Beiträge von Karl W

    Hallo Bernd,

    ocker finde ich die Art nicht so selten. Die anderen Farben sind m. E. schon abgedeckt.

    LG Karl

    Hallo Claudia,

    die Doku ist doch sehr aussagekräftig und statt Frust und Wutanfällen solltest Du Dich freuen, dass Dir die Variabilität dieses Täublings jetzt bekannt ist. Ich habe früher selber schon 4 komplett unterscheidliche Kollektionen eingesammelt und war felsenfest davon überzeiugt, 4 verschidene Arten vor mir zu haben (leider nur Dias ). Im Lauf der Zeit läßt man sich dann nicht mehr so leicht täuschen, aber ich muss auch nach Jahren immer wieder Exemplare zur Überprüfung mitnehmen, besonders wenn sie nicht im reinen Fichtenwald stehen oder keine "normalen" Exemplare dabei sind wie hier. Möglicherweise möchte Bernd Miggel seine Tabelle noch ergänzen.

    Russula integra


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    nach den Funden im letzten Beitrag Das Depot erwacht war ich heute wieder im Gebiet. Starker Wind und steigende Temperaturen können der Herrlichkeit erfhrungsgemäß schnell ein Ende bereiten und man muss die (noch) guten Bedingungen ausnutzen. Die bereits gezeigten Arten waren in weiten Teilen des Gebiets vertreten, aber es gab auch Neues.

    Bereits in den Vortagen fanden wir immer wieder Marasmiellus tricolor (Dreifarbiger Zwergschirmlingschwindling)
    Die mikroskopische Überprüfeung ergab heute, dass es sich um Marasmiellus tricolor var. graminis handelt


    Kleine Köpfchen, die schon am 01.08. aufgefallen waren hatten sich gut entwickelt
    Lactarius controversus (Rosascheckiger Milchling)


    Hygrocybe helobia (Knoblauch- oder Sumpf-Saftling) war jetzt auch zu finden




    Ein kleiner Schirmling entpuppte sich als Lepiota echinella (Borstiger Schirmling)


    Schon von weitem erkennbar Pholiota flammans (Feuerschüppling)


    Thelephora caryophyllea (Nelkenförmiger Warzenpilz)


    Ältere Exempare von Entoloma chalybaeum (Blaublättriger Zärtling)

    Von blauschwarzen Hüten keine Spur mehr und auch die blaue Stielfarbe geht in grau über. Ohne ein jüngeres Exemplar wäre der Fund kaum noch bestimmbar, was übrigens für alle Leptonien gilt. Bestimmungsversuche ohne komplete Kollektionen von jungen und alten Fruchtkörpern oder gar von Einzelexemplaren muss man als Zeitverschwendung ansehen.


    Der Fund des Tages gelang am Rand eines wassergefüllten Grabens. Die 1564ste Art im Depot
    Xerocomellus ripariellus (Uferrotfüßchen)
    Edit: Nach weitergehenden Erkenntnissen könnte das Xerocomellus fennicus sein. Bevor ich einen möglicherweise ersten Nachweis für Deutschland Propagiere, muss ich den aber noch weiter absichern



    LG Karl

    Hallo Karl,


    danke für deine Ausführung. Mich hat ja vor allem die Größe, vor zwei Jahren sogar 18 cm Hutdurchmesser, gestört.

    Hallo Jörg

    In der Originalbeschreibung wird angegeben Hut: 40–120(–200) mm; Stiel: 40–120×8–30(–50) mm; selten gesamter Stiel netzig

    Hallo zusammen

    Ich habe mal meine eigenen Messungen von luridus und mendax überprüft und tendiere bei der gemessenen Breite klar zu mendax. Zwar stellt man sich unter mendax einen eher kleinen Pilz mit dünnerem Stiel vor, aber ich habe auch schon Abbildungen von kräftigen Exemplaren gesehen. Die Rottöne im Hut sprechen m.E. ebenfalls für mendax.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    seit 2017 gibt es endlich mal wieder einen guten Sommeraspekt im Depot (NSG Brachter Wald) Bei einer Exkursion am 01.08. und einer erneuten am 05.08. mit boccaccio  Ralf Go und zeitweise coprinusspezi , Lucky und ein weiterer Pilzfreund konnten wir 117 Arten feststellen von denen ich einige vorstellen möchte.

    Clavaria fragilis (Wurmförmige Büschelkeule) an etlichen Stellen




    Clavaria amoenoides (Anmutige Büschelkeule) erstmals seit den bisher einzigen Funden 2017 gleich an zwei Stellen






    Auch erste Saftlinge zeigten sich wobei Hygrocybe acutoconica (Safrangelber Saftling) dominierte




    Hygrocybe canharellus (Pfifferlings-Saftling) war auch in höheem Gras noch gut zu entdecken




    Hygrocybe conica (Schwärzender Saftling) als Deko zwischen Heidekraut




    Rötlinge zeigten sich fast an jeder Ecke wie z. B. Entoloma clandestinum (Dickblättriger Glöckling)




    Kopfige Kaulozystiden


    Schnallen an der Basis junger Basidien


    Inkrustiertes Pigment in der Hutdeckschicht


    Leptonien waren ebenfalls am Start, wie hier Entoloma majusculum (in älterer Literatur meist als Entoloma longistriatum)


    Entoloma griseocyaneum (Flockenschuppiger Zärtling)




    Und endlich mal wieder meine blauen Lieblinge in größerer Zahl

    Entoloma porphyrogriseum (Kahlstieliger Porphyr-Zärtling) (in älterer Literatur meist als Entoloma corvinum)






    Entoloma serrulatum (Gesägtblättriger Glöckling) mit schwarzvioletter Lamellenschneide






    Gesägte Lammellenschneiden mit schwarzblauem Pigment




    Entoloma chalybaeum (Blaublättriger Zärtling) in noch nie gesehenen Mengen








    Nach ca. 7 h hatten sogar die Stiefel die blaue Farbe angenommen ^^


    Neben wenigen Filzröhrlingen stellte sich schon Suillus collinitus (Ringloser Butterpilz) ein


    Gehört im Depot einfach dazu Poronia punctata (Punktierte Porenscheide) hier die Nebenfruchtform


    Zum Abschluss noch zwei von 10 Täublingen

    Russula sanguinaria (Blutroter Täubling) ein typischer Kiefernbegleiter mit scharfem Geschmack und häufig Röttönen am Stiel


    Russula roseocremea R. Socha, Hálek & Baier = R. persicina Krombh.
    Eine Art die noch wenig bekannt ist und bei Anwesenheit von Birken für Russula exalbicans (Verblassender Täubling) gehalten werden kann. Der Hut zeigt jedoch neben roten auch blasse cremfarbige Töne und fühlt sich etwas fettig an. Die Guajakreaktion ist im Gegensatz zu R. exalbicans sehr stark, was ein guter Hinweis im Feld ist. Sporenpulver mit IIa-b heller als bei R. exalbicans.
    Bisher bekannte Funde waren meist bei Weide/Pappel, jedoch ist die Ökologie noch nicht hinreichend bekannt.


    War das mal wieder eine Wohltat :kaffee:

    LG Karl

    Hallo Matthaeus

    Schau mal hier nach https://doi.org/10.1007/s11557-020-01606-3

    The two sister clades /cordisporus certainly represent different

    taxa, because the divergence seems to be too high for

    being a single species. It is possible to accept Coprinus

    cardiasporus Bender as a valid taxon. Keirle et al. (2004) have

    studied the complex in detail; there are also two sister clades,

    one of themincluding C. cardiasporus; however, the type was

    not available. At the moment, it can only be stated that the

    genus certainly includes two described species but with high

    probability further species as well.

    LG Karl

    Hallo Andy

    Das Perispor von S. minutella sollte sich bei Erwärmung in Baumwollblau-Milchsäure ablösen.
    Ascilänge 215 - 285 mµ, Sporenquotient 1,5 - 1,85 , ein größerer Teil der Haare ist abgerundet und nicht zugespitzt

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Die Ammoniakreaktion gelingt gut, wenn man ein kleines Lammellenfragment auf einem Objektträger in einen Tropfen konzentrierten Ammoniak bringt und mit einem Deckglas leicht quetscht. Bei einigen Arten sind bereits nach einer Stunde erste Kristallnadeln zu sehen. Im Gegensatz zu älteren Publikationen von Hausknecht ist die Reaktion bei etlichen Arten inkonstant und bei schwacher Reaktion sind Kristalle erst nach einer Nacht im Kühlschrank zu finden, was dann als Schlüsselmerkmal kaum noch brauchbar ist. Arten mit starker Ammoniakreaktion sind nur in der Sektion Conocybe also mit überwiegend lecythiformen Kaulozystiden zu finden.

    NH3 Reaktion + positiv (++ meist stark)
    aurea ++

    brachypodii ++

    dunensis +

    enderlei +

    hololeuca ++

    macrocephala ++

    nigrodisca +

    ochroalbida +

    sabulicola +

    semiglobata +

    subalpina ++

    subovalis ++

    subpallida ++

    tenera ++


    Die Kritalle können bei z. B. C. tenera über Nacht einige mm lang werden und sind dann schon bei 40facher Vergrößerung zu sehen




    LG Karl

    Hallo Thiemo

    das beste Unterscheidungsmerkmal sind die (fast) vollständig fehlenden Chryszystiden auf dem Stiel. Bei P. semglobata ist der Stiel vollständig mit Chrysozystiden bekleidet.
    Zum Standort von P. dorsipora schreibt auch Ludwig schon Dung vom Pferd , seltener Rind oder gedüngte Böden. Der Porus bei Deinem Fund erscheint mir durchaus excentrisch.

    LG Karl

    Hallo Jörg,

    mit diesem kräftigen rot würde ich R. zwarae ausschließen. R. zwarae hat ein eigentümliches trübes rot und die Hüte sind deutlich bereift.




    LG Karl