Hallo Till
Manfred Meusers aus Meerbusch
Geburtstag: 06.04.1942
Todestag: 01.09.2017
LG Karl
Beiträge von Karl W
-
-
Die Exidia an Weide sollte E. recisa, der Kreiseldrüsling, sein.
Danke Werner
Du hast natürlich völlig recht und ich hab´s gerade noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel korrigiert.
LG Karl -
Liebe Pilzfreunde,
seit einigen Tagen hatten wir das Wetter beobachtet und letztlich das geringste Übel gewählt. Sturmböen, schlechte Lichtverhältnisse durch tiefhängende graue Wolken, aber zumindest Temperaturen im Plusbereich und weitgehend trocken. Da selbst starke Äste oder alternativ Kamera mit Stativ im Wind schwankten, waren bei manche Motiven keine gescheiten Bilder möglich wie bei dieser Trollhand.
Besser war es an stärkeren Stämmen oder in Bodennähe
Rosa Köpfchenflechte (Dibaeis baeomyces)
Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans)
Zwar kein Stiel zu sehen aber es ist trotzdem der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina)
Kreisel-Drüsling (Exidia recisa) Danke Werner!Besonders gefreut hat uns der Fund des Weiden-Büschelbecherlings (Encoelia fimbriata) auf einem am Boden liegenden Zweig
Inzwischen waren wir weit ins Reich der Trolle vorgedrungen und auch bei 80% Ausschuss waren wir mit der Ausbeute hoch zufrieden
Trollhand oder auch Weiden-Scheinflechtenpilz (Hypocreopsis lichenoides)Bisher war ich mir nie sicher, ob der Pilz auch mehrjährig vokommen kann aber das nächste Bild läßt keinen Zweifel
Ich wünsche allen Pilzfreunden einen guten Übergang ins Jahr 2023 und hoffe den ein oder anderen gesund wieder zu sehen
LG Karl -
Hallo Renato
Im Pilzkompendium Band 1 ist Dermoloma magicum nicht enthalten, weil die Art erst nach dem Erscheinen beschrieben wurde.
Dermoloma cuneifolium var. punctipes ist eine völlig andere Art.
LG Karl -
Sorry, habe es nicht geschafft. Ich wünsche Euch allen frohe Festtage
LG Karl -
Hallo, Björn!
Danke, das ist interessant. Demnach dürften nämlich die meisten meiner "sericeum - Funde" auch eher zu der Art gehören.
Hallo Pablo,
mit dieser Einschätzug wirst Du wohl richtig liegen und dem stimmen auch M. Noordeloos, Gerhard Wölfel und besonders Kai Reschke zu. Leider ist noch nicht endgültig geklärt, ob die Vokuolen auch bei E. sericeum vorkommen hönnen und früher wenig beachtet wurden, da man meist nur nach inkrustiertem Pigment gesucht hat. An Exiskkaten ist das Merkmal wohl meist nicht mehr feststellbar.
Kennzeichnend für E. vindobonense sind neben der dunklen Farbe auch die späte Erscheinungszeit und die meist glatten Stiele. Es kommen wohl etwas häufiger Sporen mit 6 Ecken vor und die Sporen sollten etwas dickwandiger sein. Die Hutdeckschicht scheint bei E. sericeum etwas komplexer aufgebaut zu sein und die Hyphen der Subkutis sind meist dicker. Leider wurde E. vindobonense auch schon mit überfasertem Stiel gefunden und die Stiele von E. sericeum können zumindest im Alter auch mal fast glatt sein. Es zählt wie so oft die Summer aller Merkmale und es sind bisher sicher nicht alle Kollektionen ohne Sequenzierung sicher bestimbar.
LG Karl -
Hallo Thorben,
der Stiel sollte von Hyphen mit koralloiden Enden bekleidet sein, die auf Deinem Bild ja teilweise erkennbar sind. An der äußersten Stielspitze bei Helmlingen und auch anderen Gattungen findet man gelegentlich hymeniale Elemente und ich meine 2 Kaulobasidien zu erkennen. Wenn derartige Elemente auch in anderen Stielbereichen auftreten sollten, wäre das allerdings merkwürdig.
LG Karl -
Ich schaffe es wohl doch für ein halbes Stündchen

-
Bei mir sieht es zeitmäßig eher schlecht aus auch wenn es im Depot noch gut aussieht-
LG Karl -
Hallo zusammen,
das mit der Namensgebung bei P. myriaspora/myriospora ist ja interessant. Bei pilze-deutschland und im Index Fungorum ist jeweils die Schreibweise P. myriospora verwendet. Dabei wird im IF aber darauf hingewiesen, daß die ursprüngliche Beschreibung der Art als Sordaria myriaspora erfolgte. Jetzt müßte man wohl Latein können um zu entscheiden, ob myriaspora grammatikalisch falsch oder akzeptabel ist...
Björn
Hallo Björn,
damit ist die Frage von nobi_† an mich ja bereits beantwortet und weiter will ich da auch nicht einsteigen
LG Karl -
Hallo Ingo,
danke für die tolle Darstellung Vielleicht finde ich die Art ja dald im Depot
LG Karl -
Hallo Björn
Die Qualität Deiner Mikrobilder ist wie immer beneidenswert gut. Bei Podospora myriaspora solltest Du noch das a gegen ein o austauschen. Ich hatte mich nach Textsuche schon über eine neue Art im Depot gefreut.
LG Karl -
Ich kann noch nette Pilze von November zeigen
LG Karl -
Hallo Reinhard,
im Horak sind nur zwei Schlüssel, die was taugen. Conocybe und Naucoria. Der Moser ist in vielen Gattungen total veraltet oder sogar falsch.
LG Karl -
Hallo Oliver,
stehtbei dem Link http://www.bender-coprinus.de/…_russula_roseocremea.html
R. exalbicans hat dunkleres SPP, ist weniger scharf, im Alter grauen die Stiele meist und in der Hutmitte hat man dann auch oft schwache olivliche Töne.
LG Karl -
Alles anzeigen
Hallo Karl,
die Originalbeschreibung besitzt keine Mikrozeichnungen? Das ist echt ungewöhnlich.
Ist der oben beschriebene Fund ein Erstnachweis für Deutschland?
Grüße
Oliver
Hallo Oliver
Bei zahllosen Originaldiagnosen aus fast allen Gattungen sind die Mikros nur beschrieben, aber nicht gezeichnet.Die Art ist häufig und wahrscheinlich auch weit verbreitet, nur noch nicht auf Pilze Deutschland hochgeladen.
LG Karl -
http://www.bender-coprinus.de/…_russula_roseocremea.html
Scheint 2011 beschrieben worden zu sein. Vielleicht kann Karl noch mehr dazu sagen.
Hallo Oliver,
die Originalbeschreibung ist ohne Mikrozeichnungen veröffentlicht worden. Was möchtest Du denn wissen, das nicht auf der verlinkten Seite steht?
LG Karl -
Es ist komisch, bei uns hat es trotz optimalen Bedingungen (feucht, kein Frost) fast nichts auf den Wiesen.
Hallo Markus,
es ist in diesem Jahr auch bei uns merkwürdig. Sehr gute Saftlingswiesen bringen fast nichts, andere quellen über. Eindeutig ist zumindest, dass kurzgrasige sonnen- und windexponierte Wiesen eher schlecht sind.
LG Karl -
Gibt es auch Zahlen, wie viele Kilogramm Dung schon aus dem Depot in heimische Wohnzimmer gewandert sind?

Ich habe damals sicherlich nicht mehr als 500 g nach Sachsen ausgeführt. Die tatsächlich im Wohnzimmer landeten, da dort mein Arbeitsplatz ist.Aber vielleicht hat Karl ja Statistik geführt?

Hallo Björn und Nobi
da ich zumindest versuche die Pilze im Depot so serös wie möglich zu bestimmen, werde ich mich bei der Dungmenge nicht auf Schätzungen einlassen
LG Karl -
Hallo Florian,
neben den unpassenden Mikros kommt auch mit der geringen Grüße und den dünnenStielen H. aurantiosplendens kaum in Frage, wie auch das Bild von Claudia zeigt. Ich räume natürlich ein, dass meine Kollektion nicht gerade typisch ist und ich trotz des dicht zusammenstehenden Wachstum auch eine Mischkollektion nicht ausschließen wollte.
Ich habe von den beiden oberen und den liegenden Frk Sporenabwürfe mit einheitlich typischen schlanken, teilweise eingeschnürten Sporen erhalten. Die Länge der Hyphen in der Lamellentrama habe ich mir bei dem großen und dem linken liegenden Frk. (wegen der Lamellenfarbe) angesehen und Elemente bis max. 200 mµ gefunden.
Zu Deinem Fund kann ich nur sagen, dass ich bis hin zu weiß ausgeblasste Frk. schon häufig gesehen aber nur einmal fotografiert habe
Orangfarbige Frk. sind mir auch schon begegnet
und das radiale Abtrockenen wie auf Deinem Bild ebenfalls.
Was anderes als H. coocinea fält mir daher nicht ein.
LG Karl -
Hallo Nobi
Zu Bestimmung kann ich leider nichts beitragen, habe jedoch einige Zahlen, die Dich interessieren könnten.
Obligat coprophile Pilze im Depot:
Vom 01.04.2000 bis 19.10. 2012 wurden nur 12 Arten erfasst
Nach Deinem Besuch am 20./21.10. 2012 waren es dann 75 Arten.
Dein Besuch hat aber weitreichendere Auswirkungen gehabt, da erst danach systematisch und auch in Kultur diese Pilze bearbeitet wurden,
Hans coprinusspezi hat den größten Anteil gefolgt von Ralf Rada und auch Björn boccaccio war schon erfolgreich.
Inzwischen liegt die Zahl der obligat coprophilen bereits bei 123 Arten. Hinzu kommen noch etwa 60 Arten, die nicht ausschließlich auf Dung vorkommen können.
LG Karl -
Hallo Björn,
so schön Deine Bilder vom Grünling und den Papageien auch sein mögen, lösche doch mal die Doppelten
4. Entoloma sp. hätte ich früher als E. sericeum var. cinereoapacum bezeichnet. Die Art wurde dann zu E. terreum gestellt und in der FE 5b heißt sie jetzt Entoloma ortonii. Typisch sind die pruinosen Hüte, die Grautöne und die stark überfaserten Stiele laut einem Kommentar von Machiel zu der Art. Stelle die doch mal in die FB Entoloma Gruppe.
5. Entoloma sp. Nach allem was ich bisher gehört bzw. gelesen habe und aus eigener Anschauung bin ich hier bei Entoloma vindobonense. Relativ glatte Stiele und ein gewisser Anteil an secheckigen Sporen sprechen jedenfalls dafür. Zukünftig sollte man mal auf kleine pigmentierte Vakuolen in der Hutahut achten. Leider ist diese Merkmal nur bei Frischmaterial zu sehen und noch nicht ausreichen verifiziert.
7. Entoloma sp. Sporen und HDS deuten ebenfalls auf E. vindobonense und der Stiel ist unter dem Reif völlig glatt. In FE 5b ist ein sehr ähnliches Bild von Kai Reschke und möglicherweise muss man noch zwischen bereift und fein fibrillose unterscheiden.
LG Karl -
Hallo Phillip,
auf dem Bild sehen die Lamellen eher breit angewachsen aus. In Verbindung mit Sporenpulverfarbe,Größe und sonstigen Merkmalen, kann ich mir C. phyllophila gut vorstellen.
LG Karl -
Liebe Pilzfreunde
Am letzten Samstag ging es wohl zum letzten Mal in diesem Jahr in die Eifel und natürlich war Rainer mit seinen genialen Ortskenntnissen wieder dabei. Gut gelaunt bogen wir bei ca. 9°C in ein Tal ab und waren sicher dem ersten Nachtfrost ein Schnippchen schlagen zu können. Fünf Minuten später und ca. 60 Meter tiefer leichtes Entsetzen über Rauhreif am Wegrand und nur noch 1° C, aber es kam noch schlimmer. Kaum eine Minute später am Ziel -2°C und gefrorene Wiesen. 6° Temperaturgefälle auf der Strecke sind uns gut bekannt aber 11 °C ?????????, uns war zum kotzen. Eine sternenklare Nacht und absolute Windstille schienen das Ende einer erfolgreichen Tour zu bedeuten, aber wir versuchten das Beste aus der Situation zu machen.
Die Vermutung den Glänzenden Orangesaftling vor uns zu haben bestätigte sich leider nicht. Langseptierte Hyphen in der Lamellentram schlossen die Art aus und letzlich erwies sich der Fund als ungewöhnlich freudig gefärbter Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana)
Orangefarbiger Ellerling (Cuphophyllus pratensis)
Zahlreiche weitere Arten waren zu sehr geschädigt und wir brachen zu einer günstiger gelegenen Wiese auf. Zwar war auch hier die Temperatur zumindest gegen Morgen unter den Gefrierpunkt gefallen aber es sah schon besser aus.
Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana)
Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea)
Größter Saftling (Hygrocybe punicea) mit hauchdünner Eisschicht
Größter Saftling (Hygrocybe punicea) zwei gut behütete Exemplare in Topzustand
Die nächten Funde ließen jeglichen Frust verfliegen. Der Braungelbe Saftling war bisher in der Eifel nur von drei Funden in wenigen Exemplare bekannt und blieb in den meisten Jahren vollständig aus. Gleich fünf Exempare waren schon toll.
Braungelber Saftling (Hygrocybe spadicea)
Was dann folgte war geradezu eine Foto-Orgie. Insgesamt sicherlich mehr als 100 Fruchtkörper in allen Altersstadien und ich kriegte das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Hier eine Auswahl.
Tatsächlich gab es auch noch frische Nachzügler
Weiter ging die Fahrt zu einer Wiese, die hielt was wir uns davon versprachen
Leicht erkannbar an seinem unverwechselbaren Duft ist der Juchtenellerling (Cuphophyllus russocoriaceus)
Hier dachte ich zunächst kurz an den Weißgelben Helmling (Mycena flavoalba) oder den Mattweißer Rötling (Entoloma sericellum) aber durch die Unterseite war sofort klar auch hier wieder
Juchtenellerling (Cuphophyllus russocoriaceus)
Die geruchlosen Brüder waren ebenfalls nicht weit.
Jungfern- oder auch Glasigweißer Ellerling (Cuphophyllus virgineus)
Orangefarbiger Ellerling (Cuphophyllus pratensis) diesmal ohne Eiskristalle
Papageiensaftling (Gliophorus psittacinus) hier noch unverkennbar
So hatte ich ihn noch nicht: Papageiensaftling (Gliophorus psittacinus)
Bei diesen fehlte selbst der leiseste Grünton an der Stielspitze: Papageiensaftling (Gliophorus psittacinus)
Persönlicher Erstfund: Glänzenden Orangesaftling (Hygrocybe aurantiosplendens)
Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea)
Einer muss der Letzte sein: Größter Saftling (Hygrocybe punicea)
Kleine Überraschung mitten in einer Saftlingwiese ein Einzelexemplar vom
Tintenfisch-Pilz (Clathrus archeri)
Schon fast wieder am Auto entdeckte Rainer noch kleine Becherlinge an einer Stelle die der Lagerung von Holz gedient hatte. Ich wollte schon abwinken und dachte eh wieder nur Peziza varia s. l. aber zum Glück habe ich doch noch ein Exemplar untersucht. Fehlende mittlere textura intricata und absolut glatte Sporen bescherte und beiden einen persönlichen Erstfund zu Abschluss eines tollen Tages.
Vielgestaltiger Becherling (Peziza ampliata)
Diesmal ohne Kontrolle: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. Ich bin müde und muss ins Bett
LG Karl -
