbedingt auch einmal darauf achten.

    Hallo Schupfnudel, Pablo und Hannes,

    den findet ihr bestimmt. Durch die beiden letzten trockenen Jahre sind viele potentielle Standorte begehbar, die vorher geflutet waren. Ich zitiere mal aus
    pa-364.html#
    "Gern an feuchten Orten wie ausgetrockneten Teichen, Tümpeln, Gräben, Flachmooren, auf fetten, fauligen Böden zwischen Pionierpflanzen und alten Krautwurzeln von Schilf, Binsen und Rohrkolben saprophytisch (als Fäulniszersetzer) lebend."

    Deine Freude kann ich nachempfinden!

    Ich hätte glatt ein Tänzchen gewagt!;)

    Hallo Nobi, davon war ich nicht weit entfernt ^^.

    Auch wir hatten bereits im Spätherbst letzten Jahres und auch im Frühjahr 2019, das Vergnügen diese Pilzart im Schilfgürtel des Mondsees bei Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt) zu entdecken und waren über die Vielgestaltigkeit der Fruchtkörper erstaunt. Wir fanden sowohl Pilzchen mit gelbbraunen Hüten ohne Kristalle und dann Pilze die fast schwarz waren und diese auffälligen Kristallränder zeigten. Erst nahmen wir an, dass es 2 verschiedene Arten sind, aber durch Mikroskopie und Literaturrecherche kamen wir auf das gleiche Ergebnis wie Du. Der Pilz wuchs dort in großer Anzahl, scheint also bei geeignetem Biotop sehr gesellig zu sein.

    LG Ulla

    Hallo Ulla,

    besser kann man eine Begegnung mit dieser Art kaum beschreiben. Die größten Bestände mit > 100 Fruchtkörpern hatte ich an Schilfrändern. Ohne Kristalle ist der Pilz unbedingt mikroskopierpflichtig, da ähnliche Arten sich den Standort teilen und auch durcheinander stehen können.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    in den letzten Jahren habe ich mehr als 10 Kollektion vom Teichrand-Schwefelkopf (Hypholoma subericaeum) an sieben verschiedenen Standorten gefunden. Massenvorkommen, kleine Gruppen, junge und alte Fruchtkörper.

    Hier mal einige Funde im Bild: Teichrand-Schwefelkopf (Hypholoma subericaeum)














    Wie schön, alles was das Herz begehrt sollte man meinen, aber weit gefehlt. Laut Beschreibungen in der Literatur und diversen Abbildungen bilden sich nicht selten kristalline Ablagerungen auf den Hüten und die wollten sich mir bis gestern einfach nicht zeigen. Endlich war es so weit und ich habe mich riesig gefreut.:)










    PS Nein, ich hatte keinen Salzstreuer dabei :D

    LG Karl