Hallo Sebastian,
viel Erfolg bei der APV-Tour und schöne weitere Funde
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Lugol wirklich negativ, lieber Karl?
Ich denke, die Lamellen sollten auch auf Druck purpurlich flecken.
Sonst passt eigentlich alles !
Lieber Günter,
vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich habe jetzt bei Tageslicht im Hutfleisch eine eindeutig positive Reaktion mit Lugol. Im Feld hatte Rainer C. subpurpurascens vermutet, aber da fehlte mir das violette Velum am Knollenrand, aber das ist wohl sehr vergägnlich.
LG Karl -
Hi Karl.
Deine Schönfüße wären potentiell auch mal Sequenz-Material, so ungenetzt wie die ausschauen. C. polygonius geistert ja auch seit einiger Zeit rum.
Hallo Schupfi,
danke für den Hinweis. Diesmal habe ich allerdings kein Material mitgenommen, da noch andere Bestimmlinge gab.
LG Karl -
Ich nehme an, du bist in der Kalkeifel unterwegs? Da finden sich auch Stellen mit sauren Böden? Ich habe als Halbwissen, dass es Kalkmulden mit großer Artenvielfalt gibt. Ich wohne in NRW, verrätst du, in welchem Eifelteil du unterwegs warst?
LG Michael
Hallo Michael,
das war in der Vulkaneifel und genauer gesagt in der Salmer Kalkmulde.
LG Karl -
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Hallo Karl,
kein einziger Filzer? Nur so Allerweltskram? Ich bin erschüttert...
Grüße, Jürgen
...P.S.: wollte sagen: fasziniert

Hallo Jürgen,
die Filzröhrlinge waren leider überständig oder von Schimmel befallen. Die Funde sind übrigens aus dem Gebiet welches Du mal besucht hast. Von I. luteocupreus waren nur drei kleine Köpfchen zu sehen, aber das kann sich in den nächsten Tagen ja ändern.
LG Karl
Edit: Jürgen gerade von Rainer erhalten -
Hallo zusammen,
in den letzten Tagen gab es ein Pilzaufkommen in einem unserer Eifelgebiete wie noch nie. Zwar habe ich in den letzten 10 Jahren alle Arten schon gesehen aber nur selten in solchen Mengen und schon garnicht an einem Tag in einem einzigen Gebiet. Nach ersten guten Eindrücken am Montag war der unglaubliche Fortschritt bis Donnerstag kaum zu glauben. Wie immer war natürlich war mein Freund Rainer wieder mit dabei und oft sahen wir uns fast kopfschüttelnd an, wenn wir vor den nächsten Funden standen.
Aureoboletus gentilis (Goldporiger Röhrling) Die Huthaut schmeckt tatsächlich salzig, wie ich endlich mal probiert habe
Boletus aereus (Bronze-Röhrling oder Schwarzhütiger Steinpilz)
Boletus aestivalis = reticulatus (Sommer-Steinpilz)
Boletus edulis (Gemeiner- oder Fichten-Steinpilz) buchstäblich auf Schritt und Tritt
Botyriboletus appendiculatus (Anhängsel-Röhrling)
Botyriboletus fechtneri (Silber-Röhrling)
Botyriboletus fuscoroseus ( Baluender Königsröhrling)
Butyriboletus roseogriseus
Caloboletus calopus (Schönfuß-Rörling)
Gyrodon lividus (Erlen-Grübling)
Imperator luteocupreus (Gelbhütiger Purpur-Röhrling)
Lecinellum pseudoscabrum (Hainbuchen-Rauhfuß)
Leccinum aurantiacum früher quercinum (Laubwald-Rotkappe)
Leccinum crocipodium (Gelbporiger Rauhfuß)
Neoboletus erythropus (Flockenstieliger Hexenröhrling)
Rubroboletus rhodoxanthus (Blasshütiger Purpurröhrling)
Rubroboletus rubrosanguineus (Weinroter Purpurröhrling)
Suilellus luridus (Netzstieliger Hexenröhrling) zwar schubkarrenweise vorhanden, aber aus Zeitgründen nur ein Bild
Suilellus mendax (Kurznetziger Hexenröhrling) Sporenquotient 2,3
Suilellus queletii (Glattstieliger Hexenröhrling)
Teil II mit Blätterpilzen uns Sonstigem folgt, sobald ich Zeit habe
LG Karl -
Eine sehr schöne Gruppe! Hatte er einen Geruch? Also erdig oder nicht?
LG Sebastian
Eher normal malzartig aber schwach
LG Karl -
Lieber Cortinariusexperten,
bei diesem Pilz kome ich zu keinem Ergebnis und bitte um Eure Hilfe.
Standort Kalk-Buchenwald mit vereinzelten Eichen
Velum und Cortina weiß
Stielspitze und Lamellen nur sehr jung mit violetten Tönen
KOH überall negativ, Lugol negativ
Sporen 8 - 9,2 x 4,8 - 5,8 grobwarzig
LG Karl -
Ich schaffe es wohl auch und hätte einige Pilze von Montag aus der Eifel
LG Karl -
Hallo Thorben,
mikroskopisch sieht das schon nach E. chalybaeum aus. Auf Deinem Bild 2 ist m.E. noch ein blaugrau zu erkennen (ich habe in der letzten Woche hunderte Frk. gesehen) aber ohne junge Frk. bleibt eine Unsicherheit. Ich nehme nur noch komplette Kollektionen mit, da es bei vielen Arten zu extremen Veränderungen kommt und auch dann ist es oft noch schwierig.
In der Funga Nordica und in FE 5b wird E. chalybaeum mit braunen Schneiden ausgeschlüsselt, was aber wohl noch korrigiert werden muss. E. chalybaeum kann auch fabrlose Schneiden oder nur partiell blassbraunes Pigment in den Zystiden haben (M. Noordeloos pers. Mitteilung)
Ohne Fungi Europaei 5b kann man übrigens keine Leptonien mehr bestimmen da zahlreiche neue Arten beschrieben wurden und die Auffassung zu manchen Arten sich komplett geändert hat.
Als Anhang zwei Bilder von Entoloma allospermum vom gleichen Tag, wobei diese Art wohl bezüglich rascher Farbänderung im Hut ein Extremfall ist.
Wenn man nur diese Frk. findet, ist eine Bestimmung ohne Sequenzierung schon fast unmöglich, auch wenn sich im linken Frk noch vergehende Blautöne erahnen lassen.
LG Karl -
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Hallo Claudia, hallo Karl,
echt interessant. Die Tabelle würde ich natürlich gerne ergänzen. Welche Hutfarben würdet ihr nach eueren Erfahrungen zuordnen?:
rotbraun, weinrot, braunrot, oliv, ocker ....???
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
ocker finde ich die Art nicht so selten. Die anderen Farben sind m. E. schon abgedeckt.
LG Karl -
Hallo Claudia,
die Doku ist doch sehr aussagekräftig und statt Frust und Wutanfällen solltest Du Dich freuen, dass Dir die Variabilität dieses Täublings jetzt bekannt ist. Ich habe früher selber schon 4 komplett unterscheidliche Kollektionen eingesammelt und war felsenfest davon überzeiugt, 4 verschidene Arten vor mir zu haben (leider nur Dias ). Im Lauf der Zeit läßt man sich dann nicht mehr so leicht täuschen, aber ich muss auch nach Jahren immer wieder Exemplare zur Überprüfung mitnehmen, besonders wenn sie nicht im reinen Fichtenwald stehen oder keine "normalen" Exemplare dabei sind wie hier. Möglicherweise möchte Bernd Miggel seine Tabelle noch ergänzen.
Russula integra
LG Karl -
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.... aber in NRW ist mir kein Fund bekannt.
N'abend Karl,
woran liegt's? Möglicherweise nur unterkartiert?
LG Marcel
Hallo Marcel,
definitiv nicht. In der oben verlinkten Verbreitungskarte siehst Du doch das Areal in dem die Art überwiegend zu finden ist.
LG Karl -
Hallo Claudia,
danke für´s Zeigen. Ich weiß, dass A. regalis in manchen Gegenden ein Massenpilz ist, aber in NRW ist mir kein Fund bekannt.
https://www.pilze-deutschland.…regalis-fr-michael-1896-1
LG Karl -
Hallo Werner,
auch von mir herzlichen Glückwunsch.
GLG Karl -
Hallo Claudia
Vergleiche den Rädchentintling mal mir Parasola schroeteri. Habitat würde passen.
LG Karl -
Marasmiellus tricolor (Dreifarbiger Zwergschirmling)
[Schlaumeiermodus an] Dreifarbiger Zwergschwindling
[Schlaumeiermodus aus]

Danke Harald,
wer lesen kann ist klar im Vorteil
LG Karl -
Liebe Pilzfreunde,
nach den Funden im letzten Beitrag Das Depot erwacht war ich heute wieder im Gebiet. Starker Wind und steigende Temperaturen können der Herrlichkeit erfhrungsgemäß schnell ein Ende bereiten und man muss die (noch) guten Bedingungen ausnutzen. Die bereits gezeigten Arten waren in weiten Teilen des Gebiets vertreten, aber es gab auch Neues.
Bereits in den Vortagen fanden wir immer wieder Marasmiellus tricolor (Dreifarbiger Zwergschirmlingschwindling)
Die mikroskopische Überprüfeung ergab heute, dass es sich um Marasmiellus tricolor var. graminis handelt
Kleine Köpfchen, die schon am 01.08. aufgefallen waren hatten sich gut entwickelt
Lactarius controversus (Rosascheckiger Milchling)
Hygrocybe helobia (Knoblauch- oder Sumpf-Saftling) war jetzt auch zu finden
Ein kleiner Schirmling entpuppte sich als Lepiota echinella (Borstiger Schirmling)
Schon von weitem erkennbar Pholiota flammans (Feuerschüppling)
Thelephora caryophyllea (Nelkenförmiger Warzenpilz)
Ältere Exempare von Entoloma chalybaeum (Blaublättriger Zärtling)
Von blauschwarzen Hüten keine Spur mehr und auch die blaue Stielfarbe geht in grau über. Ohne ein jüngeres Exemplar wäre der Fund kaum noch bestimmbar, was übrigens für alle Leptonien gilt. Bestimmungsversuche ohne komplete Kollektionen von jungen und alten Fruchtkörpern oder gar von Einzelexemplaren muss man als Zeitverschwendung ansehen.
Der Fund des Tages gelang am Rand eines wassergefüllten Grabens. Die 1564ste Art im Depot
Xerocomellus ripariellus (Uferrotfüßchen)
Edit: Nach weitergehenden Erkenntnissen könnte das Xerocomellus fennicus sein. Bevor ich einen möglicherweise ersten Nachweis für Deutschland Propagiere, muss ich den aber noch weiter absichern -
Hallo zusammen,
da es Euch so gut gefallen hat kommt später noch ein Nachschlag
LG Karl -
Hallo Karl,
danke für deine Ausführung. Mich hat ja vor allem die Größe, vor zwei Jahren sogar 18 cm Hutdurchmesser, gestört.
Hallo Jörg
In der Originalbeschreibung wird angegeben Hut: 40–120(–200) mm; Stiel: 40–120×8–30(–50) mm; selten gesamter Stiel netzig -
Hallo zusammen
Ich habe mal meine eigenen Messungen von luridus und mendax überprüft und tendiere bei der gemessenen Breite klar zu mendax. Zwar stellt man sich unter mendax einen eher kleinen Pilz mit dünnerem Stiel vor, aber ich habe auch schon Abbildungen von kräftigen Exemplaren gesehen. Die Rottöne im Hut sprechen m.E. ebenfalls für mendax.
LG Karl -
Liebe Pilzfreunde,
seit 2017 gibt es endlich mal wieder einen guten Sommeraspekt im Depot (NSG Brachter Wald) Bei einer Exkursion am 01.08. und einer erneuten am 05.08. mit boccaccio Ralf Go und zeitweise coprinusspezi , Lucky und ein weiterer Pilzfreund konnten wir 117 Arten feststellen von denen ich einige vorstellen möchte.
Clavaria fragilis (Wurmförmige Büschelkeule) an etlichen Stellen
Clavaria amoenoides (Anmutige Büschelkeule) erstmals seit den bisher einzigen Funden 2017 gleich an zwei Stellen
Auch erste Saftlinge zeigten sich wobei Hygrocybe acutoconica (Safrangelber Saftling) dominierte
Hygrocybe canharellus (Pfifferlings-Saftling) war auch in höheem Gras noch gut zu entdecken
Hygrocybe conica (Schwärzender Saftling) als Deko zwischen Heidekraut
Rötlinge zeigten sich fast an jeder Ecke wie z. B. Entoloma clandestinum (Dickblättriger Glöckling)
Kopfige Kaulozystiden
Schnallen an der Basis junger Basidien
Inkrustiertes Pigment in der Hutdeckschicht
Leptonien waren ebenfalls am Start, wie hier Entoloma majusculum (in älterer Literatur meist als Entoloma longistriatum)
Entoloma griseocyaneum (Flockenschuppiger Zärtling)
Und endlich mal wieder meine blauen Lieblinge in größerer Zahl
Entoloma porphyrogriseum (Kahlstieliger Porphyr-Zärtling) (in älterer Literatur meist als Entoloma corvinum)
Entoloma serrulatum (Gesägtblättriger Glöckling) mit schwarzvioletter Lamellenschneide
Gesägte Lammellenschneiden mit schwarzblauem Pigment
Entoloma chalybaeum (Blaublättriger Zärtling) in noch nie gesehenen Mengen
Nach ca. 7 h hatten sogar die Stiefel die blaue Farbe angenommen
Neben wenigen Filzröhrlingen stellte sich schon Suillus collinitus (Ringloser Butterpilz) ein
Gehört im Depot einfach dazu Poronia punctata (Punktierte Porenscheide) hier die Nebenfruchtform
Zum Abschluss noch zwei von 10 Täublingen
Russula sanguinaria (Blutroter Täubling) ein typischer Kiefernbegleiter mit scharfem Geschmack und häufig Röttönen am Stiel
Russula roseocrema R. Socha, Hálek & Baier
Eine Art die noch wenig bekannt ist und bei Anwesenheit von Birken für Russula exalbicans (Verblassender Täubling) gehalten werden kann. Der Hut zeigt jedoch neben roten auch blasse cremfarbige Töne und fühlt sich etwas fettig an. Die Guajakreaktion ist im Gegensatz zu R. exalbicans sehr stark, was ein guter Hinweis im Feld ist. Sporenpulver mit IIa-b heller als bei R. exalbicans.
Bisher bekannte Funde waren meist bei Weide/Pappel, jedoch ist die Ökologie noch nicht hinreichend bekannt.
War das mal wieder eine Wohltat
LG Karl -
Hallo Nosozia
wenn Du Pleurozystiden sicher ausschließen kannst, sehe ich auch keine andere Möglichkeit.
Sonst käme flocculosa ins Spiwl
LG Karl -
Hi, ich hätte einiges zu zeigen u. a. aus dem Depot
LG Karl -
Hallo zusammen
Nr. 2 erinnert mich am ehesten an Russula parazurea, wofür auch das Fehlen jeglicher violettlicher Töne spricht.
LG Karl
