Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    nein die Präparate sind sehr gut. :daumen:Es ist nur so, dass es sich bei bestimmten Gattungen lohnt anstatt mit Wasser mit 3-5%igem KOH zu mikroskopieren; insbesondere bei den Cortinarien und Incoyben. Bei den Inocyben gibt es einige Arten, deren Zystiden mit KOH gelblich verfärben. Das ist z.B. bei Inocybe sindonia sehr gut zu sehen. Das ist auch ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.


    Mit dem KOH schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe. Du siehst die gelbe Farbreaktion sehr deutlich; weißt also, wie das aussehen musst, und hast gleich noch ein wichtiges Bestimmungsmerkmal der Art.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    1+3 sind richtig. Bei 2 stimmt der Gesäte Tintling. Die gelben auf dem Bild sind in jedem Fall Strophariaceaen. H. fasciculare ist möglich, will aber auch eine Pholiota nicht ausschließen.


    l.g.

    Stefan

    Verzehrfreigabe gibt es nur bei einem PSV. Gerade bei Champignons. Es gibt gerade da auch sehr giftige Arten. Also Vorsicht

    Ich gebe nur noch sehr selten welche frei. Astreine Wiesenchampis und vielleicht noch Waldegerlinge; aber sonst. Entweder sind die anderen giftig oder reichern Cadmium an.


    l.g.

    Stefan

    Hi doofe Frage vielleicht aber wieso kommen nur S. aeruginosa und S. caerul(e)a hier in Frage?

    Also was schließt bei den Bildern Stropharia pseudocyanea aus?


    LG.

    So doof ist die Frage nicht; nur leider habe ich die Art noch nie gefunden. Trotzdem bin ich der Meinung, dass aufgrund der Hutfärbung des jungen und der älteren Exemplare nur eine der beiden anderen Arten in Frage kommt, denn die ist so typisch. Ich glaube nicht, dass Str. pseudocyanea jung so dunkel türkis gefärbt ist.


    l.g.

    Stefan

    ITS allein ist meistens nicht zuverlässig, aus verschiedenen Gründen. Der einleuchtendste ist die irrige Annahme, dass alle tausende ITS-Kopien im Genom gleich evolvieren. Diese Einschätzung hat mir ein erfahrener Pflanzengenetiker von der TU-Dresden letztes Jahr im Rahmen eines Vortrages zu dem Thema bestätigt.


    Dass die ITS bei der genetischen Artbestimmung oft ungeeignet ist, siehst du bei Peziza, Hebeloma usw. Dazu müssen andere Loci erst gefunden werden. Ein zusätzliches Problem bei Leccinum ist die Polyploidie, d.h. du musst auch noch Chromosome zählen.


    Nur allein auf die ITS zu vertrauen ist nicht günstig. Ein besseres, diplomatisches Wort fällt mir gerade dazu nicht ein.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    einer der beiden ist es. Du bekommst den am besten mit der Sporenpulverfarbe raus. Alternativ mikroskopisch. Ich traue mir hier keine Diagnose zu, da ich Str. aeruginosa nicht ausschließen mag.


    l.g.

    Stefan

    In so einem Fall sollte nicht mit der ITS weitergeforscht werden, sondern mit anderen Loci. Die Mikrosatelliten bekommst du nicht so leicht raus. Maximal händisch aus den den Sequenzen löschen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo,


    ich glaube nicht das bei deinem Fund ohne Mikro irgendetwas geht. Nenne bitte bei deinen Vorschlägen auch den lat. Namen mit. Von einem Hirschbrauen Dachpilz hatte ich noch nie etwas gehört bis ich sah das Du den Rehbraunen meinst. Von den deutschen Namen gibt es meistens viel zu viele.


    VG Jörg

    Hallo Jörg,


    der Rehbraune Dachpilz wird in den Großpilzen Baden-Würrtembergs als Hirschbrauner Dachpilz bezeichnet, was ja auch logisch-konsequent ist. Der wiss. Name P. cervinus leitet sich von lat. Cervus=Hirsch ab. Wenn sich der wiss. Name vom Reh ableiten würde, müsste das irgendwas mit Capreolus=Reh sein.


    Der "Voreilende Dachpilz" heißt Pluteus primus, das ist ein Rehbrauner Dachpilz an Laubholz mit Schnallen, während P. cervinus keine Schnallen aufweisst. Die ganze Gruppe ist alles andere als einfach geworden, u.a. weil mit Pluteus hongoi eine neu beschriebene Art in Europa existiert.


    l.g.

    Stefan