Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    hier hat sich beim Sequenzieren Butyriboletus roseogriseus bestätigt, den ich trotz des demolierten Fruchtkörpers nach erneuter Literaturrecherche eigentlich auch makroskopisch als einzigen Kandidaten gesehen habe. Die rosagrauen Töne auf dem Hut und das starke Blauen, sowie der Standort im Kalknadelwald bei Tanne (Habitat und auch Begleitpilze sehr ähnlich der Originalbeschreibung) lassen hier glaube ich nichts anderes zu. Das sollte der Erstnachweis für Baden-Württemberg sein, wobei ich mich ehrlich gesagt wundern würde, wenn der nicht auch im Schwarzwald zu finden wäre.

    Viele Grüße

    Hallo Schrunz,

    Glückwunsch zu Deinem Fund. Standort im Kalknadelwald bei Tanne ist inzwischen allerdings kein Kriterium mehr, auch wenn die meisten Funde in D bei Tanne gemedet wurden. Wir kennen die Art seit 2017 im reinen Kalkbuchenwald in der Eifel und finden sie dort regelmäßig. Da es sich augenscheinlich immer noch um die einzigen Funde ohne Anwesenheit von Nadelbäumen handelte, habe ich Exemplare von 2023 genetisch bestätigen lassen. Michal Mikšík (2025) erwähnt auch Funde bei Fichte.

    LG Karl

    Hallo Rainer, magicman

    ich habe die beiden zugeschickten Funde unter das scharfe Glas gelegt. Die Poronia hatte zwar nur sehr wenige reife Perithecien, die kaum aus dem Frk. herausragten, aber nach mehreren Querschnitten würde ich fündig. Reife Sporen lagen im Mittel bei 20,5 x 11 mµ und damit im Bereich der in der Literatur angegebenen und aus Eigenfunden im Depot bekannten Maße für Poronia punctata. Die Maße von Poronia erici liegen mit {22)25- 32(33 ,5) x 14- 19 μm deutlich darüber.

    Bei dem kleinen Becherling komme ich zu Peziza fimeti. Die Sporen lagen zwar mit durchschnittlich 19 x 10 mµ im unteren Bereich der für die Art angegebene Maße, aber mit glatten Sporen und mitlerer Textura globulosa kommt auf Pferdedung keine andere Art in Betracht. RE: Welche Peziza? Peziza fimeti

    LG Karl

    ja ich dachte auch dass das blaue Velum und die Hutfarben recht typisch sind, allerdings hatte ich die Art leider noch nie.


    Die Schleiereule hat weißes Velum. Da schimmert allenfalls die Hutfarbe durch.

    LG Karl

    vielen Dank.

    Ich freue mich sehr darüber, auch weil es ein Erstfund für NRW ist :)


    Hallo Thorben thorben96 und Frank Tomentella

    Vielen Dank danke für die Info und Bestimmung. Ich nehme den Fund in meine Depotliste und in Mykis auf.
    Ich habe eine Meldung von Pseudotomentella tristis agg. aus dem Brachter Wald vom 28.10.2008 auf stark zersetztem Pappelast. leg. Bender, Hans / det. Dämmrich, Frank. Möglicherweise handelt es sich ebenfalls um P. media.

    LG Karl

    Ich nochmal:
    Gymnopus fuscopurpureus habe ich noch nie gesehen und deine Exemplare hätte ich wohl für G. luxurians gehalten (weil sehr helle Lamellen). Laut Karin Montag verfärbt sich die Trama mit Laugen grün. Hast du das zufällig getestet?

    Viele Grüße

    Emil

    Hallo Emil,

    ich habe an gleicher Stelle nochmals drei kleine Fruchtkörper gefunden (20 mm Hutdurchmesser) und die Huthaut sehr sorgfältig mikroskopiert. Ich fand lediglich liegende, mehr oder weniger zylindrische, häufig inkrustierte Hyphen und keine Dryophila-Struktur. Sporen bis 9,5 mµ sind zwar etwas kleiner als für G. luxurians angegeben, aber oberhalb der für G. fuscopurpureus angegebenen Größe. Optischer Eindruck und Summe aller Merkmale sprechen für G. luxurians. Ich werde die Funddokumentation mal an Machiel Noordeloos schicken.

    LG Karl

    hallo,

    diese Art und C. cinerea wird in youtube videos als Speisepilz gelobt, in der Positivliste der DGfM ist keine Clavulinaart aufgeführt.

    Hat jemand schon mal probiert?

    LG Peter

    Manche Leute fressen einfach alles. Schade, dass es keine Negativliste der youtuber gibt ^^ .Hast Du einen Link dazu?

    LG Karl

    Hallo Oliver,

    Bei Melanoleuca polioleuca agg. liegst Du ebenso richtig, wie bei E. conferendum.

    Bei 1 und 2 sehe ich C. pratensis. Die erscheinen bei mir auf dem Friedhof seit Wochen in immer neuen Schüben und ich konnte mir einen guten Überblick in allen Altersstadien verschaffen.

    LG Karl

    Hi,

    ich werde es schaffen und kann einiges aus 5 Kategorien zeigen. (hübsch, selten, hübsch und selten, hübsch aber banal oder banal :) )

    LG Karl

    Vom letzten Wochenende ein wahres Monster des Mennigroten Saftling (Hygrocybe miniata)

    Hut 70 mm, Stiel 70 x 10 mm
    Literaturangaben:

    123pilzsuche.de Hut 10 - 30 (40) mm, Stiel 10 - 30 (35) x 2 - 3 (5) mm

    Candusso Hut 15 - 30 (40) mm, Stiel 25 - 40 (50) x (1) 2 - 5 (7)
    Boertmann Hut 6 - 50 mm, Stiel 20 - 50 x 2 - 5 mm

    Ludwig Hut 7 - 27 (50) mm, Stiel 22 - 75 x 2 - 4 mm (apical)



    LG Karl

    Hallo zusammen,

    beim Pilzworkshop des LWL-Museum für Naturkunde am Großen Heiligen Meer wurde eine sehr seltene Art wiedergefunden, die mir einen Einzelbeitrag wert ist. Bisher gibt es auf https://www.pilze-deutschland.…ma-lilacipes-harmaja-1978 nur sechs Fundmeldungen. Die Art wurde uns von AlexanderK 2019 auf der Boletus-Tagung gezeigt und 2021 tauchte sie erstmal am Heiligen Meer auf. In den Folgejahren blieb sie trotz intensiver Nachsuche verschwunden aber in diesem Jahr gab es sehr reiche Vorkommen.

    Lilastieliger Körnchenschirmling (Cystoderma lilacipes) 14.11.25



    Am nächsten Tag immer noch leicht verregnet





    Tanja fügte dann noch den häufigen Amiant-Körnchenschirmling (Cystoderma amianthinum) hinzu


    Abgetrocknete Fruchtkörper einen Tag später




    LG Karl

    Das liegt daran, dass zumeist Gamundia striatula kartiert wurde, das ist aber eine Art, die in der Nadelstreu wächst.

    G. xerophila ist mit Pelteriga in Magerwiesen-Offenlandschaften anzutreffen, zumal die Art erst vor 25 Jahren beschrieben wurde als Fayodia xerophila Luthi & Röllin 2000.

    Hallo Harald

    von 32 in NRW kartierten Funden, ließen sich 22 nachträglich in G. xerophila ändern, da der Wirt (Peltigera) bekannt war. Nur 5 Funde sind sichere G. striatula in Nadelstreu usw. und 5 Altfunde sind unklar bzw. G. striatula s. l.

    LG Karl

    Der linke FK war leider nicht sehr sporulierfreudig. Ich habe lediglich 4 Sporen im Abwurf finden können, alle hyalin (unreif?) zwischen 90-100um ohne Septierung.


    Schau doch in das paper, die Sporen von G. fallax sind im Abwurf immer hyalin und ohne Septen.

    LG Karl

    kanst Du bitte schreiben, wie man bei den Geoglossums Sporenabwürfe macht? Das weiß ich nämlich nicht. Es interessiert mich aber sehr. Weil ich auch eine Fundstelle dazu habe.

    Hallo Bläuling,

    Fruchtkörper auf einen Objektträger legen und mit einem flachen Deckel abdecken. Man kann auch noch die Enden auf Stücke von einem Streichholz oder Zahnstocher legen, ist aber nicht zwingend nötig.

    LG Karl