Beiträge von Karl W

    Nummer 3 ist spannend - das schaut nach Xerocomus silwoodensis aus, was ein schöner Fund wäre. Standen da Pappeln?

    Hi, das war auch mein erster Gedanke, da es kürzlich einen Fund in NRW gab. Gegen Xerocomus silwoodensis spricht das fehlende Gilben im Hutfleisch, aber vielleicht hat Kräuter Hannes das ja kurz nach dem Anschnitt noch gesehen. Beim Trocknen soll es sich noch verstärken und klar Pappel scheint bisher der obligate Partner zu sein.

    Das Bild wurde mir von dem NRW-Fund zugeschickt


    LG Karl

    Moin, seltsam Aretah. Ich habe H. acutoconica in diesem Jahr an insgesamt vier Standorten jeweils mehrere Exemplare gefunden. Darunter sind zwei Standorte, die definitiv nicht basisch, weil sie auf Wiesen (mitten im Fichtenwald) wachsen. Scheinbar habe die ein gutes Jahr.

    Hallo Claudia,

    bei uns finde ich in diesem Jahr nur kleine Grüppchen, weil es zu wenig geregnet hat. In guten Jahren bildet die Art allerdings Teppiche auf sauren Sandböden.


    LG Karl

    Gratulation zum schönen Fund. Soviel ich weiß hat der aber keinen Artrang und wird als Zitronenhütiger Steinpilz (Boletus edulis var. citrinus) geführt da er sich gentechnisch nicht von B. edulis unterscheidet.

    Hallo Jörg,

    im neuen Röhrlingsbuch von Mikšik lese ich soeben, dass Vassilkov schon 1966 Boletus edulis f. citrinus draus gemacht hat :giggle:

    Ich hatte 2014 das Glück ihn mal frisch zu finden.


    LG Karl

    Hallo Jan-Arne,

    H. sciophanus ist ein uralter Fries´scher Name, der inzwischen als Gliophorus sciophanus (Fr.) Herink 1958 auf die europäischen Funde angewendet werden sollte.
    Synonym ist Gliophorus perplexus ss. auct. europ.


    Gliophorus europerplexus hat keinen Deutschen Namen, weil es noch keinen Nachweis in Deutschland gibt. Im übrigen finde ich den Namen für diese neue Art total daneben.
    Irrtümlicherweise wurde der Name dadurch in Mykis vorübergehend auf Gliophorus perplexus ss. auct. europ. angewendet.

    Es mag natürlich sein, dass sich unter den heute als G. sciophanus (Ziegelbrauner Saftling) kartierten Funde welche von G. europerplexus verbergen.

    LG Karl

    ist es richtig, dass S. queletti bei Berührung an Hut und Stiel

    nicht blaut und an der Röhrenmündung nur sehr schwach reagiert?

    LG Rainer

    Hallo Rainer,

    das kann ich absolut nicht bestätigen. Ich habe Funde die zumindest auf Hut und Röhren stark blauen. Möglicherweise schwankt das je nach Alter und Witterung etwas.

    LG Karl

    das ist mal wieder eine Pracht. Jetzt weiß ich endlich wie die erwachsen aussehen. Meine vom letzten Donnerstag sahen ja leider so aus.


    Hallo Jörg,

    hast Du den Geruch nach Liebstöckel wahrgenommen? Bei meinen war es eindeutig.

    LG Karl

    Hallo Frank,

    mit den Satansröhrlingen ist es hier ähnlich wie bei Dir. Netzstieleige Hexenröhrlinge und Wurzelnde Bitterröhrlinge ploppen seit gut einer Woche in Massen aus dem Boden und sind teilweise durch. Hemileccinum impolitum war seit drei Jahren mal wieder da und das sehr zahlreich was auch für Glattstielige Hexenröhrlinge gilt. Alle Funde aus Parks mit ältem Baumbestand. Momentab trocknet der Wind alles aus und ich rechne kaum noch mit Nachschub.
    Ich hoffe es geht Dir besser.

    LG Karl

    Hallo Cornelius,

    bei dir ist ja richtig was los. Die hübsche Koralle kann wie Andy schon schrieb Ramaria subbotrytis sein (ohne Schnallen). Seit ich die Teile mikroskopiere finde ich im Kalk-Buchenwald häufiger Ramaria ruberipermanens mit Schnallen.

    LG Karl

    Hallo Eddi,

    die Guajakreaktion ist mit frischer Lösung bei R. aeruginea auf Stiel und Lamellen schnell positiv.
    Vergleiche mal mit R. parazurea. Die KOH-Reaktion auf dem Hut habe ich alerdings bei R. parazurea nie geteste.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    dieser als Rote Liste 1 eingestufte Röhrling ist mir einen eigenen Beitrag wert.

    Le Gals Purpurröhrling (Rubroboletus legaliae)

    Besser kann ein Tag nicht beginnen. Schnappatmung beim ersten Anblick und dann begann eine ausgiebige Fotosession. Irgenwann wusste man nicht mehr, welches Exemplar man schon fotografiert hatte :) . Hier einige Eindrücke.






















    LG Karl

    Hallo Jörg,

    Nr. 1 ist keinesfall der Kirschrote. Der ist kräftiger und hat keinen gerieften Hut. H. miniata kann man wegen der Riefund m. E. auch ausschließen. H. miniata ist absolut außerdem trocken und der Hut mit feinsten Schüppchen besetzt.

    Ich denke 1 + 2 sind H. insipida in unterschiedlichem Alter.

    LG Karl


    Gymnopus fuscopurpureus habe ich noch nie gesehen und deine Exemplare hätte ich wohl für G. luxurians gehalten (weil sehr helle Lamellen). Laut Karin Montag verfärbt sich die Trama mit Laugen grün. Hast du das zufällig getestet?

    Hallo Emil,

    laut Antonin & Noordeloos tritt die Grünfärbungmit Alkali bei beiden Arten auf. Die Unterscheidung gelingt über HDS und Sporengröße. Hinzu kommt, dass die Fruchtkörper nur bis 25 mm Durchmesser hatten und da fängt G. luxurians nicht mal an.

    LG Karl

    Hallo Karl,


    das sind wie immer von Dir eindrucksvolle Kollektionen. Der zweite WuBi sieht schon etwas gewöhnungsbedürftig aus. So langhalsig und schmalbrüstig kenne ich den nicht.

    Hallo Jörg,

    der stand in einem dichten Gebüsch halb von Laub bedeckt. Ich habe den auch noch nicht so gesehen, aber nach dem Foto durchgeschnitten (deutlich blauend) und Geschmack geprüf (bitter).

    LG Karl

    Zu Lactifluus oedematopus: Wir hatten den hier vor zwei Jahren auch, mit diesen kurzen Haaren.

    Nur aus Interesse haben wir ihn sequenziert, und es war dann doch ein normaler volemus.

    Dieses Trennungsmerkmal scheint nicht so zuverlässig zu sein...

    Das muss natürlich nicht heissen, dass ihr ihn falsch bestimmt habt - aber eine Sequenzierung zur Absicherung würde sich anbieten.



    Hallo Raphael, danke für die interessante Information


    Wunderschöne Funde! All die Röhrlinge fehlen leider in meiner Region.

    Nach einer so langemn Durststrecke waren die für mich auch toll, aber vieles was Du findest werde ich wohl nie zu sehen bekommen. Mein persönliches Highlight war übrigens die Gruppen von Gymnopus fuscopurpureus. Den hatte ich bisher nur einmal überständig mit leichten Restzweifeln an der Bestimmund und einmal ein Einzelexemplar.

    LG Karl

    Hallo zsammen,


    29.07.25 auf zwei Friedhöfen in Mönchengladbach und Krefeld


    Ein Brätling, den coprinusspezi schon 10 Tage vorher gefunden hatte.https://www.bender-coprinus.de…ctifluus_oedematopus.html

    Nach Pilze Deutschland ist das der erste Fund aus dem L. volemus agg. für den gesamten Nierderrhein.


    Lactifluus oedematopus


    Durch kurze 30 – 45 µm lange, Haare in der Hutdeckschicht von anderen Arten getrennt.


    Die ersten Nelkenschwindlinge (Marasmius oreades)


    Wesentlich rarer ist da schon der Purpurbraune Rübling (Gymnopus fuscopurpureus)
    Gymnopus luxurians (Üppiger Rübling) ohne sichtbare Verbindung zu Holz und nur 25 mm Hutdurchmesser



    Nach 16 Neubeschreibungen in jüngster Zeit der einzige noch einfach zu bestimmende Samtritterling.


    Schwärzender Samtritterling (Dermoloma magicum)


    Noch winzig aber schon erkennbar, ich werde die Fundstelle aber später nochmal aufsuchen

    Rötender Wirrling (Abortiporus biennis)


    Reichlich erschien schon der Stattlicher Kegel-Saftling (Hygrocybe conica f. pseudoconica)


    jung


    alt


    und eine Familie


    Vereinzelt war schon der Schleimfuß-Safting (Hygrocybe glutinipes) zu finden


    An einem Stumpf wuchsen hübsche Exemplare vom Harzigen Lackporling (Ganoderma resinaceum)


    Der Anfang war gemacht und die Niederschlagsmengen machten Hoffnung auf mehr


    30.07.25 Zeit für einen Besuch auf einer Lindenallee und einem kleinen Park mit Linden. Die Netzhexen waren regelrecht explodiert und ich habe wieder viel zu viele Bilder gemacht


    Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus) von jung


    bis ausgewachsen

    Damit es nicht ausartet weitere in einer Collage


    Weiter ging es in meinen Hauswald mit einer Fortsetzung am 31.07.25


    Viele Filzröhrlinge waren schon von Schimmel befallen, aber in einer Ecke standen unversehrte Exemplare im Rasen unter einer Eiche


    Eichen-Filzröhrling (Hortiboletus engelei) mit orangenen Pünktchen in der Stielbaisi




    An der gleichen Eiche: Spindeliger Rübling (Gymnopus fusipes)


    Der Runzelige Ackerling (Agrocybe rivulosa) schob frische Exemplare nach


    Auf dem gleichen Häckelhaufen breitete sich die Rötliche Lohblüte (Fuligo rufa) aus


    Viele Pilze zwängten sich geradezu aus dem durch die lange Trockenheit noch harten Boden und waren verdreckt oder beschädigt. Oft war nur ein halber Hut zu sehen und der Rest war abgebrochen und steckte im Boden. Dadurch blieben z. b. diverse Täublinge ohne Foto. Zu erwähnen sind R. cuprea, cyanoxantha, parazurea, recondita und solaris, aber einige sahen passabel aus.


    Grüngefelderter Täubling (Russula virescens)



    Gilbender Speitäubling (Russula luteotacta)


    Mehlräsling (Clitopilus prunulus agg.) war extrem häufig


    So helle Pfifferlinge ohne Trockenschaden hatte ich in meinem Hauswald noch nie gesehen, aber diese waren taufrisch.
    Geht man nach Olariaga et al. (2016) handelt es sich um Cantharellus pallens.



    Weiter geht es mit richtigen Pilzen. (Scherzhafte Definition von Rainer: Sie besitzen Röhren und erreichen im Alter ein Gewicht von mehr als 500 g )


    Netzstielige Hexenröhrlinge gab es ähnlich zahlreich wie ober gezeigt aber das war nicht das Ende.


    Wurzelnder Bitteröhrling (Caloboletus radicans) meistens noch klein




    Erste Sommersteinpilze (Boletus aestivalis = reticulatus)



    Anhängselröhrling (Butyriboletus appendiculatus)


    Vor gut einer Woche hatte ich mich schon über einen kleinen Fahlen Röhrling gefreut, der einige Jahre ausgeblieben war. Jetzt holt er wohl die Zeit nach.


    Fahler Röhrling (Hemileccinum impolitum) Rote Liste 3, ohne Schneckenfraß Rote Liste 1







    Zum guten Schluss der Satansröhrling (Rubroboletus satanas) der noch in den Kinderschuhen steckt




    LG Karl

    Das scheint mir nach dem Muster auf der Unterseite der bei uns recht häufig vorkommende Hauhechel-Bläuling zu sein, den wir die Tage auch hatten, zusammen mit einigen anderen Seltenheiten.

    Hallo Sebastian,

    die Gottesanbeterin würde ich auch gerne mal vor die Linse bekommen.

    Die Bestimmung Silbergrünen Bläulings wurde von zwei Experten bestätigt. Ich hätte die auch verwechselt.

    Beim Hauhechel-Bläuling ist der Mittelfleck auf der Flügelunterseite schwarz ausgefüllt. https://lepiforum.de/lepiwiki_…mmatus_Icarus&revision=78

    Beim Silbergrünen Bläuling sieht es so aus wie auf meinem Bild https://lepiforum.org/wiki/page/Lysandra_coridon

    LG Karl

    PS Viel Erfolg in der Eifel. Ich bleibe momentan in heimischen Gefilden aber dazu folgt später noch ein Bericht.