Beiträge von Karl W

    Das scheint mir nach dem Muster auf der Unterseite der bei uns recht häufig vorkommende Hauhechel-Bläuling zu sein, den wir die Tage auch hatten, zusammen mit einigen anderen Seltenheiten.

    Hallo Sebastian,

    die Gottesanbeterin würde ich auch gerne mal vor die Linse bekommen.

    Die Bestimmung Silbergrünen Bläulings wurde von zwei Experten bestätigt. Ich hätte die auch verwechselt.

    Beim Hauhechel-Bläuling ist der Mittelfleck auf der Flügelunterseite schwarz ausgefüllt. https://lepiforum.de/lepiwiki_…mmatus_Icarus&revision=78

    Beim Silbergrünen Bläuling sieht es so aus wie auf meinem Bild https://lepiforum.org/wiki/page/Lysandra_coridon

    LG Karl

    PS Viel Erfolg in der Eifel. Ich bleibe momentan in heimischen Gefilden aber dazu folgt später noch ein Bericht.

    GriasDi Karl,

    das ist ja interessant, da der Schwefelporling doch meist schon als Wundparasit an lebenden Bäumen sein zerstörerisches Werk beginnt. Dass er hier erst an dem Stumpf und erst nach 20 Jahren aufgetaucht ist, find ich zumindest bemerkenswert.

    Hallo Werner,
    ich habe ja auch meinen Augen nicht trauen wollen und geprüft, ob es sich wirklich um den gleichen Stumpf handelt. Es gibt tatsächlich keinen Zweifel, wobei ich zumindest nach Überprüfung diverser Bilder für die ersten 16 Jahre garantieren kann und einen weiteren Stumpf gibt es in der Ecke nicht

    LG Karl

    ich bin heute mit dabei und kann euch mit vielen schönen Großpilzen nerven :ghurra: .

    Jörg reiß dich zusammen, sonst zeige ich die alle einzeln und das ist nur ein Teil von heute Vormittag. :D


    LG und bis Später

    Vielen Lieben Dank Karl für die schöne Dokumentation. Erlengrübling (Gyrodon lividus) sind ziemlich rar geworden durch das fehlen von Erlen (Alnus).

    Der Schachbrett-Falter ist ja genial, man sieht auf einigen Felder sogar paar Figuren.


    LG Andy

    Hallo Andy,

    ich kenne auch nur noch sehr wenige Fundstellen vom Erlengrübling.

    Den Schachbrett-Falter habe ich um 7:35 aufgenommen. Da sitzen die Falter noch recht unbeweglich auf Ihren Schlafplätzen. Eine Woche zuvor um 7:17 konnte ich zwei Silbergrüne Bläulinge ablichten, die noch mit Tautropfen geschmückt sind.


    LG Karl

    Ein wirklich schönes Exemplar. Ich vermute, dass dem Substrat , auf dem dieser Laetiporus wächst, ein alter Nadelbaumstumpf ist. Allen Vermutungen zufolge könnte es sich bei diesem Pilz um einen Laetiporus montanus handeln.


    Link unten zu Vergleichen mit L. montanus


    https://www.biolib.cz/en/taxon…01/?taxonid=180476&type=1

    Hallo beli,

    danke für den Hinweis auf L. montanus. Ich habe erst vor einem Jahr von der Art gehört, als bei unserem Vereinstreffen Bilder aus dem Engadin gezeigt wurde.
    Der Stumpf ist von einer alten Eiche, die wegen des Befalls mit Ganoderma resinaceum im Jahr 2005 gefällt wurde. G. resinaceum erschien dann noch über mehrere Jahre.

    Ganoderma resinaceum Krefeld Stadtwald 27.07.09


    Zwischenzeitlich waren auch mal Ganoderma applanatum, Tintlinge und Mycena galericulata dran. Der Schwefelorling erschien erstmals in diesem Jahr, also an einem 20 Jahre alten Stumpf

    LG Karl

    Hallo zusammen,


    nach langer Trockenheit hatte es endlich hier und da geregnet und mit vorsichtigem Optimismus ging es hinaus in die Natur. In meinem Hauswald war am Dienstag zwar nur wenig los aber gleich der erste Fund freute mich besonders, da die Art seit Sept. 2000 nicht mehr aufgetreten war.


    Fahler Röhrling (Hemileccinum impolitum)


    Einige außergewöhnlich prächtig gefärbte Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus)



    Runzeliger- oder aderiger Ackerling (Agrocybe rivulosa) auf Holzhäcksel




    Ein erster Satansröhrling (Rubroboletus satanas) an bekannter Stelle

    Die Beschädigungen stammen von Brombeerranken unter denen ich das Exemplar herausoperiert habe

    Durchmesser 6 cm, was will ich mal werden?


    Am gleichen, liegenden Stamm sehe ich so aus. Zunderschwamm (Fomes fomentarius)


    Donnerstag entschloss ich mich dann zu einem Besuch im NSG Brachter Wald (Depot), obwohl der Sandboden bereits wieder trocken wurde. Am Straßenrand war durch abflaufendes Wasser die Versorgung mit Feuchtigkeit besser und es zeigten sich mehrfach einige junge Bauchpilze. Die dicke Außenhülle ließ sich abschälen, als ob man ein gekochte Ei pellt, was die Ansprache möglich machte


    Bleigrauer Bovist (Bovista plumbea)



    Ebenfalls mehrfach an Wegrändern der Safrangelbe Saftling (Hygrocybe acutoconica s. str.)


    Es folgte eine lange Durststrecke und andere Motive rückten ins Blickfeld


    Extrem häufig im gesamten Gebiet Rotbraunes Ochsenauge (Pyronia tithonus)


    Der Mittlere Sonnentau (Drosera intermedia) mit letzten Blüten.


    Hier nochmal in praller Sonne


    Während ich den Sonnetau aufnahm hörte ich ein Rascheln und zwei Frischlinge marschierten auf mich zu. Zum Glück hat die Bache mich nicht als Bedrohung gesehen und die Viecher sind geflüchtet, aber ich war ziemlich geschockt. Dafür gelang mir wenig später eine Aufnahme aus der Nähe, weil mich liegendes Damwild nicht bemerkt hatte.


    Endlich mal wieder ein Pilz, der mich später etwas Mühe gekostet hat. Hutdurchmesser kaum 1 cm. Der Gedanke an Galerina zerschlug sich beim Anblick der glatten Sporen mit zentralem Porus. Zellige Huthaut, braunes Sporenpulver. Keine kopfigen (lecythiformen) Zystiden damit war auch Conocybe raus und Bolbitius kam makroskopisch nicht in Betracht. Blieb Agrocybe aber A. pusilla kenne ich anders und die Sporen haben keinen Porus. Der Pholiotina-Schlüssel von Hausknecht lieferte einen Neufund für das Gebiet.


    Zwerg-Glockenschüppling (Conocybe mairei)


    Nach inzwischen mehr als vier Stunden in einem schattigen Moosstreifen dann doch noch zwei Hingucker.


    Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica agg.)


    und einer meiner blauen Lieblinge Bläublättriger Zärtling bzw. Rötling (Entoloma chaylybaeum)


    Zum Abschluss der Runde noch zwei Bilder der sehr seltenen Grau-Heide (Erica cinerea) für die das Gebiet bekannt ist.



    Am nächsten Tag fuhr ich zu Rainer, da wir am Samstag in die Eifel wollten und er hatte einen tollen Röhrling für mich.


    Falscher Satansröhrling (Rubroboletus legaliae) von einem neuen Fundort.


    Ein Täubling entpuppte sich nach mikroskopischer Untersuchung als Blaugrüner Reiftäubling (Russula parazurea)


    Der Samstag in der Eifel war ernüchternd. Im ersten Gebiet gab es keine Pilze aber immerhin noch


    Schachbrett-Falter (Melanargia galathea)


    Auf dem Weg in einen Kalk-Laubwald am Rand eines Baches


    Erlengrübling (Gyrodon lividus)


    Auf dem letzten Bild, unter dem rechten Fruchtkörper schon zu sehen, war der Boden übersäht mit

    Falsches Weißes Stängelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus)


    Der Kalk-Laubwald war eine absolute Enttäuschung. Es gab zwar 7 verschiedene Täublinge und 2 Röhlinge aber die waren durch Schneckenfraß total unansehnlich. Überraschend waren dann schon fast unbeschädigter Milch-Brätlinge.

    Endzellen der Hutbekleidung nur bis 50 mµ lang und damit eindeutig. Kurzhaariger Milch-Brätling (Lactifluus oedematopus)


    Immerhin gab es noch ein Rotbraunes Ochsenauge (Pyronia tithonus) diesmal von oben.


    Aus solch einer Situation muss man halt das Beste machen und Zeit zur Bearbeitung gab es bei der geringen Ausbeute ja reichlich.

    Ich hatte mir vom Bachlauf noch einige Erlenkremlinge mitgenommen, die ich nach eingehender Untersuchung und Literaturstudium benenne konnte.


    Erlenkrempling (Paxillus adelphus)


    Am Sonntag noch ein kurzer in meinen Hauswald. Kein Nachschub bei den Röhrlingen aber dafür zwei Arten an morschem Totholz.


    Getigerte Sägeblättling (Lentinus tigrinus)


    Rosablättriger Helmlng (Mycena galericulata) als letztes Bild


    Es kann nur besser (mehr) werden :kaffee:

    LG Karl

    Hallo Bernd,

    bei Subgenus Cyanula gehe ich mit, da augenscheinlich keine Schnallen vorhanden und die Stiele recht glatt sind. Beim Huthautpräparat hast Du keine pigmentierten, erweiterten Endzellen erwischt, obwohl diese mit Sicherheit vorhanden sind. Die siehst Du am Besten, wenn Du ein kleines Fitzelchen aus der Hutmitte abzupfst. Man sieht doch mit bloßem Auge, dass die deutlich pigmentiert sein müssen. Man kann auch nicht erkennen ob Zystiden an der Lamellenschneide vorhanden sind oder fehlen, oder ob neben den Basidien nur Basidiolen vorhanden sind. Sporen musst Du mindestens 20 messen und neben den Maßen auch den Sporenquotienten ermitteln.
    Eine weitergehende Bestimmung ist heutzutage bei Einzelexemplaren aber auch bei Ermittlung aller Merkmale meist nicht möglich. Ich nehme nur noch Material zur Untersuchung mit, wenn ich Kollektionen von jungen und alten Frk. finde.

    LG Karl

    Hallo zusammen


    ich habe schon am gleichen, liegenden Buchenstamm im Sommer Exemplare mit positiver und negativer SV-Reaktion gefunden. Manchmal ist die Reaktion auch nur kurz positiv und verblasst dann wieder. Am einem Exsikkat hingegen war die Reaktion deutlich und bleibend. Möglicherweise ist das der Grund für die widersprüchlichen Angaben.


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    ich habe schon am gleichen, liegenden Buchenstamm im Sommer Exemplare mit positiver und negativer SV-Reaktion gefunden. Manchmal ist die Reaktion auch nur kurz positiv und verblasst dann wieder. Am einem Exsikkat hingegen war die Reaktion deutlich und bleibend. Möglicherweise ist das der Grund für die widersprüchlichen Angaben.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    Rainer hat mir das Material geschickt und ich kann den Rauhstiel - Weichritterling (Melanoleuca verrucipes) bestätigen. (man lernt nie aus ^^)

    Schon ein erster Blick auf ein Lamellenfragment in Melzer´s Reagenz zeigte amyloide, warzige Sporen Sporen


    Etwas mühsamer war die Suche nach den typischen Zystiden, welche sehr spärlich waren und nur wenig aus der Lamellenschneide herausragten. Letzlich hat es geklappt.


    Spaßeshalber habe ich mir noch ein dunkel pigmentiertes Fitzelchen vom Stiel angesehen. Das Pigment ist vakuolär.



    LG Karl

    Hi, ich werde dazu kommen, muss mich aber nach einer Stunde ausblenden. Zeigen kann ich wenige Pilze und diverses Geflügel


    LG Karl

    Was für Ein Elend :D

    Da hat man den halben Garten voll und es sind Keine Phytos an diesem Wirt bekannt. Im nächsten Jahr pflanze ich Phlox :cool:

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    am letzten Donnerstag war ich wieder mal mit Rainer in der Eifel unterwegs und diesmal gab es endlich auch mal einige Pilze zu sehen.

    Ein einsamer Flockenstieliger Hexenröhling (Neoboletus erythropus) machte den Anfang und ließ uns auf mehr hoffen.


    Auf einer Wiese unter Linden sahen wir erste stattliche Netzstielige Hexenröhrlinge (Suillellus luridus) und beim näheren Hinsehen noch etliche kleine. Da es die ersten Exemplare in diesem Jahr waren ein paar Bilder mehr. Reinhenfolge von Daumenenagel- bis Tellergröße










    Mein Highlight des Tages folgte an einem Wegrand unter Buchen. Bisher hatte ich nur eine Aufnahme mit 2 angefressenen Pilzen aus dem Jahr 2016 und freute mich über zwei intakte Fruchtkörper.

    Ziegelroter Risspilz (Inosperma erubescens)


    Meine Begeisterung steigerte sich bei diesem Prachtexemplar


    Rainer war schon einige Meter weiter und rief grinsend "Warum fotografierst Du nicht die Vielen" ^^


    Beim Absuchen eines Kalkbuchenwaldes sah es noch sehr dürftig aus und ein zerfressener Täubling wirkte irgendwie ernüchternd. Dann doch noch eine hübsche Gruppe.

    Grauer Wulstling (Amanita excelsa)


    Auf dem Rückweg zum Auto an bekannter Stelle noch eine Gruppe Hexenröhrlinge. Im Schnitt färbte sich das Hutfleisch rot schlug jedoch sofort in blau um, was man nur fotografisch festhalten kann wenn einer schneidet und der andere sofort mit der Kamera bereit steht. Ob der Varietätsrang berechtigt ist, wird von manchen Autoren bezweifelt.

    Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus var erythroteron)


    Hut und oberer Stielteil frisch angeschnitten


    Hier noch ein besser gelungenes Bild von 2019 vom gleichen Standort


    Noch ein tolles Exemplar vom Ziegelroten Risspilz (Inosperma erubescens)


    Jetzt verdient er seinen deutschen Namen :). Der gleiche Fruchtkörper nach 30 Stunden


    Nachtrag nach 60 Stunden


    Im weiteren Tagesverlauf besuchten wir noch einige Wiesenflächen mit erfreulichen Ergebnissen

    Bienen-Ragwurz (Ophris apifera)


    Fliegen-Ragwurz (Ophris insectifera)


    Ohnsporn oder auch Ohnhorn (Orchis anthropophorum)


    Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum)


    Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)


    Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)


    Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris)


    Weißes Waldvöglein (Cephalantera damsonium)


    Grünliche Waldhyanzynthe (Platanthera chloranta)


    In der gleichen Wiese und beinah übersehen Weiße Waldhyanzynthe (Platanthera bifolia)


    Eine Wiese mit zahreichen Knabenkräutern und Arnika


    Fuchs-Knabenkraut (Dacthylorhiza fuchsii)


    Im Schatten noch ein frischen Exemplar von Arnika (Arnica montana)


    Unauffällig im Gras versteckt die Weiße Höswurz (Pseudoorchis albida)


    Bei böigem Wind war Geduld gerfragt, um die kaum 2 mm großen Einzelblüten aus der Nähe zu zeigen


    Ein wunderbarer Tag ging zu Ende

    LG Karl

    R. parazurea kommt da in dem Wald vor, den hatte ich mehrfach.

    Kann der auch rosalich überhauchte Stiele haben und rosalich violette Farbtöne unter der Huthaut?


    Hallo Daniel,

    sorry den Text hatte ich nicht gelesen, da die Fruchtkörper auf den beiden ersten Bildern so vollständig bereift wirken, dass für mich nur R. parazurea in Betracht kam und die Hufarben passen ebenfalls. Rosalich überhauchte Stiele können bei fast allen Griseine gelegentlich vorkommen.
    Violette Farben unter der Huthaut kenne ich bei R. parazurea allerdings nicht.

    LG Karl