Hallo Bernd,
vielleicht ist in deiner litauischen Arbeit auch gemeint, dass Phellinus (Porodaedalea) chrysoloma mehr Fichten zum Absterben bringt als Fomitopsis pinicola, da er als Schwächeparasit aggressiver ist?
LG
Frank
Hallo Bernd,
vielleicht ist in deiner litauischen Arbeit auch gemeint, dass Phellinus (Porodaedalea) chrysoloma mehr Fichten zum Absterben bringt als Fomitopsis pinicola, da er als Schwächeparasit aggressiver ist?
LG
Frank
Hallo Bernd und Pablo,
eurer Diskussion kann ich in soweit nicht folgen, da die Phellinus s.l. - Arten Weißfäuleerzeuger sind.
In Estland ist nach einer Arbeit von Erast Parmasto von 2004 "Distribution maps of Estonian fungi" Fomitopsis pinicola 644 mal beobachtet worden und Phellinus chrysoloma105 mal. Die Relation der Verbreitung stimmt also auch in den Baltischen Staaten.
LG
Frank
Hallo Bernd und Pablo,
der Unterschied zwischen den Porodaedalea-Arten P. pini, P. chrysoloma und P. laricis ist hauptsächlich makroskopisch und ökologisch nachvollziehbar. Mikroskopisch sind alle drei Arten sehr ähnlich. P. pini ist an Kiefer gebunden und hat deutlich pileate, einzelne Fruchtkörper, P. chrysoloma kommt hauptsächlich an Fichte vor und hat semipileate, manchmal auch resupinate Fruchtkörper, die oft mehrhütig sind. P. laricis ist eine boreale und montane (alpine) Art an Lärche, Fichte und seltener an Kiefer (Pinus mugo) mit pileaten Fruchtkörpern.
@Bernd- Die langen Nadeln (auch die Rinde?) auf deinen Bildern sehen wie von einer Kiefer aus! Der moorige Standort würde auch bestens zu P. pini passen.
LG
Frank
Hallo Björn und Pablo,
zu den drei "Rindenpilzen": Die Tomentella könnte, wie Pablo schon schrieb, T. coerulea sein. In welchem Medium hast du mikroskopiert? Die Cyanescens dieser Art ist nicht immer vorhanden. In Wasser sind die Basidien oft mit einem rötlichen Inhalt. Du kannst mir aber das Exsikkat gern auch zur Kontrolle schicken.
Die Botryobasidium scheint B. vaga zu sein. Nur die hat diese breiten navicularen Sporen (8-12 x 4,5-6 mm).
Bei dem Fund von Hyphoderma bleiben bei den kleinen Sporen Fragen. Sie würden noch zu Peniophorella praetermissa passen, aber da fehlen die zugespitzten und die kopfigen Zystiden. Hyphoderma cryptocallimon wäre noch eine Option. Kannst ja mal vergleichen.
LG
Frank
Hallo Romana,
versuch's mal bei Phlebia (Mycoacia) aurea. Die Sporen müssten suballantoid sein, 3,5-4,5 x 1,5-2 µm.
LG
Frank
Hallo Mario,
ZitatSeid wann weiß man denn das darunter sich mehrere Arten verstecken?
Postia romellii M. Pieri & B. Rivoire wurde 2006 beschrieben. Bis sich sowas durchsetzt dauert halt immer.
LG
Frank
Hallo zusammen,
nachdem ich das Exsikkat erhalten und untersucht habe, konnte ich den Fund als Physisporinus furcatus (Núñez & Ryvarden) F. Wu, Jia J. Chen & Y.C. Dai 2017 bestimmen. Prof. Y.C. Dai aus Peking meine Bestimmung bestätigt, nachdem ich ihn Fotos geschickt hatte. Die fingerförmigen Inkrustationen der Zystiden, wie sie in den ersten beiden Mikrofotos von Günter gut zu sehen sind, charakterisieren diese Art. Der Porling ist aus Russland (Fernost), China und Frankreich bekannt und auf Erle und Lärche vorkommend. Im neuen Werk von Bernard Rivoire (2020) "Polypores de France et Europe" sind gute Fotos dieser Art enthalten.
LG
Frank
Hallo Mario,
das ist auf Grund der schmalen Zystiden (4-6 µm breit) Oligoporus (Postia) romellii. Die ähnliche Oligoporus (Postia) sericeomollis hat bauchige Zystiden bis 15 µm Breite.
LG
Frank
Hallo Romana,
man sieht zumindest die gebündelten, dickwandigen Hyphen in den Aculei gut, was auch für diese Art spricht. Ich glaube du kannst den Fund erstmal unter Fibrodontia gossypina (Faseriger Zähnchenrindenpilz, für die, die unbedingt einen deutschen Namen brauchen) ablegen.
LG und einen schönen 1. Advent
Frank
Zitatkann es sein, dass man das auf dem vorletzten Bild erahnen kann?
Drei Bilder davor vermute ich diese Strukturen.
LG
Frank
Hallo Romana,
sehr typisch für Fibrodontia gossypinawäre die Ummantelung der dickwandigen Pseudozystiden, wie sie auf der Zeichnung von J. Eriksson zu sehen und in einem Bild von dir zu erahnen ist.
LG
Frank
Bin gerade noch auf einen Physisporinus furcatus gestoßen, mit identischen Zystiden. Der stammt zwar aus Fernost, aber heutzutage ist alles möglich. Ich wäre sehr an einem Exikkat interessiert.
LG
Frank
Hallo Günter und Pablo,
Rigidoporus pouzari hat solche Zystiden und sieht auch makroskopisch ähnlich. Ich habe ihn zweimal an Alnus gefunden.
LG
Frank
Hallo Pablo,
ZitatWobei ich mir ja immer beides angucke, bei den Kollektionen, die ich so finde.
Sollte man auf jeden Fall machen, aber wenn man Gloeozystiden findet, dann müsste das ja auch in dem Fall schon signifikant genug sein, oder?
da die "Gloeozystiden" bei O. corticola selten sind und schwierig zu finden, ist die Breite der Hyphen das sichere Unterscheidungsmerkmal.
Oxyporus corticola hat auch kleinere Poren (3-4 P/mm) als O. latemarginatus (1-3 P/mm).
LG
Frank
Hallo Romana,
wenn die Basalhyphen max. bis 5 µm Breite gehen, liegst du mit Oxyporus corticola richtig. Bei Oxyporus (Emmia) latemarginatus sind sie 6-8 (10) breit.
LG
Frank
Hallo Mario,
bei dickwandigen Basalhyphen und herausragenden, nackten Zystiden würde ich Phanerochaete sordida s. str. zustimmen. Farbreaktionen lieber mit 3 % KOH testen. Mit 20 % KOH entstehen manchmal irritierende Farben, die nicht typisch sind.
LG
Frank
ZitatZwei Fragen bleiben für mich ungenügend beantwortet:
1. gibt es in Europa G. tsugae Murrill 1902 oder unterscheidet sich die europäische G. valesiacum Boud. 1895 doch von der amerikanischen Art?
2. ist die europäische G. carnosum Pat. 1889 tatsächlich genetisch gleich mit der amerikanischen G. oregenense Murrill 1908
Diese beiden offenen Fragen habe ich mit Bernard Rivoire in Verbindung mit seinem neuen Buch "Polypores de France et d' Europe" (2020) besprochen. Dieses Buch ist zwar in Französisch (aber mit englischen Schlüsseln) und für interessierte Mykologen das zur Zeit modernste und vollständigste Werk über Porlinge.
Ganoderma tsugae ist eine amerikanische Art, die europäische Art ist G. valesiacum (auch an Pseudotsugae). Die amerikanische G. oregenense ist nicht identisch mit der europäischen G. carnosum.
LG
Frank
ZitatZwei Fragen bleiben für mich ungenügend beantwortet:
1. gibt es in Europa G. tsugae Murrill 1902 oder unterscheidet sich die europäische G. valesiacum Boud. 1895 doch von der amerikanischen Art?
2. ist die europäische G. carnosum Pat. 1889 tatsächlich genetisch gleich mit der amerikanischen G. oregenense Murrill 1908
Diese beiden offenen Fragen habe ich mit Bernard Rivoire in Verbindung mit seinem neuen Buch "Polypores de France et d' Europe" (2020) besprochen. Dieses Buch ist zwar in Französisch (aber mit englischen Schlüsseln) und für interessierte Mykologen das zur Zeit modernste und vollständigste Werk über Porlinge.
Ganoderma tsugae ist eine amerikanische Art, die europäische Art ist G. valesiacum (auch an Pseudotsugae). Die amerikanische G. oregenense ist nicht identisch mit der europäischen G. carnosum.
LG
Frank
Hallo Thorben,
den Fund habe ich von K.-H. Larsson sequenzieren lassen und es kam "nur" Mycoacia uda heraus. Makroskopisch sehr fragwürdig, aber wir müssen das erstmal akzeptieren.
LG
Frank
Hallo Thorben,
die sehr langstacheligen Sporen passen nicht so recht zu T. lateritia, die auch immer deutlich ziegelfarben ist. Könnte in Richtung Tomentella atroarenicolor gehen. Den Fund würde ich mir gern ansehen.
LG
Frank
Hallo Thorben,
dann ist es eben keine T. bryophila s. str., sondern nur das "Aggregat", in dem sich mehrere früher beschriebene Arten verbergen.
LG
Frank
OK, sende sie mir.
LG
Frank
Hallo Björn,
auf meiner Homepage ist noch einiges zu verbessern. Einerseits fehlt die Zeit, andererseits bin ich ein schlechter Fotograf. Ich knipse nur.![]()
Aber ich werde in naher Zukunft dran arbeiten.
LG
Frank
Hallo Thorben,
zu Nr. 2: Ich sehe keine Zystiden.
LG
Frank
