Beiträge von Karl W

    Hallo Björn,

    Du bist ja immer noch unermüdlich :daumen:
    Nr. 6 halte ich ebenfalls für L. pyrogalus, der durchaus etwas zoniert sein kann. Die etwas entfernteren orangegelblichen Lamellen unterscheiden sich m. E. deutlich von L circellataus. Hinzu kommt natürlich das Vorkommrn bei Hasel. Laut Beschreibung ist das Sporenornament bei L. cicellatus "more zebralike" als bei L. pyrogalus, was man hier etwas erahnen kann.


    LG Karl

    Hallo Maria

    Nr. 1 C. corniculata passt
    Bei Nr. 2 mag ich nicht an C.laeticolor glauben, da diese zumindest in Richtung Basis etwas freudiger orange sein sollte.
    Bei Nr. 3 halte ich C. helvola eher für unwahrscheinlich, da sie meist in einem recht reinen gelb auftritt. Da wäre auch C. luteoalba möglich.
    Ich habe mit angewöhnt bei den gelben Keulchen grundsätzlich einen Blick auf die Sporen zu werfen.

    LG Karl

    Tolle Funde, besonders die jungen Rosa Saftlinge. Hab ich bisher nur in ziemlich altem Zustand gesehen.

    Hallo Uwe,
    ich hatte bisher auch nur einen komplett übeständigen Einzelfruchtkörper an einem Standort und war natürlich sehr erfreut.

    Großartig! :thumbup:
    Dann hat also alles gut geklappt bei euch, und ihr hattet trotz einiger leicht frostiger Nächte ja noch ein wirklich tolles Artenspektrum.

    Danke Pablo, ich hatte den Eindruck, dass alle Teilnehmer sehr zufrieden waren

    Vielen Dank Karl,


    nicht nur fürs Zeigen der tollen Funde und Fotos, sondern auch für die wunderbaren Erklärungen und Beschreibungen dazu.

    Freut mich, wenn es Dir ein wenig hilft Maria. Zu den häufigeren gelben Arten kommt natürlich noch der Kreis um den Spitzgebuckelten Saftling (Hygrocybe persistens agg.) mit angehefteten Lamellen wie bei H. chlorophana aber weniger schleimigem und anders geformten Hut.


    Danke, Karl und Chris für Eure wunderbunten Beiträge!

    Da geht mir das Herz auf! :)


    Porpolomopsis calyptriformis; ja ich weiß, das es den Pilz geben soll...

    Wäre auch nochmal so ein Wunschpilz von mir.

    Das freut mich Nobi und P. calyptriformis hatte ich selbst erstmals in diesem Zustand. Es scheint nur extrem wenige Standorte zu geben, an denen diese schöne Art relativ zuverlässig erscheint.

    LG Karl

    Hallo zusammen,
    natürlich wurden neben den bereits gezeigten klassischen Wiesenpilzen Wiesenpilztage 1 auch andere Arten nicht verschmäht.

    An einer Hecke stand das Wurzel-Graublatt (Lyophyllum rancidum)


    Ein Prachtexemplar des Wettersterns (Astraeus hygrometricus)


    Gezonter Adermoosling (Arrhenia spathulata)


    Sandbürsten-Becherling (Pseudaleuria fibrillosa)


    Haarschwindling (Crinipellis scabella)


    Kugelschneller (Sphaerobolus stellatus)


    In einem Fichtenstreifen standen diverse Arten oft wie gesät, die teilweise farblich den Saftlingen in Nichts nachstehen

    Dottergelber Schönkopf (Calocybe chrysenteron)


    Eselsohr (Otidea onotica)


    Die nette Idee einer Pilzfreundin greife ich hier gerne auf
    Grünfleckende & Günspitzige Koralle sowie Flattrige Fichtenkoralle (Ramaria = Phaeoclavulina abietina, Ramaria apiculata, Ramaria = Phaeoclavulina flaccida)


    Unter einer einelnen Tanne und weit und breit keine Kiefer in Sicht
    Weißtannen-Reizker, Lachsreizker (Lactarius salmonicolor)


    Bei Kiefern fand sich der Echte Reizker (Lactarius deliciosus) in großer Zahl


    Dazwischen fielen Exemplare mit Grüntönen auf. Nun sind Grüntöne Beim Echten Reizker die Ausnahme oder treten m. E. nur bei alten Schlappen oder nach Frost auf. Nach ca. 10 Min. gab es Klarheit, da die im Schnittbild zunächst karottenrote Milch sich weinrot verfärbte.
    Spangrüner Kiefernreizker (Lactarius semisanguifluus)


    Abgerundet wurde der Fund noch durch zwei Steinreizker, deren Aussehen durch einen Befall drastisch verändert war (Hypomyces lateritius ???)



    Ein ärgerliches Missgeschick ist mit dem letzten Fund verbunden:haue:Ein Pilzfreund übergab mir eine Eichenspinnerraupe? die mit Kernkeulen besetzt war; mit der Bitte um Bestimmung. Natürlich wurde zunächst ein Foto gemacht, wobei das Exemplar von einer Windböe erfasst wurde und nicht mehr aufzufinden war. Hoffentlich kann jemand etwas zu dem Fund sagen.


    LG Karl

    Hallo zusammen,
    immer noch keine Nachtfröste und so viele Frischpilze, dass man vor lauter Bearbeitung kaum dazu kommt mal was zu zeigen. Hier einige Eindrücke der Wiesenpilztag vom 07.-11.11.2019.

    Schwärzende Saftlinge (Hygrocybe conica) in Scharen


    Ebenfalls momentan ein Massenpilz Seidiger Rötling (Entoloma sericeum)


    Häublinge in zahlreichen Arten die nur mikroskopisch sicher zu bestimmen sind. Hier der Glockige Häubling (Galerina pumila)


    Natürlich fehlte auch nicht die Geweihförmige Wiesenkoralle (Clavulinopsis corniculata)


    Leicht am Geruch von ähnlichen Arten zu unterscheiden ist der Juchten-Ellerling (Cuphophyllus russocoriaceus)


    Der extrem starke Geschmack verrät den Bitterern Saftling (Hygrocybe mucronella)




    Sehr genau hinschauen musste man bei den zahllosen gelben Saftlingen, besonders da durch vorhergehenden starken Regen auch mehr oder weniger trockene Arten schmierig wirkten.
    Breit angewachsene Lamellen und relativ trockener Hut und Stiel verraten den Gebrechlichen Saftling (Hygrocybe ceracea)


    Angeheftete Lamellen, relativ trockener Hut und Stiel, oft orangefarbener Refelex in den Lamellen und Geruch nach Blattwanzen wie der Eichenmilchling (Lactarius quietus) kennzeichnen den
    Schnürsporigen Saftling (Hygrocybe quieta Syn. Hygrocybe obrussea)


    Einen sehr Schleimiger Hut und angeheftete Lamellen hat der Stumpfe Safting (Hygrocybe chlorophana)


    Auch zwei sehr seltene Arten waren zu bewundern.
    Wenn man im gleichen Zeitraum schon zahllose schwärzende Saftlige in allen Altersstadien gesehen hat, könnte einem die erste Rarität entgehen
    Schwarzbräunlicher Saftling (Hygrocybe spadicea)


    Unübersehbar ist hingegen der letzte Vertreter dieses Berichtes. Zwar noch tief im Gras versteckt und noch nicht aufgeschirmt, aber dennoch ein Schmuckstück
    Rosa-Saftling (Porpolomopsis calyptriformis)



    LG Karl

    Hallo Karl

    Hattest du die dunkel violetten mikroskopierst ?

    Makroskopisch wäre das für mich recht eindeutig C.eucaeruleus.

    Hallo Uwe,
    ja hatte ich. Im Feld wurden sie auch als C. eucaeruleus angesprochen und ich habe zwei mitgenommen, weil der für mich neu war.
    Mikroskopisch wurde es dann klar.
    LG Karl

    PS. Mikrobilder müsste ich raussuschen aber jetzt geht es erst für 5 Tage in die Wiesenpilze :)

    Hallo Pablo,

    tolle Dokumentationen. C. citirnus, C. splendens und caerulescens kenne ich recht gut aus der Eifel und sonst ist ja schon Alles zu diesen Funden gesagt. Von den Artem mit roter KOH-Reaktion habe ich einige und tue mich im Schlüssel ebenfalls nicht leicht die Angaben zu interpretieren ;) Cortinarius bergeronii (= cedretorum var. suberetorum) ist mir allerdings neu. Das auf Pilze Deutschland zwei Arten geführt werden, finde ich nicht tragisch. Wenn die Taxaliste mal wieder von einem Cortinariusspezialisten überarbeitet wird und die Synonymie ist incl. Typusuntersuchungen DNA-technisch abgesichert, kann man die jederzeit unter dem gültigen Namen zusammenschmeißen. Eine Trennung ist, wenn man zu voreilig war, jedoch nicht mehr möglich.

    Als Anhang habe ich noch eine Kollektion von C. caerulescens, die ich so nie erkannt hätte. Die Frk. waren aber auch nur 1,5-4 cm groß.


    Zum Glück stand ein "normaler" Frk. dabei, den ich für das erste Bild entfernt hatte


    So hell wie Deine Frk. hatte ich C. caerulescens allerdings noch nicht, was die Vorstellung dieser Art für mich natürlich toll abrundet.
    Hier noch eine Gruppe von einem anderen Standort mit "normalen" Fruchtkörpern wie wir sie gewöhnlich finden


    LG Karl

    Das war ja nicht der einzige Patzer, aber hier stimmte wenigsten der Name

    LG Karl



    Vorfälle in NRW

    Frau stirbt an Knollenblätterpilz – weitere Menschen in Klinik

    03.11.2019, 19:28 Uhr | dpa

    Knollenblätterpilz: 28-Jährige in NRW stirbt – mehrere Menschen in Klinik. Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina): Eine 28-Jährige starb in Kaarst nach dem Verzehr des giftigen Pilzes. (Symbolbild) (Quelle: imago images)

    Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina): Eine 28-Jährige starb in Kaarst nach dem Verzehr des giftigen Pilzes. (Symbolbild) (Quelle: imago images)

    In Nordrhein-Westfalen sind mehrere Menschen in Kliniken eingeliefert worden, nachdem sie giftigen Knollenblätterpilz gegessen hatten. Eine 28-Jährige aus Kaarst starb an den Folgen der Vergiftung.

    Hallo Björn,

    bei Hebeloma teile ich immer einen Sporenabwurf und betrachte nebeneinander in Wasser und Melzer. Mit ein wenig Übung erkennt man ob der Unterschied nur durch die Eigenfarbe vom Jod oder zustande kommt oder ob eine Dextrinoidität vorliegt. H. mesophaeum mit nahezu indextrinoiden Sporen ist da eine gute Basis.

    LG Karl

    und wieder sage ich Dankeschön fürs Helfen. Ist er wirklich sooo selten wie bei 123 steht?

    Hallo Heidi,

    Nach dem Schwärzenden- und dem Papageiensaftling ist der Stumpfkegelige sicher eine der häufigeren Arten in Deutschland. Ähnlich häufig finde ich noch den Safrangelben- und den Mennigroten Saftling. Schützenswert sind in erster Linie die Biotope, die sich die genannten mit weiteren seltenen bis sehr seltenen Arten verschiedener Gattungen teilen können.

    LG Karl

    Der Saftling.......er war so schmierig, dass es problematisch für mich war ihn so hinzulegen, dass es ein wenig nach was aussah. Das lag aber auch an meinen kranken Fingern. Wenn er sooo schmierig war, was könnte es dann für einer gewesen sein? Weißt Du das?

    Hallo Heidi,

    Extrem schleimig in Hut und Stiel mit dieser Farbe ist H. glutinipes, aber der hätte beit angewachsene Lamellen. Ich denke das ist ebenfalls noch H. chlorophana der gerne mal mit Orangetönen vorkommt.

    LG Karl

    Hallo Heidi,

    Zu Deinem fraglichen Saftling müsste man zumindest wissen, ob Hut und/oder Stiel schmierig oder schleimig waren.
    Den Goldmistpilz solltest Du mal mit Mycena flavoalba vergleichen.
    Das letzte Bild zeigt eine Galerina, die auf Artebene nur mikroskopisch bestimmbar ist.

    LG Karl

    Nr. 6 hat mir leider nicht den Gefallen getan, im Stielfleisch rosa anzulaufen. Wobei das mit dem Fleisch so eine Sache ist. Das innere des Stiels ist da mit weißer Watte teilweise gefüllt. Aber insgesamt war keine Verfärbung erkennbar.

    Schade, die Anzahl der Telamonien ist aber auch unendlich groß und nach Ansicht der Stielbasis von einem Frk. auf Deinem Bild war ich mir fast sicher. So deutlich wie auf meinem zweiten Bild ist die Färbung allerdings nicht immer oder nur bei frischen Fruchtkörpern.