Beiträge von Karl W

    Paraphysen gebräunt, ohne braune Exkretmasse, Zellen auch im apikalen Bereich mehr oder

    weniger zylindrisch; reife Sporen mit bis zu 7 Septen; Stiel nur feinschuppig . . . . . . . .

    Hallo Felli,

    Paraphysen und Sporen passen natürlich sehr gut zu G. umbratile, aber ich habe bei der Art noch nie spitze Haare im unteren Stielteil gesehen.
    Trichoglossum kann man natürlich bei hyalinen Haaren ausschließen. Momentan fällt mir dazu absolut nichts ein, außer es haftet irgendein Fremdkörper an.

    LG Karl

    neben Geoglossum glutinosum (glitschiger Stiel), wäre Geoglossum fallax mit seinem rauen/schuppigen Stiel eine Erdzunge die mit etwas Erfahrung sogar makroskopisch geht.

    Hallo Martin,

    das war vielleicht früher mal so. Es gibt mehrere Arten mit schleimigen oder schuppigen Stielen, die auch teilweise schon in Deutschland nachgewiesen sind.
    Geoglossum (Hemileucoglossum) elongatum mit Sporen von ca 60 mµ länge und 7 Septen ist ebenfalls schuppig und möglicherweise sogar häufiger als G. fallax.

    https://www.pilze-deutschland.…n/?qstring=Glutinoglossum

    LG Karl

    Hallo,

    ich könnte eine Wiesenpilz-Orgie zeigen ==Gnolm7 . Unklare Funde von Jörg sollten aber vorrangig angesehen werden, da man dabei immer etwas lernen kann.

    LG Karl

    den kann ich/können wir auch ohne Ditte bestimmen. Inocybe obscuroides; in vielen Schlüsseln als I. cincinnata var. major bezeichnet.

    Hallo Stefan

    Wenn Du ihn jetzt noch Inocybe obscurobadia nennst, sind wir uns einig.
    Bei Kuyper & Stangl ist die Art als I. phaeocomis var. major drin

    LG Karl

    Das Kosmos Handbuch Pilze von A. Gminder et al. würd ich definitiv mitnehmen. Mir gefällt, dass es von der DGfM geprüft ist und hinten auf der Rückseite sich ein Siegel von der DGfM befindet.

    Die Prüfer der DGfM sind möglicherweise die gleichen, welche die Schlüsselfehler produziert haben. Ist aber nur eine Vermutung :)


    LG Karl

    Hallo Karl,


    wie von Dir nicht anders zu erwarten sind das wieder einmal Superfunde und sehr schön in Szene gesetzt. Ich erspare mir ab heute so etwas selber finden zu wollen und schau mir lieber deine Fotos an. Bei mir gibt es doch sowieso nichts Gescheites.

    Haallo Jörg,

    ich erinnere mich noch sehr gut an den Sommer 2022, wo Du mich mit Deinen Funden sprachlos gemacht hast und hier war tote Hose.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    nach dem Auftakt zum Anfang des Monats Wiesenpilze auf Friedhof und einer kurzen Pause durch Wärme und Trockenheit, zeigen sich die Wiesen langsam von ihrer besten Seite und man muss die Besuchsintervalle deutlich verkürzen

    18.10.23

    Hygrocybe glutinipes (Schleimfüßiger Saftling) schiebt weiter eifrig frische Fruchtkörper aus der Erde



    Aus wenigen Keulchen wurden viele wenn auch schon leicht angetrocknet


    Wenn man massenweise gelbe Keulchen sieht finden sich bei genauer Suche meist noch frische Exemplare.
    Clavulinopsis laeticolor (Schöne Weisenkeule)


    und mit etwas Glück auch verschiedene Arten
    Clavulinopsis luteoalba (Aprikosenfarbene Wiesenkeule)


    Zwar bei weitem nicht so schön, aber für mich der Knaller. Bei einem völlig schwarzen Exemplar dachte ich zunächst noch an Hygrocybe conica (Schwärzender Saftling) im Endstadium.
    Dann ein frischeres Exemplar und nach weiterer Suche war die Sensation perfekt. Erst der dritte Fundort der Art in NRW
    Dermoloma magicum (Schwärzender Samtritterling) bei Verletzung Lamellen und Stiel oranagerot um später völlig schwarz zu werden




    Vier Tage später

    Clavulinopsis laeticolor (Schöne Weisenkeule) an anderer Stelle


    Ein Nachzügler von Hygrocybe helobia (Gelbblättriger Filzsaftling auch Knoblauchsaftling oder Sumpfsaftling)


    Frische Cuphophyllus pratensis (Oranger Wiesenellerling)


    Währen ich weiter akribisch suchte wurde ich von hinten angesprochen und drehte mich um. "Ach das ist ein Stativ und ich dachte sie arbeiten mit einem Metalldetektor" :D
    Goldzähne habe ich keine gefunden, aber ein gelbes Exemplar ließ mich langsam und vorsichtig in die Knie gehen und im Gras zwischen Moosen wurde es lebendig. Sie sind geschlüpft ;)
    Gliophorus psittacinus (Papageien-Saftling)


    Auf den Knien bewegte ich mich vorsichtig weiter und es wurden immer mehr






    Plötzlich sah ich einige Spitzen aus dem Moos herausschauen und erlebte die nächste Überraschung
    Clavaria flavipes (Strohfarbene Keule) neu für die Wiesen und durch fast runde Sporen leicht von ähnlichen Arten zu unterscheiden


    Ich hatte währen der Suche schon gedacht, dass es auf einer derartigen Wiese doch Erdzungen geben müsste und plötzlich kriegte ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Der Anfang war gemacht
    Geoglossum fallax (Täuschende Erdzunge)


    Wo ich morgen bin möchtet Ihr wissen? Im Depot NSG Brachter Wald aber spätestens übermorgen sicher wieder auf den Friedhofswiesen

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    obwohl es nur wenig geregnet hatte, startete ich am 17.10. zu einem Kontrollbesuch in "meinem" Depot und wurde angenehm überrascht. Von 65 notierten Arten möchte ich einige zeigen.

    Arrhenia velutipes (Samtfuß-Nabeling)
       

    Clavara argillacea (Heidekeule)


    Geoglossum elongatum ss. Roobeek, ähnlich G. fallax aber mit deutlich kürzeren Sporen mit 7 Septen


    Hygrocybe cantharellus (Pfifferlingssaftling)


    Hygrocybe helobia (Gelbblättriger Filzsaftling auch Knoblauchsaftling oder Sumpfsaftling)


    Pseudaleuria fibrillosa (Sandbürsten-Becherling)


    Russula sardonia (Zitronenblättriger Täubling)


    Suillus grevillei (Gold-Röhrling)


    Thelephora caryophyllea (Nelkenförmiger Warzenpilz)




    Tricholoma equestre (Kiefern-Grünling)


    Tricholomopsis rutilans (Purpurfilziger Holzritterling)


    LG Karl

    Hallo Bernd,

    das ist eindeutig Clavaria rosea. Die Basidien haben keine Basalschnalle und die Sporen sind recht schlank auch wenn noch nicht viele reif waren.
    5,7 - 7,8 x 2,7 - 3,5 mµ, Q = 1,85 - 2,5; Lm = 6,8, Bm = 3,2, Qm = 2,3 (n = 10)

    LG Karl

    Hallo Schrunz,

    Nr. 1 dürfte Cuphophyllus ochraceopallidus sein
    Nr. 3 evt. Clavulinopsis luteoalba
    Nr. 4 Sicher kein Nabeling sondern ein Rötling aus der Ecke um Entoloma serrulatum, caesiocinctum
    Nr. 6 Ja ein Samthäubchen
    Nr. 7 Wieder ein Rötling mit gefärbter Schneide. Möglicherweise ältere Exemplare von 4.
    Nr. 10 wohl eher Heudüngerling

    LG Karl

    Hallo Claus,

    das mit der Guajakreaktion ist interessant. Heute bei einem ganz frischen gelben Frk. und bei den dunklen jeweils +++. Bei nahezu weiß ausgeblassten sehr trockenen Fruchtkörpern hatte ich vorgestern keine Reaktion innerhalb von 10 sek.
    Die Schärfe tritt verzögert auf und man muss schon etwas länger drauf rumkauen. Dann wird es aber sehr deutlich scharf, wenn auch nicht brennend.

    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde

    Am 09 August fand ich unter Buche/Hainbuche einen ockerlichen Täubling mit dem ich zunächst nichts anfangen konnte


    Vier Tage später an der gleichen Stelle dann ein großes Vorkommen


    Fruchtkörper stark ausblassend


    SPP IVd bis IVe, Geschmack scharf, Guajakreaktion rasch positiv, FeSO4 blassrosa, Dermatozystiden sehr variabel in der Größe, Haare spitz zulaufend, Sporen isoliert stachelig
    Bei allen gelben Dottersporen mit scharfem Geschmack blieb immer ein Fragezeichen und ich legte den Pilz vorerst als Russula sp. ab

    Vorgestern an gleicher Stelle dann eine weitere Kollektion


    Merkmale identisch mit der Kollektion von August:

    SPP IVd bis IVe, Geschmachmack in Lamellen und Stielfleisch scharf, Guajakreaktion rasch positiv +++, FeSO4 blassrosa

    Sporen breit elliptisch mit isolierrten Stacheln


    Größe: 7,9 - 9,3 - 10,7 x 6,3 - 7,3 - 8,3 µm


    Haare der Hutdeckschicht


    Dermatozystiden variabel in Form und Größe, bis 13 mµ breit



    Dann öffnete mir Felix Hampe die Augen: Was hast Du gegen R. cuprea, ich sehe deutliche Divertikel
    Die waren in meine Augen so spärlich, dass ich ihnen keine Bedeutung beigemessen hatte, also nochmal hin



    Von einem ganz jungen, kleinen Fruchtkörper untersuchte ich erneut die Huthaut und wurde reichlich fündig


    Damit war die Bestimmung als Russula cuprea abgesichert. Gelbgrüne Formen von R. cuprea wurden früher als R. urens abgetrennt,
    was aber wohl genetisch nicht haltbar ist.

    Das passende Ende bilden dann im Laub versteckte, gefärbte Fruchtkörper, die weniger als einen Meter entfernt standen.
    Chemie, Geschmack und Mikros identisch. Manche Täublinge hat der Teufel geschaffen ;)


    LG Karl